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Freies Blatt · 1894-07-08 · 118 (8.7.1894) · p. [Seite]

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Journal
Freies Blatt
Volume
III (1894)
Issue
118 (8.7.1894)
Date
1894-07-08
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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Seite S Freies Blatt. Nr. 118. einen Hund am Fuße der größten Pyramide scharren, mit dem Gedanken, sie umzuwerfen." Der akademische Senat, welchem daS „Memorandum" vorgelegt wurde, faßte »ach eingehender Berathung folgenden Beschluß: „Insofern die vorliegende Eingabe sich mit dem Bershalten des Herrn Hofrathes .- ProfefforS Dr. Hermann Nothnagel außerhalb seines akademischen WirknngskreiseS befaßt, lehnt der hohe akademische Senat jedes Eingehen aus dieselbe auf das bestimmteste jab und spricht zugleich den llnterzeichneten der Eingabe seine Mißbilligung darüber aus, daß dieselben in völliger Berkennung sowohl ihresr Stellung als akademische Bürger, als auch der Aufgabe und Eompesenz des hohen akademischen Senates es unternomulen haben, die außeramtliche Haltung eines Mitgliedes des 1'ehrkörperS der Universität zum Gegenstände einer Beschwerde zn machen. Insofern aber in der Eingabe auch solche Beschwerdepunkte enthalte» sind, welche, sei eS ^ruch ohne die erforderliche Präcisirung von Dhatsachen, daö amtliche Berhalten des Herrn HofratheS Professors Dr. Hermann Nothnagel betreffen, hält sich der hohe akademische Senat für berechtigt und verpflichtet, Erhebungen einzuleiten, »m zu ermitteln, ob und welche Thatsachen diesen Beschmerdepnnkten zugrunde liegen. Auch da über jedoch hehält sich der hohe akademische Senat die Untersuchung vor, inwieferne durch die Mrösfentlichung der vorliegenden Eingabe ein Bergehen gegen dieakademische Disciplin stattgesuiiden hat." Wir enthalten nnS vorläusig jeder Bemerkung über den Beschluß des hohen akademischen SenatS: eS dürfte sich aber l»ald die Gelegenheit ergeben, auf denselben znrückzulommen. Mit lebhafter Befriedigung verzeichnen wir indessen die Rachricht, daß eine Organisation der freisinnigen Studentenschaft im Entstehen begriffen ist. Es ivrirde, wie DageSblätter melden, in einer Bertrauensmännerverfammlung beschlosien, jein fünfgliedriges Actionscomit'i einzuseyen, welches die Aufgabe 1;at| eine Bereinigung fämiiitlicher freisinniger Studenten ohne Rücksicht auf Nationalität und Eonfesston zn gründen. Dieselbe hätte sich ip den Dienst der liberalen Dache zn stellen und nicht nur den ihr befreundeten Vereinen, sondern jeder einzelnen Person ihre Hilfe angedeiher um Schutz und Förderung der freiheitlicher soll ein Gebiet geschaffen werden, auf welchem alle freisinnigen Vereine und Einzelpersonen der akademischen Bürgerlschaft gemeinsam Vorgehen lönneii, unbeschadet ihrer nationalen und Kommt diese Organisation zustande, dann sie von maßgebender Seile, verständnißvoll: Förderung findet, den antisemitischen Terrorismus brechen und solche Scenen, wie sie sich eben zum Gaudium des antisemitischen PöbilS in den der Wissenschaft geweihten Räumen abspielten, fürder unmöglich machen, muß jeder ehrliche Freund der slndirenden s Patriot von ganzem Herzen herbeiwünschen. g>r zu laffen, sobald eS sich Principien handelt. Es eonfessiouellen Richtungen, wird sie hoffentlich, wenn Das aber ugend, jeder österreichische „Ahmt mator VienneiiBis“! Wann endlich euer „Kornblumentragen" in Deutsehkand Kokettiren über die Grenze in Deutschland neben der nothwendigen diplomatischen Resel diesem nur' ein mitleidiges 1'Schel» zur Folge t^kaubet ihr denn, der österreichische Stndt und Korne des Achtundvierziger-Studenten? sehr laut, aber die Kraft der Stimme» macheurer ganzen Richtung das Rückgrat und Andere, ich glaube auch, wir waren Best unsere Lehrer, selbst wenn sie harte Worte ArndtS im Herbste 181,-t in seiner conservati >e tadelte, ging ein Sturm bei der Aula los rief: „Ehret fremde Ansichten!" Der 1'ehret die Erben der Achtundvierziger, geleiteten liberalen Studenten weh' gethan, durch die Schl! schafter, ohne daß ihm etwas geschah. Ein schämen sich heute noch ihrer damaligen Zü stolz, unsere Ansicht der Würde des Lehrers Universität nntergeordnet zn haben. Wir halten Bonhominie und die wahre 1'iebenSwii Dankbarkeit in »nS. Euch hat die allgeme nommen: Kindesliebe, Dankbarkeit, Illusionen heit, und ihr seid nur die Opfer eurer Berfü E u r o r t Heiden, den .">. Juli l S'.M werdet ihr einsehen, daß nicht beliebt ist, euer unangenehm berührt und ve des Verbündeten bei hat. Wann? nt sei uoch vom Schrott Ihr Epigonen seid zwar eS nicht aus. Es fehlt der Kopf! Wir waren ce als ihr. Wir ehrten sprachen.