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Freies Blatt · 1894-06-03 · 113 (3.6.1894) · p. [Seite]

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Journal
Freies Blatt
Volume
III (1894)
Issue
113 (3.6.1894)
Date
1894-06-03
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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Seit« 8. fr f^e* Statt. II r. 113. kein Omladina-Proreß, bat in ihr Programm druj Antisemitismus nicht auf genommen. doch zahlt sie in ihren Reihen gar vielt, die mit der Raren- und Eonsessionrhetze syinpathifiren. Im Großen und Gan jen läßt sich diese Partei für den Antisemitiriiiu» nicht gewinnen. Von den übrigen Studentenparteieti ist die eine antisemitisch angehaucht, die andere total verhetzt. Tie „unabhängige Studentenpartei" besteht seit Tecemder 1892 und böhmiicben Gauvereinen. Tie radicale Antisemiten steh im October 18!«2 gebildet hatte, ist besonders kreise lbälig. Von ihr ist der Ruf nach Gründlst selbstständige» Ischechischen anlisemitischen Partei a i-gegangen, und wird die besitzt die Mehrheit in den raciicn der Studenten, die außerhalb der Stitdenten- Ng und Orgauisirung einer angestrebt. Wie wir sehen, tschechischen Studentenschaft Gründung derselben hänptsächlich in Mähren eifrig hat sich der verhetzende Antisemitismus auch bei der eingenistet und wendet sich hier auch gegen jette ItGen, die .tschechisch" gesinnt sein wollen. l Striitwrudcr wieder anders? Terielbe Tr. Steinwender. der neulich seinem pailaiuentartschen EoUrgen Hanck zuries, er begelie eine Tummheit, indem er, um die .Vereinigte deutsche Linke" zu setädigen, mit den nationalen Widersacher,t stimme, iah sich am verflosseneii Samstag veranlaßt, so '311 lvreche». daß nicht nur Hauck, sonder» auch reffen Hintermann mit ihm zufrieden sei» kann. In einer VcreiiiSversammlung zu Völkermarkt iagle Tr. Steinwenderc Von Seite der „Vereinigten Limen" weise man neue Rich Hingen vollständig ad, nicht aber etwa nur in ihrer widerlichen AuSichreitulig, ionreiii auch dem gesunden .stern nach. Eine solche Rüstung sei;. B. die anti semitl'che, die ui idrein gnten Stern sich ja nur gegen die Bewucherung durch eine ireiiide utrt),mi.itb,Mn' Rare kehre. Im Herze» seien übrigens viele Mitglieder der „Vereinigten Linkeit" aiiti'eiiiitisch.!l.wob§r weiß da» Steinwender so genau?,: allein sie getraue» sich nicht, e» onen beriii»zn'ageu. Tie Partei laffe sich eben von der großen „Iudenvieffe" terrorisire», Parte, iein lind brauche, nm zu Eii.siuß zu gelai ver'chiedenen Machtsaotoreu, unter denen da» G oßeavital und. die diesem dienstbare Presse nicht den letzten Platz eiNitehinen. Hauet und iein Hintermaun können auch nicht» dagegen einziiiveiiden Kaden, christlich ieoialkii Eoneurrenteu III solzcnder W.'i'e seinitlSiiin» an und für sich kann noch kein Pa .liidensiessen. allein vermag kein Politiker zu leben. iiild a läten beziehen > a arutn sind P. die Wiener Antiseliiiten stark in» olerioaie Fabrivaiser hineiiigckomliieii zdieier Sprung 111 verlobneii >. uiid rieuach dieselben Mewchen, die ni d >ur die allgentetneit Menschenrechte gcschwarn in» Waffer scheint sich auch irüher Temokraten waren t habe», sind heule anti 'eniitinh und zugleich olcrioal geworden." Tr. Ste^iwender liebt als Politiker und Redner die Abwechslung. ..Liberale' 2tntifctnitcii ■ Tie nengegriindete 'eiuiien <in usizo.-to. deren Wesen Partei der „liberalen" Anti wir in Rr. 112 unseres P.attes chaialterisirt baden, hielt vorige tivoche ist Berlin ihre erste Per >ami»ln«g ab. ielbstveistaiidlich gegen Eiui-e ."iiicte d e Vei'aniinlniig mit einer Ansprache, in ifelclier er erklärte, daß »tan von dem iil.iche» .stai'erboch abiehe. da der Mon doch ii[.t>t-> 1 i'.ihre : aclie ander»: dort luorezi. In Sachen ’01 du all.' >>'.n,1n">iii'ch . und H::: d 1 g u v g »t e l e g 1 am me Redner de» Abend» war dl.»