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Freies Blatt · 1895-03-31 · 156 (31.3.1895) · p. [Seite]

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Journal
Freies Blatt
Volume
IV (1895)
Issue
156 (31.3.1895)
Date
1895-03-31
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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Nr. 15‘> Freies Blatt. . Seite 7 J ,'a donc, vi* »Ionl-, So leben wir. 2o leben wir ja Alle Zn ber allerichönsten Sauscompagnie: TeS Morgen« bei bei» Braiimewei», Te« Mittags bei bei» Bier, TeS AbendS bei bei» Mägbelei» Zin Rachiqnariier. .'a,u.« Prosttrusen, Gläsergektirr, ei» Lachen »nb Lchreie» folgt ber •Wei’e. ,.'>e»b BiSinarlk! Hoch Schönerer!" so tönt e« ans fünfzig .stehlen. Aid ber ^-age werbe» knarrenbe Schritte laut. Fünf Herren, i» warme Pelze gehüllt, loinme» daher. - „Tort liegt ja die .stneipe!" lacht einer der Herren, „meine »aderen Buben sinkwehr als pünktlich. Id) Inb sie zn einer .ryiciaimpancr UIn!» Hin- Abend» ein, »nb sie zechen schon gewiß seil Fünf." „Um,io bester/" . darauf sein Begleiter, „wir haben mit be» bezechten Merl« um so leichtere« 2i)iel. Sie, iUeifler, werden sehen, daß ich Recht habe, Rachdeni der Slnri» sich .r.iegt haben wirb, de» Ihr Erscheine» hervorrusen innß <die Senioren der .Sd-m»elleebcoh»ia' sind von Ihrer Ankunft avisirt n»d haben alle Borbereilungen r i einei» würdigen Empfange getrosten >, iverbe id> da« Wort ergrei'e» und er- I.>..eii, daß mir, die mir der bloße Zufall rorbeigesiihrt, über den herzliche.» o-aiv-ang erfreut sind. Tann'-/"Erich wird die Begrüßungsrede sprechen — lau» hatten Sie, Meister, die Rede, welche bereit» in meiner Trnckerei geletzt ji,k »nd begründe» de» Aalrag, beste» Annahme anster Zweifel steht." Tie 'iiiit Örrren waren i» die „stneipe" getreten. Ein frenetischer Beifall begrüßte sie. •ii,:n der fünf Herren dankte für den echt dentsch-nalionalen Empfang, der ja ilmi,»nd feine» drei Eienossen, einfachen Pionnieren der heiligen nationalen ' ..be, sonder» selbstverständlich mir dem „Meister" gelte» bm>e, beim dieler i'.'ii-.üer, Cefierreidi« Bwinairk, verdiene einzig und allein, gleich feinen, aller . Bioniald, dein Begründer de« Teutsche» Reid)e», in dieler verjndet.» nnd - ..eilerlen^Zeit gesei-.rt;» werde». Ter Redner hatte noch nicht feinen Speech , : und e» .".brausten Heilrnse. Man verlangte stürini'ch daßder „Meister ' ■Ji.i.li vielem Sträuben »nb der iiblichen Annstp.iufe, die da» Sliniinenr .. n-1‘ zum Schweigen brachte, elbob sich der „Meister" nnd >prach mit seiner t.n alle» gernianisdien Bieren laiile» Zeugnis; gebenden Siiinme ungefähr al>o: , .-.-.»'che Iilgendlialt, nnverfälschte Spronen der t'-erinani/! Id> iväbne mich -. nn Saale Brimir zu ' sein und e»d> die frohe Aunde melden zu können, ' nn. eisigen "Rastrand alle Inden nnd Inbenknechle gut versorgt, und auf l ii find. All da« (Hifi, welche» sie gegen mich m,b Bisniarrl, die zwei . .» B.i^ieler der tenllch-nationalen Sache, zeitlebens ge-pien, da« fließt in Strömen über sie, und Ridbvggr sangt an de» Leichen der Perfluchien. 