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Freies Blatt · 1892-05-24 · 3 (24.5.1892) · p. [Seite]

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Journal
Freies Blatt
Volume
I (1892)
Issue
3 (24.5.1892)
Date
1892-05-24
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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guten («vmit'iiW des „Paterlaiid" dürften loiöcr mir von kürzer Malier sein, und über tnrz oder lang mird o>» gewisier jemand die tolldreisten Bcr'prcchnngen de-) Aiili'ciiiilisiilnS .wieder mit Lobvialmen beiz leiten - «Wiüigc yiunrrtlifmi) ^Bekanntlich" — so oft cs sich darum bandelt, den .»»den etwas klnbcwie'encs aufs zu slicten, beginnt der Text immer mix „k'e'kaiinilich"! Alio da-:- „Tenk'che BoI!sblallb »chrerbi: „Bekanntlich sind unter den TüpaMilaldeu die Juden in hervorragender Wei'e belheiligt. Während dn-selben'gegeil die £Vor aus den Reiben der christlichen Bevölkerung veritable, mit- Tnnamit gefüllte Bombep in Äniveiidniig chringen, verfahren, sie gegexmhre— Blnisverxpandien ivennns gliinv'ticher. To wird aus Brüst'el genicldet, dasi der l'i-mfnsii.ze Schreckensnzänn Salonwn Rnbinstei» ein Alienial gegendie deilige Tnnago»ze deging. Bei der Unlerfnchttng de-Z .Nordinstrumentes, einer Bleckihnelve. 'and inan dieselbe mirInicetenpulver gefüllt. Rnbinstein, der Witz l eid, weis; feine .V»iir Lhen zu .anallsieiren!" Glaubt da» „Deni'che Bolks blau ' ivirk.nb, n-as es sttneibld* Tasi l^enonen Ravachol's ieble.chte aiitiscnniiiche WiK mack en> ' Tann in es >ebr naiv. Glaublicher scheint cs. das? das Anti -einuenblall die Nachrickn stir das. was sie ist, für eine schlechte Erfindung back. find, an» die ttitbeüswngleir 'einer Le-'er 'veenürend. sie irovdein in die Tenentltchteii nni''. nt'ii'i.b i:tau Die 2tfTT:V r „Inden enlne.!'!,! c\\: „ . r i'. V1! e g e r dran: il ill ibü en nvismackien. daß ste mit I-aben: ' der gi'.ie 'JKaun d»r : aber T.'eiaid^ nwkiaten das st'lbe, :i die Bere ini^rcu -si'-nücn ini: ibrcn glauben. D: t r.'fi' o in rad ieale s.Aiisti leuchen d \r.uu al:-: .- das >''ea: 'ntbeil: geraibcn trcilliglcil t? briücii." > Unter diest'r Ueber - raffe" einen Artikel, .dem' nur Folgendes t stch au. die Toeiaideinoteaien heran und den Bereinigten Ehiiuen Berxibrnngsvnnkte ve» deii'elren eine» .'lorb betommen. Tic : uininbeiien ediuvidinliiiren »innen-. r:ie -len das wieder gminachen zu könne», er, sie verlieren an' jeder Teile de» Modell ne: -inebr in einen Tchniuv hinein. To schreibt ein großes -.-^cht rBlatt: .Rech: nngehnnde» gebt es in.der. :b---'i:be zu. Fast in jeder Titzniig konkmr es zu l,eiligen Beteidiauuqen. 'ftnrindcheu Annrincn groben Scan r.s geleist-", nerden, da .te anliliberale Tvvosiiion die Zeit Weise -eergeiid:: und lodistblägt Tie ernst an -nebinenden ---:--'cheil Bar:ei 'vielen ini ,-ssentlichen Leben keine Rölle: - -B.' . : 'lniist- ‘III I: •:n sind laut er deniagogistbe .'iratebler von .: . .