--Als Profesior n Weise die Studenten Aber Profesior Unger über Alles! Und wir, Mann, avelcher uns aren johlender Bursche» ige von jenen Schreiern igkeit, wir aber sind 'tjndeS, dem Ansehen derben dieselben, aber wir iisdigkeit deö Herzens, die ne Verrohung Alles ge Humanität und Klug >rer, eurer- Schwäche. b Mt g llosi bli: I Doblhoff Social-Denwkratie Und Antisemitismus „Der Freigeist, Organ der social denn böhmens", unterzieht die sogenannte Refor: SylvaTaronca und seiner Genosien kennzeichnet anschließend hieran die Unstichhalti >k Phraseologie in folgender Weise: „Unsere von dem Standpunkte ans, daß ein Besierwer, nur auf christlicher Grundlage möglich sei; sie Mittelalter, wo die Kirche alle gesellschaftlicher! soll.Run seheir wir einnchl nach, ob ist. -Wir wollen uns aber, um" der Parteilich keinen atheistischen Schriftsteller wenden, sondern von jedem Katholiken anerkannt werden muß, welcher eine vom katholischen Clerus preis '„Geschichte der kirchlichen Armenpflege" verfaß nachdem er im ersten Theile seines Werkes das Religion hinstellt, welche Gemeineigenthum ( wir folgende Zuschrift: Anstatt den Vetjver zn Bon einem „allen Studenten" erhaltet! Also das ist die Hosinung des Staates bewundern, welcher den Muth hat, einer ^niedrigen Strömung ent gegenzutreten., verhöhnen die unfertigen Ifrngen den Meister, den humanen Helfer, .den Saniaritaner! Wir hätten uns geschämt, der Wett ein solches Schauspiel zu bieten; wir Slndenten standen eben hol,er als diese farblosen Rachschreier, diese Vebensannasiung, welche an die Stelle deS Sclaven der boruirtesten Ideals und seines Hochlluges gelrelen in Arme Eltern, welche schein, wie der Aufwand für Erziehung iolclie Resultate erzielt, wie das immer und immer vorwiegk. Was sollen daS ihnen schon im zarten Alter der Menschenhaß in den Adern liegt? Bebauet »swerlhe Studenten, sie ahnen nicht, was uns Kameradschaft' Rebe, edler Gesang, was uns die Anhänglichkeit an unsere 1'ehrer ge weken! Rur fort aus dieser Bahn! Jede ein erc nationale Bestrebung kühit den Rückschritt mit sich, nur internationale und intersoeiale Beziehungen bedeuten ja Fortschritt. Arme Bursche der ehrwürdigen „Grüne" im Menschen für Aerzte werden, wenn weltlichen Gütern strebte, .wohl aber in R be Menschen aufging deS zweiten A bschnittet Tie Reformation, welche von Gregor VII Nachfolger durchgeführt wurde, sie erreichte wohl, dosß offene» Simonie und der wilden Pricsterehen aus der äußere Ausland gewahrt werden muß e, aber früher jede kirchliche Reform daniit begonnen wor) Pflichte» gegen die Arme», kleidende» und Ilngl wurden, daß ihm besohle» wurde, nur daS Nothi, alles klebrige den Armen zu geben, daß ihm die Sünde» geschildert und er besonder» vor diesemkonnte Gregor VII. dies nicht erreichen. Vielmehr » Theorie» von der alles überragendeu Gewalt des Pri ordnung alle» Weltlichen in eine» Gegensatz zum der völlig auslöseiw in jeder Beziehung wirkte. D die weltliche Macht lvurde der Clerus aus der Sphäise Arena zerstörender Kämpfe durch die Zeitereignisse Verweltlichung angebahnt, welche der gregorianische! folgte. Es war die natürliche Folge, daß von nun an im Easchen nach Macht und Besitz ausging. Nicht nicht durch Arbeit und Ablödlung, sonder» dnrch sollte die Welt erobert, die Bekehrung der Meuschhei laug nicht. Von nun an herrschte lvieder jenes nnw > nach irdischein Besitz, jene Habsucht und Herrschsucht dem Teckinantel der Fröinmigkeil und Askese Alles kratischen Partei RorV ilithütigkeit des Grafen er scharfen Kritik und eit der christlich socialen Christlich Socialen gehen de» für die Menschheit verweisen hiebei auf daS Wunden geheilt haben daS wirklich der Fall hkeit zu entgehen, an an einen Mann, der an Georg R a tz i» g e r, (ekrönte Schrift, betitelt hat. Dieser sagt nun, Urchristenthum als eine Megte und wenig nach des Menschen znm seines zweiten TheileS): ausging und yon seinem die zwei Hauptlaster der Kirche verschwanden, daß »ich — nicht mehr. War en, daß dem Eiern« die ckliche» ans Herz gelegt sie für sich zu gebrauchen, acht als die Wurzel aller Laster geivarnt wurde, so i nrde der Elerus dnrch die i sterthuin», von der Unter' izeu 1'aienstände gebracht, irch da» Ankänipse» gegen stillen Wirkens auf die rängt uud so eine neue Reform aus dem Fuße die Thäligkeit de« Elerus durch Tulde» und kleiden, s gebieterische.(^uus er<ro erreicht werden. Es ge rdige Hasche» und Jage» welche nicht sellen unter überivucherte, welche den de- Hak sii g, i d i

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