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Freies Blatt · 1895-04-21 · 159 (21.4.1895) · p. [Seite]

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Journal
Freies Blatt
Volume
IV (1895)
Issue
159 (21.4.1895)
Date
1895-04-21
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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V 5citc s. freies Statt. Nr. 159. ötuiTrocthfiton ,,, Pfr (irlgngmig ff« erwähnten Onieratc* nachznweisen wußte, l'fincitiii wir mir ncbfnbfr:' dir Hauptsache war ifcjolf« Revanche, welche die Wleferl-flniig der allen Botivnr'e wegen literarischen Diebstahls u. >. w. nnf als . ,v i.' ri-si-ranffolgender Briet fff bekannten Bergani Opecialisten Jl r « J i an if. H. ii? o I f bildete: „Das .Ten ticke Bolksblatf bat in -einei gen-obniei' geyieine» :1u gegen Tie nnf Ihr Blatt stolb geschlendert. .**!-ai ui TonderKeil bebanvici. die snnizehn Nnierschristen ans der Danksagung .--er verren Gelneindetätbe Dr. Michael Grnber und Genoffen seien g ei a l ' ckI Wie bei 'einem Bergani Blatte voranszu'ehen. war diese Bchäuptung e rioae« Bei fie'eni Aulaffe uiöckle ick den Ernst Bergani, der i» Aal- -ck>tit.;s'acken enenbar Tachverständigcr -ein will, dock fragen, was er;»m nachstebenfen Falle sagt: oitt Piarrarckive na» Mühldorf ist der Tausschein des Ernst Bergani hinterlegt. An diesem Dauischein ist vor dem Familiennamen .Berganifas Wörtchen von' ei »gefügt. Das;" fie'e Euitiigniig -nickt vom Aussteller de? Taus'cheines, -onfcr» aus spaterer Acit und von anderer Hand herrübrl, erlveffel sich aus dem Unistaiide, fast I fie Lckr>>: ans fein Taus'ckcine vetgilb: ist und nur das Wörtchen .von' noch IN iri’ilY:- Schwärze prangt, 2. fas beigeingle Wörtchen .von' fie Tckrist;nge an'wetst, tve.cke Bergani leden'alts am aUerbcsten kennen muß. Zweifellos I-at Bergani an? f.e'etn .-.-erbenerlen- Taus-cheine das Afelsrechl für sich abgeleirei, denn, wie ick mich fnrck Angen'chein nberreugle,, bat Bergani, der B n . g er in ei st e. -.-o>, Mübldor'. die' e in v sa n g^ncn, aber nicht abgeti:br:en Getiieindeamlageiibeträgc in dsn Bücketn derTteueriraa.-r e e n-ea n e n i f u r'ch die il n te r ich r ilt .E v. Bergani' auiltirt. . liebe: die Fäl-ckungen III, Easiabucke des Mübldorier Losvereilils werde ich bei gAtuane ein anferesmal rede». Den Ernst Bergani mache ich 'nein:: in in f: t l:e n m a . e fneniiich ansincrk'am; das; er mich wegen des Berg-'l-en? fee Ebrenbeletdigung. ia >oaar wegen des Berbrechcns der Ber- ..ltnif::ng -.-.n -»'-erickl sieben kann, vo.ransgeiel.>t, fast meine ötienilichen Mil ideiltin,'.«» über die Aintsgclfer»,r.t«»-'chlagm>gei» in^ MüKldori nicht wabr iein -flttenf H>.e „von" Bergani -einer-eils »lackt iei»er ckcistlicken z>,äckslenl>ebe 'in de» gt.l:e::r.enien nt einer 'Weist- Vit», fie ein glänzendes Zengniß iür die -i::ta : fe Macht des Anii-emilisiuits abgeben kann. j „i£f wirf,“ sagt er, „vom /.!