-. -.n!:,-:-., "st-stch- -skr. :iv. . d enen da 5 c 'chiinp'en antsdic InSen-bis- : I :c.ii i\: ' ch. .mirtCÜC Zei rgnist. ire.ches.man Ten . i m. Xtc-'o ün :d aber nnx. Eleräeai und '»; ’t'ii rdiiüi .i. All tuA tu eiu dniitker T l-atteu ian--.Sie .iT yAUn X:c ■S.cvuaU] iT W0U CU u; 'Tb-eii d-n gut stebciz: ivenn '~ i:r;■;ui .:in s luiiü cnc Tcma^o^ic 'aüc!u, v mus; -. .i. v:'.: C ’n :.t d n 0 :..u Aiu >i gänzlich verlöre.» geben. -n. I > .'i: itvtirih’ fielt dem niede-ren Elerns ab T*. .vam-u i, n TT iu .uur* . H; k>-mai' gegen diest's Treiben iri” X. i :i' t‘ X . :::» n-.'geir der Tnbven - X. 1 'Xtvel'.Vl va s' .Baieriaiid-' '-.bars an. 'v •- : a. n. v.vi Ul beiden r'l nun endgillig-das Tist-bnicki » •lI'.:.’:1- iw: at ,V: I;• leger wieder in - eleriealen > -.; A...:s . :■ Sl’U :: r, allen :ei>e. Allein, in t^iest'M ">e ' ■*. >i ■■ ■ :n .;.i ''>C'N ' äle, neu:,- :-a: niaii vdn sich ad - .i ' ' .. ", Um :u temii :n fscki »ich: enen als Mit den l'N' l; n st, >:a.h 'Tbeu tede.s Beelranen, “ . r lei. a:-* re b: v i e i a r m z n i>i a >b e ii. . ' r;i* 1. i :'ä;:: st eben. Eine Ber-azzimlung : n: mebrere an einem Tag-', in ui' d-:e Radiealsien binaus, und zur b' .-.--eauz übe-eieichl. und er wird als '.stiili'e n„d stouiodien ziehen -Kt*rriu gerne zu den Toeialdemokrateii flüchten, weil das der geeignetste Boden für Temagogen ist. Welch ein Sprung ist das vom Bereinigten Christen zum Soeialdemokrateu .,.. Run, von Tr. Lueger ist man solche Sprünge schon gewöhnt. Wenn sich nnr derselbe bei so tolle» Sprüngen nicht einmal das Genick bricht "; I .7 ' - ■ 4; Literatur. Was d chran Wabcrl über de» Antiscmitisluns sagt Bon Adalbert Hassuer. .'»n Selbstverläge des Bersaffers, Wien, X., lTuellciigaffe f>6. Ter bekannte Poltsichriststcller Adalbert Hassner hat cs unternommen, 'einen Laiidslenten, den Wienern, einmal in ihren Tanten, ini gute», derben „Wienerisch", den Te^r über ihre antisemitisiche Berirrung zu lesen.. Ter Berfa''seischeint mit dem Bolksgemüthe eng vertrant zu sein und weiß den äficncc an feiner ciiipsiinglichsten Seite, beim Gemüthe zu faffcn, er beweist ihm, daß der wirkliche Wiener zwar furchtbar im Gaslhanse über die landen schimpft und den.antisemitischen störnphäeii znpaicheii kann, daß er aber, dem Inden z. B. im Elende gegenübergestcUt, gar nicht daran denkt, Antisemit zu sein. Ei» .Büchlein wie das vorliegende kann ini Volke vielen Nutzen wirken, »msomehr, als die Bi an n er der Berhevnng zumeist, die Gegner ^derselben aber nur selleu . sich der echt -vollslbiinilichen Formen bedienen. Zugleich erfahre» wir, daß Dinner mit I. Biai eine Tialeet Zeitung: „T'Frau Waberl — a Zeitung 'ür gute Mensttien" -fberanSzugebeu beabsichtigt, welche in erster- Linie den „Berein zur Abwebr des ÄnliseinilisinnS" in kräftigster Weife unlcrsliitzcn will. Wir wünschen dem Blatte und seinem .-»cransgeber viel l^lück. Tic stirchc und Sic Zilöc». Eine Studie von Tr. Friedrich Frank, Piarier und LaiidiagSabgeordneicr. Rsgensbiirg, -.Nanz, l>!t^. Tie vorliegende Broschüre verdient ein nicht gewöhnliches Interesse, nicht bloß deshalb weil sie. von einem katholischen Geistlichen geschrieben, ml, gegen den Anriieinitisinils kchrz, fast noch mehr deshalb, weil der Amor eigentlich a siegle ne Boranssetzniigcn anninlnu" und gelten läßt, ans welchen sich der A»tiscinilisinuS heransbauk. Wir ''e^en da ein Bild zwcilaiisendjähriger «beschichte entrollt, ans welchen, Wuckftr, .Betrug, Berralh