Freies Blatt
- Journal
- Freies Blatt
- Volume
- III (1894)
- Issue
- 101 (11.3.1894)
- Date
- 1894-03-11
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German
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Seift s Ruudichanabgebildeieu '1-fiirthait'.' der Martiuskiiche iibrtraidjcut überein stimm?, ce mar Ja}» bemerft, faß No* zur Beleuchtung d«t Art diene, .mir n'd*fi'? re i in 3 It i t Eilten au* das geistige Gig; u r •. •iv er tbi ii! uche».- ii-ir habt» hiezu zu bemerken. ni:a vl;,Mii;i?ung der geiftigcn Arbeit Anderer df i Ja.vl dir Rede lein kann, noch dag Baumeister Gros:.--? -.'.'saibcur. bat das Ählwarti'ichk Tegau au* iiiii Schivennöageu richtiger: L*weiiibagcnI und Plack P, ab«!'t-uretn. Tie „Dresdener a*rid)te 11", wel*e «teil Anliieinilen des ck u-e!i Betcuiuiiives dienen, bclcuckueu dieie Abichülizungsv rinche in folgender l-aziich .. l.i-gialer LSei'e: „Das Berliner Blatt koimnt endln, zu dieserEiilsicht . »-rund der Wabrnedmung. dag der 'Schriftsteller Rudolf i''e»onen Irenen Beleidigung des ,Hnan«uiinsters :"iiquel irenir." als 'un'inal wegen Unier>*lagnng und Urlundcch'älichuug mil Ge '.ingnist, in einem ,falle >ogar mit Ebiveilnst. und dag ebei so der SchritisteUer Viidu ig r*wennba,^u «veiiual, darunter wegen Diebstabls, st-aft ire.den 'eiginn rn der Tl'ai. man weiß ivirklick Di einig!, ii der .'>011*1-1 ei des Berliner Blaues zu NI l> u IN A N d e r c r dag weder von r * B a 11 tu f i ft e r Jacob Jude ist " ieinen BeriucheN, d g 0 r s k i von si* Plack, welcher mit ngeklagt ist, nicht mit Gefängnis; betucht genug, die beivnndern. Jitzi 'Ndiick', Ivo der Bankerott ihrer Sach» vor der Tbürc stiht. geben ibin die j einnen an', eck er i.n!-er waren alle LPai ner Berleninder. die d'eune eine Änzalil' ibrer bisher gehegten .«iinbleiu als Penn jetzt plötzlich stil'che Eiillein er ennl und die-,- nun »Ul Schuuvi nüd Schande «INI Bose isinaiisiagki, nivchle, 1 der Bialcl ^dds o'.'ue Breiteres be derartig zugeipitzt lag 11 durch ine »eiche >> -j:-i.>a°iiiui-Zänberung doch ui 'riihereii E»!v-'lstai!d:::>>.-:- niii den l--.erogenen Elementen 'eu-.ii weiden Rachdem die Berdätinine ii*. erst einmal; .it-oii, ee in .10 .- .?!!I . Ui.i’v ils die Blindneii des -chwarze» Dinars t^zu gebö.en winde. iiiiisuiiis in srolge ist es eine billige e sich io v> ’t tliii. I de; n I ä di e r l i * er:>> ata 11 :H 11 n reib e 11 r a D ,1 r ch II ii * i g i u El e ichreilende I .-ei.-.irg des latiealen Autist n in e r a 11 > * e n ,e au ln ist zu verkennen. . i eu,. len -ck.nnd allst stttliche.: Plua'eu voll;-.!vftop',-.i UI stabe may niemals am -.rdee.-n Babnen gewaiideti, Eier I Ii-!'. k! es. >r . I!>' das e.e C gan des Berln i:i sinne den Bei euch m.1 ck>«, ein :chamlo>es T e» l' st;-. d i e - u. d äst das Eind i ingen ,ene>- i n r r >.' >. e d> ' I ::L e u: r 11 in s 'ft."!!' : 11. — Eaprivi Bcleiülgiiiiq. •" i un de. weg.» Beck-td!,'.!!.!.. 's. dau'.ne.- gegen de- „De. Ni meli-.Anii'.-Uineiibii! ler in Deui-chland -ii.-i.rskanvers Graien e iaprivi die Anklage *, Bö ach 1" >1-, I resdeu und die ..Bi a g d e ll" i» Ältlich rn isti-che.i Vebre des «Tie Bo.-licbc für Aiik«.- öe.s ..Den:'*. B.".tsbi -ist:: „Böu Dcilk'chui;;:,.- lins el--r rn der darwii Baie: n.-.en-, B.