Freies Blatt
- Journal
- Freies Blatt
- Volume
- III (1894)
- Issue
- 102 (18.3.1894)
- Date
- 1894-03-18
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German
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Seite * t.’II .'Ir.'. l IV.'.Vl! i M tm-iv 2 I’>! ' --c f.J goiiaimteii Platte# auf conitrratil* Beamte und Adelige ,n. Äneeinauderfepung der ermervativen Partei mit der Zeitung ,Tas .11 . ingc lierau-gefordert. oii licrvorragendcin Wage bestätigen mm* uv: Inhalt der in :Kr. der .Boll' veriffcntlichtcn Erwiderung .1! der Fnbrers der eoiifcrvalivcii Partei und zeigen, wie recht der- 1 il.tt, ,?aiinufair Par zu charakierisireii, >»s es ist. nämlich als Partei nichts;n Ihn» confervalipen Fraction iglied 6.-S Teutschen .! .eiales Cr.iau. mit dem die confervarive . ^.me '...tu- Tvr.t.be balle das ofneielle Trgan der :v- . Tac- B«U' kaum ge'übrk, wenn Tiöcksr noch 1 1 .1 1 .■ r.'ii. < ('-in ..Fest' Berichs. 2ll>! warbt erbielt in der B iriaminlitng, welche er T. . \;i viur.UjtCv aus Plöven'ee dielt, einen Vo: i.vrtraiij. der die In 1.1.1 ..T ein .»iäinp'er >:ir B.-alirbeii. Frecheil NN' Recht". Fnleresian t 1!! in de 1. ’.r ui: i't.-'.ä-r Berickn der Ablivarbr-Moniteiirs folgen?e TicUe: „Ter Taa l An' der mit Blattpflanzen und Falmeir i 1 entd.eorirten Tribüne bauen der Bor-siaud der .Aulifeintlischenl 1 '.i'euiitenbnndes', die oen der Reior mpartei. Pe.-in-annz -nr Rord»en:>ch:ar.d'. des .Tciiintien A, Reick - a, M.u:c;".JltfJi*li ül: n iitv, viiiäicl und Gräf Vi re e. d: mit -einer Familie und die Pertretcr. der T IaalS bell örde muiiii “;ii n iid fi,ii den x.-p’ zeibeeck'sn, d irch weletie Persönlich- 1.iuli Tta'.ts'deboiden in der denk rüidigen Bern iv iaM.;i iiu-..;.-::y GnnsiigenfaUs.wird cs ftch tim du ich n-:..v: Rabau-Perfammlung polizeilich überwacht :’i '* •: E'!-'.,u 0j:: 1 j, d l die'er <«e:egenl>eil und in riest ,.B,ui"i.i- L eaatsbetd.:.-" z-.r reden! riest? fub ciu< -in u m V ... -.dt -1 er Bi«! zu ScyMben leinineii. r - i- -. ..ui über ..ji.dretn Uiivetichämibeil" Platt PoSgorsli imü Tckweiiiliagc» 2-.-1UI-.I! -. iruy der P.-o.vst gegen -di, P.d.ck 'l-e.'go-.-sti nre Tckin -inbsgen. ab - r P'ei :..:iU! ma ': es ::i,e zu sehr begreiflich, düst v! .U'-iird" an: P.u.ueuedes Proccnes die'c G'.'nonen r Ui.. 1 -dlr.r.ui r -11..4r. - e im: 2:,.ei-,i‘. 11iii'- g-a.-tl -.11 Fiuanziniuister Tr. re-ii. ui- >1';e:gk, die Aiigetlagten aisch nicht einen einzigen in .'iiiii'ein.urt-.,ii!erii. in-oiveii sie den P eoeest überhaupt nicht öa. iu i - nur lu’iaUai; tnrre Berichte. en ..iden 1. ..-.-ii, ü'- wäre das freilich an, erS. Blätter Teui-chlandsetzrillt Tkndrnzliigr. > Fan ''äminui.-l--e anli'eminschen -bauen, i.i r -i.nii ..peiultchen" Bonall im <*i-and.