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Freies Blatt · 1895-02-17 · 150 (17.2.1895) · p. [Seite]

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Journal
Freies Blatt
Volume
IV (1895)
Issue
150 (17.2.1895)
Date
1895-02-17
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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Nr. li'jO. freies Blatt. Seite 7. iscutsion mit den Locial-Teinokraien bekannt gewordenen Agenten- JSkraul -iairalc», jetzt z»m Theil zurück, da JSkrcntt iin Ähtwardt'Ichen Liul gegen Adel, Großbesitz »nd Arbeitgeber" loSziehl. Erst neulich hat er in Wjtzciiausen einen Borirag gehalten, in ivelchein er die vcthetzendcn Anssällc der -oeial Demokraten gegen die Arbeitgeber zu überbieten suchte. JSkraul zeig! ...z, eben auch in der Redeweise als der würdige Nachfolger des Herrn n,''t und dessen Agitationen bei der letzten Wahl. Wie der „Werrabote" beuti:,'!, wandte sich JSkraul gegen Alles, wasnicht antisemitisch ist, als tut nitrit, jüdisch, inaininonhuldigend und mit den Äeldtäcken protzend. Ter ..,„me „Werrabote" meint, daß dnrri, solche Reden der christliri, sociale» .- ,-tei nicht der Boden geebnet werde und einsichtige Wähler sich von solchen», - -ibeis, welches nur zu sehr an die Zeiten des Herrn f euß erinnere, abwendeten. ..t.eeß ist;u besttrchten, daß sowohl die Partei der Pastoren als die der fandräihe, >tri, >ctzt gegen JSkraul echausfirk, im entsri>eidenden Momente dennorii für .. Nuppel JSkraul eintreten werde,, wie sie seitterzett jür ttuß und anderwätlS -,'llllwardt cingetreten ist. Tie -sntiteiniterei ist eben' überall aus dein -!-. Holze geschnitzt Aus antisemitischen Blättern. Po» der „^klitschen Zcitnug".) „Mißgnnst ist menschlirit, Lchakteutrenve ,-ri>," sagt Lchopeithancr. Rach diese»» AuSspruche bcnehincn siri» unsere von .Httdj germanischer Tugend triescnde Autiseinttenblätter eigentlirij recht teusliiri,. -uva vierzehn Tagen schon constatirte in der ,'.Reichspost" uuser Bruder : isto Herr AntoniuS Ipitzer Weimar mit einer an das von Wilbrltn - c-mwortene Bild »eines RainenSpatronS erinnernden J-tömmigteit, daß . '-'-.utant' deS Eoncurteitzblattcr „Deutsche Zeitung'" agonal »ei. Acht -.uant druckt der aus criit germanischem Holz geschnitzte «die Lrimttzcrei -as roh auSgesallenj Earl .Hermann W o l s in seinen» Blatte mit brciietn eine Minheilung des Buri,drucke»-FarilblaueS „B.orwätlS" ab, tiarii r die „Tcutsche Zeitung" wieder einmal „total abgewirihtchastet" habe. Nu.kidrncker .»