--!an'che!i Dieöstad: und Annsveritinrennng ge-vrochen. Herr Walt sollte mit 'Äi:>ch..:f:g,iiigcn ronickiiger sein. An de» Hummern der .L »deutschen cha:: .Vf!» 2". und 27. Febrnae er-chieinjtl zwei Leitattikel: .Der vui.gende Punktnnf .Der Wenk des Zins'nßes', die-sich als wörtlicher Abdruck ans den .tzoliii-ckii F: agineuien analineiren: die ionrnaliili'che Tbäligstil der O-Ifea:'chen »f'chaiibena-.d lediglich darin, fast ne de» Dilel alterte! Was *::r e-.n venii-ckes Blatt compromiitircnfer ist: in^cinem Neisefeuilleton eine -.staun-ck-.ldernng einer 'rcnidei, Feder;ir verflechten jeder ganze Leitartikel über fie n-ichufsten wirtl-chastlichen Aragen i» .enllebne», das;n benrlhcileii. überuir fein Bn.l.eii», Daß »i der ikiefaeiion der .OstdciU'che» Rnnf'ä'an .'liemanf übt, f r über die Zii-.ssnsi'rage 'chrciben kann, in schließlich kein Berf-.1en. all-ein -remde .Äbbanfliingeu darüber sich obacweilers aii;ueig»en, das ist f.-ch nicht :oii>nalisti-'cher ti-ebranch. In j-unrl» Ämlsvernmreunng aber fiene dem -D-iieio>us Lchvnerer's eiiitiwcilen ,nr ödeiuitniß. faß wir über fte-en Pnnli neck ni >vrkche» «selegciibeil baden weiidenT^Borläufig genügt cs uns, fie Wabi-b.-iisüebe' der angeblich nationale!: .-Dstdentichen Rnndschan' und tb-.es 'att'am l-etanitien Heransgebers an der Hand »nwiderleglicher Tbatsacken .;ebnbre„d bclenckter;n baden: Die reuartikcl niebli ep, die An-eraie ersch—leicht er 'ich — :a. ja. es beißt in der Bibel nicht uniionst: Hütet Euch vor den setch,-.eien!" ^uv E-.Ianlernng 'ür Biinderunlerrichtele fügen wir hin;n, daß >, -> Weit — irnmin ist. Es macht gewiß dem Her',e» Bcrgani s alle Edre, dieies loverlicke iö,-brechet, 'einem Eegner vorziiweil'en. ... Das „Deutsche Brllsdlati" lomml auch ans die Anklage Äruo'ckl's wegen Aalichung de« Ge dur:s'che:nes ::> 'v.echen und 'übrl -;ur BerltYidianng des verfolgten Ernst Be.-aani an, daß der'elbe, wenn er sich auch vergebliche fjstübe gegeben babe, -..-:::e» ..Ade:sbr5e' in' die Hand;n belonnne»", rsennoi^ einem viel älteren Ädeteae-chleckte als bei-vtelftvei-Yder Lchlvßberr von Ro'enan enistanime Lehr -chen! Das berechngl aber keine-weg« zur Eorreeinr eines- Gebnrlstcheines. -,'inch ma,tcher.ltif'.iche ranfsmaiili de? Herrn v. Bergasti teile: >qi»e Herkuitil von -lft-u.l David ad, otzne es icdoch nr wagen, in einem iamii.lchek Doeumettie vor einen: -.'lainen den Dilel „königliche Hoben" anztidristgeitl i . Das utrfoniitt (vDflrti?.i Die „il iip c x i ä f id) 11 n| stiinmen nichi n. das 2tti f , :uu lldiigen.Anli'emilen ü^er die Wiener Gcmeinde- -t . I. en ,ut scheuerer ichieibl im Brje'kasien ast einen sichere» .1. K. K : 7:: i'c ist das E-.g-bniß der Wiener («emeinker^llirirahlr». daß'iir dem - . . ,t anii'enttit-chen A-.tngmaiS auch niäst eine« unterer nnbedingl nationalen ad .: '. er stebt! Das bal die Bergani.Partei wieder Einmal schlau-angei'angeil! ch.: : : ■ i1f. lasten itx« von solche»» .Ert'olge^' in lesiier Weise irre.. A„> 'f u :. '! ill'e aber oralel: A r o, solgenbermaßen eine» A r t.K » r Dall'-n wir uns 'rein», wenn inan den .siailan mit der stillte ver- Wir laden, uion lei Tank, den klaren Blick in die Zukuint nickt W r .-igensinni»--' Kakicat«' wollen Madne^ und Warner sein, wen» vdittil.