-ii;ei E'iiiniiastiiin einen Bert.:-: eei. nei.tiiu:. nach weichem bei der Feier des t'leb.irtslages Xaiier freies Blatt. Nr. 102. den preußischen und n mmlnug Ivobl haben die'Beamten handeln, 1 worden ist Finniethin Zii-aininenbang von derartige Genialität l^ui'emituche.i ü egan e ichrelen. Teil 12. d. 2!. spielt sich vor dem t-.-noä.-it AKli lardt's, die „ Tchri-t iser bisherige -Bcrlanf e!bst die „Ttaalsbnrger- 1 on sich ab;iychiillc!n Rlianc'-l erlicbeiicn wenn Plack Podgorsli itteU!--.ll-'s-!i. Tednudaner bei» ,-.-rd 1 d. un - . u.aeliti-ch sich ui' - deil-.'l'e Anf'orderiing seiner ich 'eil '? 'dd'a: dkm.'krari'chd Track u-!-.1. «.' Ten, „■it-ii:,aut’.-j.-iiT dcmsche: n ,in.:; r.11 urinpeleitlesier Teile .1111 L>.dch au' den .Hat'iv n:ck>» sii-en gell.ieben, 'ondern auf Hoch an' den äiaisir siben 2'iil'chnler gewei gerr chdiflen unter > e ine Tuaisbnrger jiidi nilgetbeill. der Te- .1 rab. er til'inals > denw trali'che Trtu i'chiifkcil unter seine ilcbdrall gleich.- Tic Hebe der -.'tiitiviliilen be'chräi li sich nicht ans Be^ und B - ..111 d. 5n>cn: sie zieht immer leeitere streife in den b .. ' u uuiiiui.r i.-iu T.-.e in P c e n e-.-cheinende vrlm'che Anrisemiteni' " greiji nun auch in deftigster BTeiie Reich-rad-'s an Uli: bezeichnet sie als .t die-e.h-en iti'ziirelzeii. Fürst Rad r Ai-.li^mitismiiS bleibt sich überall gleich. — i. /£!l!Cr;''.i T u ati. nali! l" droh, den UI Ta,,es ansronen Iverde. Ein Bi .den'.tu, t „Rebint die ganze Fndet Seile 311 bis 314 sindeil sich zwölf besondere Sagen, die von Juden als Lrinnerung aus vergangenen Zeiten namenlosen Schreckens und furchtbarer Drangsale noch erzählt werden. Aiehr noch dürfte unsere Autisemitliiige, den hängebcreiten Dr.' Lueger und seinen Helfer, den schußgeldbedürftigcn Stanipiglicnerzeuger Schneider, der Bericht, auf Seile 5U anheinieln, wo die Geschichte von der Lorenz-Capelle in Filchnc erzählt wird. Sic versetzt uns nämlich mit einem Schlage in Zeilen und Lcrhältnisse, die den gedachten Judenfeinden als daö goldene Zeitalter wackerer arischgermanischer Herrlichkeit erscheinen müssen. Die Erzählung lautet: Dem Fürsten.. Sapicha (der Schloß und Land Filchne besaß, im XVI. Fahrhuiidcrt» wurden einst mehrere Pferde gestohlen. Der Perdacht lenkte sich auf einige Juden, und cs wurde mit den 'Perdächtigten kurzer Proeeß gemacht: sie wurden alle zehn gehenkt. Aber da erhob der Niichbarmagnat aus Czarnikau, der Edle von Czarnkowöki Einsprache, weil die Zudcn aus seiner Grundherrschast waren. Er verlangte ernste Genugthuung. Der Fürst Sapicha ließ nun in Filchne zehn beliebige Juden aufgreifc» und schickte sie dem Nachbar mit dem Bedeuten, er möge ihnen ein Gleiches thun. Daö geschah auch. Nach vielen Jahren jedoch stelllc sich die Unschuld der Perurlheillcu heraus, und um sich mit seinem Ge, wincu abzusiuden, ließ der Fürst an dem iCvtc, wo die Juden gehenkt waren, an der Stelle des alten Galgcnö, eine Capelle errichte», die dem Schutzpatron der Sladt Filehne, dem heiligen Lorenz, geweiht wurde, und