! r e i s e l habe gegen einen Theil seiner auShastenden For ten die „Deutsche Zeitung" s.lbst übernommen und wctde dar Blatt in W.ne tvciter ertcheiuen lasse», daß er „alle Eartcllnotizen, alle tzocal -pfitdeuzcn, sotvie alle-von» Tclegrapheubureau versendeten Tcpe'cheit, den ud>raihsbe^iri)t, die Marli- und Börjenbericltte, den EourS, kur; alles "»>cl»i, denen Zeitungen Gemeinsame auS dein Latze des .Tcutschen BolkS- .s pertrenden wolle, to daß höri)ste»S ein oder zwei Artikel, das Feuilleton, EntrefileiS, .Etgenbcriristc' ». s, w. sür die .Tem-riie Zeitung' zu ietzc» . Herr .Urciiel tritt nuitin der. „Teutschen Zeitung" gegen diese nicht .011 rügen enetgisri) auf, und gibt zu erkennen, daß es vermuthlich die ■ der „T stdeutsriten Rundsri)au" selbst wärest, »vel>he dem „PortvarlS" die -ende 'Nachririn znkommen ließen. Wie dem aurit sei: »rir eonstatircn nur .»des: 1. daß es um dte „Teutlckte ZeiluNg",. deren Perantiiemiiuiig die - Tbat des BereiueS „Teutschc Presse" ist, sehr böse bestellt sein tnttß: .st die rügentcriliiik der antisetiiitischen Journale, lvie mail an den» Falle : euiiche Ruudsritiu" „Boiwärts" sieht, erkrenlirite J-ortnhritte marin, und iß ud) die ri>ristlirit - gcititanischcn Tugendbolde gegenseitigmit teuflischer dentreude das Lchlecl>tcste vergönne»!. Perzichk ans ritten Widcrrus.1 Wir lesen in der „T strent'chen n ndtchan": Ter randtag har in der am 7. d. M. stattgebabteu Litzung Herren Rigler, Garnhasi, T bernkorser, Tötz, Ptrlo und ->iorn ne' randeSeoiittnttsiou zun» Zwecke der Revision des' Grundüenereataslets mahlt. lieber diese Wahl >chretbt das „Deutsche BolkSbtatt", daß reute » der ’dtihiwcii Tonart hutgehört hätten, so z. B. Maier, B e t g a n i, / ri> e t ä> e r, daß sich die Abgeordneten Rigler, Garnha't, Tberndorser ' Tötz selbst vorgeschlageu und gewählt haben. Tie Tppontioti hatte im ' ntl-ot „zur Ente" eine Boi betprechung wegen der Wahlordnung und Ge'ritästS t'.itng. Bor 2 riitiiß der Besprechung erklärte Abgeordneter T o tz den Per- Utzttteltett. wo aurit Bergan: zugegen »var, daß er ddn Bericln sin „Tcntt.kieit - -lsblatt" au» das Eitt'chicdcnstc zurücltreise. er habe im Ettltu'tattS'rimne ert, daß er eine Wahl nicht anuehNzen könne, weil er die nötlngc Zeit dazu t.tver entbehre. Dasselbe haben auch Rigler und Garnha't erklärt, Lberndorser tf tiirijt zugegen. Tötz hat bet der Bosprccliung im EulturauSscitusse Herrn 'ranz Höser in Tberndott Raabs als Mitglied, in» Eriatz Herrn Johann -» m e r i t b in Brunn an der Wild und Herrn W o l t e n b e r g e raus t'.t-S rorgctchlagen. Nur »reit zu besürcl)tcn tvar, daß Bewerber binein- »tttimi kön»len, »veiche nach der Meinung Aller nicht tür' Sie veranttportlirite L teile passen, wie z. B. besonders der Heraus,, »bei des „Bolksblaltes", und die Attssorde.rung des Herrn Grafen ' - »deg g „nd Herrn Baron Freudeiithal, »velriter sagte, daß die 'Wähler .'»bl nicht znsrieten sein durften, weit» Herr Tötz die Lielle zurücklcgen ttcde.' habe die eingangs gettannte» t>»ewähttei! betvoge», die Ltelle anzunehmen. ','ärit der Erklärung des Abgeordneten Bergani, daß ztrar der Aussatz von 'lim t'clbft geschrieben war, er aber doch ans Wunsch z» ei ne nt Wi Herrn»' in seinem Blatte bereit träre, erklärte Abgeordneter Tötz, daß er aut * diesen Widerrns vcrzicltte, ivdil eS ihm gtetri'gtltig fet..waS dieses Blatt von ihm schreibe, link