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Freies Blatt · 1893-08-27 · 73 (27.8.1893) · p. [Seite]

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Journal
Freies Blatt
Volume
II (1893)
Issue
73 (27.8.1893)
Date
1893-08-27
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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4 iv fein eigene? (Sonic I»cl,r lehnen, llcbcvmittcln an die Semiten einreihe»? Vaffen Oiaeebfflviit nicht ivveiültvcii gegekn» hätte, werde» wir Und werden wir, ivas wie Heine behaupten? x\ii kraute dibe des königlichen IöciIjjc jutn '/freien i'l.itt O'ronnt zur 'Ibn'ebr Je* -liitiu'inittimitr. nationale«' Sondergenie metji besitzt? Saf;, so oo znhanse in Palä ftina ehedem ein solchem besessen, ec dasselbe durch seine Vermischung mit uns seit lange eingebnßl hat? Und, ich wiederhole es, besitzt langt es>unr zum Nachahmern, crirt diium, was es von den Lindere» er halten, wie kann dieser dürftige Bodeniah, der unter hundert Bokkern verdünnt worden, unser nationales (''eine gefährden? ‘ Hüten wir uns hier, gen Inden und die jüdische Naee, die individuellen Fähigkeiten miteinander zu verwechseln. Saraus, daß Israel, soweit es als Bolt, als üiäee in Betracht kommt, von koinem nationalen (Genie ljiehv Zengniß abzulegen scheint, folgt dutchatis nicht, dass der Jude als Indi viduum, als moderner Biensch, als Iranzofe, Engländer, deutscher immer jeder Originalität, j, der Ursprünglichkeit entbehre. Steht es wirklich feit, daß die (Erfindungsgabe einzig und allein dein Ariern lieinigefallen nn) das Merkmal der :)iaec bleibt? ‘-hMe viele unter uns vermöchten dann die Probe ans ihre arische Abkunft;u bestehe»? Ich sehe ganze Böller, welche seit Jahrhunderten kein schöpferisches (Genie hervvrg, bracht haben. Muß man -tie unter die •lintme eveiditet worden. Heine in von den Überrheinüehen Xrititern behandelt worden wie die Bi unter, unter seinen t'nanbensgenossen Wagner. ' And, ihm in jede UrsprünglidNeit. jede (srnndtlugs Seite 1..X111 abgenriuen worden. Wilhelm Sdterer, der Literarhistoriker, wir uns von diesem verschwommenen Sie verhälknißmäßig geringe Anzahl der Inden, das buhte (Gcnölt, weldies gestern nod> den Himmel Judas umzöge» hatte, erklärten es zur (Genüge, wenn am Iirinainente der Jude» kein Stern er nee tröste erglänzt. Kann man deshalb behaupte», Sichter, .'i»»nbr, Philosophen« der Jude» seien nie mehr als Widerschein von nuferer Vntdne, als Widerhall von unserer Stimme gewesen? iveil eo ebne i esearies oielleidu keinen Spinoza deswegen behaupte», Spinoza fei ei» Philosoph olpie Ideen, ohne. Ausblicke und ohne (Genie gewesen? wir von Spinoza, dem ("'umten der ohne Israels, nicht nied (schreiben dürfe», von einem Sichteres etwa unrichtig, das: dieser zweisei Psalmendichters der germanischen Lina eine Saite von nngewöhnlickter Feinheit hinzngesügt hat? 'S der nimmt oielleidu unser 'Shr deren zarte Sdiwingungen und lonlickte Bnßt lange nidit mehr wahr? Mag der jüdiidie Poet in Sentidi land noch so sehr ans der Mo^e sein, werden wir es nachsvrechen, seine vieder seien nichts gls fdiaale, ngdiahinende Bersemadierei Phantasie, ohne Humor, johne (Zeines dtnem Worte? Mir meinerseits konnnt idien deni^dien Sickntnnt'i die Phantasie ohne Ursprünglichkeit, ohne blib, ohne (Genialität mit.c vor, das: in dieser ganzen > nirgends freier, waltet. Halten wir einen Anhenblick bei Heine iidtt, es bei dem Bertnsfer hat er fidi taufe» lassen. Wenn ihr außer Llckü laue ihr ihn nid» verstehen. ds lieber und seine nnbesange Zeit fremde Mole, dtwas inne. Bleibt dem Inden ein nationales (Gene übrig, io haben wir die meiftö’'Jlno der „tKeifebilbev" zu entdecken, llmionft er behält das Biertma! der Herknnsi. , das: er als Jude geboren, so werdet findet fickt bei ihm'bis in feine Liebes inten Weifen eine dem Setituhlaiiö der chmerzljches und Sdilitnnies zngieidi, ein Nachgeschmack von SIminen, ein herber (''eidmiad, ein boshafter Zug, der von feiner Abstammung, von seiner drziehnng und. der damaligen Lage der In den in Senlsdiland hemrtn't. d e ist der dem (dhettokäsig entronnene Bogel, der nckt seines .'ierters erinnert, geräuschvoll nackt allen üii^nnngen hin und her flattert, nm feine Ireihetl;n probiren: ans seinem Triller ' und Ilngelfd,lagen sprickn Trotz und (''eoll.! Ick, weiß, daß die denlsck>e Zirilit Heine streng behandelt: als gefiele sie sicki darin, in dem Sickiter de» Inden herabznseven. Leicht