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Freies Blatt · 1894-04-22 · 107 (22.4.1894) · p. [Seite]

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Journal
Freies Blatt
Volume
III (1894)
Issue
107 (22.4.1894)
Date
1894-04-22
Page
[Seite] (sequence 10)
Language
German
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Seit* 10. I Freies Blatt. er vorsichtig und neune keine Namen! Er Erhandle nur die Sache so im All geuieiiien. . " Ein reizender Beitrag zui» Moralcodex für lünfiige anti lemituche Berleumder! (Böewillige Lüge» Tir^Teutsch liastionale Zeitung" in Tüssel dort, ein aiitiseiniti'ches Lrgaii gemeinster Soite, Kalte dem „Berliner Börseu- Courier", um sei,teu „Hilden kiberalic-mns" ja compromittire», nachgesagt, da st unschickliche Aeußerungen daselbst vorgekommeu lväre», während dies niemals der Fall mar. Nedacteur Wilberg, wegen dieffr Beleidigung zur-Beranlwortung gezogen, wurde zu IHO Mark Geldbuße veriujiheilt. Ln der llriheilsbegründung wi» de ausdiücklich Kervorgehobeu. daß der Asigeklagie nicht bona ticke gehandelt habe und seine ganze Tendenz dablit gegangeji sei, gegen die Luden zu hiheu. L-tuillcron. en Beo!Hi|ltkmini5, JJirtismus^ Autilcmitisiiiiis am Ende des neunrehntrnJahrhunderts. Eine culrur-philosophijichc Studie <p. v. ^cntzcr. zuw: Uild worin besteht diese '/ehre der (Madame Blavatsky? Ihr oberster Latz ist der, daß qcm Men'chenwcs,n ein indioiducUcr Geisieskern zugrunde liege, der göillicher Natur ist und göulicher BollenNing fähig ist, und : daß es die Aufgabe d-s M »scheu sei. dieic BoUendung seines Wesens anzustievcn. Die Tbeosuphe» sind Atheisten in dem Sinne, daß sie eine jegliche aulhrvpo'no:ptir Auffassung Gottes als eines außer oder über der Natur stehenden Wesens zurückweisen. Ihr Gott ist die Substanz. Jean Mallbeus fußt die '/ehre in folgenden Säßen zusaninieu: „Cit Substanz belhüligl sich in doppelter Weise: sie differenzirl und manifestirl sich iin Uniocrsutn. Dcinuach ist d'e B.wegung eniwcder-Evoluti n, Herabkunfl des t^cisteS in die äußersten Bereiche der Mal.rie, oder Involution, Rückkehr aller Wesen in 'den Schoß der Einen Substanz. Der Inder nennl dieses Kommet' und Gehen der Dinge den Tag und die 'Nacht Brah nas. Die Zeil, während, welcher sich dieses Ein> und Ausalhincn der Gon heil vollzieht, wird .Manvautara' geiianni. Sieben Ordnungen ractes' von Menschen werden ayf unserem Sterne erscheinen, enlsprechend den sieben S »nen, welche der Mensch besitzt. Wir gehören der fünften tDrdnung an und dem fünften Sinne; dieser Sinn, den die Munter auch das..dritte Auge' nennen, ist die ^Vutuilion. Tie sechste Trdiiuiig wird den Aether sehen können, jenenstrahlen!)»» Zustand der Materie, den ErookcS cntd.ckt hat Jede Drdi'liug muß sich auf sieben Erden cnlwickelii, nichl ans den fichlbarea Gestirnen, sondern auf anderen, dle wir mil unseren Augen und Instrumenten nicht wahrnehmcn können. Unser Globus ist bloß ein Bierthcil, und jede tDrdnung endigt erst nach einem vollständigen Umlauf. Tann, am Ende eines .Manvanlara', kehrt sie ins Nirviia' zurück, das Ziel jeder Seele nach der gangen Reihe ihrer Fleischwerdung , n-incarnation). Das Nirvana H'i nicht das Nichts, solid,rn ein Stand unbeschränkten Glückes, der sich stets vernuhrl und wo unsere Individualität erhallen bleibt. Tas Rirvana ist ein Himniel, der sich in einer endlosen Spirale auSdchnl. Ein und dasselbe Gesetz beherrscht die Gesteine, die Pflanze« und Tue Thiere, die nach und nach von Stufe zu Stufe sich zu Menschen entw'ckcln. Aber daS irdische Mineral z B. kann nicht hier, sondern nur auf einem anderen Planclen eine Pffauze werden. Die moralische Eonsegicit; dieser '/ehre ist, daß Gerechtigkeit im Weltall.berrschi. Repe ist eitel. Jede Handlung, aul und bö'e, nagt in sich die una>'äNderlichen Folgen. Darum tollen wir nach dem Guten streben. uiid nicht egoistisch Hand.ln. Wa können nnv im Bercin mit uiisesen Brüdern ins Nirvana eingehen. So lange Sünden den Menschen ins Fl isch bannen, können wir nichl erlöst werden. Das ist das Geietz des Karma. Es herrscht ^eine solche Solidarität unl^r den Wesen daß, wenn ein Einziger von ueS noch leidet, die ganze Menschheit leidet." Ein anderer berufener Interpret, A. P. Sinnelt, daS Haupt der Londoner Gemeinde, stellt die'/,hre solgendermaßen kur; dar: „Das Menschengeschöpf, wie wir es kennen, ist auf physischem die Gebiete der Natur eine Manifestation Wesens, das sich langsam und allmälih um einen geistigen Kern (tiucleus) sich die Lebenserfahrung in einer langen R> zeugten Fähigkeiten und nachhaltigsten ist ein bloßes Instrument, auf welche gut ipielt — als sic es eben gelernt h und dem eigentlichen geistigen Kern Kräfte, auf denen daö während des niedrigere Bewußtsein beruht. Das daS niedrigere sowohl als das höhere, sich auch i» anderen Behikeln zu "bethätji vom Körper, ihrem Sloff nach bereits gebiet angehören, der Astralvelt, wie mittelalterlichen T'ccultislen eingebürgert,sti . f stgehalteiien Bezcichnllng genaiint wir - Mindeste um den Sternen zu thu.i hat sich viel von dem Bewußtst in, welches! i macht, auf BcrgänglicheS und Gemcin^ Bewußtsein nach dem Tode forldaucrt, 1 d e Seele in der Astralwelt zurück, und dstsclbc unler gewisse» Umständen; nehmbar werden. Aber allmälig schwir schließlich in menschlicher. Form zu verkör Seele, oder mit anderen Worten, der indem er nur sein besseres Theil, d h Wesens und Eharakters zur Wirksamkeit ZustanS geistiger Seligkeit über, der dew Religiouslchreu entspricht. In diesem E lichkeil noch iminer sic selbst, ihr eigenes kcit, und lange verharrt sie im Zustasi aber, uachdei» die pecisisch peisönlichtn aller der Seele verbleibenden Fähigkc rungenschaflcn, erloschen -sind, ' tritt ein. Dieser Proceß vollzieht sich allmäl wird nicht sofort im slörper dcö kleinen lind Ausdruck gebracht Aber mit jeder mehr und mehr befähigt, das nrsprüng daucrndcii Seele zum Ausdruck zu bri wachsen.ist, rcpräjcntirl es aufs Reue dc dem nichts fehlt als die specifisch pcrsö» letzten Daseins." Einer Kritik dieser krauelockigcu '/ehiic cnthalien wie einer Erörlcrung der Frage lich „GeheimbuddhiSmus" ist oder bloß mit Entlehnung der indischen Terminoliv nmsiische» Anschauungen des Mittelalter« scheu Phiiosopheme» der moderne» Entwi gestoppelt wurde. Das ist für die Praxi«, ankonimt. wirklich ganz nebensächlich, da ist, ihre glühenden Anhänger und und überhaupt in der sogenannten tbeogo eine untergeordnete Rolle spielt. Das z feite recht erstaunt, andererseits sehr erzür an Cer Richtigkeit der Sache nichts, lichstcn Interesse ist. Wenn man die Ihcosophischen Le Philo bis. Böhme und Swedenborg faßt, so besteht ihre angeblich esoterische halb kindisch rührenden, halb abstoßend traiiseendentaler Begriffe und Position! immer obenan steaendc Forderung, „die j immer mehr von müßiger Spinlisirerei j wasdie kritische Wissenschaft längst ewig unzugänglich, wenn nichl als Sc Beriitinsl auf die Seite gelegt hat. Ts> Progranim, d. h. die praktischeBcrwir.klichuigg des höchsten Zieles, fast immer auf den Kä zweck imd Hauptsache bleibt meist eine >s übrig, die sich als wirrxS Rothwclsch von puppt, eine „ejoicrische" Weisheit, die, weit inus;>i vernicht»,,. in die albernste M en ausarlel.'') So erging cs efnes complicirten geistigen entwickelt Hai kraft der ansammelndcn und durch ihe von Daseinszeiten eri^jgeuschafte». Der Körper d'e innere Wesenheit so > t. Zwischen dem Körper „finden sich vermittelnde physischen Lebens thätigc ußtsein (eoii!zeiou.'>ne!'8i, ist vollkommen imstand, igen, welche, unabhängig dem nächsthöheren Ratursie mit der durch die und aizs Bequem lichte t >, obgleich sie nicht das . In jedem Leben bezieht;n ganzen Menschen aus s. Da dieses niedrigere hält es noch eine Weile während dieser Zeit kan» ilen den Lebenden wahr di di: ehrje all als elbsa au h ") Lo stellte;. B Jeremias Düke, ein purin» Lahrhunderts lf >0/0). in eine», Traciaie „über zehre» des Wortes" die geistliche Ernährmig deß Nr. 107. Il et die Neigung, sich aus pern, und die rein geistige uesprüngliche Mensch geht, e erhabenere Seile seines gelangen läßt, in einen Himmel der allgemeine» tadium bleibt die Persön ^)cwnßlscin ist in Thäligd seliger Ruhe. Endlich Erinnerunge», unbeschadet ijteii und kosmische.i Er Wiedervermenschlichung g. Die ganze Wesenheit Kindes zum Bewußtsein i Jahre wird daö Kind Bewußtsein der fort igen, und wenn cs er s alte ursprüngliche Ego, ichen Erinnerungen "seines können wir u»S ebenso e, ob diese Esoterie wirk von Madame Blavatski, gic' aus den bekannlcn sowie auS den mouisti icklungslchrcr zusaninieu- , auf welche cs uns hier die Lehre nun einmal gegeisterten Berfechter hal phischen Bewegung nur hören wird inan einer it sein; daö ändert aber für »nS vom wesent n von Iamblichos und zumal scharf i»S Auge Weisheit zumeist in einer brutulen Materialisirung n. Die im Programin ^Lahrheit zn leben", wird icrdrängt über Alles das. inenschlicher Bernunfl »ystisicalion ineuschl'chei amit ist daS eigentlich, g, nicht bloß die Erkenntniß gestellt, und als Haupt und Erkenntnißlehre Aberglaube» und Trug ent entfernt, den Malerialis aterialisirung alles rein der lheosophischen B e:lenisch.r Pietist te» sieb.z.hnle» das rechte Esse» und Be, Meitsche» durch das Woxt

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