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Freies Blatt · 1892-05-01 · 4 (1.5.1892) · p. [Seite]

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Journal
Freies Blatt
Volume
I (1892)
Issue
4 (1.5.1892)
Date
1892-05-01
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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4. y Seife 2.. Freies -Blatt. Nr. 4. um dc» (''raten (iaprioi für die Ivi, Sommerfeld, dem (Zöllner Ahl wardl's, angeblich erlittenen Berlnstc schadlos zu halten.. Alle Jude» im Wege einer (folicetc oder nur einzelne V Wenn die Antisemileii von Inden sprechen, so scheinen ihnen in den meisten Fällen Namen „odios" ',u iein — offenbar, weil sie bei Anwendung ihres Pauschal i'nstems gegen finden nicht fo leicht der Lüge überführt werden könneit. ., Zur'.'»eiinuitg von Namen lasse ich mich nicht zwingen" — ist eine beliebte Ausflucht eines vielgenannten Wiener Antisemitenhäiiptliiigs. Tie Warnung der „Norddeutschen Allgemeine» Mining" an die' Eonservakiven vor dem das öffentliche '.'eben verpestenden Anti > iemitismiis siebt erfreulschenveife nicht vereinzelt da. In dem „(5 o it- | icröatiben Wocheub 1 a11", dem Organ des Herrn v. -Hell-! dorff '^-c-d-r-rv. erschien ein Ärtikxl unter der.Ueber'christ: „Wovon! wir iiik r c f n i>di fdiei&en wollen." Ter „strenzzeitnngo"! ("nippe und der Stöckerei wird in demselben gehörig heimgeleuchtet. : Ter Berfafser, vermntblich Herr v. Helldorff selbst, verlang^ dag der Lainennigsproeeß sich vdrnebmlich auf vier Punkte erstrecken soll. : Znstackist möge' in ooiuervativen Plätters eine refpeetvoUe Sprache. gegenüber dem .'lauer geiiihrt werden. . Als Beispiel einer refpeet widrigen -Sprache, eines .'inüttelfchwingeus gegenüber dem Thron wird ein Artikel der „Hannoverschen Post", eines Blattes Stöckertcher -'nckuung, ruirt. Zweitens wird'verlangt, dag die eonfervative Presse sürdet' nitr mit ebrlichen Waffen tamp'e. Tie unebrliche '{ampsweike der ..'{r e h;;< i t n it g" wird einer vernichtende» -'i vitit nnierworf-'n .und n A. bemerlt: , Insbei'oiidei-c >ollte eS da,, wo inan geivobin isl, sich gus dem Napnm >"o:ied eine» Sckiin 'ür die betriebene Politik zu machen, und wo man eine .’t.'i von Privileg iüv die Pernemiig des Ebristentlmiiis in rl um euch nimmt, ..!>(' in allen av.de »,".t S nicken nur ehrlich unk lanjer zngcbcn. Hier fei der ' Schaden, den man der Sache des gläubige» Sbriitetitlmmo infinit,, wenn die i^egnee!>olm:'.n an' Beistiele der llnn'abrba’iigte11, die sich mit dem . ' uninl en Bekenntnis; anstlieinnid vbvT U'obl vertrage, bimueiieu können, oder : r. umnittetbar neben 'lominen Worten nuiüe Schimp'reden lieben Mid i'o' i d r i'.o'oe -nsi'ioraiich am Tage liegt, ganz unverantwortlich. .I» der chrononeirt g .::>-:•emttl'cheu' Pr»'(«e wende mgn 'g .eiende Register an bebists A »sivü b lIIII-Z ' ' \ eIde!! g! a'; unt Ueberiandung des iiil'iqeii llnbeitd, .die IIe b e r t r e i b u ng; re «auf ine i"rtnobnb-cit, Sbastacheii wurden verfchwiegeII oder j e'tni;'. zu fatnMien Zwecken. Sie „.Xreiizzeiiniig" trage den rtbuben; .r.achiiee Sintern de-:- Todtichueigen?" zur Schau, das sie ia in .: -eaedck'iiteiiem Plane übe, und durch welches der feicr in einen 1 v.-.i P.-iiieUiuigen, veini-'i werde, an denen >eder Jobliinüliches in D am komme aber noch die Perwendung positiver Univahrdeiten. . die ttiiug" ihren Vcern nutflctbeilt, daß die.Eoii'ervaiiven feer; •- a.b 'inJ-lv.g bei der Efaiswab: „ebne'rorbergegangene Per! nt ft dee Parieileitnu-i" die Wablailianee »in den glatiönaltiberaleii l -nte.i das G-'geiul ei! •l-stg.-steUi war, habe das die. ..xrenznining" : und die ll.m tbrreti :.i -ruen Le'-'ru -weiter ivielen lapen. Tao Platt . iii-o nach d.e T.