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Freies Blatt · 1892-05-08 · 5 (8.5.1892) · p. [Seite]

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Journal
Freies Blatt
Volume
I (1892)
Issue
5 (8.5.1892)
Date
1892-05-08
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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rote - Freies Vlatt. V>l 'U IltU'l K'UWl » I» WV , ,, »«»»«»»»»»», ,»»»»»-»»»,», mu V'V*(* I lut' lir in im limaln-th >ircmtciiljanie zu Berlin gestorben, näd Ahlwardl Hai an 'einem Be.zrädniß ilicilgeitotmiicii,' Warum muß nach Ahlwardl s Tarsiclluiig Tic>e «"e'chlchie in t'iir Ahlwardt sehr einträglich gcwetenz sie Hai mir einen Fehler —-aber'den lheill sie mit allen Ahlwardt'tchen Geschichten —, tuf; iie nicht i’ain wahr tft. Es ist nämlich unwahr, daß Gohr sich erschossen l: an ei.ier B,a»ii dnrchat:s durch Selbstmord enden? Lehr einfach, weil sonst das. a a »;e Gebä i, de von der n » vcrfchn I de len Berschnldung zusammen dVicht? Wie klingt das so rührend, wemr der Urarier erzählt, wie er ans.reiner ''intinnchigkeit zu ieinen Lchnlden gekommen ist! & wäre doch zu bitter, sage» miif'on, da st er fchon vorher mit Gohr Wechsel geatiilen hätte. ' e.liiii iväre ta 'eine Berichuldung — ielbstvenchuldet A»> letzten Proeesie wurde rem Berstdeiiden einmal andge'vrocheir, daß ciuci» hier-gegenüber Ahlwatdl t'trti deiital-e einer U nt e r> ch >agnng stliuldig gemacht Hobe Er wurde sie sicher . a:-.- ern'-e'en angenonnnen baben, wenn er . gewußt hätte , daß Adlwardl wie de rb o l: Z iva tigsan leihe W bet Vebreru und- Lehrerin» en gemacht dat. indem er am T.-.tärlalsta.ze das Gehakt für iie erhob, für 'ist, verbrauchte und nachträglich so ltcbcnswnrdig war, über daS empfangene Geld einen Länüdt'cheiii anSznsleUen. Liner pchrerin gegenüber war er sogar >o liebenswüidig, daß er sie gar nicht »in die Unterschrift für ihre Gehalts enittnng belästigte, sondern ne selbst schrieb Als sie schließlich nach ihrem i'\ljr fragte, gab er ihr ein Autogramm in Gestalt eines Schuldscheines. ES stebi ferner ' st. daß tut Fahre > Ahlwardl seine Gechal tsanilln nge» glezchzei'tig an drei bis vier Gläubiger verpfändet Hai Ter ."'laubiger, de, 'riib anfsiand. war geborgen, die Anderen -— wurden ans daS nachste T-nartal vertröstet fr -Stein i’en'tdH'it, er habe diese Thatiache». als er Ahlwardl stu dein llitiet'citlagittigsvroeeß verlheidigte, nicht gekannr: er irrte mit tllnen leivor, weil Ahlwardl ihm teilte?aitttnivfeit dadurch bezeigt, daß er a»s'vic»>u'e, Lteilt habe ist) Mark von Bleichröder - letommeu, um il»t Ahlwardl wegen Meineids zn dennneiren. Ein iehr bekanntes Mitglied der eviiservativen Partei habe'geäußert: »Bon Äl'lwa^kt angegritten tu werden, ist Keule schon eine Ehre." Tr. Lkein ü,t:nl vess-altauch seine politischen freunde, wenn Ahlwardl ans ni-d von l' Ecniner Maenlatur, die er-von einem früheren Portier :;r T isrdiü.'bank et worben, die Ticst Tabcr'schc Asfairc wieder ans und Mignel angreisen sollte, als mit dem „Menschen" Ahlwardl beschüsiigt dem „Politiker" Ahlwardt. Ten Anhalt der tagt er in dem Latze zniaiiilnen: „Es ist altes .;;h:.n und Bismarck E:t:g.-!>,!'d<r noch ''!> Tr Llein mit 2 iti:des lel-teren -i'.t Ar.ade "■.■fl'’. -h; ■ai g . ’ te .1- |v ' UI : geännen, : eli id. r das; e i n (v o r u in von s r e i s v r e ch e n w ii r d e. 1 :tei» selbst führet ■;\n Aiilwardi in der Lache Bleichröber's veranlaßte Bor- ■ .lit-.u, Angriss ant die'Bertanuiig ausartete und Eabinels r.-nti . '.Ins dem Per halten AHlivardl's in dieser Lache zieht? - r"r Leltl.tß, daß derselbe lediglich „k^eichä s tsa'n i isei» i t" L.: lnilelt auch an die waschechten '.’liititciiiittit, die Wucher; '•■■■■ \\v.i fragt, ob das nun ein „indischer" Antisemit ' .