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Freies Blatt · 1892-05-24 · 3 (24.5.1892) · p. [Seite]

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Journal
Freies Blatt
Volume
I (1892)
Issue
3 (24.5.1892)
Date
1892-05-24
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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Freies V l a t t. Zh.lL v L ‘ reitrten ihnen übrigens ncn Eu.pfntig, wie ihii / zcchlustige und zahlungsfähige Ausflügler verdienen. Auch der Herr Tcchanl war sehr freundlich und führte die Wiener Gesinnungsgenossen hcrni». Mein Liebchen, was willst du noch mehr? (Eine mannhafte Erklärung.) Tic „C c ft crrc ich i s ch c B vltS z c i t n n g", veröffentlicht nachstehende Erklärung: ' j . Fn der 4!r. 1173 voni!>. April brachte daS „Deutsche Volksblan" eine in l seiner sailsam bekannte» 'Art abgesagte Aoliz, die Ansnahinc eine» Hilden! AainenS Heller in den Geincindcvcrband von Wedlet'ee belresiend, und .inotivirle dieselbe mit dein Umstande, dag eben auch öeMcic-c seine» „eisernen" > Äürgermcisier habe. Demgegenüber erlaube' nt, mir ,;n erwidern, dag selb» dxr „cifernste" Bürgermeister allein nicht imstande iväre, irgend einem Mil I bürger, gleichviel ob er nun Christ oder Fnde sei, daS Zjiständigkensrecht zn 1 kslhcile», sondern das; hiesn die Beschlustfaisnug der Gcmeindcrcrireinng er- > forderlich ist. Diele letztere ist nun in Fedleiee glmllicheriveise aus vernnn'lige» ' Und vorurtheilSlon» Männer»;»>annuengeieht, denen in einer Linie die Ehrlich : teil und Anständigkeit eines Menschen, »ul» aber seine Cousemon -alS mast! gebend für dessen Beurlhcilnng gilt. Herr Heller lebt feit mehr 'als tün'zehn j Fahre» ä» unserer «äenieinde und hat sich durch 'eine streng rechtliche LebcnS ] inhrnng die Achiung »nd Lhinvalhie all derjenigen zu erwerben gewnstt, welche j Gelegenheit halten, mit ihi» zn verkehren. Das; aber die Fedle'cer Gemeinde ,'s verlrclnng nicht in das „Hevp Hepv" Geschrei einstinnnl. zeii.gt eben »nr von > ihrer Intelligenz, die inan alleedings bei gewusen Mmilhelden vergebens >'»chen ' müßte. . , « Fra »; Her; e >,. . ' J Hauseigenlhüine'r christlicher Contclnon in Fedle>ee Ar. >ll ÄNtistlllitisiNNS UIlD 2inli(lltcit. Wir halten ist Ml levie» .si'nnimcr des „Freien Blattes-" l^elcgenhcst, von einer l^crichtsverhand lnng gegen eine bernfSinägige Alttiseinilin zu berichten, woraus hervor ging, dag auch der AnkiseinitisnittS nicht vor Uitfittliditcit ichiive, obwohl er die gcschlcchl.Iichc Uiisitrlichtcii genau wie den Betrug als ipcrififch jildisches M'ationallaster hinznsrcllen sich bemüht. - Die „leipziger Gerichtszcitnng" weiß nun von einer schon bis zur! Anklage gediehenen llntersnchnng gegen zehn-'Herren zu lericknen, lheilS . verheiratete, theils' unvcrheivrttcie Männer, aber a)te den bessere» Gesellschaftskreise» ungehörig. Ter k^egenstand der "Anklage ist solcher Art, dag Ujir ihn ans ('Hiiiibcii der 2ittlid)tcit nicht näher bezeichne» können. Tie Herren veranstalteten i'n ihrem Elublorale bei verschlossenen Thüten Trgicn, das; der Wirlh dem Eluh sofort 'ein Hans für immer verschloß. Tie in Berlin erscheinenden und stoin denl Vieentlaie» iM'übncr hcransgegcbcnen, >iiik''großcr Tachlenniniß und n'cwaiidtheil redigirien;,M i l t h c i l u n g c n -aus d e in B c r e ine z »r A b >v e l> r ^d es A nt iscin i t iSin u s". stellen hiezu die Frage: ..lind iver sind! die Helden dieser Tliat? Tie Mitglieder deS diesige» eliuder.elnbs! .