die noch heute sicht. - - Nicht übel ist die daran sich schließende Geschichte, die freilich nicht von tinciii ^udcn handelt, aber uns deutlich zeigt, wie noch vor hundert Jahren daö christliche „Polk" begnadet war, dem die Grcgorig, Schcicher, Lueger und Schneider so Mancherlei von ehemaliger iinvcrjudetcr Glückseligkeit des Voltes vorzuplauschen wissen. Friedrich der 'Große äußerte einmal seine Freude über die lange, prächtige Kastanienallce vor dem Schlosse der Fürstm Sapicha. Als er jedoch ein aildermal nviedcr in die Gegend kam, fand er die ganze Allee niedcrgehaven; die Fürstin Halle das, was dem ihr verhaßten Deutschen ^epbe machte, beseitigen lassen. Nur einen Baum Hane der Beamte, der das Fällen der Bäume leitete, durch einen Fußfall vor der Fürstin gerettet, und zwar halte er soine Bille mit dem Bemerken begründet, daß der Baum für ihn einen großen Werth habe»' und eine wichtige Erinnerung sich für ihn daran knüpfe; denn vor Jahren habe die! gnädige Fürstin seinen Sohn an diesem Baume aufhängen lassen. Wien, im Mürz 1*‘.'4.X D r. Friedrich 2. Li r a u ß. bis paliiiich'ii Mit ..Aibcisten'-', um tas will unt Probst Futsn in Rumänien irliner Ttaatsanwalt banse, werft sie in ..c‘. au'.-i-üg: Einer gleiche 1 'Xiiffaiimig fiirfto ' - .!> h'uu.inf 6er Ausrottung drohnng zugänglich;T . t.tnu.iu-che „Scherze" weit bedl > , nklicher als dent'che. fnuiimm. TUfes polnisches Indenvecht. K.! e r sch u" ' ' kund, au a 11 c ■ . .’t.. er b.T i-.nte Polksorscher' Professör Otto - >e aa>en mit tinterstül.-uug der Hidorischen Gesell- T-.. i'inz P"'ei.'ein umfangreiches, für die Pölker- ■J: ir-tt!iws 2>i, n-t' 4'?eri i c u' „Lagen und : r z ä h l u n g e n 3t>3 Seilen ivrifjiifornmt). Auf Die Lrnpörer in. Roman nach dem Englischen des BTaller Besaut von Marie Majer. (tt. Forrlctzunz.) XXI. Es war am Sonntag Morgen, Die Glocken läuteten zur Kirche, aber ans der breiten Landstraße, welche Nclly ihre Begleiterin führte, sah inan wenig Kirchgänger. Ein Soyntaginorgcn im Syininer lockt die Bewohner dieses Viertels zu den Thoren hinaus in die freie "Natur,, in die kräftige Somincrluft, in den Wald, und dieser Morgen war herrlich. Die zwei Mädchen gingen mit den elastischen Schritten der Jugend dahin, Licht und Farbe auf den Wangen, wie sie der seltcne Soinmcrsonneiischein einem jeden Mädchen ins Angesicht haucht.- Ter Einen war die Gegend neu wie auch das Volk und dcsicn Redeweise. Franziska intercssirtc sich für all diese Dinge und hatte darüber längst das Hotclfenster und den vorüberzichcndcn Schein vergesicn. Sie war draußen, war thatsächlich Eine aus der Schcinmcngc; sic begann, sich in Bcrbindung mit dieser Scheininenge zu fühlen. „Zch will Sic fürs Erste;u meinem Urgroßvater bringen," sagte Lkelly. „Er ist ein alters alter Mann, über hundert Jahre, er ist der älteste Mann in der Umgebung. Biele Leute kommen, um ihn zu