-ünition, die neulich ielbst gegeben, Seniagegie. Nt.t-dtts wild gefordert, diß die .oniervative Partei mit andere» in-d-be'ondere' der- ''e-aenannte» deuifch HH'ialen antisemitischen , i'.nsen bleibe, riev wird daran erinnert, dag die .,'lren;;eit»ng";t'eli irrtale Partei gleich. bei deren- (''ründnng als eine Partei in wen Sinne onfervative» Aitscktanii»geu"'l>ezeichiiete. Trovdem i n .ch.t tu die>er neuen Partei-libergegangen, sondern imhe unter : r r t it’e n? ecf b I a 11.? ie <"e f cl»af te d es den11 ch n ,r.,n„des, deni ibr Herz gebört, bettitben. ,'t ,ii. v Stocke r, zu denen (dliaralteristik aucki "die ick. .r! nt 'wird, dag er in denselben Tagen flammende Drehen - n -nt,:-? aind tüv dao- 'Begksfckrrilgefei» und Walilreden für^ . .- . Ü i d. r auf dem dennckl i'oeialen Parteitage für - Sckit i.'n :tng.!>eten war f a-o „(a.miervative Wochen --'! d'.? öt>nr-enk'gi.--t. dte'en Bil^nanden.ein iTude tu utirdien, m'-i! 'tee-r -;r=rUtcll' <- , ' ■ inun zur >" "r o betamtt, mit welchen Schwierigkeiten die .vre va.i r.ar.im; tu :unreit bat, wenn sie fielen .git'iandrn heil -d :r neuern w!'.t, Senn er genügte bis ,ei>t für die „üreii', a vai al b'.trfüi' roune j (Erfüllung feiner* Forderungen 3cin ober Nichtsein der conscrvattven Partei abhäugc. Tic 'SoSsagmig vom AntiscmitisMnö > wird auch vom conscrvakivcn! „Broiiiberger Tagcblatt" mit großer Cntschicdcirhcit befürwortet, welches im Wesentlichen ans führt So gut wie wir bezahlen die Inden ihre Ltenern, verrichten ihre skriegS i dfenste und erfüllen überhaupt ihre Staatsbürgerpflichten, folglich müssen ihnen chiick) die Slaalsbiirgcrrechte in' vollem llnfaiige cingeränmt werden. Wir würden in die rnssische Barbarei verfalle», wollten wir Pflichten verlangen, ohne Rechte zu geben. Den Juden den Zugang zu amoritatinen Stellungen, etwa Siaalsiimicrn, Lehrämter», Richterposten, zu verschließen, wäre eine schreiende llngerechligkeit und eilt vollkoiiriireiier Widerspruch gegeit aUeiz. besonnenen!imd gebildeten Sonservaiisiiuis. Raee und Bekeuntniß ist an stch aiebcnia.che, wen»' die Bedingimg des wissenschasckicheir BcfähigmigSiiachwei'es, den wir Alle beibringeu müssen, erfüllt wird. So verlangt es das Gerechiigkeitsprincip des echlcit Eonservaiisiniis, der mit dem falsche»' und' rück ichrittlichcn „.'trenzzeitniigs" Coniervaiisiniio nichts gemei» hat. . . Wir achten jedes Bekenittniß und jede religiöse lleberzengmig, weil die^allgemeinen ("rniid Züge der Gonesidoe und der Moral dieselbe» sind. Saß dieser Standpnillt nicht bloß dem Liberalismus, sonderst zugleich beut echte» uttb vernünslige» (Ton - servatiomns eigen ist, bat uns der große Moltle, ein überzeugter Coilscrvativcr, in seinem liieraifschen Nachlaß erst kürzlich ins Gewissen gesprochenA u S dem eonservativeii Neformprogramm ist also vor allen Dingen die Iudciifraje ansz»Ichoide». Dies haben wir längst erkannt und betont.' ,(/s in »un febc en'rcntich, daß den (konservativen dies von offieiöfev Stelle jevt ebenfalls zu l'Vmiitlje geführt wird. Hoffentlich wird die Wirkling davon bei der Piebelahl unserer Parteigenosseir eine gründliche Luslreinigimg iein. Sine Anonabine iverden naiurlidv mir die Srtremcn von der „.'ircti;- zeiiniig" und dea ibe »achblefienden Blättchen inacheii^gvelchc zu sehr verknöchert nv.d, „m überbänpl von' den IoiischriNen der Zeit MvaS lernen z» können und zu wolle». Polle» diese Preßorgane übeehanpi die'Indenhehe samint^ den veicheveiideii Niuialmord Märchen ankgebeii, io sehn ibiien der eigentliche Stoss, den me maebeitäu imb breilichlagen tönneu. Darm» wird luftig weiter gehet». S iy Sudenbebe in eine S ck> m a ch »»scres Baierlandes Dieses iiiiveigcßliche .naiserwort wolirn wir tut» stets und fest im Ge dochtiiiß begvahren. . {vEiito „uubcad^teto" ^alnuidstolle. y T et „(i ti ü trge 1 i f d) kirchliche A »zeige r" bringt einen Ar til^.von Profimor Tr. Hermann Strack, der eine angeblich „nn btachtete" Talüindüelle