-.!■■' > „ Andcngcnonc" oder ein AKlwardl'scher Urarier" ' '> 'er das Vteb vnriire,' daß, wer den Papst zum . i v., e r.;; wesdeir tonne, sollte doch daran denken, was drrlr.ildnen NI'. '!'» a'tlitn haben„'er soll nur an die Bisitenlarte des ".uarladatt.'r'Vli renken"! Uno in Bezug aus das Buch „Anditche e ,t! r:!" 2teilt l k'iti'ch. Ivarum denn der eutiepkiche Rabbiner rrl den: g!?:::::::ßvolien o.ientalische» h'ift, denen l^enuß teilte Lp irren lü:;t .-•■ lls.h nichi .bei Ahlwardl „mir einer' weißell und. ei.ncr i ergisiete»-Lf.irre" versucht babe. Bis sept ivill dsihlwardl durch seine ■.idi'ch.l, nur einer Betsttchung n lu Antonius von Padua ausge'-, pt wvi den 'un „Ter heutige A n t i i e m i I i s m u s," betont "A-tu ich Tr L teilt, „der ei II en Ah lwar d t nicht bloß duldet. nur einer kann Helten, /valftaff Ahlwardt." Befremdend tu,:: Iv. 3teilt,, daß Ahlivardi jept seine Hilferuse'um die na" äenischlands an den ftiiiiei* richte: er erzählt dann ii I- Abln-a 1 oist.ti.-r Taestetkung der .Inifer, •c.:n; ■ T au kbaeleit.. Gerade A hlwaa dl war es, . r: -- in: i een .cr tt^'esten liier m.i«. Rülksichl ans tz '•>:> i:. 2 r n 1 r e(. v b u >p es nicht wtekerzugkdenden — T etails ■ 2 : •: M-e t Ha ni t'e >i nd deren Tilgung in de n st resse n >" ::ttr r-'V,- ‘; -■ ii v. : b reit eie, Iropdetn ihm von cince .1 : :■ : e e!I>t-'-eu lonntc. das Unwahre seiner..-?ar n : v. eli.;e iv ie t e tt worde tt iva r. : .-ie.t, ibeiii Tr. Ltem weiter mit. Itobc Ahlwardt am '"einer ’e-r'ien ussenitichen Berhaiidlnitg ihm gegenüber den ■tt' r it . ,,'>evr tte"e chtsa n w alt, wenn ich morgctt el>, tt irerde, bin ich der >i o n i g in Preußen!" . ihm erwidert:' „Tann iverden Ew. Majestät mich n: ,'inaiizmtnister machen " ,vür die<'o»e>Iität, die dmia :::ng der. allzeit deniilieirnitgsltistigen-iutrrnalionalen Anti >>.!' die evett aiigettihrteii BF orte Ahlivar^di's ei» beredtes Lchrüi des Tr. Ltein mochten wir noch die Aenßernngen ::: rut'dien Pamvbtete hervor heben. Uebe-r die Broschüre : d eines Anden" hat ein hervorragender <s'esinitnugs z wo l s A n I isondern f r ii c t i Auflehnung g K ö n i g t h u »i f ü Tic „Kreuzz „xUldenpressc" wiedsc schößc zu. hänge», große Bewegung, eben dadurch auch Flach bester der „ft re sch lasse anfratten nnh Berliner Reetor ve rnd ist An der letzten April l. A ivnrdc Nr. 5. zur daö fieirt, inuß iw seiner Conseqnenz gen die staatliche- Ordnung und ten." citung" gebcrdct sich bereits cntzlistct, daß dix r einmal versuche, Ahlwardt „unS" an die Rockgibt Ahlwardt preis, indem sic schreibt: „Aede lbclchc die Tiefen dcS Bolkslebcns aufwühll, bringt anchen Lchmutzan dic Oberfläche." Ter B'icncr rzzcilung" dürfte sich auch zn diesem schivercn Ent wie PetruS den Herrn, den gcsinnungsverwandlcn r-tcngncn. Einträge Sdmefoev*). Lcfsion des nicdcröstcrreichischcn Vandlaaes im io» dem Abgeordneten Ernst Lchncider nnd vicr nudzwanzig l^'enosscn der Tringliehkcitsanlrag gestellt, daß dic Rcgicrnn.g die lTrientaliste» der P>icncr^Univcrsitüt und der österreichischen Monarchie anstordere, btCj Lteve im babylonischen Talmud, Traetat ftethuboth, Aolio iNd?, zweite Blaitseite, in den uniersten feilen zn begutachten. Ter hehräiscsse- Teil jener Ltclle kantet: .Ililux, Ii(.