7. Iugendmarl, ermanne did>! .könntest tu meine z isällige An i - u ii, dieser .stneipe, die ich mit dein Saale Brimir so trefflich vern.diger feiern, al» bas; du dein »ach. mir eingest.inbenerinas-.en ströstten .-re I.ilnbnnderte», Bi«»nrrd. »1 ,einem »>. t^ebiiristage eine ivnrbige j veianstaltest r Tie seinilischen Weiwöl'e mögen darob beulen and die r Zäbne ilelche». Hol ihr nicht Heimdall» ls'iallahoin erbrainenL E» -/..in .'iainpl, zuin Streit und.- zn»i Siege gegen de» '.'niiti'chei, Fenri« - .,ii>r Mark nnd-Blut-der Ä-'en und Einherier, aus znin Sieg! ll„« n'intt ■gald.„e Z.niie nnd, vergesset nicht, Teul« Söline, Wingol'«, de« Sit>>« -.: l'llchsten Göilinne». Te»balb beiljo Bi«i».ird!' Tie Wirknng die-erReke suu -chier'nicht t>.-’dji.’il»rit: E« düulle einen, die „tübllerdämmerniig" wäre ' ..ch-ii und die Mitgardichlange 'äuge zisd>enk: i u .Ion.- ». >' w. rag«, tarans brachte ein Leibbl.itldie» be» „Meister»" damit feiner praktischen Politik Hiuderniste zu »chaneif. Lueger gab sld> in dem Schiisistücke, in welche», er Schönerer von der ablelmchide» Haliniig de» Blirgercliib» z» den Eapttnlaiionen der Teiitl'ch Ralioiialen vern.rn: igt den Anschein, vl» könnte er noch hoffen, daß Schönei-er seine persönlichen (Gefühle gegen Bergani bei Seile sepen werde. Zugleich lündigte er aber an. daß, >all» die denlsch Nationale Partei nidjt bi« 2L b. M. von .der gesorberie» Lpse,nng.de« Bergani absehe, dieser Brief in allen anliiemiti-'chen Blitteiui verösfentlichi werden würde mit dem Beilügen, bas; Sdiönerer nnd seine Partei die an«■ ichließliche und alleinige BeraTllworllichleit i'iir die Folgen bd» Brndle» de» abgeschlossenen Bündnisse« iragen müßte». Sdiönerer bestätigle in seiner A»tivo>t ans bieie« Schreiben einlach den Emvsang desselben nnd -.sagte trocken, das; er die syolgen tragen we-.be Schönerer irrt sich aber, wenn er unter den „Folgen" bloß den däranshin. an»gebrochene» Pacherkrieg meint-.- die Folge» werben b^e sein, d.rsi leine allzeii cnelrene» nnnuiehr auch ebne die beißersehnte Abschlachtnng Bergqni'« 'ür die eleriealeii nnd »ndem'cheii Anw'.'iniien stimmen iveiben nnd das; Schönerer mit de» Entbnllung'e» au« Bsülildori sein Pulver nnni'lN verlchonen bat. Tenn Bergani klagt nicht nur glicht., andi Vueger verläßt den Braven nicht, »nd. iveldie iäennglbnnng.snr^Sd»ön<rer roll e« demgegenüber einen bochlrabeiiben ' »ber den Sieg de« »nversälnhten Arie-tlmni» gegenüber dein ver N - ten .inb veiininpsien Indepliberali«:»»«. „Tie ,2d)m»el!eebe;bn,.r", io Nies; f. » den, Aiissaz,, „hat von Renen, den Beweis geliefert, daß sie, i-nbeeinfl-ißl v i irgend welcher Seile, an« freiem, eigenem Antnebe echten, »nvernilschten .:> nationalen (ÖViüblen enlsdstedenen AnSdrnck;» geben b.reit ist,' nnd die . gnngen, weld)e die jngendkrä'lige, kra'istrovende .S.hinuelleebeobniaden -. größien Männer» de» Iahrhnndert» dargebradn. verdiene» in allen t>h nationale» .strejse» nachgeahlnl zu werden." >Boii öcr antifemitifdicii Wahlbörsc.l Schönerer« Speenl'aiion ist miß -n-f(; wäre sein gottseliger Baker ei» so fd)le.1)tei Speen-sani geivefen wi« er, ::ev fl.