Freies Blatt
- Journal
- Freies Blatt
- Volume
- I (1892)
- Issue
- 35 (4.12.1892)
- Date
- 1892-12-04
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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—«rite 2 Nr. 35. .freies Blatt. d >ni. u\'!di> roirloo und liiieiiiw.'gk i\‘aulimiift-iul>cit verridzte», um 1 i'öcit linscr Bcrfasscr die scheinbar cmander auSschließcndeii (Äegcni".-' iluc erneu iln eigenes niqnuintlHifft'i* 3d> in eine licllc'i<f(cud)tHuq föpe des Idealismus und Realismus in sich zu einer schön gestimmten;n lüden, ein brandmarlendes stainszeichen alis und fließt über die | Menschlichkeit verbindet, klagt er ferner den k. k. österreichischen Proein riuKiuniidtriflee' Meer vvn Vidjt ans. 2ie las; in lln j sessor und Eanoiiieus Anglist Rohling, össentlid) des Meineides wie uler ric reit der fdinotcn Firma ostoczi, L Eoinp. den finden i and, grober nalsdjnngen an und nnterbreitet dein k. k. österreid>isd)en die »vel'en gebeitete Blnibeidziildigniig strenge zu Estrid)t, nnd diele! ll»lerrid>tsiiiinister in einein vom 10. April 1892 datirten. Briefe, -.oflcg n.-ie 2ineu im Winde 3» Tenrstchland dauert der Herensabbath, wcld>er gier schon reprodurirt wurde, unnmwnnden die Bitte : „Eure eldien do. Al! Reichskanzler leider angestisret bat, allerdings noä) a»; uieliiokeNeiveuiger iraak er bereito jeneii bipvokratiid>en Z»g zur 2chau,!>. eldier ein iieluiev, ni:'el ibares Meiuneidu'u deS Riederganges in. (Virenuln. leinen geringen AnNieil an dieser bossiiuiigsfrrudigen Tbat >'el>e!a! 'Ino'ei'or Heonniin 2kraek, der in seiner ansgezeidinekeii 2 d".:'! 2 e’i B lii t a b e r g : a n b' e in der Menschheit" Mün .I r. E H. Bett'die Beitagsbudihandtling, 1 Sl* 1 den erschöpfenden ninrideib.glidien Beweis erbradtt hat, -aß,- ioweit Morde;nr Er- .-riiiig ran Blnr stali'inden, das Blut nedft irgend einem rituellen, ’ .ir.-'.u in liitem al'etgiaiiluid)cn Zwecke bestimmt ist, und daß diese;if,: ÄJ'.in des Aberglaubens uidit nur bei Juden, sondern auch i-.: üluiüen std> vornnder, nnd zwar bei levteren in größerem 11m- 'e.n'ae. 2er waekere Prosest'or bat der Wahrheit mit ieiner 2d)rift einen unstchäi-baven Tienst geleistet, der lir'olg ist beiher nicht ans g.biiebeii. lind was 'dir ein Erfolg! 2ie ist in einer $cit, jn der so riebe Büche: aeiduicleii und eben darum so wenige gekauft werden, binnen eines oalnes bis zur vierten Anilage gediehen, lleberdies können . n ii daran, das; der Ankündigung der vierte» und vermehrten Auslage;u' den: 3 relblane. wenn andi nur klein gedruckt, die Worte: „Zweites b e 'iin'ieransend" binzlige'ügt sind, ermessen, wie tid)er der Brr vei ’.iiii!' 2adie in. Mil l-'eniigkbiinng darf demnadi der Bersaner dem Bei warte;nr Renbcarbcitnnq hervorheben: .,2och bat das B '.Hallen d.i.r, .i.nid e die .Blnibeichiildignng' aiis'vredien, ivenigstens r,ve. •?: 2:cV::i Buche ist schön vor Bollendnng des 2-rucks - ' Ni i ü B'-: ". erniig e 'Neben gewesen, N»d dieser llinsland bietet . n enninichem E.iresten eine Biira'dia'k dafür, das; idi »id)t ver Ban. I’ <'\,.ve;;: eit gB all, uns in den 2valten dieses Blattes a... den Inr.-.t der ran Lrraek beransgegebenen 2chrirr ausführlich i-' r..iin: i, niid ii i, at-'- winensdiarrlidien Bortäiiir'dr für Wahrheit niid •; in -eiern. Was uns an der neuen Anilage besonders ■ " iii d genug;n rübinendd Factum, daß er uns in ihr inii : er --Bar e anaetban, als n »erschrockener Mannder Thal .ibB.