Freies Blatt
- Journal
- Freies Blatt
- Volume
- II (1893)
- Issue
- 74 (3.9.1893)
- Date
- 1893-09-03
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
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feite LXVI. Beilaae zum Freien Blatt. Vrgan zur Abwehr des Antisemitismus. Verschiedenheiten uitd ^cfühlsabünsiingen beüehcn können: allein I gesund. Jede Ration redet sich gerne ein, daß ihr die Verderbniß einen ^tachrhcil für nns und liniere Enltur vermag ich darin nicht > von außen kommt. Einfall oder Heuchelei, die großer Völker nicht zu erblicken, odt habe allerdings wenig Vorliebe für die-gleich-! sehr würdig sind! 'örmigkcil, ich überlasse das den Iacobinern. Das Edeal einer ' Eübl es einen jüdischen Ewiü, das heißt, haben die Enden Nation iü in meinen Augen nicht ein Monolith ans Einem Block, . moralische und sociale "Tendenzen, welche im V?escn von den nnseren ein Erzbild ans Einem E'nß. Die Znsamnienscvnng ans vcr i abweichc»? Auch das scheint mir zweifelhaft. Eübt cd einen jüdischen ichicdenen Elementen und mehrsacheii Raeen ist für ein Volk ivcrlhvoller. Unterscheidet üch der Ende von uns, nmso besser: cs würden dadurch die Ansüchien vermehrt, daß er in unsere einförmige, plane moderne Eullur, im Begriffe ans dein Erdball einen blip blanken ttürbis zu mache», bisweilen etwas Abwechslung brächte. Es rein mich, diesen »Zindern Teins wie jenen Orientalen, welche >iäi nach unserer Mode kleiden, den Vorwurf zu mache», daß sie w:e Tpinoza, zu Tondichlern wie Mcndelssolnj, zu Virtuose» wie äiubiiiüein.;n Dichtern ivie Heine, zu Rednern wie ü'ambelta,;n Tchausvieleriuueii wie Rachel zu liefern r Vöenn ich dein beklagenswerlhen Enge dieser russischen ^nden aii' der Auswanderung begegne, die nach Jahrhunderten den langen Voeg der Verbaniiung, wekckien die Vater ihrer Väter ge nommen. in umgekehrter Richtung wieder zurüicklegeü, ilin in den rändern, ivo die Tonne niedergebr, die Freiheit zu suchen, so frage ich mich, ob nicht irgend eine dieser durch die Reisemuhsal abgc niagerien, erbarmensiverlben Jüdinnen irgend einen Heiland der ttanü'oder der Vömenscha't unter dem Herten trägt. Tolckwrweise mußte die BiUtler Tv.iuozVs als Flüchtling am Nachen Tirande der .R'.ederlaade landen. E I einen Meiaolmüker wie Barnch Toi ..l;;a. Nir enien Poeien ioie<>ei»e. ja. nur für eine Rachel wurde ich Mick'!!ie>:ier>eilsdazu verüeliem die Anzahl der Enden in ,>-rank reich zu oerdoooeln E e!> n l e s E a v11e! Tel jüdische E'tifl. . ^ib: .v eine:: I.: r: r oe: :.: r o.'i: .NI» reirltiereiier. .uCi'.t'e:: v*etn V ..i-'i :•••'.• ,t. > ■■■■■■'■ ’.ei ii,i» an!« iifi'elvn: ,»er>: rerüebk.;;tnu*i»': nicht» .'•••.!•.'» ii . ife r-':i n* »e.» •.'.'.’ertut.u de» :::di>'cheii Eeiüe» in der Xunn euv»'- - ■ 'a.w.ili und .«yC.jieu.i? e *»uten und.Cie n.'.iur'i'che Vvevette?:e E'-lCen und Cie f chnruiani'rantr. '!?:• i.dr.i Mt .f .iui'f:c:i.T tu » eiuri:.iii». — Vu- ..ldintie grau — CSie i'e:::>'.1j..::\' :a:d in eurer* .'.Iibere?i:i'.."'nng»m::tei .'.:» den Nidi'chcu^ _ i'v:-': i-.u. i-r.r ^er-Ui de» : üiid daran wirklich die g ilt er -chu.d> — Eß der - - n .e ,-e.nrr» rrrirr:?■'. ,>ud. rr: C:e gridiii :n der .'i;::;IN der T:.r:::r.z. in: reden »' "»*-■«'.:: v e ,>de.r. •een :::: e: ebireMn Id» IN ireder ni .i-n-iiv.?:» ndinne >e:i!n.:i:i:.n»ide.ii die .rei.ande.ebre. -r di :.n.i i i ne rori-er giidn.Ner Mein nni cheinächer I>'e:n. ' i. edo wird man 'agen. der Erde bettitt kein nanoiiales ü'enie inner. 'eiiii! oer:::aa er wob: kaum das sranionsche, das deutsche, d is in’.:'.- n>'iN!e;u eainauonal'.'ireu. Damit und wir noch a....äei-.d b-erus-gi: neben dezmleaeetueUen «^'e'abr nelil die 'iit.i.ve ^'enre-r Tie oe.oei: beoauvtei. der drtrck' sein n>'eines'.oesen e 'r g,eiche. b!Sir.....i .Iveriegene Ende »ei,NUS han'ig.. Ivas das ^'tiii.iili, de:: Eoareckier a::oe!a::gt, untergeordnet. V.-enn nun ketn -..di'.lns d'iationalge.iir vorbanden in. gibt es nicht einen jüdischen ''-t werch.er den 'ranio'i'chen '.".vt. deii denl'chen, den russischen, k-b -.iiierikaii-.'ck'e:! i'Kpr 'verderben".m Bearlne u'i? Denn bei .