-org ohne Iiircht und Adel könnte" lehl nicht von einem Herrensive' an« - Sorrnpiiön der Geldmacher bekänipsen, sonbern müßte sid> lein Brot etiva Sdireibknociit bei irgend einem lüinmelhaften Protzen verbienen, der e» t.en liieiarisd>en Lakaien nidit verz-ibe» kan», wenn sie selbst beiden.~ Gott ■i Tank erlaube» e« ihm aber Heine seine Mittel, zn „denken"; Sdiönerer .!', aber Lueger lenki.— ben Bürg-rclnb. Der Bersndi Schönerer'», den z-eliiiinalgehänteien bnrdi eine» Appell an sein mimoienhaft empsinbsanies Wediiigkeilsgefühl von Bergani z» trennen und in fein -Lager herüber- -aziehen, ist felbstverstänblich inißlunge». Lneger, welcher für einen BÖahl- -oliiproiniß mit den Tentsdi Rationalen bi'esen zwar eine Reihe nicht»sagenber Eoncei'sione» zu mad>eu bereit war, sich aber wohl hütete, den Rosenauer» and) nur darüber etwa« „Sd,ristlicheS" zu geben, hat nödj weniger der ki»difd,eil Zninulhnng entsprochen, einiger »ioralisd>er Bedenke» halber, den neben Spitzer- "--eimar bebeulendsten „Schornalisten" der Partei über Bord zu werfen und bedeute», daß der önl-'dilnß de» Bürgeiolnb«. di. l-l anfredit z» erhalte», nidit mit besten i».aIello-'ei» L«l mrinfd-a-t mit Bergani .'»«wandel, Tonbeni mit j dem Uinstaich inolivirt ist, daß Bergani nid-t Miighcd de« Bl,rge,o,nb» ist. Run, dielen kleinen Eiel«tns;lrill vertragt M>oj! ei» B z.»iuv:i:*-: t.4:.-;.!! in all: die Herr ch.iiten sind einander würdig .lBangk Iliachcil gilt »idll.l B.'an lä>reibi „nk-: Tavir eid-niig, '.HiiitVeien verschiedener ami<emititd»'e Lebrer in der letzten fst-ii 'che-wi in de, anl,se,»itiidie» Parleileitting da? t'^ofütu der llngemnl stich!.-,! erzeng!;n l'.iber. '."län verlegt sich daher an'« Bangeina.be». - I:i ei!».» in :er vergangene» Woche i„ S'i »>,» e r > » g stattgebab:.',, WäNlerve^'aaiinlaiig nendele sich- Tr. L >i e g e r.gegen die. ihm iio ü'ch .!.be.i»e»de Lelwer-.ba'! mit d?>^ drohende.. Wollen: „/..->>> loi'nlne» wir an« Rnn'r, kanii will e« len .Herren Lehrer» '.bledn gehen, wenn sie ii.!' bei ti- H'-etw.'iileivablen inb' nn» an'chli.ßen!' R>i», Herr Tr. Lnegerist vor Allem . »o.ch »ich,' am Ritter', nnd di."e „g fäbrlidie Trolinng", »nid an.b gewiß tt'chi beivirle», daß er an« .liick-er tommi. Tr. LnegeL halle überbanvt i» Simnier,».. leinen gme» T.rg, den» seine And sühruiigen, die wie geivö!>»lich mit i-leschimv'e .1»'' die Inden stark „unter >'vidk" wäre»,-landen bei de» Simmeringern »id)t de» erwanele» Bei'all. Te . Bolkdlribn» von^'-der Landstraße war and, si.blti.ch »e.