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Freies Blatt · 1895-02-24 · 151 (24.2.1895) · p. [Seite]

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Journal
Freies Blatt
Volume
IV (1895)
Issue
151 (24.2.1895)
Date
1895-02-24
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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(\i 'i reite 0 "Jreies Blatt. Nr. 151. iiscflfii Di; „antisemitische tzorruptioiispartei".) Ter „Deutschnackonale Ärbeiterbnnd" in. Liten hat am 1. Jauner d. I. an die Reichstagsabgeot kneten Liechtenstein, Lueger und Geßmann als Neuladrscadeau ei» schreiben versandt, welchem wir folgenden Pafful entnehmen: .,2 ie christlich weiale Partei, welche den ttampf gegen jüdische Niedertracht und Korruption auch ans thre Fahne geschrieben, kann in diesem Falle nicht einseitig Vorgehen und etwa gar die Corruptiou und Niedertracht im eigenen Lager dulden und unterstützen, da sie e» sich sonst gefallen lasten müßte, in weiteren Greifen des ehrlich denkenden deutschen Volkes a.e die ,a litt'ent striche Eorrupt ionspartei' bezeichnet zu werden. Dein Ztidenthnine müßte man bedauerlicherweise in diesem Falle Recht geben, wenn f-j die Frage antwirst: .Woher »ehm.t ihr das Recht, die Corruptiou ztt bekämpfen, wenn t.Kr selbst eorrupt seid':' Ilm unsere Zukunft ahS r'lnaelertge der großen deuttchen 'Nation kann nnS auch trotz .Bollsblatt' and Pergant nicht bange lein, und .vir sind auch der Ueberzeugttng, daß die Feit kotnmen wird, in der die arischen Poller Lesterreichs den Anstpruch 2ä euerer'» in dem rinne erweitert! werden, daß sie mit ihm auSrufen: Matenät, gebt 'ret das Poll vom Poche der jitdüchen und antisemitischen P »de tivre'' e. Puter geneigten Antwort entgegenieheud, zeichnen..." u. s. w. -- Tte „geneigte Aniwol t" ven Seite der drei Herren ist bid heule nicht ersolgt. 'Nach ch littst schein Muster.' Man 'chreibt »ne au» Friedland in ortnen: Am;>. Feb: »ar halten die nordbohnttichen Clnistltch Socialen behufs eelen'ang Titlersbach eine M'rfammlnng einberuseu, in welcher über' Ftreek tltid 'Nutzen der Pereine gesprochen ttnd ein christlich-socialer Bereit! consttttttit wetdeu tollte. Ta die Pe^iaintnlnng Allen srei zugänglich tvar, hatte uch e.»e grcür Anzahl von 'ocialini'chen Arbeitern ans Friedland. Sächsisch Reichenait,"Wultng und anderslter einge'unden, so daß gegen drei Ptertel dtr Ainve enden rocia! Tenwkraten waren. Ter Pfarrer und der Caplan sahen, sie bet ihrem Er'chettten die-es Berbälluiß bemerktet^, etwas verdutzt drein, und ein von 'orgeitvellent Haupttviegen begleitetes Geflüster unter den Ein d". u'enct! zc:.,t>' deutlich von den geritigen Siegesboffunttgeu der Attwemiiett. Tt'dt >l' 'chriti man zur Wabl eines Bureaus, wobei der Einbernser angesichts d u -cetal d.inokratuchen ^N,a>orilät in die pctttlichste Perlegenbeit gerieib. Er 'orderte den auwe'.'nden Eommitiär a»', sich ztt erbeben, wußte nicht, tvaS nutt ..»'.rngen, ob er -'vrechen oder 'chwetgen >'cUte, und zetbieb endlich den gordischen .•trete», indem er die Petnatninlniig — für g e' chlo > i e n erklirrte. Erst .trcße« Erstautten, daun böi'ni'chcs Gelächter ,eiten» der Social Teniokraieu, n. ..l das Lied der Arbeit anstimntten t dieselben bennden sich den Anti- 'NittiN gegetti.ber etwa in dem Perbaltniß wie dte Japaner zu den Ehinei'en. .Tie bezov'ien B::>'!.' rät men ihre Positionen ohne Tchivertstreich der über' legerer, aalt!', ab,'.' Ut Piling an der Tonan glaubt inan an die Unbesiegbar, des beitia.'u Ebiiteiertvtims u— s-ki. AlilwarSt und da-:- römische Neckt. Abtwardt tlntt sich jetzt in seinen re.ti:: E.t.t.t - ine. Eintrittsgebühr zugänglichen Periaminlnngeit beiondets als >«i-: -.'! irrer Neulich machte er die Enidccknna, daß das römt'che ' Recht nr:.'