Freies Blatt
- Journal
- Freies Blatt
- Volume
- I (1892)
- Issue
- 36 (11.12.1892)
- Date
- 1892-12-11
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German
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?fite 8. Freier Blatt. ans dir Tagesordnung einer nitdmen Titznng zu stellen, in welcher über er» iragii>d«u >l''egerisiand ir.it der in Ahiab 1 briiimnue» Mehrheit entschiedru werden kann. . Ö'crverlautet, daß die Ürtlenden antiicintttsdten (Gemeinde vötlje des Ausssandes bereite »tiide lind und dein nach st hediiignngs >0-5 il>re Arbeit wieder aiisitc hüten Tu ollen. 'Jlutiicmitil'die lh>obltlmtigfcit. i Zn »er Gilbe Roueinher statt gebähten Vcrtiriiimliiitg des diesigen er eine? zu r Pflege t r auler 2 t tt 6 ircub er" kaut » in neige des terroristischen Ve nedmens der. Aiitt'emtteit zu. tnninltnaritchen Vorgängen. Zeder Versuch eines freiiumigen drcdtters, zttni Worte zu gelangen, stieg auf den deftigsten WtLert'taiid der „ Tnmdmatumaleit", welche durch beleidigende Zwischenrufe und wüstes Värmcii. den ruhigen Verlauf der Versa ui nt lnug nuiubglich machten. T ieietit Vorgehen der Aiitiseniiteti fchloft stch auch der Vorsi^ende an, welcher den sreistunigeu Rednern ohne jeden Aitlast das Won entzog, Zhrsit Höhepunkt erreichten die icanbalötcn 3eeneu, als der rem der liberalen Partei gestellte AiMTig auf gerechtere Vettdeilnug der Ansidiitstiitandate auf die einzelnen »raenlläten zur Verdaiidlnng gelängte. Tic Autiscinitcrt erhoben stch von den Live», ichlngen mit den »väusteit auf Sie Pulte, »aiupfteir mit den ,rüsten und ick,rietst die liberalen Redner einfach nieder. Als die liberale» faden, dast auch th. t''eueralrektter unter diesen iliüstäiiden sich kein O'ehör lerichattei! tonnte,, verltesteit sie einmüthig de» Taal und einigte» sich, gegen die »»erhörte Vergewaltigung setkeucder Äntiseniiten und gegen die Parteilichkeit des Vst sitzenden Prosen zu erheben, Tie'e rhst>üdjeti haben in dez Ttndentcitsdtaft eine nnbefchveibsiche iGrregititg hervorgerufen Irin idtöllCC- ^-asttlizriklird. Aus •AVähr'iid) CiTran erhalten wir folgende ^nfduift: Tie Wahl des Zütsterzbitdioss rt. Theodor .'iobn düt'le dein Äitii'rmiii^mits in innerer Tiöeete die 2vit?e ab biedren Hanvt'achlich das junge bsooveratorenthuin wird sidr wohl be niüt'iigt 'eiieu, er.vao Waner in den We:n zu ilmit .letzt wäre die beste tR'iegenbeit. d-- in einem t'chedrr'dreü Zstkenzeiiltede enthaltene Tdimähnng geqen die .luden ab;u'chaff.