-Laronia', erklärte Tenlsäi Toeiale, welche Fndcn^nichi als M i lg l ichcr auf nehme»,, aber i» de» änIi i e in i l i > cli e n Be rf a in uzl » n g c n die Hnnpi'chreier sind, lind solche Veulc. wagen cs, Anderen Moral zu predige». Tas sind auch ->i am vier für j , Tcntschthni», Moral und was sonst noch in dem Programm der Hcire»! Antisemiten steht. Wahrlich, cs. wäre an der Zeit, auszürnie»: Teulich »> land, wache auf, niid sieh,, ivie dein reiner Tchild von Unwürdigenbesudelt wird. -- - Ter int ViiitTc dieses Monates stall'indendeli Ber Handlung gegen diese Herren Moralprediger sieht inan mit begreiflicher Tpannung entgegen." (lkntrwnrtrtr BcrllilNdclc. l Tic Aittiiemilcii, denen sonst nieniand genug national ist, habe» sich in Schleswig de» dänische» Proiestlern, wie ein dänisches Blatt sich ansdrintl, als „nncrwariele Berbniidele" angcschlost'cn. TaS wird sic selbstverständlich nicht hindern,' in gcivohutcr Weise gegen daS ,intci nationale"Fudenlhum weiter zn Heven. Zius antiffmitifdyii IVivincii und i\r fammluiuyn. r" (Bürgerilicistcr Lueger und (snrOittnl Dcherzcr., F>» tnthonf.fi.coimitu tionclicii Verein aus der Wieden ivurde dein Abgeoidneien Dr. Lncger ein »„Lorbcerkra»; aus Ciie»" geipendcl. Ans die>ei» Anlan'e hielt der Cooveraioe «chcrzer eine Rede, in welcher er «'siche „Dtttl'äicS Vo^lsblait" Rr I I7!i> Lueger eine» für. daS chriftliäie Volk kämp'enden Helden nannte, die Festigleit seines Charakters der des EisenS glcichstelltc und' schliestlich versicherte: ..Hätte,i wir einen Bürgerineisterpone» ^n vergebe», «vir gäbe» ihn Dr. Lueger." Macht daS Ganze nicht den Eindruch" als ob De. Hochwiiidcn sich hätte über Herr» Lueger lustig machen wollen'.-' Tie Redewendung vom. läu'psendc» Helden kann troll der Fälle Lueger Elienne und Lueger- Friediung allenfalls noch als gut gemeint hingenommen werde», ebenso die vorn eisernen Charakter des LorbeA geschmückte», dessen ParteisteUung schon eine sehr wechielreichc war. Tust aber der Herr Cooperater auck» — berührte, welche er nnd '' ' .. ' Leite 7. die -Deinen nicht zu stillen vermöge», klingt sehr malitiöS, und kein milsiihlcnder Mensch hätte c« -Herr» Lueger verübelt, wenn er lakonisch erwidert hätte: „Wenn ich Papst wäre, würde ich Die;»>» Cardinal cyiimm'ii." (TiejWcüäiiintcit »»ist gsöstcr schilt.) "Während Baron Wilhelm Berger das Feldgeschrei: „.'tauf! nicht bei Fud«?n" erweitern und auch die der Frei niaurerei 'verdächtigen „Dcheiuchristen" aus die a,itiicmiti'dyc Proseriptionsliste 'eben will, hat der ezcäiihhe Antiiemil Baschali, iu einer Verlainnilung zu. zsizkow gepredigt: „?ta»se nicht bei deutschen Firmen, weil die Dentiäsen deine gc'chivvrnum Feinde sind." Daß Vaickan, nicht einmal zu Ginisten Skr "Wiener Aniiiemkleii eine AüSnahine gemacht hat. ist bei den sonstigen srcundicha'llilheu Beziehungen zwischen ihm und der-Fraelion Lueger-Dchneiter nachgerade erstaunlich. iCrzäliliigg eines Glireliinaiiucs.) Dchönerer bat linigst in Ro'ien i» Dachieu eine .Wandervor'ielliing gegeben, bei welcher Gelegenheit er ivie das „Meistner Dägblalt" »nd nach diesem'die .'irenver „"Desterreichische L a ndzei ln-ng" zn b.krichlen^ivcist > mich an> 'einen Proeeß mit dem enen Wiener Tagblal'i" r,ten kam. Dchönerer ezzahne der anli'emili'äieu H.iielle zn'olge de» gläubigen Biilbiirgern 'BlieiycheuS, das; „fein Verbreche», daS er mit vier Monaleu "'ei ker 'biine» inuine, darin bestaiid. das; er, erbittert"über - das niesle Gebabren der Fnden, die gelieiligte Majestät des sterbende» denilehe» .»ai'ers zu in Fmecke »»'anderer Börnninanöver herabznziehe». die Fndenredaetcnre genannter Zeitung, die sich mit ch.'aizralö''en,We>bern die Zeit verlrieb-n. dnergi'ch zur sti'ede stellte". Rack, dein anti'einsii'ä-en Berichte 'enäilete sich da manches- Zuhörers Auge, Und luinntenlang anhaltender.'vonlaiier Beiiall lohn'e dic>e — erbärmliche Liigis. Denn das ist es doch, ivenn inan ivie au-S der Gerichts- Verhandlung hervorgcbt.