. A.e:ander Leverns von einem Puden ausgearbeiiet worden sej. Pi'.niutbuch t titzt anä> 'ur diele Entdetkniig eigene betveiskrä'lige Acteustütle. -Tie aittiitlttikiickk Säule. > Por den anii'eiuiti'che» Puden III.d in ihnen . .e .- gir., t v r.:-.! Mist ttnd UntlalK au'gesiavcit, daß die guten Herren : e:: i :: r.r .v :• at-.s d'r N.ne gar nie los werden und'die ganze 'Well tür rer. tnnle.t .: te'.i . ■:111 Pu fern „Re'o r mve rei n" in Spandau laß 'z. B. Nil er einiin. Hanrtmaipi Her ter auch die .raute des Antisemitismus". wie .--i-annt n ti -d-- d i Herr Post eerelär L tadile. der in allerjungster Zeit uich -t re ondete t'ü--'chi>li'.chk.'tt und Ftndtgleit in der breitesten Löffentlich, eil . - A-. -r.-ninert an' sich zu ziehen ivnßie, i-dem er zufällig als Tieb eines . er : .. -. ..eu Geld'astes tttt Ppät.daner Postantle hoppgenomnien wurde. Tamil ...nt agitaiorstcke Bc-eiiisidatigkeit für eine geraume-Frist unter :t!>..: -n. unk der de tilge „Retormveretn" muß Lajtl der Bosheit des ’ l n i; : tec- -'ine Zuglta'i ersten flt.tngc-: an' lange hinaus entbehren.- -Traurige LPanöcrsckast.» Pn starlsrlihc deabstchiigie am 7. d M. „E. 2 teilt vom „Pcllsboieu" ans Heidelberg eine .große '! Pin gnn.i" «snzuteiken. Tas ist ihm aber nicht gegluckt, denn es kamen zur Petnnt::»!:!! , nahezu '21 Petsoncn heraitgeiviinmelt, und die Stimmung deS i o. .'n'.tniiit-'ti Potte» war derartig, daß sich Herr Stein selber in beichlenittgte! enn -o :rg 'eine und '.tmmt Anhang von sieben Heidelberger Trabanten die Per- .N!nr.nng t. trer Erc-sinung ler ^itztti.g >chloß, um sich anderslvobin zu vhir anlisefnitischen Blättern. Tas Pntallidilitiits Togma in neuer Peleuchtuitg.> Tie „Unver- ... ni'ä en Worte" suchen in ihrer letzten nicht constscirteu . : :• Ute G.---1 i.hte von der angeblich indischen Äbstantinnng des Papstes , * Ctr g:ng . löblich.' f t. Ltaatsaiiivall'chatt von der unseres Eri t-"i.e volll.inine,, '.ich!!, en Aii'chauu»,', ans, daß die Änslastnngen des Hetz blatte:- nicht g'c:gnet„ sind. Lebten ni d Einrichtungen der laihol,scheu .tiiräe - berabztiiviitl ig'v, und »ur dazu beitragen lonnen, viele der vom Anliiemitismus Pn'ioirten grunNtck zu keilen Pio Nono .aclenmäßig", d. h. durch die gleichfalls erst zu enveiseuden Behauptungen einiger antisemitischer Pamphletisten zu einer historischen Thatsache zu erheben und knüpfen hieran folgende inlerestanle Belrachutng t „Darnach wird nun auch Manches aus dem Leben diese» heiligen Vaters klar. Tein, über seine Sinnlichkeit erfahren wir anS den .Briefen an Seine Heiligkeit den Papstvon R. Großmann einige packende Stückchen. Die strone aber von Allem bildet die Unfehlb arkeits-Erklär nng. Eine solche lieber! Hebung u n d A n nt a ß n n g wird aber erklärlich, wenn man eben erfährt, daß sie einem Iudengehirne entfprossen ist. So bild.t nun die neue katholis che Gla ubenssa tzung von derUnsehlbarlcit des Papstes ein Stück racenjüdischer Lehre. Den Lesern wird nttn auch das Verhalten des Papstes zum Hanse Rothschild ii^ anderem, klareren, Lichte erscheinen " Was hallen die im Banne de« -Antisetnüisiuus stehenden katholischen Geistlichen von dieser nettesten Austassung des Jnfallibilitätr-Toginas? (Aus der Zeit.) Ende Zänner starb in P e t e r S d o r s bet Mühlbach j,, Siebenbürgen eine alle Rtttnänin, die als Hexe galt und gefürchtet wurde, stur; nach dem Begräbniß der vermeintlichen Hexe erktankie ihre Schwiegertochter, mit der sie in Unsrteden gelebt halte, und versicherte, von ihrer vet. storbenen Schwiegermntter behext worden zu sein. Zn der Nacht daraus begaben sich ihre Perwatidte» ans den rnntänischen Friedhof, gruben den rarg mit der Hexe ans und verstümmelten die Tobte, indem sie ihr den Mime ömteten, die Zähne einschlttgen, ihren Leib mit einem langen Nagel an seit Boden des Sarge» sestnagellen :c. Bald daraus wnrde die kranke Schwieger tochter wieder gesund, und jetzt glaubt man a l lge in ein, daß sie nicht durch Arzt und Medicin, sondern