Freies Blatt
- Journal
- Freies Blatt
- Volume
- I (1892)
- Issue
- 3 (24.5.1892)
- Date
- 1892-05-24
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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- Amiens 1× ep/1044016
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: n, /Sj ir* . yill i». ’ reite - Freies Vlatt. TTr. 3. ' Seite iftm geleistet wird, Gewiß werden die. unchristlichen Christen ihm und sich selbst den Hals brechen, aber andere werden die Heche befahlen, und diese, kann riesig anwachsen, wen» die Heilung des Nebels der A-'ik allein überlasten wird. Unte^ der Fahne des Fornckirills bat der Anlisemirisnilis seinen Cin;ug gehalten, und de» nationalen Heißspornen, welche ^nichts Eiligeres zu thun hatten, als sich ihm anznicknieße'n,. weil für sie in der Politik die Popularität das Erste ist, könnte es doch schon anisallen, daß die Be dürilige»^ welchen >r die rascheste Hilse versprach, von dieser Hilfe ferner sind a!s fe. Was ist ieilher ans jener Fahne 'geworden? Warum beißt ne keinen ernsteren Politiker mit sich? Weil sie nichts '.'luderes bedeutet als die Reaetion' ans der “ijmije» Vuiie. Pas nihil jeder echld'Steirer: darum lhnt er überhaupt mir'pro lin,»n mit... Mein auch das läßt sich auf die- Vänge nicht »in gestraft lhnn. Cs ist eine Berlengnnng derliberalen t>'rnndsätze, dle nothipendigeriveist-- sich 'rächt, weil die iverlhvolisten Crrniigen ichaften i'ii.Beriall geralyen, wuin nicht Männer da sind, die si^ Hochhalte». Cs gehl dnrcki Steiermark ein anliieinilifcher -Zug, der dem Namen, nacki gegen die Inden gerichl'l ist imd in Wahrheit nnsere sreiheillickicn.Institutionen'gefährdet. Wer hätte es vor ein paar Fahre» für möglich gehalicli, daß der steierniärt fche Landtag für Zeinen Clienieldrchein nch ausipreche» werde? Tas.ist ein Niß mitten durch die Fahne der Freiheit, »nd nicht etwa kn einem ehrenvollen Kainpstgegen die Feinde der Freiheit, durch die Hand der Freiheilsfreunde hat die- Fahne dies-» Nist ftfommen.. Ter damit inanguririe Curs ist fewi steiriichir, oder Steiermark ist - nicht mehr das Vaud, der Adttniidvierziger oder'Sech'zigerjahre- Wir find uns wohl bewußt, daß diese Sprach, inißfallen^niid »ns verargt werden wird', jedoch wir Hallen es stir keilt,geringeres klngknet, »'um als wenn die Fürsten keine Freunde, habin. die es .ihnen one» tagen.',wie dle ruujr lu-gcu uim'inM»» aestenin wad . . . v.'i .; r o r 'ster:; 'I>U2. Dor ^31 utaberexla 7., C. :-.:n-.!Mg nenesten Aii'lage von Men er's »• e. >' -.: -.- a s v •.. ' - » '.-'chieiiene gw-'i-e . Smw'.enienlband für l-^.'l all enien teln . che»?l:;»e ' m er de::- Biniabelglau! eu, r. .-l>..a N'tt-hstcbend.-u' -..-p-.-odu.--:-.::' . -.->Cli.:d:::no'n nud^ d.r ".W\i!,’dK---i' ge-n.iniaine -i-sh UI!!": »' ml-: -..istn : . ir ».. .-» C*7.nlii'n-ß 'Uhren. r' .-- . r.'. S.a .n Säst ron« großer W: inräi n sth: 7 rnst- Nidirn:'.; T o-.ai Fäg-:r und e i.i '!. std v': a B . -.du ,d iß;mr sein ■-Hute de.mm’":,mm'. *»•'.:ist-- d e mdr Droi? den önden. ,.genihninliche /.eaß :i -::n-B*.N-; Seele, "st-stnining, Fiidiriknatilät, -'e•: : . ' >0.a:tand dabe: v-.mt'chen 'an. bei - Pe-l:.-?7! ':w t'.'i. n, ,:ie:i Bund iar-e- Vehen '«Kriegen, 7stn:. e-- in •'!