-.ud'a-'eii b.le.u.en, der die Germanen als Aiien in den U l-.'l-.:i!...iust-ii U-S, nie d ist w.r innere Abstaiiiinnn t , .i.s noiuio’c Aiisiai'.iüa aber A brahai». paat, Jacob oder —; . Ulr . p ist.;* ’Vci.i .nt Cu]ai:o cinvcii >ebr hält' 1 um grosteu, Be : i.'.cn . •i’ 1: i;or ..D.u '* Boiksblati": wir inochie» a er iestr. bezweike.n. ' s ü *; •; iVriii'1 ui si. Biiitii,- es -!':»»» Aiimciuit siuus G, st-.Ueii finden, den» -- :vtrven Viurab.im, öäiat t:tvb öae.i nicht nur von r>-chi.zläubig>-u i .v.i* von au» 11 a-rlstl;ch,i-. X.-räi-ii als Erzv liee verehrt. Ti» in; btii".»i*s:i BiüitV'.'tt u;v; ltstui ist begreistich. 1 .. .! Di!.-. V.tiiubi-l >»UI,' Dchrcivivelie irdi:, Freie» Blatt. Ur. 101. jrtuilimiu. Die? Einpönedlin es B.-a.:er B ' a n l von Parie Be a; g r iv;.'. . >: d:e Dck-. -cke-l gcl'tia.-.: An-' ffnntc 1:- r.:. ilu.. um r. fick; ärztliche Bc Sic «• DS: ,cki 1 tu vi ans iv::: .' '? Es iit der be'i.-. :> i Seit. i'V.ii Ar dare-.i. ir.-s ' -.is Sch ckst-.l „1 Pkeiler ta scha st .m platz. : INI "'v-'.iic lltleniaud i';*üisv, überfahr-'': wcike Ärn t:::: di-: i'Ji nrnng jener iouderbaieii, in welckle reale Dinge in nick Hiingeipiiiusre lierausbi iv.anzis-ka Istiial' auf die n'-E-.-ziedendcu 3<ticiiicü w -Da 1,av sie wenigstens ■;t;jcu . 5 bcfl der Menge du ui.it, wenn auch keine H -.-.ichl allein iein. lJftc ick; i Menfchen'chlag, ans der D'.raste. reg:, dicken, Paradiese r rirrtc sicki jenials dah V iverden .Am lBehwcve dchen der Uingedung, a " i'olgi eine rioic» Erfchcil bestehende rcrifschwörl, nur die :iraste eilte, akS cder vor ihrem nicht allein, da fühlen. Das iü älimg, wie io kiele halbes D utzcnd dieser -ckiachwnchs Lhne Ahnniig diese zntünftigcir on einem Spiel r, nnd >0 lies schritten paarnsläiidig gekleidete Mädchen mit ruhigem Benehmen, Mädchen, die den ganzen Tag über irgendwo Beschäftigung hatten, Cassirinnen, Buchhalterinnen, Postbeamtinnen, fehrerinne», Schneiderinne», Putzmacherinnen. Sie gehörten gleich Nelly der besseren Classe a». Ihre Tagesarbeit war beendet, und nun gingen sie mit einander nnd plauderten und genoffen die warme Juliluft. Sie blickten neugierig auf Franziska, indem sie ihr den Weg freimachten und wechselten, als diese an ihnen vorüberging, Blicke, welche Ueberraschu»g, StckMdS». Beifall und f)fcii> bekundeten. Auch Franziska sah ihnen beiin-Borübcrgehen neugierig und gedankenvoll in bie Augen. Hätte sie den Muth gehabt, so würde sie wohl hie und da ein solches Mädchen aiigehalten und befragt haben, wie selbe die Welt fände »nd was sie über die Frauen und deren abhängige Stellung, denke. Aber die Gesichter der Mädchen waren durchaus nicht darnach, als ob sie klagen, wollte», ja, sie sahen eher gliicklich aus: ihre Augni schienen selbst .zu fragen: „Wer bist du? Warum bist du hier? £, welch eilt lieblicher Hut!" Franziska fand sich plötzlich in einer brcilcn Straße. Omnibus »nd Trambahii fuhren dahin: Arbeiter, junge »nd alte, tnmmcllcii sich umher, die Pfeife iui Munde. >Es waren frohlaunige Arbeitslente und zollten einem Mädchen aus der besseren (5lasse keine Aufmcrksamkcil. Daun sah inan auch Jünglingc — sechzehnjährige Bursche» — welche des Weges gingen, die (äigarcttc iui Munde, jeder mit seinem Mädchen: andere wieder saßen aus der Thurstuse und geiiosien da die frische Abeiidlutt. Tiefe jugendliche» Paare