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Freies Blatt · 1895-01-27 · 147 (27.1.1895) · p. [Seite]

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Journal
Freies Blatt
Volume
IV (1895)
Issue
147 (27.1.1895)
Date
1895-01-27
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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reite Freies Anmaßung irgend einer Autorität. Tie Befdiwerde war durch Tr. Jacob Sdiarf Nile Prag vcrlrclen, welcher unter Änderein betonte^Imß die iiuiuimmteii üieden nicht von BereinSmilgliedern, sondern ^»tfLlürdentrageru und (hatten ^Bürgermeister. u. A. in.) gehalten wurden, dost! der Perein sich in der deanstandeten Broschüre mit keiner Parkeiieiidenz identi'leirr hat'-, und daß, wenn in der-Broschüre politische Reden Anniabine gesunden daben,- der Bercin deshalb nicht belastet werden - tonne, da dieselben unbeanstandet gehalten wurden, lind waS daS; "'eüid, an die Statthaltern beirisst, so sei mit demselben bloß die i Wabriiiig der politischen tH'cdite von 4U00 in Prag lebend n bilden :'ehech:'cher '.h'alionatiläk angettrebt worden. T er die tlregiernng v.r ueiend: Miiiinelial'eeretär Simviielli suchte darzulhnn, daß der Berein politische Tbätiqkeit eiusallet habe, nnd eonstatirte, daß die Beßaiigung der Bereinoauslbsiing ron Seite deS Ministeriums Uost, u egen- Ueberkelweitling des statutarischen Wirkungskreises und nicht auch wegen des an die Slatthallerei gerichteten. Gesuches erfolgt ';e; "Jl10. d Bi. wuide das Erkeuntniß des tlieichsgerichteS ver üindiat. welches tautet: Tnrch den Erlaß der böhmischen Slatthallerei, t-lüäligl durch Eut'cheidnng des Biinisrerinins des Iiinclii, woinii die Aiisio'n'.tg des ..I'cheebisch indischen Natioualvereines" in Prag verfügt wurde, b-ak eine Verletzung kes durch Artikel 12 St^.O' 0\ gewähr ieifieten valtil'dj-.-ii Rechtes üattgefmtDeu. Zn der Begründung ivird .nis,,e>ü!>'.t: Tt. dein genaltiiten nichlpolirischell Bereinezur Vast gelegte Ueberschiettullg seines i'l.'niaifdien Wirkungslreises in Folge von Eiilialtun.t rcutit'dieit Tbäligteir sei 'unbegründet: kür die-in den 2e.:.e..e-., g-l alteuen rclinschen Reden lbune der Eentralverein nicht '.üire.tiiei: geniachl weid-.u. iiisolange nicht nachgewiesen wird, daß >.!■ d.-.-''elben ein Telegirrer des Eenlralvereiues Eiiitluß genoninien: 77 r-.tiistaude:. Vid'diü-e enthalte bloß Berichte über Borgünge und intb.-.t. > riirrr Personen, aber nicht eine Identiticirung des BereineS rut peliii'che!: Parleitendcn;: in der Eingabe an die Statt endltdi loiin-e durch-aiis nicht eine Aliioriiätsanniaßniig gesnnden tverde::. - vl’tiirifrcruriiuDciit Bilrou Biliim, und die Zudcn. > Unter ch,ib:nna des Piasttenien der Bndapester orlhodoren Iudcngemeiude 'eraeli a:n- 22. d. Bi eine aus 24 Mitgliedern bestehende Tepuldliou de: VtudeSrerit-elung der orlhodoren Iudenschatk Ungarns -beim Biiniße-.r-.indenieli Baron Baus»» vor. um denselben in seiner neuen S rcilimg tu begrüßen. Aus die Ansprache deS Führers der Tepulalion lirtdeiie der Ministerpräsident: »^Vehrte Herren! Ich danke Ihnen s.--. Ihr sienndltdies Erscheinen und nehme n:il Vergnügen die herz« ltdieue«^'lüetwünsche entgegen, die Sie mir anläßlich dessen, daß midi das Petiranen Sr.' Majestät unseres aUergnädigsten Herrn an die Svipe der Regierung gestellt hat, zum Ausdrude bringen. Id; tan» Ihnendie Versicherung gebe», daß ich es als Hauptaufgabe betrad)ten irerde. dabiii zu irirken, daß in unserem Vaterlande Jeder ohne Unterschied der Eonseiston in mir einen Förderer seiner Interesse» ibüefe. Sd)o» in meiner frühere» Thäligkeit als lSbergespan habe ich p.r'ciilidi ivahrgenominen, daß die ihrem Glauben anhängliche Juden- ’diafr ein begeisterter llnterin'tgcr der ungarischen Staatsidee und des nationalen Bestrebens in. und id> habe schon deshalb immer gern die I'-.