würdigt, mit welcher in neuester ^Zeit Nohiing und als sein Helfershelfer der MechauieuS -Schneider das Märchen vom Blutriiuale auszitfriiche» suchten. Professor Strast schreibt: Falsche Bttnrtbeiluugen, niögen sie sich ans einen Menschen, aus ein 'Ereigniß öder ans ein Buch beziehen, stammen entweder aus llitleniilnig oder! ans Abneigung, oder ans einer Mischung von beibent. (''egen Abneignug ift mit Q'riinben nur selten etwas^ zu machen; -datier wird st an - für gewöhnlich sein Hauptangeiimerk auf die Beseitigung der llntenntttifj zu richten haben, daraus, daß" der' Berultliejlende inift dem, was sr ütißbiljigt, sachlich und eingehrnd sich solchen Bemühungen, stößt man freilich ott aus Widerbeschäftige. ^Bs stand ... i Es gibt : unheili wird Talmud. -Er. Jude» Tiefe» nur E Nobling »nd Tiefe' '{reife : richs erschient!» f* Buche fiiideii stebuiig des Talmude, eiihe!zvohl fein Vitcratnrpvpbnct, über welches fo viel ab ge nnd zugleich k'o viel Unwissenheit herrscht wie über den gilt lehr, sehr weiten .'{reisen für ein anSschließlick> den zngaiiitliches (''eheimbnch, ans dessen finftcreii, schauerlich/:» fenineii^fftptuie der zum Eanoiiieus ernannte Professor einigt gelauste Jude» ..E'itlhüllnngen" gemacht hätten. imrs. ich ivohl aut meine I "' i m Leipzig bei I. (5. Hi» „Einleitung in den Talmud" Hinweisen: in biefem sie für 1 M SO Pt ijenatte Anslunst über die E»l- •■ln! it n jtg'.tu.: in unten T.a s C tg-t n d. mul) Ansichlieszim.z d>s : i' : >m Bi:ui.!i;,-:i. wfl i.oua Iist11 ck, oder christlich .: INI Puast'.oi, : .-.zui-..ig,m öder-eine >t II t i'emitiiche -:,!H.n. 'ltm -Ille Be-eilten zum Schweigen zu bringen uns --> Bestall > >ivo> innstei, Wir leimen uns infe'ieit gteickiwolu ■i-Parteileitung wirNtib gfneigt .iein tollte, ab ■ b . . Schind»; r- -i» SaJie ubet ihrem xopf ab "i'! m-Pt; :;t ::>lich die er'oederliche Energie gefunden wird, ' i - 0r.:: •' -' rva11 v ne n n en lut d : » nt> ch ioc i a 1 - r cn. ijch-zn . niit iinufer zweiden11gin Steltulig u .ii.icki'incklickist vratistirt, daß gewiste Organe it'.ckn zu ilirem ' Seva-ratfalmleiii gehören, als ..im ' '.U'üeutivln, und betont, daß Ifnge,zogen d:-- Parteivorstaiides icharf eeninrirt werden s He:,ii v. Helldorff gibt ichlioßlich dem Wnnfche Ebienmaiines Stöcker ans-den Dieihen der emt i'tveii Partei ziemlich betulich Ausdruck und betont, daß von der 7 gibt almuds oder, wie ..tan bester iagcn würde, der beiden genaue Angabe des Inhalts der ganzen Mischna und ' ein kehr ausführliches Likeralttrverzeichniß , S. OS f. die Uebericbungcn ins Vateinitd)*, Teiilfche, Englische, Französische, S. ('st.i—Tti.bic Erläuleriingsichtlifleiil. — Oie »feisten Ausgabe» des Talmuds, im starine» Maße die Baseler, 107^— I .'is 1, und die ihr folgenden, sind durch Eöuliis!, .nein durch christliche, iheilweise aitch durch südische f Eeiiinr,- verÄlmmelk. ('saiiz verlehil aber ist es, zu meinen, daß die i ainichristlicheii Stellen oder etwaige gemciiigefährkichc Aeußeriingen da! durch der -sietminiß der Ehrineii. vollkommen enkzogcn wäre». Fast alle noch erbalmieit Talmnd Handschrifleii sind in großen SffcittUdicft Bi blioibetcii ckmbewahrlz ebcitbort finden sich nnrciisirte - Talmud Ans r gaben i bie lüpf, freilich zu viel gerühmke Aiisilerdanicr Ausgabe, Kitt ss., steht dicht bei meinem Arbeikspnlt-, n»d die „Eeni'nrkücken" sind in . mehreren Sonderdrucken zusaminengestekkl >s. Ein». S. .'»>), von denen! ich vier best»»'. Was der Talmud von Iein und den Avosieln sag', 1 d»is hak an meine Aiiregung Heini'. Vaiblc ziisainuiengestellt und bc; ivrocheu: /.^esus Ehristus im Talmttd" :Berlin Ib'.kl, H Nenkher, i ISS S : 1er von (". Talmait beforgte Anhang zu dieser Schrift r 4 gibt den oriiiin igiualeu Wortlaut aller Stellen. Sinrz, ich glaube behaupten i

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