sähe» alle glücklich aus, und ,rra»ziska, welche nichts von de» Tragödien einer frühen Ehe wußte, freute sich, sic glücklich zu scheu. Jetzt kam eine Matrone daher, den Korb am 'Arm, sic hatte' ihre (iiiifäiifc besorgt und ging nach Hanse, dann die verspätete Arbeiteri» mit einem Pack Arbeiten, fast so groß, alS sic selbst: dann eine junge Mutter mit ciiieiu Bab>> von zwei Jahren in ihren Armen. Aus dein Wirthshause klang lautes iliedcu, und als die Tliür aut und wieder zugeworfeu wurde, kam aus dciiiselben die faule Vnrt re» schlechtem Tabak, schlechtem Bier-, elendem Braulweiii und übler stiedc Es war wohl »och früh am Abend, und cs fehlte »och eine Stunde auf Souneitunlergaug. Außer der Mcnichcuineiigc am Gehweg und dem geichäfiigen i'ebcii auf der Fahrstraße teuften noch ck'ädc» .mit hastigen, sleißigcn l>iejchüstSlcuteii aus der einen Seite der Straße ihre Ausnierkiaiiiteit 'aus sich, während sic auf der anderen Seile auf dem breiten gepflasterte» Gehwege lange :>;ciheii von Kräiiiersländen beinerlie. >vo man unter lautem Sprechen, Schachern, Witzeln und Schreicir alle crdciillichc» Sachen feilbot, und iini welche zahllose Mensche,, frohgcmnlh sich anfaimncltcn. Franziska schritt ängstlich vorbei: sie fürchtete, es könnte sic einer von den jungen Arbeitern ansprcchcn, denn viele rieten ihr Bcilierkiingc» zu. Was sollte sic in' solch einem Falle thiiii oder sage»? War cs vielleicht anffallciid, daß sic allzu »»-»gierig umher sah? Sic hielt sich darum soviel als möglich a» der Seitc des Meiischenstronics liehen beit Häufern, lauschte und bcobachletc, bemühte sich aber so ausziischeti, als ob sic wichtige Geichäiie zu beiorgeu hätte. Allein das hnpochondrische (Gefühl hatte sic. verlassen, sie glaubte nicht mein-, ans den not überziehende» Schein herab zu blicken; sic war nicht mehr am .Holctfciisicr, sie war unten, eine von der Menge, im lvedröngc und Gcwiihle mitten drinnen Sie ging vielleicht eine halbe Sinudc auf der Straße weiter; dann aber, als in der Menge sich keine Beränderuiig zu zeige» schien und ihre Schritte sie nichts Otenem ciitgcgcnsi'ihrtcii. wandte sie sich um und schritt heimwärts. Bisher hatte sie fte Menge nicht traurig gcstimint. Warum sollte sie das auch? Sie hakte wohl erwärtek, über irgend etwas betrübt zu werden, und ne war heiterer geworden. Sic gedachte der Slimine, welche sie aus der wogenden Menge in Eharing Eroß vernommen hatte. Es war rin? Stimme voll Hoffnung. Es war gerade acht Uhr, als sie zu Hause anlangte. Ter Schüler war fort, der Unterricht bccudcr, das Ba'njo in seinen Winket ver bannl Ätollh hastete, Ordiinng machend, ein Staubtuch in der Hand, im B)imincr hcruai. Emanticl war ebenfalls anwesend nnd half scheinbar mit. „Wollen Sie mithelseii, FranziSta?" fragte zst'elln. „Was ist da zu th»»?. Sic heben die Sache» empor und stelle» sic wieder hin." ' „C! ich vergaß. Elara sagte mir'ö ja. Sic wisicn nicht Alles. •Jiitn, sehen Sic, heute ist der Borabend dcS Sabbath. Jedermann im .Hause, vom Herr» bis zur Magd, thnt etwas zur Vorbereitung für den Sabbath. So will's das Gesetz." „Ihre Eltern haben vermuthlich ihrein Volke »nd. ihrem Glaube» entsagt," sagte Euianuel. „Clara erwähnte davon " „Wir gehörten dem Bolke und dem Glaube», den Sic meinen, nie, an. Wir sind spanische Mauren."