-legenbe-.l erglifsen, ihr gegenüber mein Vertrauen und meine Theilnah-iiie. anstiisprecheai. Id> versichere Sie, meine Herren, und sagen Sie dies Ihren Mandanten, daß ich der Riästung, welche in meiiiem --.uberen Wirklingskreise inr mich maßgebend war, auch in Zukunft t-.en bleiben werde. Ich vertraue Ihren, Patriotismus, und indem ich Sie irieines vollsten Wohlwollens versichere, rechne id, and, auf Ihre ge'aluge Unlerstüvnng meiner auf das Wohl des Vaterlandes und des 7brones geridiieteit Thäligkeit. Ich danke Ihnen nochmals für Ihre .'.-rende Äutmelktamkeit." >AlIS Still Vcbcil Molts Mtlldtlssohll S.I Unter dem Titel: .Wie Bi.'ses BieuLelssohn von der Eiliguariierilng befreit' wurde", t ttb: M' Elan sw ihr in den „Miklheilungeu des Vereines für die ■ .\t.tdt!: B.-ivns" : Berlin batte bis zur Mine des vorigen Iahrli-ti iu.r starken l'sariiisoli wenig Siaiernen. Viele Haus i am -. na..ii rum Rarilrak.iuartier verpflichlel und kouiiteu die 1 ScldakiN. nenn ne lästig wurde», nur schwer und - .;t'u and-re Hän'-r ei'nuliclh.n. da der Berirk, in dem : , a >: üinf'chrirkeil werden dur'ie. Wer irgend - - an - ..! . v tiiidit, .s. sid, von der ..be.'-.-nn hrti-. iidi bald »ad, seiner ‘Mn.-. t, an' fern t-u Veipflidnuiig, Sollt :n- T aß . st.l> oni «^e'diaftsaligelege»- ' - - ai i .' -an' e e P!aMt'or-ble. l.ttren >d,on -.lidsteneiien Werke o?:■■■■ - ‘ T" ' : rSe.: .nindustrie" finden. t s. -an, wdl- . - ioitdr »ick: a» die Blatt. Nt. 117. eigentlich ruständige ServiScommissio», sondern unmittelbar an den .stönig: „Allerdnrchlauchtigster u. s. w. Um nach Euer Königlichen Majestät allergnädigsten Intention neben meinen Brotgeschäften and, ein bisd>en den Wissenschaften obliegen zu können, habe ick, es dahin gebracht, daß ich die Besorgung der Seiden-Manufacturgeschäfte, wovon ich lebe, in meinem Hanse verrichten kann. Au solchem Ende habe id, das in der Spandow.er Straße belegene vormalö Haenselsche, 'anjeyt der verehelichren Meqerin, gebohren Ephraim zugehörige Hauö sn>> Nr. l>4'> auf 10 Jahre gemiethet und die Btanufaetur-'Easse, Scripturen, und was sonst ',itni Eomtoir gehörig, dahin lransportiren lasten. Wenn nun in dieseni engen HäuSdien fein Ranni geblieben, and, im übrigen nid,t thnnlich ist, neben einem so importanten Eomtoir Eingartieriiiig 'einzunehmen, so erkühne id) mich, allerunterlhünigst zu bitten: Euer Königl. Majestät wolle aliergiiäbigü gernhei', dieses kleine Haus, so lauge daS Eomtoir zur Seideuwaareu-Fabrigur darin ist, von aller Eiiiqiiartirnng zu diSpensireu. Id, erüerbe E. K. M, Btoies Mendelssohn, Sd,utzjude hierielbst. Berlin, 2$. August 1700.'' Ter König verfügte darauf, unter dem 10. September an die Servis comiiiissiou, „falls wider dieses Gesuch mdstS erhebliches einzulvendeii sei, den Suppliranteu bei denen in seiner Vorstellung angeführten Umständen, gegen Erlegung des Services mit der Einguartierung zu vetsd>onen, allentalls gber mit Gutachten über beste.» Gesud) zu berichten". Ter- Tecernent in der Serviscoinmission, KriegSrnlh und Vürgermeister Nie big er, beauftragte die Stadtverordneten Te Vn garde, Thiedeckc und Br es low mit der Untersudinng des valles. Sie