Freies Blatt
- Journal
- Freies Blatt
- Volume
- III (1894)
- Issue
- 112 (27.5.1894)
- Date
- 1894-05-27
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German
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Seite s Freie» Blatt. mtrirbi'u unf in« iSUuit Sfiast.“ -2 a die ti'undicn iSeidjaft-janti'tmiten ihre '.'.'iiid ucrff leider auch na* Cflinrcidi cinzu'chmuggeln »nd zu rcrbreilen versiel',-,,, bmen wir innere re'er, die e-tloü'chcn und all« ätmluten Bilderbogen;u imuijilufii und mii gegebenen Falle-: ron ibrcr Berbrenung in Äenniniü Ul leven - i Iviu tlamiditr ,-Zeugc > ön einer >*wa*eir Tiunke lieg eine-) der boealligslen ami^euliwckel: Blauer — dein lndi'dien Zwisbenbankei Gercämg leu wider'abreu. Ter ..Badi'elie Bolkeboie" rielueie ror einiger Zeit „na* rein Bcden-ee" w'.gende Ä'.iüerdernng: „Ter .Tcebrle' bringl in 'einein 3» 'eralenlbeil eine Fablnißreineigernng der Herren T r'ei'li und A’i. Äo: b- , g, , Id in Teii'lanz ron 'der Bebau'nng de« Jo','' Hangle in Beuren bei Heel.ii Bäir bilie» nui nabere AnSlni.'i über die-e beiden Herren" Ta« Heidelbergei '.liuiHiiillenbiali crblell daranibiii eine Äniirori, .welelie c« 'eil nnneiwe.'e nibi uiuerdrudi bat Tülelbc be-agle: „Hie nelleu uii-e eine -ebr l-. iu- 'duive.be. niii NI*I;>I 'dgen 'breiöe.i'gabe Tenri wer T>bre Än'rage ganz gi.ind.id, beanii'ee.ie:! woltie. der erbielic iwei'eleobiie e.le Breis —»<unge .b.on.ue T."an.:n:n' T'r* einige« Böeuige wollen wir geneiilieliü oeriueldc». Tb.uui.be l':. dag die Herren reri nud Nolb'.bild und T'".i gge n K e i in den b.idiubeii «.elrei» in ibrer 2',-ene bearbeiten. Tbat'a.be in >:.!*. das die Tr r,:.i; dit'dr dlibeu '.e-.bainend ,'l Ts in aber au* Tbai'a.be. tag uuS i'i r.: "J\ ■*:'.? -... -.r.8 ‘l' T i-' 'inb >ab . v.’i.'.'.r. >. brcn Aber A''--' ' ' - 'H i.'i.nnbr Zü'i \".v: :b:. * «‘u:: T. .. . r..; V:"r.. . „ « .:. .!' i r en: -V- B-.; ::i: r! . i. .Mi:; :-.i .öi i! i:.. v .*? V au tlV.i'A . . 'l ri'vsr. l;,i . -■ . ... > . u*:. .1 : : ' i;i; ' ii...!' ...v: ...... ..,• . er T vdl.a: . .t.e„! i au u:.t .-.V :'."*:b.-N t .-.bei '.-M-c!;:!:•:.Bll!.::!a: •: Bare:.. ':lb:i , .n : : : ä c n: b I .. . . ...... L-cuillcroii. dieB.'b.rie «eu riei.'ii Tabren ni.til ein einziger Fall einer Uiii e.e l t e » U e b e i r o : i o e i. u n g e i n e S T e n i' >ti e :i du r * einen 3 u d e n b e:., n ll r Iiil t*t. daü alle 'e,:e 0'i"*.:':«i>'n:e'd!:!*a::« reellen Handel bei: >:* und „uneigeü: an!:*! i"'!i* und be'et'eideu betragen und keine:!! einzige:: ein gere.bier Bern:::' zu l; B .IN 3l>-, an einen T.ig.obner, dein . '..Nie eine ei::!" 'nr -etwa die-en 'b:.'!«. ebne >ede ' d'.ngs .louerb.n.iiui.i au«, wir '.-.beii-ne 'elb'l rein n g-.uer B'.e.'.e gedieb das Td'.er.beu denen-, und .'..'..'bi'.er :>::: den: T:io« 'ur da« .«taib >7e» -L'larll Wald abirager.. annerdein er Tr.mi::':eK. :: nru.d ein guie« >""b r: :.:*l. aber der . e«. Bezug!:.b .'er e«".::erge'd',:':e neben lene Tenb.:".« in Be;:.! T:e noiu Bürge:ineiüer w. U d:r:g:r:e und :.