einzig und allein durch sir Ztichtiguttg der todkett Here wieder gesund geworde.n sei. Eines der Wiener Äntisetnilenblätter druckt die vorstehende höchst lehrreiäie Geschichte ab Es hat eben attgenllicklich nicht daran gedacht, daß bei uns gerade d>- Atttiletsiilen in Wort und Schrift systematisch da» Ansehen von Äerzten ::<• Medicin beim Bolle tttttcrgraben und so indircct dem Aberglauben Vorsiintb leisten. Hat doch Lueger im Landtag erklärt, ein altes 'Weib versiuude tncdr von der Heilkunde als die Tocloren der Medicin. Die rumänischen Lieben bürger — wie bekannt Schützlinge des Herrn Lueger — sind ganz 'einer Meinung. t'Wcun schon denn schon.) Georg Schönerer zähl! in teiltet« Ho!. ..ud Leibblatt alle ..jitdi'chen Großgrundbesitzer" Lesierreichs mit 'Namen her n„d tnbri als solche unter Anderen Gustav- Freilterrn v. H e i n e - G e l d e r n nn: Fittsterzbitchos stöhn von Llmüv mit. Wir wünschen Herr» Schönerer rech ein langes Leben. Wäre er aber heule schon;t-l jritres (ivozn auch durch -An heiraltimz Herr Lchmttcl Lcrb siohn, genannt Brabanter, gehört) eiitbern'e», kann würde inan in der von den „Unver'älschlen''sorgfältig angelegten Liste „lükn'cher tsiroßgrundbesitzer" auch den •Nainen leien müsien: Riller v. Schönerer, Roienau. Za, die Racenlheorie ist unerbittlich und diildel leine Ättsträlu»,», ob es sich nun nm einen Heine, siohn oder Schönerer, um die Abstaminung int zweiten, drillen oder vierten Gliede handelt. l^iigeiindc gegangen.). 'Wie das Lrgan Derer um Steinwcnder l-nch unk;tt wisieii ihul, in die ..Tenliche '.'lllgemei ne Zeitung" in Btllach dem sillenslrcngeu Sleinwender nicht mehr gcsähllich: sie ha';n er 'cheinen ausgehörk un d EoncurS ange ineldet Tas Villacher B:-n geberdelc sich einige Zeit-hindurch liberal »nd führte einen erdillencn stan-.p' geg'n Sleinwender, dem es feine engderz-ge Aitlisentiierei ztttn Vorn-nrie machte. Zn eine sinanztelle Nolblagc geraden, ver'chrieb es sich kann kein ar.n setnitit'chen Großeaptialtslen Paul v. Pacher, >'etzle aber auch als Lrga» d>-.- Räcenhasies die Feind'eligleilen gegen Skeinwettder fori, allerdiugs mit - m Unterschiede, daß es nttnmehr seinen Zndenbaß als nicht genug euticht-dc», Halbhett abjallig hentlheilte. Herr v. Pacher, der sich nun mit Bergant wieder verträgt und durch dessen Blatt in Beilagen feine Landtagsreden rer lueiteii läßt, scheint nicht mehr gnf ein Mandat in stärnien zu a-piriren, remi -otin Kälte er die Villacher Zeitung nicht zugrunde gehen -lassen. Tits Bor gehen deS einsiigen mehrfache» Gründers, Berwalttittgsraihes und Lianikai. ee ist just nichl nobel, "zeigt aber den praktiichen Fittanztnattn, der nur kort .'Ins lagen macht, wo er etwa» zu holen gedenkt. — Äns BreStau ivtrk »ns das Eingehen der „Teutschen Lstwacht" mitgetheilt. Unser Eotrc fpondent ül)recht: Am 15». Februar erschien die „Deutsche Ositvacht" trnt letzlenmale. Tie Schlußnummer bringt aus einer Seite eines Lctavbläita-ens dte^Tratternachricht mit dem Bemerken, daß die Zahl der Lpfertvilltgen zu klein mit) ihre straft zu gering sei, ferner zwei Beriamiutiingsanzeigei, und t'chlteßlich, der Noth gehorchend, eine Berichtigung, welche für das einge' :r>- Blatt der passendste Nachruf ist und wie folgt Ituitei: Berichligun g. Wir erhallen folgendes Schreiben: Aus Grün-' s 11 dxs Preßgesetz S ersuchen wir Sie um Atifnahme folgender Berichtigung nt der nächsten Nummer Ihrer Zeitung: Friedeberg o. £-ir, N’it 10. Tecetnber 1894. Eire, in Nummer 02 der „Denttchen Lstwachi" adgcdrnckle Eorreiponben; besagt: „An den Rector der hiesigen Schule rnt-'cl der Znke Meirowskt in Görlitz das höfliche Ertlichen, ihm aut enter beigelegten, ztttn Anssüllen sertigen Liste diejenigen Leute anzugeben, k.'tkr. stinder nächste L-stern die Schule vertanen, um den Betreffenden mit ge-

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