Freies Blatt
- Journal
- Freies Blatt
- Volume
- IV (1895)
- Issue
- 160 (28.4.1895)
- Date
- 1895-04-28
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German
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V feite .freies Blatt. Nr/ IM). '■N-wuJ.imir..', ja;it daß bei fern ^ofirii^cn*.Tveftcominpifewacker Ami i getrieben uinoe. Auch bicDimb wieder mirfiton die al« Gäste an j :?it:.>uti»>' des .Vereine# der Cefterteidwr*, in dein die VanMIrutr : ni5r.1'e; lie;v,ion it.t’ J.c'elben Jln'efiene erfreuen mir die der dirmlidien, »er j n.’i'en, und ne dielte» mit ihrer Indignation nicht zurück, indem sie den .Z.'ra.u »erließen. Ta» ge-'.bad nach der Rede des ReichStagsabgeordneten'"' ar garste., der II» Rainen des anliteinitii'cheii Teui'chbundeS' etwa TvOl ' ..ende» frraeb. i'inne wenden Gäste ans Steierniail! Sie sind an» Friedrichsind zo: lick.',,'t.bn, und wir haben liier'»on Aknen gebort, daß Sie in Cefter» ' ioi.l' einen sibwi", en Mampf zo bestehen haben mit den Rationaliiäten, die Sie irres T.'nn.btdniiis berauben wollen Sie glauben bielleicht, daß wir hier in f ent'chland linier T entichtbnin ilicht ZN verlbeidigen haben. Tas ist aber nicht d -. iZall Lri.'livbr stehen nur hier an' einem ebeii'o ge'äbtdcten 'dosten wie > ntu steil eich, denn mir haben hier den Raeenkamb' zu bestehen. Auch ' bei nii-j 'allen lalnlul immer mehr Xcut'.be vom reinen Teni'chibnm ab. zn dem nii sie zu.rnckzn'ndrei! 'Neben miinen. Sie^ haben in ixriednä sinh von nmeiein allen lsiiSinarck den Rail, erhalten... .Hier folgte eine ichain tose Jir,;';ei an' deren Wiedergabe wir verzichten würden, au.1l ,»e i! >t; reß.ze>et?ti che «Gründe nnS die zu nicht nötbi.zte» Tie t fr. ,st. 'stei >chlrsi mit' den Worten: ..ich erhebe mein Glas mit einem 'steil Alld...i'ch.and' T-ns war den vorhandenen 'Testerreiehern doch zu statt, znwai re.l vider Porsivenke des .Vereines der Sesterrei.bei', Herr Wal." t n : k, . B.g. nßiiiig der. steirischen Z'andslente Iiervorgeboblii hatte, rast den I r. :: .i.ii '. n weil. Ist d!i lTesterreichern zwar das Teittiche Reich zur H. aen dtden dast sie sich aber nichtsdestoweniger ak» gute f,v:;iltdi batte sichen ein Grüß Gott!' teilten Wiederhau im tt. ne IU.U eiumal die anti'emili'ch angehauchte Aildent'chland- 5.::::»!: : ' d-e ’d'. me nar Tie Cefterreidier rerließen ihre Platze . ' .; \. 'N.lit'a'bune. :eg:ich>r Tenionsiratieii. Sie erhoben sich eimein, : > n ai st'il il u.,. r.'.'iim zn tbiin. nicht länger, in einer Gesill'ckiast;tt . . -.. a Nestel 'il. ne mit si' ivenig Taktgefühl zti'aininenge'ngt waren." Cliir amiü'mitifdvn flattern. Tcr Fäll Garczilllskt.> Ein Hcknrtndter ärgster-Horte 'Ramens Ao'ef nn.dd ro'.n lstii>k.'Sgerichte Wien zn feckiS Aobren ichivereu s : in. He hatte unter /penmutg auf die „Freundschaft" nngari- - ■i*. st,. .iiid unter 'onstigen siechen Borivitgelungen aiineii beuten Geld .bi'.anog'.-ckt Hei» Grüner na: ein Pater P o 11 e 1 i. der in. dieiem t'toeetie ■ ■} ei.;.err.cntmrn Ivnid, und habet eine 'einttagtiche Rolle 'vielte, SZUS e.ii lu:^P>".:,"nn.z gelängten Briefen Poiiclt's on Gareznnski ging hervor, daß a.tete u; alle •'»e’.bii'te des "et-teren eivgeircibt war. ott etnein tiefer e-:»-e :• i'.'. ,-e ...Zilbre dich gut an' bei dieser.Rene, fönst gibt es einen 'i ■ i ’ . ,'vt l'.ibe ':e Anden ftramm IN die Hand gefaßt. Hie Ivore» si'hr : : .:t.1 . u :v habe ihnen einen ordentlichen Maulkorb angelegt!" Wie :!'NN NN'.'re Autneiiiitenbtätter in dem .volle (VareztmskiV Hie sinden tu-:ua. i'.t.l-I >o lebbasie Ausdrücke der Entrüstung wie int FglleHchapira— : ■ ist-'- u strel'iall'ii'. Anfällig erscheint »n* aber, daß das^T e u lf chcBolIs .