!.','«, l de'. . NieiiiZcitniig', Schweinhagen. w> enip'aitgen nuide und tut, erst rechtsiiligen muß .'..in.;c»beit »iiii au'zntreteii wage Er verwies an dc» lo.l stcii >»>etichisbo'eS und predigte dann den Jtaini'' gegen die Verladung i.be-.k aupt. oe ouder» gegen die E.'N'erratipe» .un .gliche, die i.nter dem Eiu'lnß der Inden Stadl. an» „Peil . i 1 .'.losi. 1» nur die , i> 'siua>.'ii: 'ei beute d.te l'eibbiatt 2'iiaiiel's. der Man b.eibe in Unrube 'nrite 'rdaun der Rednei an Iudeiiil aten verberiliche. ansgemeizt r Vorsitzende R n n g e er iiiiii'e o ie cen eiae sittliche Einenernng der chiistlichen .gliche berbeigesnhit Herr v. E g i d u erschien, be .iitlntta. i» ivec.ner auch ii ä leite ciii-t- Leuten die nur gelomnieii waren, mit sich ZN cheurnse nnteibrachen n .iiit.il alten. £ i otti'che I.ieii e. '.!'">!» auch eiwe Warnniig de» T chai kiviithe» Bodeci ror einer t ititteiuiig der anti'emiti'ch.'ii Parte, und melnete nachtiägliche Proteste ''.te!. ea» dt. ch'tnen Schiveinbageu's. 'Gegen Mitternacht eilosch plötzlich da» ..'ölt .» eiuitaiid Hau ein änniiilr, und die P, uaniiniiing innßte, ohne eS E' ''ch.icKntt.t . .eracht zu haben, auseiitaiider gebeut Tcr indlschc Großvater. Ein „IN hoher 'cuvste. 'andie 'etiieu Sob'n Zitr llniversital ... ei'teu a.'iv-:-" eintieten zu dnr'eu. .ibgeu .0. ii 'cl ','iii Großvatet Jude gewesen >' l.UiiU..' o.'udu.he Heir >che,nt nun der Glau den» liiio,» chlndiilm t'.iki! i-0» ivenit er iii.i t au Heu Eorrssimpelcreit tbeilnählne. chl nur die Rede Schwein dem wünschen»,veriden ärsolge begleitet ''ein wurde. und >0 schickte er tbn nach «lte r un Marburg zum Eintrüt in baS CorpS, dem er selbst gehört. Aber auch da wurde der junge Mann abgewiesti nun einmal so leichtsinnig gewesen war, al» Jude au Daß der Sohn diese« Jude» demselben EorpS angehöri, kann sich nur mit der Logik de« jüngsten geschniegelte t Was werden aber angesicht« solcher Vorkommniffe die die selbst noch Juden sind und den Eorp« al« Werden sie ihre Verbindungen lösen und da« Vand zur, werden," meint ein reichSdcutsche» Blau, „die EorpS scheu Studien auch ans die weibliche» Vorfahren derjesti zum Eintritte bei ihnen melden. Tann werde» zah altadeligen Geschlechter oder, wie die ,Skreu;zeitung' schnöde zurückgewitsen werden, weil ihre Väter oder Glanz ihres Wappens durch die Heirat mit Jüdiunet vielleicht nur dadurch die Mittel, ihre Söhne und ziehen laffen zu könne», gewönne» haben. Und »t mögen diejenigen Abgeordneten, jüdischer Abstanimuiu v. Zastrow. v. T ppe nfkld re. sowie frühere Abgc» ratb v. Hellmann, mit den Vätern der EorpSstudeni e noch in der dritten Generation verfolgen, aus den Partei zusaminensitzen?" gern ' Gi 0 E i 2lus antisemitischen 3 alS alter Herr noch an» n, weil sein Großvater die Welt;u kommen, da« den Enkel abweist, Deutschland vertragen, zahlreichen Herren lhun, Herren" angehören'? Hcksenden? .PorauSsichllich wohl ihre genealogigen anSdehnen, die sich reiche Mitglieder unserer sagt, unseres .Uradel»' ßväter den verblaffenden wieder ausgefrischt und kel eine Universität be t welchen Empsindungen die Herren Simon idnete» z V. der Landiz, die da» lüdische Blut änken der coniervakivcn sic wolle eine Regierung» gen, die Unterstützung der daß Tr Steinwender ihre auremvelte: „Ter Antiteivrogramm bilden. Vom (Rein, er muß auch Gebalt altern. Ioiefine Schiss, eine jGine Hunderttausend-Gulden Spkllde.f Arau Tochter de» verstorbenen Varon dtönigsivarter, spende! e, wie der Vürgermeifter in öffentlicher GenieinderathSsipung mitlheilte, jiir ve 'chiedene WohltdäligkeitS anstalten ll.