er nur ge'prori.rn lxtbe, tun stät vor seinen Eollegep, »velchen die Borgätlge i» dem E»tlt»tra»ksschu"'e .uri-lttim gebli/ben, zu rechtfertige,t, damit niritt bet den Wählern salsri,c tüertl.kne Att'nabme nitden köntiten. — Herr Georg L ohoneret wird wohl mit den» Per;-eine des Hertn -! Tötz sehr zufrieden, sein, PoloitSttttpird si.1t aberichou bei Gelegenhe» christlich -' > >ociai" räritcn ' . Icliitiiinitiftlic Jrrcdcttlistctt als Muster. > Tet» Bcr'gam'.heu Blatte miß! fällt das Bet Kalten der Bcrtreter . der T iebcitbürgcr Lach'en tm ttngarttriten > ReiritStage, welrite sirit niritt;tt Handlangern,dcr Reaction hergedrn wrlttti und ' den Aitsritlttß an die Widersacher des z'.iberalistnus ablehiten. Etttrr d.-t Tritreib . kneritte des Loleeer Germatten wäl'riter Herluns» lteü atS „T.'ut-.i Aattouater" den Jültretn der Licbenbütger Laob''e,t dts» Tcrt und empticltti'ihitett, sich den ..htldentniitltigeu Aatupf" rumänisriter Jrtedenttslrn;um Muster zu nehmen. In Hermannstadt, Mediairit, Tritäßbtttg, .'tron'tadt denkt mau 'abrr »net;tt nürittecn, um diesen Ratbschlag zu befolgen und Herr» Bergan,, zuttebe ein Martttrtttm anzustrebeu. ■ J- - \ (Iviit guter 'Jiatlt.) TaS Wiener „B ate11an d" läßt sirit ans der Acut eapitale t'ritreiben: „Das .t^razer Ertrablatt' p'ein jetzt' wacker aus kein! dettttch-uationaleu tzoritc TaS marin einen nttgetneiu kotnttätett EmSrucl. Es sind norit keine drei Woriten her, da tpurde in diesem Blatte da-' cl»cinltrit wcta!,' <»»la»benSbckeutttniß tu allen Tonarten abgeleiert. Hente bringt das Blatt ezttett. Attikdl unter Kein Titel: .WaS in dcut'rii-ttatioital'r' lind bat c» per xtchzem nori> die Teut'rit Nationalen ganz tmzweideutig in litegen-atz zu den Bearitie:-. .ritttstlirit und gut österietrittsrif gebraritt, so ert'ahre» wir heute von ilmt, daß , eS sirit hiebei nur tun .Ammeutttärchet^ handle: hat cs unlängst norit das Re rin auch der übrigen' r>tationatitätett in Testerresrit alterkattttl, so trttt es beute als eut>ri>iedener,Bekämpfet des Llavettthttm» au». Es hat immer cttras Mißtirites' . an .sirit, wcnn Zeitungen unter Beibehaltung »brrs Namens, ihre Tenden; 'weritscln. Wenn die-S aber iibetdies in. io utivetmittelter, der bisherigen Riritntng diametral.enigeget»ge>etzter Weite geiritieht, >o gewtitttl selbst die neu verfochtene Lache einen reritt ttägltritett 'Anstitrit, we,l teder Betlaß au' svkrit eNt -Trgatt der öneniltrite» Meinung >e>tlt." Merlwiitdigerwctse hat da) „Baterlaud" .bisher niritt auch lencin Abgeordnete», der - na.1t einem jüngst int Landtage geiaUenen Warte „bereits in neun Häuteu steckte", den Rath ertbeilt, gleichfalls bei ,cden- Tettdenzweritjel den 'Namen zu andern, tveil durelt eilten derartigen' .J-rout wk.ln'el „selbst die »-.