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Freies Blatt · 1895-01-13 · 145 (13.1.1895) · p. [Seite]

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Journal
Freies Blatt
Volume
IV (1895)
Issue
145 (13.1.1895)
Date
1895-01-13
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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Frei es Blatt. rrcitc Nr. 14r>. 2\us anli emitischen Blättern. | Miiluft‘tifr.1 Tie „Ter rite Zeitung" wirv aus ihrer sehr Wechsel- > ralle» Lausbähu von einem utuYii Halle >ie, wie wir t'd]cd)i’J)ou Mitarbeiler, gcnos'ei, in das Blau fiiifctmi dninaniläie Bestrebungen d> ..aggressiv", „anmaßend" :c., DaS, ivaS die Tschechen khun, Zeitung" aber ebenso vernun verkappler Liberaler das zum ballen. Mil behaglicher Breite und Prade nichls in Böhmer Mariner in Laaz. Jfplip, e gcnlhümlichen Pech verfolgt. 0„ den Liebzigerv u einem ibrcr damaligen Redacleure erfuhren, er Notizen zum größeren Ruhme seiner StainineSggelie. Er berichtete über löbliche cullurelle und -Tschechen, nannte diese aber „Wenzelssöhne", daß der verständige Leier den Eindruck gewannt st nur recht und billig, da« Unheil der .Deutsche» lwidrig al« ungerecht. Jetzt scheint wieder ein Antisemitismus bekehrte Blatt zum Besten zu ictzt er auseinander, daß die Bareuther, Lcdücker ausrichten lönnen, daß hervorragende deutsche llIaricubad :c. nichts von ihrer volklichen Arbeit wissen wollen, daß keur-che B reine es als Beleidigung betrachten, wenn man sie gekeinicr Lumpachien fiit Jür die Veröffentlichung all cken „Hetzhund" oder „Ausbund" verdächtigt u. i. >v. d e>'er Thatsachen gewinnt er nach dem Muster des obelwädnreu Tschechen die i, tiiemiliiche Lchrisileilung dadurch, daß er de» Deutsch Licberalen „Asienliede .schimv'l lins bat einer seiner Dank, dkl liebiverlher Dchalk! lMebr als ein Anzeige»., „T euliche Bolksblan" starken der ' Anliseinireupariei > chre i te n d eil wirlb' cha' l 'emiliichen H'vblalte ist es ieh: Ein Geichaflsmanii schreibt uns: ^.aS K^lt es fiir angezeigt;u constaliren, daß dar Ern Jabre 181*4 ein „Auzcichen.für den fort i che n Rü ckga li g Li? i e»S" iei. Bon dem anliungcichickt, dies zu erklären. Wir aber glauben, die Zunahme des Anliseniilisifus iei nicht bloß ein Anzeichen,"sondern geradezu d:e Uikache des weilercn wiifbschai'ilichcii Rückganges/ — ns. ncr Rachtlkbcn) In der „Reichsposi" leien iiachlkaffeehau'e in Währing war eine Eai'sieriii vou 1". Jahren stand. Tie Tlelle einer solchen Eaisieri» kl'ordert irebeu aiUrrcn Tpsern auch Berzicht au' . Moral. Eist Uvin BUS aus Dem Üi« wir: „Ju einem 'ogenannteu bedienstel, welche erst im ÄUei nicht gerate ein Publicum am Brau lucht sich zu .amüsiren', Urcisen meistens etwas wild H o - ch e I m a n n heißt, und guten Sirenen, das in solchen Localen erichesizp. und dieses Amüsiren »immt eben in gcmisicn bare Joruic» an Das- Mädchen, das Augllste täglich oder besser ge-ägt nächtlich einen Gulden erweckte, welche Kinging und d > .