>::::'::e!b.ir be.::i'üb::g:e H'.nirea",' uia.bl '-euben .».".lw nur niu boberem Tewu::: bei ge i!i:re:.ne der B::r.:erinei-:er ein der Ta«e anbeuir aü e:u>i! : nneu r^enba-.inani:: na.bdeul beyierer das Gebäude . a: er 'bei: dein bri':!:* und bedingungslos ge de: Bn:ge:i,:e:':er der an'ang« e!bn:ede::d mit . gab '.bl:eü!:,b I!i:::..i:': bei Tiber ir.rren zeri . . »l H-e:trage z::::!bae:re:e» . ne bauen ibn aber zen U'nnaiT.'i: und BoBalldeueu abgenblo''.':: :r:e ibn de: Burge-.ineine- -.oft '.1u>:e:d.in 'ragen die zern und '>r'o:!"b,!d z'lre ii'.ii.r.ii na.b Ui: .-:' '.elitiuben i«..:nbei7«bekei:::ti::'u" Ter Teinabrsinaiin des bli.u . iiii^iib.rer Trairane :n I! re:, ba.d bald anders. ,e nab b.:i:eine:.ii,:.' de: 'B.::e''ri:den i'e-.zngeben. we:n daran' bin, da>: -el'.-'l!! dar der r>n::e:.:::s'b:ab:niig betrieben 'inner .ur' : S'ene :e und ut'.'.en: '.''.gendrn-B.!o::ei: T'egen 'i'.brg^.i. T: ne:n« rr.'eu ke:i:e Teunngsailikel 'gegen indi'be Nu.l e ':de:: dein Är;:e gleiben. wenber T a.ben gegen Reib r.ind ...: ige 'Tägigen :e:o>d::eie. Hin r"egei::be>: z:rgr iiibl UI '.eugneu. d.rn r.« indi'-.i'.' r"e.d welbe« :::: Feit nn'e'.en: Banerii'i.'.nd g.n r.'lt.anl ::::d die H.'.urna:Nut e :n dan die :o:be F.::be I'.ib: nbon r:el weiter. den >:b ui nn'cren Bancrnnand einge're'N'n!>gu, »Tb BeiU'.ugerun.: der Tod.'S.nuUei: Uiucres B.:::e:::'i.>:ide« eine ' in. in eine andere ,>:agc: an nnbe: Todesgual b.nlk Bezuglub de« unrbro:: T.bnldigen rer u'g.ibe." dir. m!Hi|ftiii5iiiu5, Ilirtt5uiu5, Aulifrniitisiuiis um Ende des nennrrlmten JnUelnulderts. Tu:.' ou!:ur xhilid'ordl'äie Ttltdie V. IrnKrr. ^enti lii dem wie ihm rrolie. Cb mehr l^eines ober mehr j Zalfnif. lebeniaUo üehl bac eine reft. daß die Juden noch zu > ^einn ihrer dinecklschail auf allen bedielen des geifiigen ftort* ' schrilles und der Wiffeirschaft, wenn schon » chl lauler sührcnde Geister, doch zahlreiche werlhvolle Milarbcilcr zestclll und daß nr dadsclbe in erhöhlcm Maße noch heule lhun. Chnc Zweifel maßgebend für diese besondere Disposiliou zur miß eiischafllichcn Arben wirklc die Besonderheit der jüdischen Religion selbst, ihr cmpi rischer Tharakler, welcher zur Wisscuschafllichkrir lange nickt i» jenem Gegensätze steht wie andere Religionen. Der lLiangel an z)en!cilsidealcn ließ den Zndcn in seinen Grfatruilgcn das eigen! licke ivirkliche Heben sehen, ließ ihm die Hrerde an diesem, die liebevolle Bcschaslignng mit diei'em nichi strafl ch erscheinen. Gon m ihm vorwiegend der „Gereckte", das übrr Allem wallende Hansalilätspriileip. Das Zndeiilhnm fordert vcn seinen Bekenner» nnbediiigte Aiierkennung der Rirchenlehre nur in praktischer, moralischer und rilnelltr Hinsickl, nickt >o in spc ulativer Beziehnna. . Die dogmatische 3-cilc ded Zudenlhnms ist eigentlich vollauf in dem einzigen 2ape (’2 Bio>. iH», T.;>> erick 'pfk: „Ich bin der Herr, dein Gott, du sollst keine anderen Gone.' haben neben mir " Und selbst diesen Goltesbegrin kann »ick der Jude ohiie'GBähr der Hetzerei beliebig in exirem aiuhröpom.'rphis,a'er oder in avst?a<i deisti'cker. ja selbst in pamheistischer und monist scher Weise zureckl^ legen, wie es ja auch' geschehen ist. Diese Beiondeeheil der jüdischeii Religion kam den Juden bei der Beschäflignng mit den enipirischen Wi"e>ischaslen stets-vor ziiglick zugute, sie machte nick: wie andere Religionen die Zurliekdranguiig des tiriiicismus zur ersten H rundbediiigiliig der Glaubenstrene und ermöglichte es dem jndiib en