-n und durch einen anderen, weniger am' reizenden;uz» er'eizen Tie fanto'e stelle lautet felgender iitasten: ./.i.i t"t:> eiilm-kn. j>/ iin;r ~ i;n deiitsdr: Tie bb'e jitoiidre dione, sie hat itttdi schon ergriffen. Tieier Taiz ist ganz dazu geeignet, das 'drltckit- Volt aii'znreizen und ihm den O'rni-hen nahezulegeii. das; die Tckmiähung audr auf die ,eiziqeit .luden gemünzt >et .Id) habe seinerzeit Hirni Pater sinbistek darüber geivrochetr, tarn da aber übel an. indem id) zur r'lntioort erhielt: „Tut, riditig! eine bb'e jüdische Rotte ist s " od) habe mein tuilzloses Veginnei) l>ci .diesem Herrn ziiige'eh.ii, Iitidr en-V'oblen und bin gegangen. .'II kürzester;-ic:t al>cr, bis der (Vttii'ter.bi'dior in >eiu Ami bester. eingeiebt sei» uii.d, weide >dr »tidr dre'erhalb an ihn wenden. Dcc Provinz dcliniiplcii sich feine Vuhidcii iu Der Ccffcnt lidltcit. Herr ‘T* erg mann, dw-baetenr der .. T ettdrei! Vodeübadrer ^eituihV', ven”'»eutl:dit 'oigendes offene Tdireiheit .nt de» Viechaitiler 2 dt»et he r : r't n e i! die i uff va t, - u :i r ’X'h n Mag a bgeor b ne te u G rn u 2 .1-lioi S e r ir? i f u Gin i'.rmireit mir die fPiittheitung. in .Ihrer :Uife in der citmna des b't-.-.■■.•idiiidrn Ab.reordiietenba.ises vom 2t'. •.'iOvembe\r Iaht neue ß: lU'hiM'.’in '!•:.; 'toll roll der 17.! Tmiti-.g. Leite die Ttelle vo:toiniirt: ’..: Tann war i.ti r. ilv in Sant-cn: da winde i.h .ben-olls von rinein mdstch.-n Zoariiasiften angegristen. Wie stellte tiei. hei aus r Tajj n ein be niiae-i'cbn Ve.i.!ereu-.ii i-t.' der ineb-.iuais qeieneu t>t" Ta idt in Tet-cheu der em;i e, .le-.uinrnn bin. kmn n.li k. i Panus mir au' Tiii.1» beziehen. Pen den ZieaKe,ntta-m ein. : .'.'i n'.l eit iii, e. »Wartung mlitt ich mich >o wenig de ie d-gt. hon!w!.:.l> die gegen Tie nicht ailstreiig,m wüide. weil» Tie die .iimmum it m.t: *.i 'l'er riftaie ich .Ihnen mir, d a s> ich Tie in>» lange tür e>:..:.; ane. ‘ ä . m I id-.rn V li g n e r mit Ghrab! ch »rider erkläre. >o .ge Ti, ,-we oben ang,mh:ie Veh iivtiing nicht erwiesen oder zniüdgei!0»i:i:en . Ter T ".-!i!li.i.t-zt gegciiiiber eitiäie ich weiter, das; - keinerlei Malei inc:«? Gbre I-astet: sag ich »te -ni irgend welche auch nur zweitelha'te -.Ing-.he,; o.rn-idet: na>, g.-m>weige fc.-nit in einen betrügerischen Vankeiotu hast ich i-.-.n.Ns in ineineiit beben abgest-a't-wurdr, geschweige kenn mrh-'ach bgle' Ti» T . ,e:e <»!» k:e t'chinuh'gen .tng-.istr jlb-es im gewaichenrn Mnndes ineoeti T. Gl »te» der Residenz >nd>cu: in der die-.in; lelatu:-!! >'ich n de. betrügerische Va »te rotten re ir o .it T > i in :»;:»r e. oe e. T ia inr;a l n f ,i 1 ctie» de V u >» ve» i u ke r C e •» e .t! ':! .1 b l.e.h-e. J.r IN!i >:>.!! ^Tie.aüch bereits et kan nt haben... "ln de: . nlnenren A.. t::.:g '> daetenr Verg m an u. i'ett.-e de - . Tet-'d-en Vodenbacher .-iritimg". Tic iluDtDntlir stiohlillst'ö. Tic iGandidatur dl 0 li l i u g's zum Radstkig.-!'R .-d l l a's tm üieidisraili.