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Freies Blatt · 1895-03-17 · 154 (17.3.1895) · p. [Seite]

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Journal
Freies Blatt
Volume
IV (1895)
Issue
154 (17.3.1895)
Date
1895-03-17
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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Nr. l">i freies B I a tjt. reite , tommc», daß *!cit§ noch lange nicht der schlechteste unter den antiseinilischc». CSapacitätc» ist. (Dit Htnidtlöschiilc in Ldessa.t Am l :J. d M. wurde ein UtaS dcö Czars veröffentlicht, nach welchem das Verhältnis der Zahl ->?r jüdischen Zöglinge der Handelsschule in Odessa;u den christlichen t.inach fcstznschctt ist, wie die Juden an dem Unterhalte der schule ilieilnchme». Nach diesem Verhältnisse wird der Finanzminisler all' tährlicf) de» l!tvcciit|op der;»;nlasscndcn jüdischen schülcr bcstinimc». 2lus antiselnitischelr Oe'rein^n und!?er saminlungen. Ginc Probe von Tankliarkeit und SJoflit.) Ter Burger'»hntt»h,er T o .1. der im vorigen oabrc in Baden “Purcti ei, e übetriecheiide linde pcin .e Anst'eKen erregte, erllärle hier in einer antiieiniti'chen k!ehrerver>amnita: , e» ilir Anntaßung, wenn die liberale Partei die schat'snng de» Reichs' '^e.t-i'chul'geietzeS sich al» alleinige» Perdienst anrechnel. „linier BotlStchutgeiev." Toniola, „enlsiand ans tzen schlachtseldern in Bödme,>, die schass,,„g Iden war eine dislorische Roihivendigkeit Tie Ciniickst, das> mit fern allen £ :.m.’ gebrochen werde» »isiise, drängle;» 'ckteiielnngeu an! allen Gebieten, rem de» Militärs, der Burcankralie, also auch der schnte. Tag die liberale . : i zur Herrichatt gelangte, war auch nur natürlich. Tie echt ireihcilliche .lünniifl von 1SJ8 lebte «loch IN allen Getniithern und brachte ein fri'ched , »des vebrn bervor. TaS ganze denliche Boll in Teste, reich stand' :; > im zager der liberalen Partei, lli» niiii li'vt Undanltarleil, ,,ni idr äbgewendet z» haben, bvizuwerseii, in iiiirechl. .Wir sind doch lenlheitS jiin.ge Piänner, sind iiti jaeiit. ueUieitlietu’it s»hnt. ■;-e zuliebe z'chrer geworden, nicht an» Tantbarkeit sür die .ne Partei." Wir wissen wadilich nicht, ob wir mehr den regen -cimt i j ’iit Tatilbarteil oder die Schälle ieirer z'ogik anstatt»»'» sollen. Gegen den Hansirltanbel) Tie BolkShaUe-de» Rnthhawes war sotn.tag . I. d. M. ivieker der schanplav einer.Nnndgebttng im sinne jener social- . ue sich „christlich" nennt, t!» wurden inebrere Reden;» Gunsten dieser inrbeiondere gegen den Hansiihandel, geballen nnd Jeder, der auch ine» 'chnchleinen Bersnch wagte, eine gegentbeilige Meinung zu äußern, z'nst gesevt. Tein Herr» Handeleinininer wurde von einen» der Sprecher < anl t»r den Geiehenlivnrt, betretsend den Hansirhandel, »rusgedtuckt nnd ,u>eit der Perianiinliing erklärt, ihm eine» RiiclKalt;» bieten, damit er rn Entwtir! »n Pailantenie dnrchbringe. Allein die Berianiinelten begniigleit . ..;i;t mit der Regiernngsvortage, sie gingen weiter und widerten in einer .linien die gänzliche Ab'chassnng de» Hättsitbandels in allen Hörnte» nnd . en. foti'ie das; Agenten und Reisenden untersagt werde, Pttvattnude»;u .... e». — Tie Gcnoisenlchasi der Pteisenbeichläger verönentlicht eine Erina. in welcher die Alt, wie die MLtsenknndgebuiig gegen den Hansirbankel .,. aaltet wurde, »älter beleuchtet wird. Ten Mitgliedern der ei»;elnen »>»-- »l asten wurde, wie die Eiltiirnng betont, keine Gelegenbeit geboten, int men der Genossenschast selbst über ihre Hattniig jchlnisig;n tveiden, j,r die ..inen GenoisenschastSniitglieder wurden .nur privatim pon der Abhaltung der mininlung verständigt. Herr Joses T u n g I, Hernal», stetnergäne R>. 