-an et. s: mein nur ein i.b'.ter, sondern and; ein (tbatakier: .: b n d : nur mit dem inblen Berstand.'.' söndeni and; mit der » re.:.:;;':: v! er: n, de: B.-akubeit: er ring! uidit nur 'dir die ilrabr > e:t 2: v. der Br:.ktid,!eik nnd 2bais.id>>:dileil, sonder» auch - für e. 1veh!■■.:; .' Bd-fiti die Bdee der Br-abrbeit: er begnügt »ich n t : 'ii'-r. sich nttr B-"an;» r-.ie.! , : 'iieen;'ieeieiu ab .einen fermen u-!'::ei:. . 'enfeni^ es drangt ibn. den recken ,vormen eine» sinnlidieil, greifbaren Ailsdriid;n verlcibeu, sie vlastisch aiisrnaasialren. Er besitzt mir einem Braue uidit nur Belsiandnist, soiiter'.r and> 2inn nnd o'cfiihi »ür die Brai rlieii nnd mitbin and, den Mulb nnd die,v>eibeit derselben Btaeil .r .:n ganzer, in ndi barmon-sdier Mann ist, ichenr er nid>t davor;n::,d, der m■ußiid>cu unstjzverwaltu>r^ den Borwnrt;n madien, daß - :n ihrer H'and gewesen wäre, der dnrd> die Ermordniig des-stnaben .b a inn Hegenianii in Xanten bervorgeriitenen Ueberslnrbung der Vcibenid>aft n n st arten laniiii e!!lgege>izn>eyen, wen» ne, sobald der (sang der i'n:.d'!!d>!!i'g dies gestaltete, über gewisse Bniikte anitlid; Anskiiiift ge a. n l aue. 2dd> -la'sen wir'ihn selbst unedlen: „Biele legten Est'wicht i; f.v) k.-r 2d>.litt der sogenannte 2chächtschnitt gewesen sei. ■ te d r st.rr .sustizminister erst ain 0. /vebrnar I Bia .enet.'n! ::-'e;n Berliu: .2ic Art und L-eise der 2nrch- ' -' .'B-:'.-: >'a!’ - war n:M in her B-eiie ansgetüliri, welche bei ' ab 2 liier n imd) lüdischem Ritus beobachtet wird' ’i! ...... m '« wird behauptet, die Veidic 'ei völlig blutleer ge ' ine'iiinirdien 2adiversk>jiidigeil in dem .Biisdihois i".'. " - 4. .'itli erklärt: .2it -Ansicht des 2r. 2teincr, da - .\'M v ne; starrai'unden und das .'ii»d au einer and-r n 2: ' a.n >-i. . . fei ausgeschlossen. Bon j-iucr Ijt'.'Uii i.:':.:r ■ : f:- ->cede: kle vorge'iiiidene Blnlincnge er-n i Rie d!. d-s > - -- 'B:.a i ei du. Berblnlnng verloren habe.' 2aß dr 'er Bnutt nicht 'r-'v::. ua.a'i",,: der .Ritnalmord' behauptet worden nar. rrtrei-r .stlarst.i.nng er'abien hak. muß ich als einen schweren I!r.!..'il,!'"i!ngssel'lei lez-eid-nci' t'-.id-r -bat die'ss Bersanmniß sehr bed'rr>'d>>e ,vo!aen aBria " Ereellenz wolle eine - eingehende Prüfung dnrd; eine Untersnchnngsroinmission, in der ja die verschiedenen Blnsichleii vertreten sein könnte», veranlasse» oder, wenn Eure Ereelleiiz von der Falschheit der Ansi sagen stcohling's sd>on jeht überzeugt ist, weitere ivahrheitSwidrigc nnd ben ötfontlidjcn Frieden störende .st nndgebniigen dieses ManneS in ' wirksamer Br'eise verhindern." 2er Brief bleibt ohne Erwidernng, i nnd 2lrad fdneibt daher am 4. Angnst 1802 an Herrn v. (^autsch! eine» zweiten Brief, weldzer mit den denkwürhigen Worten sd;ließt: „Wer-nach allem B o r g e f a l l e n e n bei! IE »er Excel! enz der A nordnnng einer genaue» llütersud;u ng Hemm nisse.in den Weg gelegt hat oder gar jetzt noel; legg, trägt eine s d, werc B era nt w ortli d) fc i t z n leidjt.“ And) aus dieses 2d>reiben erfolgte keine Antwort. 2od), wie der Bolksinund sehr lressend bemerkt, keine Antwort ist aitd>:'cinc Antwort. 2r. Bern h a r d Bk ü n;. ^ortfcbrittltdu' Aundgebung. : oh ro s; 2 ieg haris fand am 27. R^vember eine von dem . BoU;ugsans'd)usse der deiiisch-sortsd)ritllid)en Partei in Biiederösterreid)! einbernsene Bersammlniig statt. Zn derselben hatten sid> and) 2r. i V n^eger und einige O'ciioncii, sowie 2 Lus ovo nnd ,(i. H. Wolf i eiiigesniiden: mit ihrem Plane, die Bersammlniig zu stören, machten ne aber kläglich Fiasco. Man ließ zwar Cneger reden, trat aber seine» > nil>d)e>! 