ü' sich d.'i-.nach ni ein»r em>chied»nen Berurtbeilung eines anichen l'ands. niannes »st.-vansgebeis annafft: es schreibt: „(Sine höchst ueinli.be :>JoUe in :. :r 't I,:'e de: als »Zeuge eiiivernoiiliiieiw Geistliche Pater Poli cki. .. wenni"nicht g»taste .er Antreiber. >'o doch mindestens der ", Ie: H. chstauIers gewesen fei» »Hiß. Tic Perthcidignlig ' . im chaiisi der Perbandlnng wiederholt Aerantan'ung, die Glaubiviirdsizkeit . :e','s ,;»'.:gen und denen stille Tbäligkeit ZN beleuchten, so daß es NNS geradezu, . einnndene, daß der Htaatsanwalt der Anf'etdernng des Pkrtheidigers, gegen der Rus'age die','-? .Mengen feine Anträge zu stellen, nicht entsprach." J'i i. e! Piavisiiiiii! Honemiich wird P e r g a tt i den Mann, welcher uoran- •: l'liide :'ie,,ße..ingeii gemacht hat. nicht durch Ertheilzsiig eines .-c>n>ilinin - .n il bestr.i'en Ter Htaatsanwalt bat übrigens am Hchlnsic der Pcr- . ili'.aii. -hiti.-.rr, daß er sich H.brüte gegen Policki Vorbehalte. TaS „Teutiche [ Pdllsblatt" befindet sich ni'o gefchäntich in der angeitehmeit l!age, seinen ' Adannemeu ireisztimacheu. es hätte durch seine Benterlttngen diefeu Vorbehalt , . ',aiilaß: ivebren, diesem Menfchen ein -Htück Erde für ein Teiikmal zn widmen." ,stst es schon auffällig, daß eine .Teutiche Zeiinng" das Unheil des dentl'ch feindlichen stiegnier herbeicitirt, i'o muß ^s allgemeine Heiterkeit wecken, wenir dieses urieiiioniich sich geberdende Blatt däS Urtbeil Baueriiield «, daß Heine „weiblich eitel" gewesen wäre, heranzieht, um seiner Wulh gegen den größten bsiiriker Teiitfchlands die Zügel sichießen zn lauen. Lb>enii „weibliche Eitellei," eines deutschen Mannes unwürdig ist, wie witd die „Teutiche Zeitung" «liber den ihr congenialeit „Lchönerer" nrtheilen müssen, der sich bei seinen Lebzeitea in Marmor unk Grus anShauen, aut Tabakpfeisen und Eigarrenfpitze» ib »-oiiterfeien, von seilen deutsch,natioualen Tichtern poeti'ch anstrudeln und e)id!:g, von feinen Hchreihlnechten in Wort und Hchrist verherrlichen läßt'? Ist „ireibtich,- Eilelleit" ein Hiorali'cljev Testet, dann sieht, Banernseld's Unheil als rietni,; atigeiiommen. troll Alledem Heine s „weibliche Eitelkeit" .zninindestens Edimborassos tiefer unter der —»HchövererS. des St. Georgs-Ritters a. t/ iRnch ein dciitsch-lschcchischcr Ausgleich,» Ter „tst cch" tritt .für Ausgleich zwischen Tenlfchei! und Tschechen ein. Als das beste Mittel zu diestin Zwecke empfiehlt er die beiderseitige Annahme des christlich socialen Prograiuwes Hpiver Weimar nimmt diefeu Borschlag ganz ernst, was inan ih», sich lich nicht verübeln kann. Ter auS Breslau zugereiste Geichästsantiseivit lern:: eben die Berhältnisie in Böhmen nicht, und eS ist ihm unbekannt, daß hii-.t-v dem „siech" nur einige geistliche Herren stehen: wenn nun dieselben im fu Gcgenialle zn den Bestrebnngeii des FürsterzbifchosS von Praiz. Eardnia.s Hchöuborii, den Judenhaß als ei» Heilmittel für alle staatsrechtlichen - nationalen Hchinerzen anureise», i'o hat dies keine größere Bedeutung irgend eine EtPenoration des Herrn H p i v in Warnsdors. ilsiine »lllllosc TroliUllg.i Tie „Teutiche Reform" beichä'tiiZte dreier Tage mit dem 'veciitariven Tentsib Rnlsen Erwin B a n e r und ividi::. ' ihm folgende Zeilen: „Herr Erwin Bauer. Leipzig, welcher vor Jahren :: aiiti'emiti'ches Tageblatt, die .Rene Teut'che Zeitting', b'eirzig, heransgab. :i::; jetzt im Wahlkrei'e Tresden Z'and 'ür den eonferuatiueit Candidaten An»: , biinhacki mit Wort und Hchrift ein. Ta haben wir e«. Erst zweifelhast,'da"!' »onferuativ antifeinilistb, dann kentsib foeial, >eyt »'onfetvativ. Wir tverden tu; mit Herrn E. Bauer mehr he'chä'tigen." Tnrch solche Trohnngen läßt sich Herr E. Bauer, der sich feinerzett auS eigener MachtvoUkomnteiiheit ei:!.,: akatemi'chen Grad verliehen und feine Bisilenkanen mit einem ,,Dr.' gefchn- :: hatte, nicht ein'chüchtern. Er ist. wie namentlich sein Htreit mit Tr.