7, von der Genossenschast der Psetsenbeschtäger delegirt worden war,, gegen die ck'.ist'iing de» HausirhandetS zu protestiren, wurde io'ort von „Ordnern" an z'nst ge>et>t und thüttich inisthandelt. „so Kaudetn," belchwert sich die <^e 'enschast der Pfeifenbetchtäger, „Christlich-sociale gegen Christen, welche sich Mv.ilee», der Meiniing ztr sein, das; durch den Hanstihandel nicht nur der •>. ■1; Toii'uin gesteigert, sonder» auch eine wichtige Bedingung de» ge'chästtichen lltnt.»eS, dein kaufenden Piiblicum die Waareu beguein und billig zuziisnhren, au'rechterhalten werde. To bandelte inan gegen den Vertreter einer Genossen .vast,-weil,nicht gewerbliche Interessen, .sondern die Politik da» Wort hatte.' 'me taubere Politik! 'Gj„c Friedensbotschaft.) In einer simmeringer Antisemitenver-' i.iiinlung verkündigte Herr vueger triuinphireud, dasi die ei»;el„e,i Fraelionen der Jndenhcper Frieden geschlossen nnd bei den tstemeindewaklen Hand u Hand gehen werden. Tie Fr'eden»botichast verdient Glaitben, trovdent die'!>!nlereie» und gegenseitigen Beschuldignngeu in de» antiseinitistche» Reihen '.'rtdauer». ElsahrnttgSgetnäß nimmt ein echter Antisemit, mag er diestr oder •net Richtnng angehöre», keinen Anstand, bei Wahle» auch die Unterstnbung t’tt Individuen auzunehine», denen er Mangel an PatriotiSinu», Earrnption li.d sogar — Bergehen gegen die Sicherheit de» Eigenthui»»;»in Borwurfe rächt. Werden die anständigen und sreisinnigen 'Wähler die in der Botichakt .i.'-'ger'S enthaltene Mahnung beherzigen? t. I. 'TaS ist tfire Monutfrotift.) Ji» XIV. Bezirke hatte ein wackerer l'-irgerichüllehrer den Muth, in einer Antiseinitenveriaminluitg^ den Hetzern e»t- /gmziitretc». Was that nun der anwesende Führer der Christlich.socialen? .'insierstande, eine sachliche Widerlegung zu bieten, verdächtigte er den schul- »flmi deS strebecthunr», indem er seine AuSsnhrungen alS eine Landidatenrede für e.neu Tireetörevosten bezeichnete.;t;Uiui'eii.i:c::, -j '.-»inubeu sie sich, unbeauenie iäegner durch Berdirchiigungeu unu1-.t".s.1, macheii Psi»! tNochmals-btc Winzer Bcriatuntlttng»^ r ie ä», 2> Jänner von de» Wiener Ctlristlich socialen im Betl»gari,-»iaale;u -vin; ab.,, l,ali.-ne Berlanrin lung. welche ja angrbltch auch für die Romreif d, > Fiirsterzbi'ä'o'» von Präge Cardinal s chönborn, ent'cheideud war,. riet im lsiiger der Jurenbever eine ' Balgerei hervor, ivelche noch immer t'orldaueit :.ir ,.Vni;fi Bellrbtaii" tun neulich wieder aus da» Berhülti.tst twi'ch-'i, keu.Cbristlist''socialen »ud de» „Teutich Rätioualsti" zurück and verlangte, das; KUi-hu! in d.e sackie gekracht werde. Ta» z'itizer Biicho'eblatt ichrieb: ...ku t'li ',l krachte die' Wiene-. .ReichSpost' einen Artikel, betnelt .^ur k'a;e in übeietierirrch. ,'>» dniem Artikel kam 'vlgeuke stelle vor: s.tion lange ro. die-er Bertaminlnng ivar an maßgebender stelle die, Cuvagung .tnterb.-.::e: worden, das; die Cln'istlsU' socialen nicht» Andere» beabstchiigen, .i.e- .d.'ii IN.den Sladten an CiiNlug;n nekmcudeii Teutlch Raiwnuten, welche.in re,ig> sie Bezielning mindeste»» eb>nsi' selir Freigeister sind wie die n-genaiüiien Vibeiai » , den P.nrarg akgeiviiiiie» und die in ihrein .steine noä> in'imei gut .inrntiit g iirnie stadlbevolleinng von den, Jrrwahue de» tollt»»..',! V b. .,il!»mi r;u le'r iei! der ztinrer deuneo iialioiialeii .Montag»pcsi' er'.lnen n.ekald nachstihende .lerüirr»»,;: Tiet'e BebaiivlilNiZ durste wobl kies; einrn, .tiommeli 'drsiimt e te.- R.ichorokf Redacteuie Herrn Weimar sviver entwrungen e-r -a »>,.-tatt»ter Jude allen Anlaß-bat. den co»>e,niente» Anti'emitietn»» d.r Tett' ch.Ration.ilet! nicht ' Z» lieben. Wir tonne» , auitich der Mitibeilung der R.tch.'p.-ft' die n,.'.ir.eii». gemäße Bebanvlun,; entgegenseven. daß '„hrende P.-s-.cnc »'der christlich ' c c > a I e n B e iv e g u n g > o w o tl I v e r >r l» d e i a!