-. weld'e von den Veiener z'lifti'eniit betrieben itsttd. ist, wie die ..H o n i e r native bj'b ) ■; uf n;" meidet, toiiur v.invet' n, da jede '.Ritwiitn»g des iGl>-ius"aiisg.'d>i>,'fen ,:Hir-iiti Ztt.Jtt. (rfur Äcichsralhswahl iu Tcschcu.) Von ntchrcr-n «bonnenken uüsereS Blattes wurden wir crfudjt, nachträglich die Tleußerungen der fortschrittlid)dit sd)lcsisd>c,t Presse über daS Ergeh,itß der Tcschcner Rcichsrathswahl zu reprodticircn. Tie „3 i t c f i a" schrieb: Ter briistge rag tb'l. itsoveiiibet-) war ein RnHinestag der deutschliheralen Pariei in Tchlesie», er Hat de» Beweis für die.straft des druiichiibrralcit Gei kaiiteiiS erbracht, rr bat. dargethan, daß i» C ttschlesien und den mit den. oft- . ichlesiichcn Tiadten wählenden Ltädten WestsditrsienS kein Boden ist für : die verhebende THatigkeit der Tropp aner Ant iseinitcn, und 1 er bat gezeigt, daß die sraii'aronaden des Troppaucr Antii'emitcnblalte», die vielen „.^liftimimmgofimfjjobmtflcn" ans WäHlerkreisen nichts waren als Lug und . Trug, da)» benimmt, die Blählerschast einzuichnchteru. und irrezufnhren. Die L'äbler deS Wablbezirkrs habe» sich wacker gehalten, unbeirrt um da« sie mit ' tosende Geschrei, unbeirrt von dem efien Gekläff der antisemitischen Presse,; welche Zehen, der ihrer Mriiiinig »ach drutschliberal sichlen mochte, mit Sd>iinpf i und Tlliande überschüttete, haben sie die vom deuischliberatcn Wahleoniitö a»>° gestellte Parole autgenoinniei, >,»d sind zur Wahlurne geschritten, »in mit einer glanzriiden, inipo-'nutoit Maicrität den dkutschtiberalen Gandidaten Tr. .stlncli in den NcichSiaili zu wählcn. Turch diei'e 'Wah! ist in niizweidentiger Weise dargetban, das; unser Wablbrzirk einer der sichersir» der deu»'chlidrralen Partei; ist, und das; die vor einigen Zähren vom gegenwärtigen Bürgermeister von : Te'cheu angelegte und in« Vebe» gemseiie Parteiorganisation den erstrebte» .-sweck eit'üllt, >o daß bei uns nur iener Ganbibat Aussicht auf Erfolg Hat, den das Per trauen? »i,j ii uei co mit«- der faitfdjliberalen Pariei ansnellt. Was wurde ii'dd Alle« niiteriioiiunen, um Zwirn acht in die Partei hiiieinzutragen! Alles, scheiterte an der imifterhafteii Tiseiptin der Wähler und, wir sagen eS offen, vor Allein an der über jeheeH'ob ethabenen Paiteidiseiplin jener einftußreiche» und niächiioe» Partei, die vorerst Tr. Leonhard .Teulel bestürmte,;» tan didiren, die -aber nach trsten Per;ichi freiidig und gern dein von ihrem Gau Oihaten anSgegebenkii Losungswort ''olgte »nd wie ein Mann inr Tr. T. stlnrli rnitrat. Tamil uar jede Hottiinng einer Ltiiiiineii;ersptittern»g begraben und de.« Reiiiltat des heutigen Wahltage« ist der 'Thontte föhn dieser für ganz 'Te'ten, ich niiisteigjttigen TiSeivlm. Te ,<vreie 3 d) I c f i) d) c Presse" liest fickt ocvncljiucn Ir. stlnrli gewählt! Tiefe Zrendenböts,1iaft flog von leidten ans de in retegravhenkrabt in alle Tiädte Tchtesien«, nach der dies,den;, nach der vaubt na dt de« jiod) nicht „staatsrechtlich" erweiterten stänigreillies Bobine», sie er regte Icbba'te Gei'iiglbnnng hei unteren Gesiimnngsgenost ,i im Partanieni ni d bei allen ’ort;d-rittlu1> gesinnten Landsleuten, wo immer sie wohnen möge»' Ter