- We ' donck zeigte, an sehr starken Tabak geivölmi. » >Tr. Higl »uü Sic Hachsen.' Ter Redaetenr. des Münchener „Bat i tand". Tr. L i g t. ist ein notorisch belannter Ziidenfresser, aber noch . haßter als die Juden sind ihkn die Hachse». Bor einigen Tagen war in feitteiti Blatte zn lesen: „Hachfen. Mit Bezog .u,i die 'siotiz: Antodasi» und Reichenhach , wobei mit dem Ramen von antibisniarck'fchen Reichstagsadgeorditeten b,-- zeichvete Hcheiter im Bismarck Holzstoß verbrannt, wurde») schreibt inan n::s: Bon dem /sanatismuS und der Uiidutdfamkeit der Hachsen kann man sib keinen Begriff mache». Trotzdem tiefe Mucker fast ganz unter sich sind und ,s fast gar leine Siatholiken oder Zuden dozt gibt, tvürde man gerne die Peidkn. Anden und .Katholiken, vom Erdboden verlilgen. An einem Bn:!: läßt man aber Katholiken unk' Anden — wie bei der Firma Nathreinei -- eine Ekisteiizbeeechtigiiitq zu. nämlich als solventen Siäusern. Ta ' : ibnen Ande» uitd.staiholi leii recht Wenn die Anden, deren tfiroßhäu.v,: die Hanvtabuehmer der sächsischen Brodncte sind, mehr v^jirit ile ••orj's Kälten, wurden sie die ganze sächsische Heuchler-- und Betbruder G >e.. fchatt längst h ina u sge> chm f sse ii haben. Tie Herren Ehristi'.n, Trau- und FiirchtegottS :c. könnten dann den eigenen Zleichnan: in ihre preiswürdigen Gewebe hüllen. TaS wkkre die einzig.' richtige Behandlung für diese Zleinewebergefellschafk." Feuilleton. In Acöt und |iann. Hkllic »Ilö Hchöllkrer.! Ein Frennd nuferes Blattes ichreibt uns ans >. n c t: : Ans rem diesjährigen Grillparzer Jahrbuch biingt die „Tentfche , ei tun " in 'Jir >>7<> unter Der Anf'chri't „Banernfetd über Heine" einzelne Htellei ", ä:.z bn.banfzetchnungen von Banernfeld, darunter folgende: „Am G .nzen 'iackn,' m'ir der Tickiter. den ich fc hoch halte, als Menich keinen de' oi, Eindnick Ach ihm vermnrblick auch nicht. Aedensall» ist er weiblich " H:.'zi: macht . „Tentsche Zeitnitg" folgende Glosse: „Run, dadurch zeig: mb;r sinnig: T nt'che in neuem VidjtcJ und bringt man die>es in Zu- 'Ltnmei'lmit . >n von dem französischen Schriftsteller Rcgnier vor zwei AaKren . . .e.'e'nc > baßl'che Etgenf.baften gegebenen Berichten, dann wird es '"i'i'k ...j, .-.tu Welt begreifen, irtmt wirklich deutsche Städte sich lebhaft ',?. :ch ' r ,.H'td '.u'chen Rnnt'chgn" war es nicht der Abgeordnete Förster, .ä.b : diehielt. 'Oiifu ein anderer gleichnamiger Antisemit. Hornau nitjö Polens Uorjcit von Carl ©riot. An dcnisclben Augenblicke, als der Herzog von Äogdan gefolg! in die Halle trat und ehrerbietig von den Anwesenden begrüßt wurde, öünele sich die gegenüberliegende Thüre, und Froswitha erschien auk der Schwelle — Froswitha ini blendendsten Glanze ihrer SchönKdil, Ueberraschl blickte der Herzog hin, in seinen Augen nialte sich die höchste Bewunderung sür jenes holde Frauenbild. Im nächsten Augen» blicke aber hatte er sich gefaßt, und indem er einige Schritte gegen Froswitha machte, die auf ihn zugetreten war und sich tief vor ibul verneigte, sagte er in verbindlichstem'Tone: