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Freies Blatt · 1894-03-25 · 103 (25.3.1894) · p. [Seite]

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Journal
Freies Blatt
Volume
III (1894)
Issue
103 (25.3.1894)
Date
1894-03-25
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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Seite Pont->n' tutluv,runtct lei, da? der Inoteiiot nur zwei Gutshöfe tut gut (lUlH'ü'ctK' Imlen an lauft, dm Oicft ober rii: sich behalten habe. Ttestlluni Blauer denttuctreu aber auch jede» jüdischen (^cichäfisiiiann, ta der (tuu eine deutsche ivirutettjfel, deutsche iitttttuijitettüll". Tuö 2 totem, welchersolchen ■.;tu:tfc!:egt, tu mindestens nicht gau; klar/ . ^itllt >{0'CillC-\fo x\llüiltillllt.) Mau schreibt ÖittiMl oabre sind bald perlttidien fett dem den welchem 'JO'eitiv-;t<e liiet unter freiem Himmel der tut die lluabbäugigteti Polens bis zum Leeren iUu ttud matt tti'rt alle Bortehruugeu;ttr /vetet des deuktages ' 2a ’ei denn a» einen Ausspruch des 'iumtetm et innen: e Baterlattdes antammt. einem Bitten, Frei»» Blatt. Nr. 103. mpiglic -:c. bat, als lonrnalnötgen zu \ tr. i>. uns aus K r a f a u: würdigen Tage, an Eid geleistet hatte, stropfeit *,tt kämpfen, hundertjährigen -(jieberühmten volnischen es aus die Bertheidigung des and ich zolle daher »je gleiche Achtung," ein großes Unrecht gen, als ob er sich die Gleichheit Aller u denken, '.'fein, der dafür, daß seine (Gleiche Pflicht Reuth betriebenen ügen folgender-, aus Atu Idi. d, M. fand g der „stimbolischeii 'agte: gilt bei mir (Gleichheit, Bauer. Priester lind Edelmann Ro^etttsz:o"war ein io edler Eharakter, daß mai begeben nutrde, wollte mau seine R-orte so a»sle> nur betugltch der Eniriditttiig der Bluisteuer für ausgesprochen batte, ohne'au eine Rechtsgleichheit gante Vebettslatt' dieses Freiheitskämpfers spricht rorber etttne Aeugeruug vielmehr den 2tun hatte u u d 'g 1 e t ch - s R e ch t r ü r A 11 e t 2liml)oliidlt ('uofilöflC von Ungarn.) Angesichts der von antisemitt'chi: Teile in jüngster ^eitmit verstärkte .'>et?e gtiien die fuetmaitrerei geben wir mit Berget B u d a v e Ü un? utkouttnender Eilschrift Raum: hier die alljäht lich abzubaltende <f>'eueralversam.uln (^roßloge von Ungarn" unter der gastlichen Betheiligung zahlreicher Rerrasitttattten'sremker l^roßlogen riAi Teut'chlait , England, Holland, Fnutlteteh, Amerika und 'Australien statt Ter t'uo interner 2c. Ereellen; Eebetturatb v. ötttttl,! begrüßte die „Brüder ' in herzlicher und j elocHtenter tlvcue, tttdem er darauf hinwies, daß 1 as ganze sogenannte : inaurertiche „Euluimniß" in den Erkennungszeichen liege, Ziele und . ' Mittel des Bundes aber klar und offen vor Aller Attgen seien. Trotz ' der vergifteten iS litten, die auch in 'nenest.r .-Zeit gegen daS Yogenthum | gerichtet wurden, bat der Redner, den itothgedrvugeneu Kampf,wohl! mit Energie, a»er in Rachsicht und Menschenliebe anfzitnehmen. Teilt! hierauf it statteten Jahresberichte war zu eutuennen, daß sich die Mauterei tu Ungarn aualitativ und gnantitativ günstig entwickle und allerorten rultitreU und Humanitär segensreich ei igewirkt habe. Auch nt.it-ber freier des ungaritcheu Millenniums befaste sich die Großloge eingehend, und charakterisirt die'„geheime GeseUicha st" folgender wörtlich j ettirter Bericht: „Xe: Herr Handelsminister Hai die k^'roßloge ausgefordert, die M'tlieutiiums Atisste.Uuug zu unters ützen, Tie Großloge bat sich dazu bereit erklärt und in ihrer An tu ort an dm Herrn Minister Folgendes anseinandergesetzt: .Tie G oßlogc von Ungarn legt großes G-ewicht darauf, daß in der culturelleii Gruppe daS B-irken und' die Entwicklung des Freimanrerthnms zur möge 2ic >vünicht ferner die Erfolge der von u unterer Mitwirkung creirten öffentlichen Onüitnte und bat zu, dte'em Zwecke ein Eomit-'- eingesetzt " auch jener Tbeil des Berichtes ausgenommen, der tteitm t'hüftloge itt Berlin, genannt „Äaifc B n n destr en e", meldet, Tiefe Voge wurde nun anetkattttl, Es wirk die Yet'er dieser Zeilen intere Yoge - den Zweck verfolgt, gegen gewiss Tarstellung gelangen ts initiirten und mit zu peranschaulichen Tehr beifällig wurde die Errichtung einer r fvriebrid) z u r ofsiciell von Ungarn streu, zu pernehmen, antisemitische Tentttz.lne: altpreußischer Vogen /front zu midien. Bielfach wurde t'antntlung und in privater Beeile aut e>:n, daß in dm im Reichsratbe peitretenen Königreichen den sonderbaren Um beinahe nnbekannt aus den antisemitisch- ■n. - i '.t die wahren Ziele der Freimaurer,:t fen berüchtigten Prosesstonshetzerti .: nicht schwer füllt, allen möglv Heu und unmöglidsen steimaurerei zu verbreiten. Rech dem Temperament der" erregte es Unwillen oder.stürmische Heiterkeit, tarn Ta'elrttnde erzählt wttr c, daß Biens frei- ■ttte; : Bit-, ,e:meifter sich beminfigt f »nb, zur Abwehr von At jt 'i.tl daß ,". — tein »Freimaurer sei, An jeder anderen Bclfntd: Etniras ward, e. Angehörigkeit zum Bunde auch für den Bü:.r vr.t-otcr ,,,' E! , .rug-evlien werden! >,r. icdcrciiffiilirnun Der contcmouellcu (fib :*jormcl in Tenisch- IflltD. Ti..t:i''et!!!tt'dlen Mitglieder des bcuted cn Reichstages haben noch ttt'.r rer d..: -v-rtitt ::n Lebenszeichen, von nch gegeben. 3ie haben nttt Uttternntzft,g uitw ott>errattver Abgeordneten den Antrag aut Biederetn'ntutt tg der ottseniot eilen Eidesformel bei allen gerichtlichen Beretdrgttt'.iet! reu Parteien, Zeugen und Tackweständigen eingebrachk. - i r reffend 1> lutV' kt ..Boskifche Zeitung attlt'emiti'chett Abgeordtteten werden mit dem Beiiußifein. in die Ferien „Tie eonservativgelien, eine große Thak vollbraäit zu haben. Das Borgehen schließt sich würdig der Anregung der Generalsynode in der Eidesfrage an. Bährend die mächtige 2trö»tuug unseres Jahrhunderts dahin geht, das Trennende, der Eonfessionet) zu überwinden durcki die Einheit der sittlichen Begriffe, während fdjon seit dem Anfänge des Jahrhunderts in Preußen durch die Union der evangelischen Bekenntnisse ein wichtiger Schritt zu diesem Ziele gethait wurde, geht das Streben der rottfessioltellen Tuntelmänner dahin, diese trennenden Bekenntnisse von Rettem zu betonen und so die Bevölkerung confessionell zu verhetzen. Daß es dabei zunächst aus die jüdisäien Mitbürger abgesehen ist, bedarf keines^ Beweises, Aber and) für alle diejenigen Staatsbürger, die längst über den Standpunkt der eonsessionellen Engherzigkeit hinausgesd)ritten sind, sowie für Alle, die in keiner der bestehenden Eonfessionen den entsprechenden Ausdruck ihrer flttlid)cu und religiösen Ueberzeugnugeu erblicken können, würde damit ein neuer Gewisieuszwang eingeführt werden. Es ist nicht daran zu denken, daß der Reick>stag eine Maßregel befürworten wird, die nur Baffer auf die Mühle der eoufessionelleit Hetzer und Zeloten bringen würde. Der Antrag läßt aber mit besonderer Deutlichkeit die cultur- und bildnngsfeindliche Richtung des mit den Eonservativen verbündeten Antisentitismus hervortreten," (Ein Consilium abcumli.i Die national-liberale Partei des deutschen Reichstages faßte in einer kur; vor den iSsterfeiertageu abgehaltenen Bersammlung den Besd>luß, den Abgeordneten Tr. Diederich H ahn, welcher ihr als Hospitant beigetreten war, sick) aber mehrfacki durch Äundgebungeu im Geiste des Radau-AntisemitismuS bemerkbar gemacht hatte, zu ersuchen, sein Berhältniß zur.Partei zu lösen. Der höst^h Fortgeschickte wählte