teutonische» Blutes zu sein, ist für eine» dentsdien Sickiter in den Augen des von Nckee stolz erfüllten Sentfdtlanb eine scktwer jli tilgende drbfünde. Sai neue Neich will nur dein Blute Herinann's etwas;>i verdanken haben. Ser undankbare Sentschthüniler bemüht sich, Jeden, der nicht Thor s Sohn, aus der elasfischen Walhalla zu verbannen,^ welche am Sonaustrande gerivaniscktem von gabt znerkeiiiit ihm bloß ein seltenes Nachahmnngstalent. Allerdings in die. (Gnßsorin. der „Lieder" nickn Heine's und gehört der ckiomantik Schlegels,' Tieck's und Novalis' an. Back, W. Sicherer in der Sichler der „Heimkehr" lediglich der/Letzte und (Glänzendste der Noinantiker. Man läßt ihm nickü einmal das Persönlichste zu eigen, das er zu besitzen sckieint, jenen 'feinen Spott, den dünge jüdisck, geii innl haben - anckt dieser kommt der dentsckten Noinantik zu. Hei te in nur deren höchste Blüte, eine kränkliche Blüte mit ver der!,lickten Süsien, den» diese dentsckie Nofe hat einen Würm: das Indentlininck", Wenn man es so leid» nndet, denIBersaner des „Ana Troll" wieder in den Nahmen der beutfdien Sicküknnft anfznnehinen,.He in Zann ,ein'indisches (Genie, eine-jüdisdie Poesie zulässig?- Mitten - durch ihre von vorneherein feststehende Meinnng läßt die deutickte .'iri nt erkenne», wie sehr der Individuellste der ans Iaeoki hervor geg ingenen Schriftsteller seiner Zeit, seinem Lande angehört. Sie hat Neck>t: Heine it'i Sentscher und ein Noinantiker von jenseits, des Nheins. de in viel mehr Seutidtee, als viele I ran zoten ver . inu dien, was nickü heiße» will, als hätte er nichts Persönliches. Weit entfernt davon, er besitzt einen (Grift, eine Aninuth des ktinn lerildten Sdnvnngs. eine (Gedankenbehendigkeit / welche bei den Se itt'cheiwio selten t man vergleickte Heine'mit Jean Pani', daß wir geneigt find, sie feiner jüdischen Abkunft oder seinem Ans ent gälte in Irankreickt znznschreiben. Wir haben damit vielleickn nickü ganz klNreckn. So bentid) er fein mag, es neckt etwas vom In Sen .und vom Iranzot'en in ihm. dbeitfo mie teilt Zeit und Tt iininesgenosse Börne hat Heine den dinilin": des'sranzöt'it'chen (Gft'teo, nickü allein der französischen Ideen, sondern anckt des französischen '(Genies 'felbft,. erfahren, da in besten roll: ein Senttckter a:u tentonisihem Blut hättefickt damit nicht i» dem Maßo zu tnichtränü'ii vermocht, ds in dies ein Thei! seiner digenart ilvd kommt Ziveifelsohne vom Blute Israels. Will man, daß,esein j'ttdrfches (Genie gibt. in dies f-.*.:» .Hauvtzug: er eoneentrirt iidfui dieser übevaa, .ielbh bei den .'lindern Inda o seltenen Zähigkeit.. fickt zugleich das (Genie.zweier Belker anzugieickten. Allein dies vermochte kein■ nmevuheibenbev na:ionaleo (Genie ansznmackten Sieten Borzii,:^ ifts anckt immer einer?- verdankt der Jude, dem Umnande, dar, so sehr anckt dt" Ziehung und geiniges Milien seinem (Gehirn das inauo'i .' (Gj uri ge des .vtaiuonm, dnglanders, Sentschen gegeben'h'.ben mögen, dteies bei ihm weniger liefgeht, da es gennthnlickt minder wen znt ü«treicktr nnd ihm inckn wahrend Iahrhundorien und I«chr hn iderte» in -elend, »nd Biark eingedriuki iv rd,m ist'. - Sadnrck, bu'ibt. im (Gege-nfaiz zu den Bleiften unter' ons. deren Poren fickt ge> en den (Geiff von Außen vert'ck,ließen, der Jude dem (Genie der Beiter, welches ihn an (Gent und (Miedern ><!»s.vült, zugänglich, dr saugzt es schwaiiimgleickt ein, er dnrcknrankl sich mit dessen (Glitt, er nimmt sozusagen dessen Iarbnng an. Solcherweise'sehen li'i russische und deutsche Juden so rasch zu Iranzoseii und'Parisern werde». (Ganz.anders als feene Baker, welche vom Talmud wie mi i einem dicken Jl de A> genblicks. der '•IV mit iati ‘.Hleinem biden Leder überzogen waren, . »nterliegt der i^i/dernr e räfckter als wir selbt't der dinivirknng des Bcilieneu-niid des '■:'i Tee di'id)id,totitiveil'i'v Teeinchte mtf der 'bhiU'H't,1! \\u niuitm,;u>.-i (Setiettee des Iteuiigen Teuitdiiiitid, veefdliren nidti iievevstter mit..>>01110. de iiheigens geben zu jirtenneti, faf; tie in dein 'booten So» gndon antojnden wie Haeltnann tagt, den (dintritt dos gudoiniiuine in die deniolte viiuili 011. Tee ti'iiir,ouid)e Veier wird mit öiimen das Bnd, von r, Tneeos ie>en. in«- ,-t ü»n ti-mps. sa jeunosso- 1 l vsij), »nd den 'Artikel von „V Bonedean der ..lievne llleiw*, -S. Aannee 18s7. Boegi. Ad.' Ttioktinann: „Heines reÜen nnd Werke." - .

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