-Iitnn"^n8liil»-ii, imisi-liiin niiiasii M-In-Iinjii, <l"l:i]ijn! Mi st-li'nn-s w-limiiae-h In-» kuton liiintij. jnrsrliL' Itnnl, cmritti ji-ln* jiti'Iol e-zleiii, w imo onnM'i-tli ji-ln- Imi -ziiä"! e-zli, luünii-liiii osti e/.c-l imo. wi-'e-lt liielik-liht »so zi-1 i ni.j. U-j"isi-Iio. nmasii liöjii, wcsclioclitihi en-w Imjtvsnolt." Bo» den Antragstellern rmrdc als geiianc Uchcrsetzniig der eben eitirlcn Ltclle Aolgendes aupgegebcii: „Wenn Einer stirbt und hintcrläßt einen unmündigen Lohn für dessen Mutter, und es sagen dic Erben des Baters: er werde groß bei rms, aber dic Mutter sagt: cs werde groß mein Lohn bei mir — so laßt man ihn bei seiner Mutter, und nicht läßt man ihn bei don zu seiner Beerbung Befähigten; cs ist der »fall s vorliegeudf, daß sic ihn schlachten würden am Borabcnd des £ stet festes..1 Lo sehr cs auch jederniann, der da weiß, daß dic Anden seit mehr als drei Aahjrlanscndc»' "sogar das Blut von- Thicrcn nicht genießen, ivtderstrebei^ muß, die' albernste nnd dreisteste aller öligen, dic Blutbcfchuldigiing, der windcstcn Bcachtnug zn würdigen, können wir doch nichl ninhin, die Aälschnng, die' Herr Lchncider gesucht und diesmal wirklich gcfujnbcii hak, ins rechte Vichk zu stellen. Wir wollen vor Allem dic Worte des angeführten Teiles überieizen: sie besagen: , Biclleichl sind wir nünilich in der. Mischna) mil" einer kleinen id. h. mit einer Unmündigen.) beschäftig!, und (zwars wegen des Geschehnisses, das vorgeloniiiien ist: denn wir haben gelestin: iwann irgend wer gestorben ist und zurückgelasscn hat einen Lohn, der noch klein, seiner Minier, .und) dic Erben des Baters sagen : er werde groß' bei uns, nnd seine Mutter sägt': cs werde mein Lohn groß bei mir, isoi läßt man ihn hei t'eiljer Mu-tter, 'und man läßt ihn. nicht bei E nein, der fähig ist, ihn zu^beerben. ES ist einmal vorgekommen, daß ,1 ihn sogar am Rüstlage des Osterfestes »icdergestreckt haben." Zn dieser mit thnulichster Bevlietsichlignng der Wortfolge des Teiles gegebenen Uehxrsepung ist;» bemerlen: Tie Worte maasu ln«ju. bic liier zweimal Vorkommen, lönnen, wie jedes hebräische Wörtcrbnch und jede (israinmatik bczeugl, nie nnd nirgends Anderes hedenken, als: eine Thatiachr-, die geschehen ist. Tie /form des Worles wt-serlioclitilii ließe, auch wenn es mit dem Borenvähiiten nicht im Zusainmenhangc wäre, da cs sich nicht um einen Wnns^i oder Befehl Handolt, dic Tentung der .^nlnnfz nicht zu. Srlim-Imt bedeutet: liicbcrftrccfc», tobten, auf welche Art immer; das Wort wird jedoch in den meisten Fällen ans. Tödtnng mit einem Messer angczvendct. Mit '-re-b ist der.tltiistiag, nach strenger biblischer Anssrissung jedoch nur der Ftachmillag gemeint,- und der Ausdruck ist in Bezug »ns einen Festtag für den Bormitkag 'nicht anivendbar. Wo das Wort | erek bei» Worte >'<-8:r>-I> vorangestellt wird, ist überall nur von der Rlistzeit - vor dem Festtage dic :>iebe; ivo jedoch i-ri-)> >>nj»---n,-si vortonnnt, deutet das ha auf einen bekannten li'egenstand, und ist damit die Rüstzeit znni'Paiach!^pser gemeint. Tas erwähnte. Ereigniß muß nnbedingt in sehr sriihcr Zeit vorgesallcn sein, sonst würde man ihm nicht aiis die ungefähr achtzig Fahre nach ber i t Wirhaben in Ae. 4 des „Freien Blanes" die ncsslicheir Anssiihrungcn te-s P-osenorS Tr. 2trad. über diej von silohling angeblich anS Tageslicht get'örorrte und von L chne ider seuctineirte Talinndsi.-Ue reproduein. Tcr christ jiche Theologe, der ii» „Evangelisch-kirchlichen Anzeiger" seine-Llimine erhoben, hat bereits den Werth der Aohliiig ichen Anteiprcialionstnnsl dargctegt. Trotzdem vezöncutlichen wir auch diese Znschrsst, die' wir von einem jüdischen Gelehrten erhalten, weit sie in manchein Punkst den Liract'schc» Aussatz ergänzt »nd somit einen weiteren Beitrag zur richtigen Taxirnng der Rohling-Zchneider'schen Wissei»'chafl bietet. Die Red

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