>» vcrt'ochtcne Lacl>e einen reckt klägliriten Anstririt" gewinnt ' t.nd „weil jeder Bettaß attt solrit einen Bertreter deS BolkeS fehlt". tGcgcn ücu Ptsmartk-Pit;aitkiutsiuns. t Wir et halten aus Graz <oi geilte, Zuirittiit: ,,1'öbliriie Redacuon! Lte n-ei.dcn die »ffüte haben, folgenden »venigen Zeilen aus der Jeder eines - Gier Eoutbattanten bei Trautenau. Lkalttz und Ladova Äufnabtne zu gewährt»!." Ta t.-'c iri> tu der .Teuttritet: Zeitung-, .li.t di. J-ebruar, L. euicii .die stetetinätlische Btsinar-k-Jeier übersritrlebeiien Artikel, in den» mitgeibctit nürd. daß in Graz ctn Aiis>cl>»tß in s voller Tbäligkeit tei. .»tm t'eileitS der T.'ttt'.kten Lceieintatls eine mögliritst großatlige und itiipo'aitl.' Jeier deS achtzigsten Geburtstages BiSmar.k's, deS Gründers deS Teuttriten Reirite» und des dettf'rit.-östsrreiritischen Bütiditines. votzubereiteif. Mir st:e.; als deutjriiem Lteiermarler und Betetanen von l>6«l beim tzesen dieicS buzanttniichen GetchreibielS' die Lriiamrötbe ins Antlitz Winen deitn die »»ltozer Bisituitri Berehrer uirinS vom Jahre I"-i1. t Hut—=— trenn eS der J-atl >ein >o»te. itz cs den Herren 'nickst bekannt, mit welchen ' Worte» Bismarck antäßli.ki seines BetnriicS in Wien die zudringlirite Lcl>aar der Lritöneiianer von sirit ab'ritütteltc'.-' Ist denn die grnne Lteiermarl io tustt . gcitmlen, daß sie, itregeleurk von^drn^p.tar .consnten polittiriteit Etowns und HarlekiitS, sirit >edeS politische« AnstaitdSge'ühls begibt i Fürwahr, der EtetiniSmtlS triieittt auch au' poliütritcm Gebiete in der grüueil Lteiermark bcdeirllirit um sich zu. greise». Horitaritniugsvotl . Ein Gier " tBkstrasittig cttics BrrlciimScro.t Aniaßü.kt der ltrcltcitpottti'chcn Bewegung ist Uitgatu entstand in Raab ein Blätiriten, welches den 't.iiitcf wider den tztbetatiSmnS aittnahm. inbem es attli>emitt'rite Artikel braritte, füget» attfiiichte und Bertcnmdungen ausstrenle. Unter Anderem erzählte eS, daß der frühere Ministerpräsident Tr. Alerander Wekerte eine Pression ans' die. Magnaten Fürst Pont Esterb.rztz tut: G>rat Jotes B .»11 lt na irrt, geübt habe, um sie zu cineiit de», von der Regierung geplanten Re'ormett günstigen Bcrhalten zu zivingen. Ter-Rcdar'tenr des Bläit.rienS, Albert Barabä», wurde von der LtaalSaiiw.tttf.ktast ivegen Borlenindniig und Ehrenbeteidigung deS früheren Ministerpräsideiiten angeklagt, und am 12. f. Bk. kam der Proceß vor dem Raaber Lriiwttrgcriritte zur Berlandtung. Ter alS Zeuge vernommene Fürst Paul Esterhazu bezötcl>ncie es als eine niedertr.tchkige, gemeine füge, daß ihn die Regtetmtg mit Gewalt vo» der Abstimmuitg im MtKuateu hau'»' zuritrikalteu wollte. Auch Gtai Balthtzanu erklärte in seiner Zeuget: auSiage, daß aus ihn die Negierung keinerlei Prct'sion anSübte. Ttc Jazgt sprach den Angeklagten einhellig der Ptrletimdnug tind Ehrenbeleidigttng sriiutdiq, und dcr ttlcrichtskos verurtheilte ihn zu secltS Monaten GefEngntß tmd Geldstrafe. Ter gröstte Theil der anwesenden Zuhörer begleitete die Betkündu».; . de» UrtbeiiS mit Eljen Rufen und Hänbeltal'chkn

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