-drone-t nnd s.Iilid, si.b eine geranine Weil.- »0 - Sännst der Blrs'-niimlnng beiuttzdi davon. ,>»gmps liiil unerlaubten Brüden, ist bet.mmli.li nur.ei» T Haeiio», ivallrend ein anderer Tbdie levio l>'eneralvei>timml»„g d Ende mar, blieben die Mllgtted.l'r, M'illclll. -Ben h.'il an' Seild. -i> zu A b! ,1 1 den .«i e v Uiie v Radau -. - iimi'emni'M e:: üi-. i.b«»»;«; und B ö .1.-1 f.iit. A>« T .n.l'ch'-» A » t 1 - ein i 1 e» b 11 nf e«;» ie an' der S> ne d- T--.tt-livn stehen, uo.b B.-!- -: -.ln", dein. ne:'..'. :l-ie M'ill.l da. Ein Herr Wtlbelm -treuer »il-.n dg« Wort und si.l-rie nnter Andere», n-öri.ich an«:' „Wir wollen l.iinv'e,, m:l allen e.;a-..b>en lind »ner:anbdep Mittel», damit ivir deii Tcnt'che» Ant-leimi.-nönnd 'ü: '•« I-.ae>:.>:! >-.!-alten." „Ta« .ist ia recht nell! Ben.'r 1n:n z!'-i»."e -stawvsegn-m!'T eni'.ti'orialen stiejormvanei gar -nidu H:ai alteristr.-isP' da« .'.ä ivir djesi- Bereinsnov; veidaiiteu. Ilm .v:a.l:e:i: f.iir Überhaupt da« heivorsted entste '»i.'stg-.al ai'l!'. mil.i'd-eil st i.r: -' reiie, die bei dem imenmiioimleii E>-a>ak-,r de, Anti-.i.,,..,. E'.- »>,« lstanzen überall gleich bleib: - 2lns antilVmitudKMi i3Iäitorn. >Licditcnstcjn « Diplomatik.- Älai« Lie-.t-ien ein ii. «eii-.e», , Leiborgan 'eine iun.b da« „L1 n; er Bolt«blail" in« gr!'« : t ' Li.In gestrllle Ziveideiitigleil tar.b-folgende Ertl-'>-.sting zn redn'.iiigen: ,.E« b.steb'l nid't.ber geringste Witer'pru.b. zivis.b.w dem. was den, . «chiv.->I Bilcho'.' VON Linz, und dein, >va« g.-geniiber' einigen Herren, r-er' d.-nl'.b »aiioii.d.-» Parle, gesagt ivurde. Wir Ebristlich' Soeiale bekanivsen »ich: rie Deutsch 'Rationale», ebensowenig al« wir die Eonservalive» betanivse». -onder» wir Irachken die städtische 'Wähler'chasl, soweit-sie nicht von T>'i>l''di-Llalioiia>en lind Eoniervaiivei! bereit« oeonvirl sind, kür nn« zn'gewinnen. T er »lainvs gegen die Liberalen ist-nn« die -Hau p.tiadie; mit den a'-kderen der Social resorin günstig gesinnten Parteien i'n.ben »rr il»r Wahleomproinin«." Tei» gegenüber wäre zu -bemerken, das; 0« iidi in dem ro>liegenden Falle nln ein WahloomprchNlß »idu bandeln konnte, iveil i» Tberöste.reich überhaupt keine Wahl in Sid>i staub: andi ist mit der neuerlidien Belianptnng Liechlensiein's, ' die Ehristli.ch Sooiate» bekänipsen nicht die Tentldi -Rationaten, keineswegs der - Borwurf des „Linzer Bolksbtatte;" zuriiekgewiese», daß Liechleiiiiein dem "• Bischose von Linz gegenüber j»st da« («egeniheit ve;-std,en babe. Selbst i» Raik«-- - bnrg, Herr Liechtenslein, würde maneine lolche Argninenlalion hlo« pin!. I'oro extnrno »nd nicht pro l'oro inli rno gelten lassen. Wa« die ihm in Sachen! der WaHlresorm zur Last, gelegle Zweideutigkeit betrink, redilsertigl sich Liedste» s stein folgendermaßen! „Tie Beröne»tlidi>l»g von Privatgesprächen ivqr bisher fmMlii

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