Gelehrten, auch ohne «ick außerhalb seines namrlicheu GBellichatiskreises stellen zu münen, der Winen'chafl nel und nnbeh nderl nachzugehen. . Die Religion der Inden war einrach in dem Glanben an einen einzigen, rein geistig geraßlen Gon beschlon'e», und daran knüpize sich dir Berpstichlnng' zum sinliche» Heben als wesentlichem Mine', der Heiligung und wahren I. rm des Gonesl ienstes: io nnden wir es schon bei den Prophelen ansgeiprochen. Reine Zankereien um Dogmen koniuen daher bei ihnen Tmgrng nnden und sie von fruchlbarem Iorigwn abhalien. denn ihr re »er MonoiheismuS kommt mitkeinem Prodnel des vernünftigen Denkens in Wider ipruch. Dagegen knüvste ihre sehr eulioickelie ^ilienlehre. dnrck welche das Berhaliniß der Menschen zu einander geordnci wurde, sowie ihre ivesenllich histvriich begründeten L olkoieste lind deren Hliklus an alle die Eingänge in das ganze Gebiet der Wissen schatten an. Die Gesetzesknilde. in einer znm a heil veralteten und mir noch schwer verständlichen Dpracke,. dei > alten Hebräisch, abgeraßl, siiln'le si^ zur Dprachkiinde und zdregew, durch ihren Inhalt ziir Rechtsphilosophie nnd RechiSwis ensch.vl, die Be' siimmiing der Zestzeileii zur Astronomie und damit zur Btalhc maiik. Jede neue TntwiTlnng des Mei'schenlebens, jedes neue Berhällniß. in welches sie durch ihre Zersirennag versetzt wurden., »'orderte sie zur Erweiterung und Tiilwiekliing :nck der ansgualich nur »ur bestimmte und noch el»»ache Znilanie gesunderen Bor schritten ans. Und io allseitig „riigcregl, käme« ne nalnrlich auch bald dazu, snr - das Alles eine gemeinsame t ^edankenverbindniig und allgemeine Brinzivien zu suche» und wurden ans die Philo ’ sovlne als leilchleiideii Biiltelpliiikr aller geistizen Arbeit ge'ührl. Dazu kam noch ein glnifllcheei Berhällniß. D > ihnen die Dog maiik schlte. brauchten ne auch keine Priesterka re. Do waren die Inden also in ihrer' geistigen Tiilwickliiiig. üi ihrer Forschung vollkommen frei von allem geistlichen Tmstnß.- 'i Die Juden waren vermöge dreier Besonder zeit ihrer Religion seil jeher ein Bildungdvolk. Die Nellen nicht eilt seil hrute im Bergleiche mit den Bölkern. neben und unter welchen sie wohnen, die geringste Anzahl von Analphabeten: ein I ide. der nicht lesen und schreiben konnte, war schon zlir Zeit der 1 ihöniejer und Rar ihager eine Höchst seltene iTrscheinuna. nnd! >e Araber nannten die Inden, weil fast ein jeder von lbncn sckrd den und die Bibel lesen konkue. geradezu das Bolk der>Dchrist, ..Hstl ul lvital.»-. Während deS Mmelalterü waren die Juden die fast ausschließ licken Bcrtreter der empirischen Wissenschaften. Die waren nickt nur die Lehrer der Araber, denen sie die U!berliefcrungen des orientalisch semitischen und des antiken Geistes vermittelten, sie vermmelten andererseits auch wieder durch eine fabelhafte lieber setznngslhäiigkeil zwischen dem Araber und d m Cccibent. Bon den arabischen Gelehrten des ersten IahrhundlrtS ist uns gerade so viel bekannt geworden. alS die Inden übersetzten.-') An der Bk. I. Tbleiben: Die Betemung per Iuk^n »ür TrhaNung unS 1679. «LrKalmng unk AuS Bälekerdeiebung ksr iLiinenkchasten im BSilltiailsr. Hsipjü?l. iStrfdt: jif Berkienste ber Jude» um brenung ttr öinfnfdwft. Zürich 1893. bi: t