\::r von uns e'.. .i.o.ieiiieri:'. Tcurone». Tiaven oder Angel ' ji 'e:z, stellt der i^.riie. fe't, daß tlN'cr B.ur rein. Misere Raee E'eisl, so iü es in dem Tinne, in welchem cs auch einen kalbo lii'chen, einen protestantischen E'cisl gibt, nämlich im Bckennlnißsinne. Diesen jüdischen E'eisl findet man beinahe unberührt in den Eubcn schatten des Dstcns, dort, wo die minder Israels in dichten E'rupveu lebeü: er hat die Achtung für die Vergangenheit, die Anhänglichkeit die Ueberliefernng: er hält an der Formel fest und mißiranl Das ist der jüdische ö'eift, wie ihn der Es in dies nicht, was eeidenl gewöhnlich den jüdischen E'cin nennt, eher das — denn, wie ich bereits bemerkt habe, das. wornnter unsere Unwissenheit gewöhnlich den jüdischen E'citt versieht, itt jener 'unter unserer Berührung enijudcke E'eisl des E"beu, jener E'eiii der Verncinnng, welchen der Eude durch Einatlime» der vnsi \ n»d der Miasmen unserer Atmosphäre bei uns angciiommeil bat Dieser bei ihnen allzu häufige ("cm, welcher »ich gegen jede Ueberlieserung nud Anlorüäi anslelml, i»l nngesähr jüdisch wie der E'eitt Vollaire's und Disraeli's katholisch. Er ist den »lindern i der Timagoge diircki die Ehriilen eingeimpsl worden. Der Beweis dafür in wieder nnler nnseren Augen in Rußland geführt ivordeu. An anderer Tlelle .habe ick» gesagt, wie der russische Rilulismus auf die jüdische Engend, welche die russischen Tchnlen besuchte, abiärble.> Dasselbe iii in Deutschland mit dem Hegelianismus, dem Vessimksnins, dem Materialismus der Eäll gewesen. Das hier für den Enden »iennzeichnende iü, daß er io wie der »latbolik und im tZ'egensal». znm Vrolettanlen oft ohne Zwischen»'lalionen und ivii) mit einem Tvrunge von dem c'Ianben seiner Vorfahren zur gänzltchen Veriieinnng übergeht und im E'egensav znm »iatholiken iü es feiten, daß der Ende zu dem Dogma und dem Ritual, welches er ansgegeben, wieder znrückkehrl. Voenn wir für heule die socialen fragen und die Politik bei ieiie lassen, woraü erkennen wir den jüdischen E'eitt, und worin äußert' er 'uli? Etwa in dem E'eschäslsgeitte. der überall ringe drnngen i't: in dem?rächten nach VEohlbabenheil und nach, was man mit einem E't'nel fremden Rainen beneiin'l', Eomforl" Etwa iii dem Hang nach ("ewinii und viirns, in der ü'ennßsnchi, in dem praktischen Malerialismns, welchen wir eiiialhmcn und überall um uns.aiisttrönieiib Etwa in der »ianflichkeil, welche an unseren .ossentlichen Männern frißt und die gleich einem ichaud lichen »lrebsgeschivüre nach und nach das kürzlich noch gesunde roiige Elei'ch einer Ration zn verwiiüen droht. Bei dieser varlamenlarjschen Eorrnvlion. welche uns »'eil etwa sünszelm Eabre» überwuchert, iü der jüdische Makler vom äibein drüben allzu oit das Bcsörderungsmiilel gewesen: airein warum scheint gerade in.unserem revnbllkanischen Frankreich der Eorruvlioiis Baeillus den beüen '?ial»rboden zu ünden? Das rührt leider von vielen Ursachen her: von unseren voll tischen Zwiikigkeiien, von unserer socialen Verwirrung, von den künstlich genährieii Vornrllieilen der Volkselassen gegen die höheren Elasse'n und jene ^tmilien, wo die Ehre ein üeis nnangelailcies Erbtbeil gewesen:' das kommt von den E'elüücn der neuen ("e sellschattssäuchlen, weiche gierig den Ti'ch der Macht nmlagern, voll Ungeduld, etwas zwischen die Eälme zu kriegen, von der E'e sräßigkeir der hungerigen Voliliker, dieser schamlose» Tchwiudler des allgemeinen V.-alUrechls: das kominr. mit einem Vöorle, vom miffti-- wei»eu Tinle» des gesellschaftlichen nud des sittlichen Riveans unserer ans der Vöalil hervorgegangenen Versammliuigen. »ienne» wir nicht fi»Ce:?vitte# ce.iiie,. f iebe: ..L Kinpire •!»> T-.iro: i>s >»':>->»> . Vatib M, Vuäi Vil. C.U’ II: ieie,L VanS III. Vuä» IV. ckav. Ill an den 'Reuerüngen. aus allzu ähnlich seben, uns zuviel nachahmen. Doch ivozu das? : Talmud inid das (Meilo geschult haben. Besaßen üe auch keinerlei eigene Driginaliläl, wären sie gleich den man im f Tiaven. wie die Deutschen behaupte», nichts als Rohstoff zn einem.' E'egentheil Volke: würde es für nichts gelten, uns das E»'ng Z» Philosophen