—/vöu einer im D ienste anwe'ende» ehrbare» Telegraphi'li» als von „jeandalv-'-n Weibern" 'prichl. Weit vom Dchnsi. denkt sich Dchönerer, las» sich gut bekaupieii: und da bat man in temietben Atbcm den .Miiib. ..von einer Richi'igilcllnng ienes beriichliglen, dnrch.'die Fudeiivrene 'chainloS eiitstellz,'» Proeest'es" zu 'prechcn. , Die Rciliing deS .'stlciiigcwerbes.s Zu "Ar. I des' ^Freien Blaues" be ' riäncten'ivir unter dieser ^Dpivmarle von geivGe» nuanasineirbaren Berdächli gungen. welche Mechaniker Däineider a»i Dch»hi»aä,erläge;n Gra; 'gegen die Wiener „Fndenvresi'e" vorn Dtan-'l lies;. Maie schreibt uns nun inst Bezug darant" Folgendes: „Wie tonnen sich Ainisemiten nnlerstehen, von einlaneuen Dtiä-liiigen zn ^ec-hc», d:e alle möglichen Verbrechen verübt/hätten: Weis; 'Mechaniker Zchneider nicht, das; auch Brint-anuS wegen. Betruges ver-;lrst>eill ' wurde, tan jD:ecker's Amannensis, der Dchneider^G r n n e b e rg, ein iviederböl-l bestraftes CeNdividmiil, >rar, und deis; deck ersteren Hans Dalmndist Dnnoll Man gleubsiills gerichtlich ql'genriheiN ivyide',-' Wenn aber Däineider iän'iiZsi"» der Fonrnalisiik 'vrichl. ko möge er 'sch der "Mitarbeiter der Dk!ei''chü>vSI»)chen ' .D.ribiine' eriniiern,--von denen Robling.allerdings znni Caneirielrs avaiuirle,- -ivährend Aeininär von österreichisihen und :ä'>vei;elHchei,.t'si"l'ichle„ wegcn-Vei brechens ans «lle'oinn'nchi ver'chi>"dene Freianariiere crbieli inid^ D om i.e >'ogar einen "Men'chen - . inS' bessere Feioeils he'ö^'^l bal, Do sieh! die ainvemni'che Zoiirnalislil aNS." - 2h-i5 autiKimtifdyu ^iattorn. iFcilchlsn'hlichcs vom Alttiici»liisi»»s.'l Der Briestaste» Sir „Nnver - i'al'chteii'-D ent'chen Worie" ist. ni-"-niäirnigli.li belanin, ein >o»yilalisti'cheS - llnienin, das allen »nr erdeultichen 'Zwe>h.i:: der. Pro'criplion gewi'ker'Michkcr,. denz BiSniarck 'lind - schönerer fi'Muif i.t. "oaa, der versteckt''» '"'e',hä>:-/ G-laine n. A dieneil instn. Fiilerenan: in der .' .st-' FenäitigleiisgLad die'e-:-" Brie'lastens. i Fi> der. letzten Ali liniee sind': iUi' ein "Jietr,: Prosit der K".' .'ionstanze bavri'chen. Oi-a''-"-:-.", Find: ui.1i: genug a-aa - Nr^der n'nch'len.'Aäbe eine andere: -.W a r l bit > ge r in btt' e n, Fn; ■';* ’.i rge z •':: c:» ->iollsta»;en besten Dant II d. >>>r.-D>b." Wir!-.,r."» d:e>e i-'i-'.--'.'iitinni., einem „Fachniaml" übergeben, d-r sie am Bier-lel'-'-t! eieens sibaven .1., tn-agte Das Re'liliai war -'iu -"ifumvi' I' '-: -tt» du Br:!->ld."te.ii zuwindr bringen, itiiistu'n. lene „nngezahnen >toustan;en" abd .»utiidenen-.-' .„.'iriigeln" eon'nmiri. locr'den Wenn Herr Dchönerer abet v'N.1 l">l»nd:g>l allen WrosilS „naibgekornnreii", >o wurde-k!>" dopre-ne Za!: d>;blan-L". sas gibi.nut daS Fahr' etwaltt-sgetloliier. Wer ir-'Ule "-> ne,!'!engn.-n, dm '- Ar.lt 'eniilismns ein ioirch-ä'.i'tli.l-er Faeior -et - ' iFl> ciiicr "Anwaudliiiig von Wa>>rllkilslicl>r.- 'b.-''e''or Bo'.zn- Anslassnngen über den Anli'emilismne 'chon ^u ied-''.bo!i >"'eg.'::'ian ' Crörlernngeu 'winden, >agie >,. A. an-v. „er 'bade '-'ine Bedenlen-, -b. der A » liiein ii is ui ns itichl;n riet ve r.'vreebe" ' Hie;n gibt d.,s ,B-l ie,r land" iolgenden Cvnnneniar: „Del> meisten. Dänen loniten »ivn n ot t bei stiinnien.-C'inzelneS hätten 'vir alletdingS anders ge'-igt. >n>d in de» Cmi etustonen winden wir-'vielleicht-uxch n'-eiier a»seiiia»de:o,e!-."':i Am! >'>; :>, a l> e r hat ifii s d > e "Mahnung ge'alte», d.a>; der A »> i' e t» i: > s t» zn viel v er'r recki- Honiumgen erreg,'» ist icidit."ne ab,, - uch zur'Cr ilillnttg bringen — tas >st eine andere Dache, '»nt ,-km-allerwenigste» 'oil'mau die Lage der-«^ek>l'ickle» noch, .durch öiiilän'chle. Hoi'nuiige» verbittern." Tie

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