-. im.Diegch' -' v. fl:' :tf »ick : c::tc csran-ch' de» stovt verlieren gar vic:-- w v.ige aber sind es .Er-ölcedieier Art können unS Tent'ch-naiionat nennen nicht an« der Fasinng bringe». Je'ct ist eS nur ninsoinebr unsere Pflicht, dieier .christlichen' Majorität gegenüber das nationale Gewissen;» sein und mit dem klare» d'ichte des deutschen BolkrbewnßlscinS öfter in die herein brechende clericale Finsterniß;n lenchlcii. Die .alleräußersted'inte der Deuisch Nationale» hält fest an ihre» Grundsätze». Heil!" Es ist‘ teilt Wunder, dos; schönerer mit der künstigen „christlichen" Gcincindcratbsmaiorilät schon icn, höchst »nzusriedcn ist und sich zu ihr in Opposition letzt. Hak dieselbe doch giejg, den ersten Versuch de« Noscnaner Lchloßberr», ihr seine Tieiainr aus;tlerlegen entschieden;urückgewiei'en. Ueberhaupt' spielt Zchönercr, einer der Milbegründ,-r des österreichischen Ai'tisemiiismns, eine höchst klägliche Rolle. Hein Werl ist in die Höhe gekommen und er ist da« reine — Rnllerl dabei. Znn, Drost,- scheint ihm nur zu gereichen, daß Berga »>'« Mühldorfer bürgerincinerlich.- Dhäiigkeil ein gerichtliches Nachspiel haben dürfte, denn der Bricslanen brin,-,: den Lesern der „llnverfälschlen" auch folgende srobe Botschaft: „Landesanssch, ß ' Dr. stopp theill uns soeben mit, daß säminllichc Geincindeaclen iBergan, dlressends gerichllich ciugeforderl ivnrdcn. 'Näheres in der nächsten 'Nnminer." , i Blamirt.) PanluS M eye r, nein, L p i tz e r - W e i in a r bcscknldigi den verslorbcncn Tr. P r i x, als Bicebürgermeister die Llellung des Dr. Eatelan Areiherrn v. Felder unlergradcn zu haben. Der ans BreSlan zugereiste Ge schäiksanlisemil jüdischer Abstatnmnng hat etwas läuten gehört uitk onenba:- cin Anspielnng darauf veriiommen, daß Dr. Prix seinerzeit mit der Geschaiic snhrnng des von. Tr. Lueger beeiiislnßten Bürgermeisters Tr. 'N eiva td nnzusrieden war. --D, diese Blainage! Wie mögen sie da beim „Balerland" g, lackt haben! . .. AaXda« konimt davon, wenii inan von Tingen spricht, man nicht versteht. 'W^ll Lvitzer-Weimar fürder Blamagen vermeiden, >o inv.ß er sich damit begnügen, in der „R e i ch s p o st" zu „mauicheln" : das vcrii,-- - er schon vom Hanse ans, und zwar, wie stenner versichern, weil besser irgend einer unserer Bolksiänger. ilsil» Ploceß des „Bolen ans Sem Wiener Walde".) Am 17. d. M faiit hier ein Ptoeeß des Badener Änlisemiteublallls,. des „Bote» aus fein Wieneiwaldc", zur Berhandlnng. Ter Möbelhändler AüliuS Philipp in Bufcn wurde von dem Herausgeber und Redacleur des genanntcli Antisemilenblallcs. Aoies Herzog, niner heftigen Ansdrüclcn beschnldigr, ein »nreillc« Möde.