'Angaben entschieden entgegen. 2ie Bersammlniig. sd)loß mit j einer imvofiuiten sortsd)rittlid)e» .stundgebung. Einem uns vorliegenden! Beisainiiilinigsberichte enrnehnien wir Folgendes: Blbgeo'.diicier Wra bev bcwrad) in eiiigebenber Weise die Parteigriivpirmig >:n' Barlaineme linb die n ichligsieii in der letzlen 2e>sid» zur Erledigniig ge laiigten ivirihidichilidieii Angelegenl,eilen. 2>n pauke seiner Aiiseinaiiderietziiiigen benierkie er: Bon aiitiscmiii'cher 2oitc. i pueger) wurde bei einer früheren Per sainiiiluiig in brof; 2iegharls bei Be'predning der Bölfeiislener der Berglcid>;n'i'di,'ii den 2tenerii gezogen,, die ein mit iVO" fl. bcwenheteS BaucriihauS »nd ein bDon belragenker 2di!»ü" an der Böiic zu tragen hat: Tiefer Bergieieh fei gänzlidi »iisiid>bäliig, da ja diele ö<'<ki fl. a» der Börle keinen realen Werib besitze». Rn'e: Tdiwindet! Gegenrnse: Aicht unterbrechen! Mehrere Wähler ans türos; Tiegbans rufen den ui» pueger giuppine» Äiakchlern, unter denen fieti naiiieiitlidi ■'>. Wolf bemerkbar machte, zu: 'Wenn' 2te das nicht änbörcii iroUeni emfernc» 2ie sich!) Ter Aedner begriindeie kurf die 2leltui>g der Bereinigle» pinken zu den Häiideisveurägen und ihre Absliniinung über die 2 ul'L'.emioucn an die T aiiipslchinsabrls thelellsdiast und den Testerrkidnschninga ri'chen ploud. Tic Rcgicriing bade die;1>e'ori»ir»ng dieser beiden Estsellschaflen an> ihr Programm gesept, »nd inan sollie glauben, daß jeder gute Testerreicher - ni.d Pairiot ndi dod) Icheneii füllte, hii,ansz»r»seii, daß die Regierung Ldiwiudelgcietlldiasteii ve>reete» oder ein sirasivürdiges Borgehen osse»- kiindig iniierskulzt lalle, iBeifall Eine 2tiim»e: Es trollten halt and) Manche in den Berivalimigsraih foinincn! i 3a. wann» soll denn, fragte der Redner, ein geid)ciicr Mann bei uns nidzts werden'? 2ollen immer mir. die dummen Ztövie es zu etwas bringe»? Heiterkeit und Rufe: Lehr gut!) Rad) Be'prcdiiing der Balnlavorlagen zählte Abgeordneter Wrabetz all die Anträge ans, weiche die Bekciiiigie pinke auf gewerblichem Gebieie gestellt, erwähnte and) der peistniigeii der Handels, nnd hleiverbekainincr für das jileingewerbe ' n»d der knidi Tr. M enger erwirklen- Leilragsleisiniig von lOBOO fl. für die Aiiidzai'niig von dein kleine» tücwerbebetricbe diciienden Motorc», Tie Aiitileniiten erhoben ei» iroiiilchcs Geläd)ter, ivnrden aber vom Abgeordneten Wraliev wie folgt abgeienigt: 3a, haben Tie cs sd)o» erlebt, daß die große» iendalen Herren wie 2 d)w a>; enberg, Pi cd, teilst ei», die reichen silöstcr einen Pjrnnig für das ileingeiveibe hergegebe» haben? (Beifall und Rnsei Rcin!) Tic öerrdii liud der 'Meinung, daß der Liaat Alles ihn» soll, (kärincnde llnierbrechniig, aiidancrnder Tiiinnlt.) 3ch constatire nochmals, daß weder die Aeiidaleii'nod) der Hobe Elcriis einen Piennig für das .stlcingewerbe hergegeben haben, rihr wer das hirgeniheil behanptel, spricht-die Unwahrheit. i Reuerlicher Tiiiindt. Eine Lliinine: Blordbahnsrage!) Tie Bereinigle Linke hal.»!d)t für die 2iördbal,n gestiiniiil,-Tas ist eine Ge'chichisiälichiing, eine Proiokollfälschniig iBeiiall.il Ter Redner schloß: Wir sind unieeein.Princip treu geblieben, unsere Ueberzengung haben wir nicht gewechselt, die Ueberzeuguiig ist des Mannes Ehrex iintz wir werten bei miierer Ueberzengung bleibe». (Andauernder Beifall.) i