nun im Reichstage feilten Play in unmittelbarer Rahe der Radau-Autisemiten. (Tic ZnDc». nnd Das BalkNIIlscr.'s Der Provinzialrabbiner Dr. Munk in Marburg (Hessen/ richtete au die „Rationalzeitung" .lackisteheude Zuschrift: In der Reichstagssitznug vom ll, Mär; wurde vot, mehrere» Abgeordneten das Bethäliitig der Juden zum Baterutt'er erörtert. Rach dein »uutnehr vor liegenden stenographischen Bericht sagte der Abgeordnete Bebet: „Ein rechter Soldat soll nur derjenige sei», der sein Baternuser;> beien iinstande ist. Ta nach uiügien alio fernerhin von vornherein Inden, die kein Baternw'er habe», ansgeschtoffeit sein," Ter Abgeordnete ifsraf v. Roou bemerkte hiezu: „dast auch hier wieder die Aiunaßttng Kervortrrtt, daß am die Jaden besondere Rücksicht genotnnieu werden soll, daß nicht mehr vom B iteruti'er die Rede ie.n dürfe,, das ist mir doch ettvas zu'stark!" Ter Abgeordnete Prosesior Förster endlich sagte: „Ich weiß nicht, warum gerade de» jüdische» Soldaten das Baterunser verhaßt teiir tollte. In den sieben Buten steht doch nichts, was nicht jeder Meiitch ruhig beten könnte," Wie die Inden selbst über nie Frage denken und wie sie sich zu derselben geäußert haben, wurde von keiner Seite erwähnt. Und doch sollten sie, wie ich meine, die competeniesteii Beunheiler sein, ob sie „da? Baierniiser;n beten-imstande sind". Ltzir Jaden besinde» uns diesmal in der aussälligeii -Inge, allein den Standpunkt des Antisemiteii als den unsrigeii erklären z» niiiffe», Wir ivissen in.der Thai keinen tsirimd, „warum gerade de» jüdischen Soldaten das Baternnser verhaßt sein sollte". I» den siebe» Bitten steht itidjt. nur nichts, wa» nicht jeder Jude rnhig bete» könnte, sondern die sieben Bitten des Baterunser sind in ihrem Inhalte, wenn auch nicht in derselben Form, in den (slebeie» der Juden enthalten. Jeder, der der deutsckien Sprache kundig ist, kann sich aus de» tansenden mit deutscher lleberseyung per sehenen jüdischen Gebetbüchern hievon überzeuge». So wenig, wie bei den christtiii>eii Bekeniniffen, die nicht „Baterunser", sondern „unser Bater" beten, ist bei uns Inden der Gedanke aufgeiaucht, daß in der Forderung, der Soldat solle sein Baterunser beten, ihgend eine Spitze gegen uns liegen könne, Tie einzige jüdische -Zeitung, welche meines Wissens überhaupt zu dieser Frage Stellung nahm, ist „Ter Israelit" i» seiner Rmnmer vom 30,Movember 1603. Tieier schrieb: „Alle, welche wie dieie Blätter im.Dienste einer positiven.Religio» stehen, .... alle müffen die Gesinnung achte» nnd ehren, ans welcher diese kaiser liche ,-iliiidgebung fließt, und a»sS Sehmichste wünschen, daß sie alleiilhalbe» richtig ausgesaßt und beherzigt werde.... Man müßte mit wahrheitswidriger, splitterrichtender Spitzfindigkeit a» diesem Fürstenworle demeii. wollte man ibi» unterstelle», er wünsche nur christliche, u»d z keine jüdischen Soldaten," Tritt hier „die Anmaßniig" hervor, „daß ^mf die Juden besondere Rücksicht ge, nommen werden soll, daß itid)t mehr vom Baterunser die Rede sein dürfe"?- (Eine Mahnung an kanncgicßcrnDc Gcyllichc.) Der Erzbischof von Posen, Dr., v, Stabl'ewski, hat in einem Rundschreiben an die ksleistlichkeik seiner Diöcese sich gegen die politisäje Thütigkeit der Geistlichen aut der Kanzel ausgesprochen. In dem Rundsdjreibeit heißt es tt. A,: „ Für rein raeltlid)C Angelegenheiten, welche in keiner Be ziehung zu Gott und der Religion stehen^ gibt es auf der Kanzel keinen Raum, Eine sehr gefährliche Sadje ist eS, von der Kanzel die unsere Gesellschaft nnterwühlendeu Strömnngen int Einzelnen zu erörtern, sich in tiefe sociale Theorien eiitzulaffeu, deren Forderungen

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