berid,lcten am -s. September folgendermaßen: „ Tcr. Supplieau: .ist kein' Seiden I-abrikairt, wie er vorgeben will, sondern nur ein Budihalter bei dem Sdinlstilde» und' Seideiifabrikanten Bernart. ivetcheS große und Imporlen-Hans, weil sid, darinnen die 'Niederlage von denen Seidenwahren befinden, so von Ileutral-Einquartir. die penfirk ist. Und liberdehin so bewohnet Nieser Snpplic. nicht mahl^ das gemicthele Hans alleine, sondern bcsinden sid, in demselben nodi mehrere Miethlente. Seine Einguartierung ist ansgeiniethet, wofür bi - Posesiin deS Hanfes monatl. 1 Thlr. gr. bezahlet. Mithin in eonimod. dieselbe den Snpplic. teinesivegs wie er vorgeben will Mithin sehen wir keineswegs ab, aus weldien Gründe» demselben d>- Einguartierung sollte abgenommen werden, denn der Bernart hat in sein Hanse zur Easte und Eontor Platz genug u. wird foldje wohl ilsd,t in einen anderen Hanse hin verlegen." Aus diesen Berid>t bin könnte Ricdiger für die Befreiung des. Mendelssohn iiid)t wohl ein treten. Tie königliche Verfügung vom 10. September war aber io abgesaßt, daß man eine Ablehnung ossenbar nicht wünsäite. Teshalb gab Riediger die Sadje seinem rKendanten Goersd, zu anderweitiger Ermittlung. Testen TarsteUung des Sachverhaltes imdi den» auch von der der drei Stadtverordneten einigermaßen ad. Wer Red,t hatte, läßt sid) natürlich nidzt seststellen. Goersch schreibt: „Ter Süpplicaui hat die geredzte Ursach zu klagen, denn wann densetben die Ein gnartierung nid,t sollte abgenommen werden, so würde er aus diesem Hanse delegiret, weil er wirklid, alle Sciiptnren von der Manufaclur bei siä) hat nnd alles, was zum Eontoir der Seidenfabrigue gehöret, and, die Easte. Tenn so lange die 2 ledige Mann da ruhig haben liegen können, welche derselbe vor 1 Thlr. 0 gr. monatl. ausgemiethei, hat er die Serviscomm. nicht behelligen wollen, da ^aber die Frau, so die 2 Mann gehalten, anSziehet, so ist eS ihm nicht möglich gewesen, selbige anderweitig unterzubringe», ob er glcid) über 2 Thlr. ge boten. Und da es überdehm nur ein Häuschen von 2» Stuben und welches die gantzc Zeit die 2ast getragen, sich aber in den Eompagnie Revir noch Häuser befinden, weld,e die gantze Zeit Reserve gewesen, als!-»>, mim. i»i31 bei dem Uhrmacher Veits oder 107 bei der ver iviilivcrcn Hofräthin Bergemann, weil es ronsiederable Häuser sind Einer Königl. Serviscommission zur beliebigen Approbation ge horiamst preseutirel." Tiefer Aenßerung zufolge wurde das Mendels itftm'idje Miethshans dann wirklid, von der Eimiuartierllng befreit, und die beiden Mann erhielt die Frau Bergemann. Tie oben wieder gegebenc» Schrisiüüde bestnden sid, in den Acten der Serviscoinmission dcs Biagittrats. i l&?rtllcr Contra Ahlwarüt.) Ter gewesene antisemiliidie Agitatvl 4 Johann W a lkerwelcher die Wahl A h lw a rdt's in Arnswald-. gemiidjt halte nnd zu besten Gunsten in jede gegnerische Bersammlung eingebrodien war, hat sid, betannklid,-'mit einer Jüdin verheiraiel Terselb-.- Johann Walter verbreitet jetzt als Beilage zum Wod,e»blail des -ArnSwalder öireiies ei» Flngblakt, in ,i'eld)n„ er erzählt, daß ihm Ahlwardl die bei der Wahl „der Einsad,heil halber" anSgelegten .'!<»> Mark nid,t znriickerstallek habe. Tnrch die Agitalio» für die , ^'aiidkagswahl fei diese Forderung aut 417» Btart angeivad,sen. Erst im T'ctober 1>'.>4 habe man ihm das Geld zurndgezahlt. Frcilid,,, heißt es in dem Flichblaii Walter's, iverde es „jedem Geldsdstndel

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