- gcsckäfk abgeschlossen zu habe», ivodurch eine aime Näherin geschädigt wotd,:: lei. Aus diesem Anlasse erhob Philipp gegen Aases Heizog die A, klag--, i,: welcher der dreißigjährige Beschnldigle als Dludciil der Mcdiein angesitd-.l wurde. Die Anklage erzählte von Herzog, daß derselbe schon aus der llniversiig! in 'Wien Anhänger schönerer'« gewesen, noch jetzt nichi promovirt habe nnf vielmehr Agitator »ür schönerer in Baden sei. Er lei bereits wegen Ehren beleidigung zu fünf Tagen, acht Tagen und drei Wochen Arrests, serncr auck ivegen Wachebcleifigung verurtdeilt worden. Gegen seine eigene Geliebte, welä-e Müller seines stindes sei, habe er eine Anzeige gemacht, ivonach sie ihn vor Zabrcn, als sie ihre zNicberkniifl eiwarteie, zu einer nrasbaren Handlung lade vcrlcilcn wollet»; dieselbe sei deshalb auch angeklagl, aber sreigcsprochen worfev. Eine Beschuldigung derselben delicate» Art, die Herzog gegen eine» Ärzi er - hoben, habe nicht einmal zu einer Anklage geführt. Er sei ein Exaltado, welckcr im Eurparke in Baden während des Abspielens der österieiäiiichen Bollshimme gegen diese demonstrirte. Bor mehrercn Jahre» sei Herzog bei einem -Tlraßet ereeise von Bursche» derart gestochen worden, daß für sein Leben Gefahr vor banden war, und habe die erste Hilfeleistung von zwei jüdischen Aerzte» e-, ballen, denc» er damals unausgefoidert gelobte, daß er Inden nicht mebr d.- schimvscn und verfolge» werde: in welcher Wci>'e er dies halle, gehe aus dc: ganzen Tendenz de« „Bolen ans dein Wienerwalde" hervor. WaS mm d:c Behaupliingen Herzog s gegen den stläger betrifft, io wurden wohl bei Fühnti.g des Wahrheitsbeweises wichtige Punkle in Ser iinrilninirien Tavstelliing a.s ' unrichtig dargelhan, anderersciis aber kam folgendes JUnstralionsfaell»» zur Lvrache: Philipp haue einer Frau mit sieben stindern, welche sich in schleck:»» Berbältnissen bciand, zur Errichtuvg eine« Rasirgeschäftes Möbel im Betia,,. von 154 st. aus Ralcii verkauft, woranf sie allmälig 72 fl. zahlte. Dann fit. | >o erzählte die als Zeugin vorgeladeue Frau, ihr Geschäft schlecht gegaiigen. ste : habe die Zahlungen nicht forti'etzen können, und es sei bei der nunmehr er j bobenen stlage Philipp'« der gerichtliche Ausgleich getroffen worden, daß sie >cf - Wocke einen Gulden entrichten solle. Dies habe sie in der ersten Woche v>: ' känlnr. und ihr Gläubiger habe jetzt auf Grund der bei diesem letzten AnSgleiä e - getroffene» Bereinbarung, daß bei Nichleinhaltung der Ratgn ihm das Eig>> - lhninsrecht auf die Möbel veibleibe, alsbald sämmtlicheS Mobiliar abbol: laffen. Hievon habe er sich auch nicht abbringen lassen, alS sie ihm den sälligep! Gulden sogleich geben wollld. «ie habe nie mehr einen streuzer zurück,»hall i: Ter klägeri'cke Bertrcter inachlc in der Fragestellung au die Zeugin geliei - derielben ,'ei damals auch von ihrem Hausherrn wegen nicht bezahlter Mici!-: gekündigt woiden. Philipp habe ihr von Neiicm Möbel zur Führung ihres - sckasles leihcli wollen, wenn der Hausherr die stündigung zurnclnehnik; dock j habe dieser es veriveigert. Tie Zeugin bemerkte, - der Hausherr habe sie ivi-'d- - bchalleis wollen. Der Ilägerilche Vertreter beantragle dann die Porladvt:.-. - zweier neuer Zeugen über dieses Faclnin, was von dem Gerichtshöfe n>eg>ii : rorauSsicktlicher Arrelevanz abgclchnt wurde. »Nu» erklärte der Reckie : anwalt, er fei durch die Ablehnung diescr Beweisinitlel außer Ltande, die A> i

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