Gaikdidat des sreisiniiigeir Bnrgerthuins, Tr.stlnrti, wurde-in den Reich? ■ ratb genablt, er siegle mit säst dreisackier Majorität über den Gandidaten der sogeraiinte» deni'chi>atioiialen Partei nnk, mit mehr als fünffacher Mehrheit über den itavi'ch clcucaten Gandidaten. Zu Ic’htor Tinnde hat ftd) die deutsche Büigerichoit der zur Wahl beruseaien Ttadle autgerastt und in der Wahtsdilach! über-dir icgciiaiinteii Tentsdmationaleii einen glänzenden Tieg emtugetr. E«, ist ein Tieg des guten dieckttes, des Anstandes nud guter Titte über Zudr.ingl ich keil. Verroh'»»^ und llncnltur, ein Tieg der gesniidcii Beriiniist über-den Unverstand, 'des ehrlickien Bürger i in ns über rrenchrucki und .Gesinnung slo>'i gleit. Gs war nid)t vielleicht die Perlon de« Gegencandidate», wrlche bei dcu Wählern 'Widerspritd, erlegte, aber stcherlidi die An »nd Weste, wie man diese Gegeneandidatur der Wadirr-schost ro» auswärts an'zuzwingen versuchte, diese stiest ans Widerwille», der stch zur Gimiimiii; steigerte, als die angesehensten Männer des Wahl be;ilte?,s i-ainenitich der Ttadt Te-chen, in, dla»ie„^,ter „kentichnatioiialkn Partei Tchtesien«" aus da» Giöhlickiste beidiimstst und vcrspotlet wurden. Wir be.l-en die BlniHe dieser Paitei, ihre» A»ssä,»ß, ,vie. er ans dein Wahlantriite n»trr;e!d nei stellt, oat der Arbeit gen beit, wir Haben die Partes van der dlähe fem-.cn und „schaben" gelernt. Mit Perwnnderung la’cn wir da die Rainen der Herste» Fuß und staiier, jener schlesische» dicidisratbSabgeoidnete», welche im Abgeoldnetenhan'e kürzlich die nnstäibige Z »t e rv r 11 a t i o n T ck, l e s i nge r's nugelci'en unterschriebe». Tie Uiistäthigketten, wilehe ihr Parteiorgan aiieaßtich der dteichSraihswabt unseres TlädtebezirlrS ansgehäiist batte, waren ihnen jekach nicht miihetaiint, sie düisten sich vietmehv an fein Genüsse der 'ftbeu eifriiit haben. T >e Hcrreu ssn ß und staiier haben dnrckj II »ter; eich iiung k^s e r w äh n te ii W ah t au irn ses diese Unstäthig feiten gut geheißen, i i e tragen Ir i c f ii v hie inoratisck> e Perant wOrtung und partioipiren and) an der Riederlage. Gütige Ventr an« miiercr Landeshanpiitadt, welche den Wahtausrus niitniiterichrteben, die anii-eniitstcheii stoi npliäen de« Trovpauer und Birliß, r GeincinderatheS und eine lange dicibe von gänzlich unbekannte» Peisontichleiteii an« verschiedenen Törsern West ■rfiufirii« entziehen sich der Petantwoitniig vermöge ihrer thcits pht>sischen, theit? inoratischc» lliiiniiiidigleit. Tie Z stein des Wäblergebiii'ieS unedlen ritte beredte Tprackie. Tie -'II Tiiniinr». u-ttd)«* auf de» Mavitd) clericalen Gandidaten ab , gegeben wurden, beweste,,, daß dieie Partei m »»>ereii Tiäk'c» eisrenticherivrise I.-inen Bod-n hat Tie 15-7 Tiiniine,,. ivriche der de»tsd>»attonalr Gaiididat erzielte, hilden krrneswrg« den Bewei« hirsnr, daß die Partei,- welche diese