und alle erdenkliche» Lchlechtig keilen, die dein Iudenvolkc zugefchriebc» wurden, aber auch dessen furchtbare Leiden und Bersolgnngcn inchl ohne stnust hcrausgearbeitct sind. Ter Autor ist allerdings gewissenhaft genug, hervorzuhchen,' daß bei den Iukenhetzen des Mittel allezs unk der Neuzeit ungezählte Schulde» christlicher Cavaliere und die Geldnoth . der Fürsten, überhaupt die sarra auri sanier eine große Rolle ge-piell^abe». Er lobt auch chie jndischin Tugenden, ihre heroische Glaube,iStrene, ihren Fleiß, ihre Tvarsanikeil und' ih^ Familienleben. Nichtsdestoweniger könnte man anfangs leicht versucht fein, den geistlichen Verfasser für einen rechtgläubigen-' Antisemiten, zu halten: elr cilirt Rohling und gesteht dem Blutaberglauben eine bedingte Berechtigung. zu. Aber darin liegt eben die Bedeutlüig des^BüchleinS . >',ir den Ai-.ii'emilisiiius, kenn trat» alledem lautet Frank's Äntlvvrt ans die - Frage: „staun ein katholischer Priester, übcrh.auvt ein glaTibigcr stalbolit Aiitis,<>nl iein'r" kur; und entschieden: „Nein!" Frank schöpft :ie Betvei'e für dies»'-:- Urtbeil ans dem Geist des Ehristenthums und "ans den Traditionen der stirclie und ihrer Priester, welche, dem Beispiele Eyristi 'vlgeud, stets den .»iidcn in bitterster Bcdrängniß Schub gesehen. Er leugnet-, daß der Talinnd ein starechisinns der Tittenlosigkeit fei, daß cs nur jüdische Wincherer, Betrüger iiiid Lumpen gebe, und verwahrt sich, „A u s nah »isg es ehe gegen die Juden z in ach e n, bei d cncii s i ch ihre unbeschn ittencn .Ednenrienlen ins Fänilchen lachen". Tiefes Büchlein ist eine Zurück weiinng des A»li>'einitisinus sozusagen aus seinen günstigste» Prämissen. Wir eniv'cb'.en es. den 'öerren 1*1*. Schnabel, Tcheicher ». f. w. zur Leetüre, wenn ' ^vir gl'eiä, wenig Hoülmng haben, daß es kiese Interpreten keS EhristeiithuinS vetebren »>ird , ' li. ^5lil)fkastr'n. .ü: aut ein. dag die Bereiuigten :v ''-.»bi -.i aß er einen unbalibären' Tlandvuntl Beweist' abge.eg', daß er eine Mt.a-Wile Partei veria'seubat. i: 'l.:ä>le:e: ibri't:- er inv-l> Tr. L in Prag ' Besten Tank snr Ihr/ Silnipalhieknndgebung; die Attsnabnie Ihres Artikels müssen ^ivir jedoch able.hncn. Wir sind grundsätzliche 'Gegner ,edes Ansnabnisgeiebes und ivollen selbst Anlisemiteii unter kein solches gestellt >ehcn. Erlist L . r. '.Nannst-rivi erlieg! in der Redaelion. Wir dringen grundsätzlich weder Gädichic noch sonst einen bcllelristisichen Theil. ..Llrbciter " Wir!» demnächst Verwender Ivcrden. Besten Tank! ' ^citritrcf rtliimurtcu zu in „herein znr '.»lluuclir drs s>l»tiici»iliviil»s ' lucrDcit ciltlscgtiilsciiouiiiicll im Sccrclnrintc b« Percincs: 'Wien. l. l'flriicrnfliic 1. t. Abonitemknlsannteldnüizrit mit das „Freie Blan" ninuni die Administraiio», Wir», l., Teilerstättc Il>, jederzeit ciiigcgc». Ebendaselbst lvtrdkll auch klilzclnc 'Jiiitunirrtt abgcgrbcii. - . Probeillliilmkr» zur.wrircre» Brrbreiinag des „Freien Blailcs" werden GesinnnngSgriiosiett-ans Berlangen bereitwilligst zur Brrsiigung gestellt. .aü.'a.bei nn. veiaullvoeiliche. Redaelestr: Er»-n Bilior Zenker. — Truck von Eh. Reißer X' M. Werlyncr, Wien. V

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