-» n a ,b i e n e r P. : > a in i» ■ l n „g un» bündig erklärte», daß die neue Parte, ln e r n , ch.r 'ist {.; liei'i»,' sondern Frenndtn >tn>erc> Partie ein ,volle Ta» waren, teilte, an .deien voliti-cher Clnstichleit;n. Zivei'et.i iv;> leinen Grund babei:!" Ta» „vinzer Bolkoblatt betonte, daß die „Reichovost" in Bezug aus du '»egeit etklärung sich in schwelge» gebullt lut, nnd subr dann.'oet . „Tre ^a.tie ist also dunkel und geeignet, 'ouderbare Bermntbungr» bervorrnro.'eii. Im toll ti'chen ldeb.n iniiß aber Wabrbnt »nd Tstenbett.berrsäi-'n, und tut ve, ticgen.'en Faste icheint e» nn» sogar die Cbre der christlich-veialen Bari i zu et'ardern. das; mit einer vollen Austtärnng nicht langer gezogen ivird. Porlausig. ivetlen . wir als betbetligte Partei da» liniere zur -stlarstellnttg der sa.l.e betttägen.' . Civige Wollten vor der belannieit Persaiiimlnng-. der Cbrtsttnb. sccial.» g'ii Vinzer Bollogutteit'aale berbtttn un» die Abgeordneten Prinz Alot? z'iechten stein und Tr. tsteß istan» mit einem Besttche nn Rekacitönsl. eate. Ter,«Zweck diese» Bestickte» ivar, nn» bmstchttich der geptamen TrgatN'.it:o:t der llnaAtch . socialen Partei in Tbelvsterreillt bernbigende Bernckscrnngeii abzngebeN. .sin vattte der Boivrechung eizabtlcn die Herren Abgeoldiw"..'». das; sill. Beide jnngst tot»,Kvchlvilrdigcii Herrn Bischet von '.'in; bei einer;„sattig-'n Aiiireieiibeil in Wien vorg.stellt batten, nrn den, Bisibeie Mittbetinng zii liiachen, daß^die chiistlich-'ociale- Partei sich »r Testeriei-ch;n orgaitistre» gedente. Bei die'eut Aiilast'e, so erzähttcn die Herren weiter, batten ste den be tnvnrSigen Herin Bt'cho' unter.Anderem vetsichert, daß e»;n dein Programme der lliristtill' 'ociaten Partei gehöre, die v t beratest, die social a et» e t ca t eii nnd die Tont sch-Ralimnaten;n belätnr"',"., Tie Cr;a!>t»,>>, der beiden' Herren Abgeordneten^ sttmml ganz überein mit den obigen 'Aii»''iibi,ingeu der .RrichSvosf. Hm so räilnetbatter Itiugt nun ne bestimmte Belagiviung d.r '.Mo»tagsv.ost'. daß von chitsttich'ociaten Polttilerit, .z'euten, an deien votiti'chen .Chrlickckeit wir;u zwetkel» keinen Grund haben', den .Teui'ch Rationale» gegen, über niebrsacki'gegeiilbeilige Persicheruiigeu abgegeben iviiideii. C» woge nl'o stlarheik in die Sache konimen' " — Cine jedr. lriegeri'ckie sveame in.diesem sireile »iibrcii die „Polili'chen Fragnieiue".. ivelck>e' "ll, a'.'o verneinne,, lassen; „Mit der ai» Crsten iiiederösterteichisihen sta'.be.iteiuage vroclaiuiiien Einigkeit scheint e» rellit schleckst zu 'leben.. Balerland und .Reiwovost' ranten sich wieder, daß c» tine Frenke ist Wir haben dicie Tinge vo ansge'eke» »nd auch voran»ge!agl. Feuer nnd Walser, Aristokratie nnd Temoiratte Ia>>en sich, nickst vermi'chen. entweder geht die Aristokratie in der Teniclratie oder ningelekrt die Trniokratir in' der Acistoktatte ant. Aber e» gibt eben schlau. Nieter, die auch da» Uninögtiche niögttch mache» wollen, sei r» auch mir, min sich wickstig;n machen. »L» wäre gut, wenn , man tu der christlich ioc.alen Partei iveniger Prosessorenvvtittk machen wurde-' sie verdirbt mehr, als sie Oiuti.'i, bringt. Tie vier Monate Fried»n mit' i«e,i. .statboti'ch Conserv-rnveit sind eineverlorenc Zeit. Prinz Liechtenstein batte schon im Cctobov vorigb» Jahre» feinen ArgonaNrenzug n»i>h Tberösierreich nnteruekmen und dann minder stcit» alle 14 Tage eine Bersanimtnng dort abhatten tollen. T dervst errci »ch ist der schlitisest, um die Alpenländer für die' christlich-tociale Bewegnitg zu gewinnen. Fällt Bbrtösierreich, so ioinnten salzbttrg, Tirol und Steiermark von selbst. Und in^Tberötterreich liegen die Tinge -sür die Christttch -Locnrten sehr günstig. Die Bauern tind mit ihren A'bgeordneten nnd die Geistti»he„ mit ihre», Bisisto' 'ehr iinznsrieden. Tek Bisihos hält e» mit den Abgeordneten, und die Geistlichen batten es mit dein Volke. Ein krästiger Borstos; bringt die »ganze. Act>!- herrschende Partei'in« Wanken. Und der stoß muß gesühri werden."

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