>0.l.00 st In den GeineinderathSberichtcit der antisemitischen Preffe wirk dieS todtgeichwiegen. Ihre Leier erhalten ka'ür genaue.stenntniß von der Robleffe irgend eines antisemitischen Geldprotzen, de;. V drei dirone» zur ilortsristung eine» Heyblältchen» oder zwei Liter He arigeu zur Löschung de» TursteS strammer Genoffen ipendirt. (Boucokk. Man schreibt unS: Wenir-einem sie Herren antii'eniitiichcn Seribentlein durch irgend etwa» Veivnnderung abring!» können, w geiviß nur durch die .Hartnäckigkeit, mit der sie handgreijliche Un und Verblödung eine» lieben Pudlienme ständig au»i tünzcii. Alles muß der ballen, uni Inden herabznwürdigcn und dem Haß deiiNzngeben, selbst wenn ein ssiall derart beschaffen ist den allergeringsten Antbeil haben. So behauptet rch von allen Huldigiingen '.bon o't 'eten .Hilldlgungstcllegramme obne Antwort ge beantworte da» .stoiiigsbau» P> ui kurte sich nicht bcialt' der ebemglige Polizeiagent unk 'Mit lcher mit grgem Getoble e. wie er trotz ''einer Ver den ausstebenden Ent'cheid die Vertreter der chrtstlichen tranß und Easi'el stäudeii/ »ach de», bekannten Vrieie der Rege!, wa-< mast ist zJnrus: Polizeiagentk» daß da» Alte Testament, und durch Vetheiligung au Schundschau", da» sogenannte 'Trgan für Zuchthaus erdöhcii, in der Rümmer vom 22. Mai, Seite 6, die „autiiemitische Airma Le Sk zsiühcr LeSk So Schwtdernochi iei durch jndi'che» Voyeott zur Zahlt ngSeinsteUnng gezivungeii worden"! Diese Firma betrieb bekanntlich den Vertrieb aiiti''el»iti'cher Schand nnd Seandalliteratur, wie, zur Ehre de» österreichi au-drücklich bemerkt, keine, zweite früher oder später, al» stäufer von Hetzschriften einsinde» mochten, ist ncstiirlich und lelbstverffänd lich, aber wer binderte die Antisemistlingc ibten litei arischen Vckarf bei LeSk So Schwikernoch zu decken? Doch wobl nicht die dliffe Furcht vor Juden'?! In Wahrheit stand die beiagte „Firma" in ihrem ourren; da. Sveeulirte» vielleicht die Herrchen ängsteten Inden, »nt Rübe zu erlangen, die Lake nitcr der „Firma tdeure» Geld ablausen werden? TaS wäre cnt'chic glaube gewen-n. Hie und da kommt e» ivobl vor. Jude von etnetn nach Paii'chalieu lüsterne» Geschäft» Friede»-; wegen Geld abvreffen läßt, doch durch'chnir lich sind Juden viel zu sorg'ame Wtrtbe ihre» Geldes, al» daß sie damit gnügnngS'üänigcr Patrone zu füllen geneigt wären, niietbeteu im Eaüitable Palais ein Geichästsloeal ffir nur unt 'Milbe und '.stolb die ersten Raten entlichten. 'ür 8-'>t) il. die Ge-chasiSeiiirichtung lie'erte. zahlten - brachlen dadurch den Plan» aui den Vettclstab, wie Liauitiriin'gstagsabrt vor der Eoinnu'sieii bekannte. T^r Passivstand der „Ftrma^ betragt nngesädr r»0.t.X.K» fl., die Aenva bestehen aber auS liiianbrittgliche» antiicintti'chen Vrand'christen. Und da» beißt Anttsen einen jüdischen Voneott! lsi. » AuSnahutSgeseyeS wurde vabrhcitcn zur Verhetzung nnd der Veiachtuiig an daß Inden daran nicht V. die „£ st denti ü> c chen Buchhandel» ^sci e» Daß Juden sich nicht rpeeialfache ohne Eon gfir daraus, daß die ge um e» der albcr.nste Siohlerdaß sich ein vermögender intl'einttrn — dcS lieben die leeren Taiche» ver LeSk So Schwikernoch zehn Jahre, konnten aber Tein Ti'chler, der ihiien te nicht einen Heller und r die» lainmernd bei der ' tGiiiijksrelllk Rntiikniikcnorgäilk.i Aus Grund d. in Prag da» weitere 'Erscheinen der antlieinitlich » Zeltschisiste» .dca-co taatsstellnng" bcsiudlicher Bonn, mit der Erlaubniß. Ter tiinge 2'cann ivuide aber äre Ter „in bober Staat» zu >et». daß seine» Svroß Z;ijuiy" und ..Ceske /.;ij my eingestellt. Wir Anlaß, un» mit kieken Hetzblättern zu be'affen, Hit'ek die beiden Bolioolt'ormeln ..8v,ffi k «vetuu lattnt leider wiederholten zumal ddr „Schornalist" und ..K'uz'usite je» mi Ki'estm'iü" 'einen Le'etn eilizn'chärseil versuchte, dah i aber auch sin ksn herzliLsteii Beziehungen zu den keutschthiieitdcn Anti>tiil len Wiens stand, so daß sich Schönerer in den am I«> „Wonnemonat" erichie lenen „llnversälschien. Teutichen Worten" ans ein Lob der ..><i>^e Zäjtiy” berufen kann. Baron Raldanikl Rolbstdilv und Prälat >kl tipp.» Vor einiger Zeit war Baron '?!atbaniel Rothschild mehrere Wochen zäin Eurgebrauche in de» l

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