«tasreekause, veranlaßie die Er leitete Erhebungen ein, welch - sühne. Eilier derselben wurde aut 'reieu Juß ieyie. Auguin die Polts'chule, blieb aber plc ist Mitglied der im 'selben Militer der Mädchen lebt vou we icurde, w:e der „Vorwärts" belehrt, daß das'-'ctverbegerich unteruebmerS. die geistige Tr- Tiiine der Gewerbeordnung zu .nage re.au.aßt. Beinertelisu chasisgcdabic» der Herren Ir :!'.»> z:',:b.:l gewordene Bel : ".ntUSU'.ns gcbei.l ist. Lubic; Ezinisli ein :.'i .■:: x % u niachl aus dem Z-illl Jallc Trcuius. für die Juden vonvirst und sie „Berrätder" loien Dtreiche am!>. d. M. sehr belustigt. Hab' Lohn erhielt, ivar bei de» Gas en recht — beliebt, was den Reid einer Eollegin Polizei aus das Treiben ihrer .minderjährige»' Eoncurreniin ausinerksam inac ae. Die Polizei er-chieu in der Reujahrsnacht im seinung der „och zu. jugendlichen Eassieriu und zur Verbauung mehrerer Rach't'-Lebemänner in Han bebauen, während mau die übrigen wieder Höschelman» besuchte noch vor einigen Moua'e» lidi aus. Die älteste Schwester teS Mädchens t ocalr concertlrendc» Daincncapelle. Tie greife iner Piründe und dem Berdiensle ihrer Töchter." Welche Tchlnsse auf die Diltlibkeu der ganzen 3ipp'djaft würde der Heraus geber der ,.:>ce,chsvost" geichäst-mäßig ziehen, wenn die grene Pirnndiierin und aus den Rainen „Tpitzer" hören würden'? Zur aattsemilischrn Ztkungsmachc.s „Jrei-D eutschland" war in dcr Pci'k.ni des Hcrin Gninnc siallebrerL. Dr. Jörster bei dem Berliner Ge- : '.,l,l durch einen cheni tilgen Redacteur deS Blaues verklagt. Der Silägkr .'richtet, nn Bergleichstermiu vom Borsitzenden ünzuständig iei, weil die Gehilfen eines Zeitungstigleik ausübten. »ichl als Gewerbegehilfen im betrachten seien, und dadurch zur Rücknahme der :l> ist, daß der 'ragliche Redacteur durch daS Ge l,r und Genossen, Kauvtläcbtich aber dlirch die lung, nach eigenen Aeiißerungeii vom Anti- Feuillcllln. Heinrich Heine und Dev Hlcrbbi von Wclchcrrcrch. -ron Gustav Karpeles. (l. Fonseyun.i Die erste Mitthcilung über den „Rabbi von Bachqrach" findet sich in einem Briefe von Moses Moser vom 25. Juni 182^ aus Göttingen;8) sie ist von besonderem Interesse, weil sie uns in die Arbeitsweise deS Dichters und in feine Quellenstudien unmittelbar einführt: „Außerdem treibe' ich viel Ehronikenstudium und ganz besonders viel historiu jmluica. Letztere wegen Berührung mii dem Rabbi und vielleicht auch wegen inneren Bedürfnisses^ Ganz eigene Gefühle bewegen inich, wenn ich jene traurigen Annalen durchblättere; eine Fülle der Belehrung und des Schmerzes. Der Geist dcr jüdischen. Geschichte offenbart' sich mir immer mehr und mehr, und diese geistige Rüstung wird mir gewiß in der Folge sehr zu statten kommen. An meinem Rabbi habe ich erst '/, ge schrieben, meine Schnierzen haben mich auf schlimme Weise darin unterbrochen, und Gott weiß, ob ich ihn bald und gut vollende. Bei dieser Gelegenheit merkte ich auch, daß mir das Talent des Erzählens ganz fehlt; vielleicht lhue ich mir auch unrecht und cs ist bloß die Sprödigkeit des Stoffes. Die Paschafeier ist mir ge lungcn, ich bin Dir für die Mittheilung der Agode Dank schuldig und bitte Dich noch außerdem, mir daö Keho Huhma Anja und die kleine Legende Maasse be Rabbi Leser — wörtlich übersetz! zukommen zu lassen. Auch die.Psalmstelle im Rachlgebete: .Zehn lausend Gcwaffncte steh'n vor Salomons Bette' mir wörtlich übersetzt zu schicken. Biclleicht gebe ich dem Rabbi einige Druck bogen Jllustrativns auf englische Weise als Zugabe, und. zwar originaler Jdeenexlract über Juden und ihre Geschichte. — Ben jamin von Tudela, der jetzt auf meinem Tische herumreist, läßt Dich herzlich grüßen, er wünscht, daß ihn Zun; mal bearbeite und mit Uebcrsctzung herausgcbe. Die Uebersetzung und Bearbeitung vom französischen Dr. Witte, die ich vor mir habe, ist unler aller Kritik schlecht, nichts als Schulknabenwitz.-') Uebcr die Frankfurter Inden war mir der Schndt sehr nützlich; ich habe beide Quart bände ganz durchgelesen und weiß nicht, ob ich mich mehr geärgert über daö Rischeß, das über jedes Blatt ausgegoffen, oder ob ich mich mehr amüsirt habe über die Rindvlehhastigkeit, womit das Rischeß vorgebracht wird. C, wie haben wir Deutsche uns vervollkommnel.. Es fehlen mir jetzt nur noch Rolizen über die spanischen Inden im 15. Jahrhundert und besonders über ihre Akademien in Spanien zu dieser Zeit: wo finde ich was? oder besser gesagt, 50 Jahre vor ihrer Vertreibung. Interessant ist es, daß dasselbe Jahr, w> sie vertrieben worden, das neue Land dcr Glaubensfreiheit, näm »de Das Llgl'jctie ,.B a k» r l a » b" i» H»v»ori>'eur Lnbicz-Eznuski einen „polnischen lich Amerika, entdeckt worden " I Jtcusuchtich u -n afa ' ker IK.uin ur>'prünglich .llclthotik und Irak ls'pccutano» zum Prolcsiannsinns über, väb-eue cie Retaclion dec ...Nreuzzeilung'- kchcu T'.nne zu ''.'iicüficireu iuchre. wurde sie k:v!ii.::leu i'.n Tiickie gelassen. Derietbc schrieb, - u:n-'o»lekic in der Anuatunc bestärke werde, Teul'cheiihaffes handle, bei melcheni der Ran dür'e nictp an der Ehrenhailigau-nne! uie», daß dieselbe» unler dem Ein '-'i' -lle üill eeuiiveitl hätten, s.'llre Trei'us un-- . aß i- "u ei» MenicheiiloS lragi'cher s Trei'us, da er keine Aussichl P.ici'er 'G'c'se lei es i» dieser geworden'. Man ersieht aus dieser Miltheilung mit ziemlicher Sicherheit, daß Hrine schon längere Zeit vorher am „Rabbl" gearbeitet lim I. e. Auch in dein Tagebuche seines Eomiuililoneu Eduard Wedekil. sinder sich in der Zeit nach Dster» 18L4 die Millheilung Heine's, „daß er " alle Ehroniken aus dcr Biblioihek ercerpire und a» einer 'Icovetle arbeile, ei» hisiorisiNes Gcinälde aus den Zeilen des Milletatlers sein solle". Bgl. Tlrod mann: Dichlerprosile, I. 2b‘2 ff. ", Heine meint die Uebersetzung von I P. B.aralier: Vvenires I« Iial-: tt'-n.janii» lils de Joiu de Tudele en Knrope. Auisierdai» 1,84 II. V Barcilier wurde 1721 geboren und schon 1731 alS Tlutenl ans dcr Universi: Alldorf inunalricutirl. Daher der Vergleich mit Earl Wille, der cbeusalls a: -ein,jähriger .»iiiabe die Universiläl Leipzig besuchle. .TaS Jlinergrinin vo> B. v. T. >ü erst 1840 von Ä. Aibe'r in einer wisienschafilichen Bearbeilun. mit Rolen von Zunz. Rappaporl n. A. herausgegeben worden. Eine guic dcullär. ' Uebersetzung fehlt heute noch.

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