• iad ,n Me es 'ich äegen >'e-:'a m- :t s i -.nul'-an: IN --'Nie "stiide rinnen,' -. -.:.?•' ::lT - - ... r-a-g a -s U i: v steiiieii, sich g,.,..Festig r-e:ae:-. tck:..- Wn.-'.-.i. n .- i-II. der, t'.-düi, Armenier, Fberer ■ -tr er : .:*-•! d.i- : .oo'ch! Ii-.is W--in, 'wie die alten tml>e:i, M : ...' >> i. Fa-e.. a Veeeee», Plniarch und t- ’ . ■ > . .!) noch -;..t "'r-.echen und, atln» n!\ i'llle;:: C ' : .- ag - C >',tar - -U. r. ge!!."'e.i. -e ->0 ... .7-.l .diiich t ,:':>k::a-:- st!i ich!!. . "st iT.relt :. 't. r" aaie-e d.ii Pundes -.-das ,-ae Cati'.ma. Wenn bei die'en sttnk: ' i nntr.-nub,-,!» Seelen und e!!.!.- - W.N.I alniticheii >'d.-e : -. .-.rnig.- di.- 'L^iebu'ng der Schälten - e : - -i. mnßi-- sei arolst allen i^>-brauch, dn:ch Sp'eiiing von :! 7 i lren d.-n >je-rn guter .und böst-r n nn 'Cabefglänbitcher ->rsti n . i.i r.n, betreffenden -.rarolie 'vielen: nnr r.'-. -I- .i ,iiiii . r - r ■ V |*i ' -. - . *' " -*: evnnniiiieli ar fein J».-e * »:■•' a:. e. - - o o-sti^.*,!,,,, : das den Aigar k.n-ndndc V :i: : : :: t.v tijeu mm r.:i d: Tv'.ritdeir'selbst mit dein iksta-e "p.-o:. - d: - ui-.:! J,u.-,. e'heu und Milhräs Cp'ern b«io!.-» d>e ui -ä.. nd-:: C.dgrnr.-,- über welche» das "Cu'evitiiev st-in Wink!*:.g,! - n iiinßte. ' - ’ ° Cui'in na«!:»li-chen «'std::-k-::.-ang r.-ußte kab: stm »nenisweichlich de: Schlnn ent'v-.-nst-n,. ^aß >*tlcheii^Ciil'nhl.nii:ge>l. 'vor Allem -das W'»r unichiilr-g-.-. W.-'en, v'ii 'rindern, Fuiigtiiig-:»- näd »nliig'raueii. nicht das maniiigfach befleckte Blut älterer Individuen tauglich sein müßte, und dieser Anschauung entsprach nicht nur der Gebrauch der Siinder- oder Crstlingsopfcr, die Sage vom Spfer Abrahams, der Iphigenie und von den. Äindertribilten, welche die Athener »ach Kreta gn liefern hatten, sondern auch die zahlreichen abergläubischen Berweiidlliigeil vom Plnt unschutdiger Kinder »nd Jungfrauen zur Heilung hartnäckiger Krankheiten, wie »amentlich des Anssapes. Schon alte jüdische Bibeterklürer erläutern die Nachricht von dem Auszug der Inden ans Cgnpten damit, daß der Pharao aussätzig gewesen und jeden Abend und Morgen das Blut von 150 israelitischen Kinder» geforden habe, um darin zu baden. Auch PtiniuS (XXVI, 1, 5); kannte di eie Sage, obwohl er die dem Bolke nnheilvotle Krankheit des j Pharao als Cleianiiasts bezeichnet. Moses vv» Chorene und Cedrenns berichte» dieselbe Säge von Constailtin dem k^roße», der aber bei dein j Jammer» der Müller aus das Blutbad verzichtet und nun durch die j Ostiade «Moires gesund wird: in der in vielen Formen umlaufendcu Salze von den beide» Freunden Amiens und Ai»clinS)-töd1et der eine : seine fünf KiiiLer, um mit deren Bl nie den anderen von der Misel-. - sucht Aiisiaii* sn befreien': in der t'teschichie der Hirlanda soll König * stsichard von Cilgtand nicht nur das Bsnt eines neugebot^nen Ksndeö > äußerlich arnvende», sondern auch denen' Her; roh verzehren, um den i Ausiast -,u vertreiben. Fn der Tichtiing des Hartmann von der Aue i vozn „armen.Heinricti" »»V der altfranzösiichen Gralssage wird das Blut einer reinen Fnngfratl zur Heilungdes Aussatzes verlangt. Hieher gehören auch die Bäder in srnchem Thierblnt unddaS Eininilleii kranker «Glieder und gan;er Körper in die Häme frisch geiclilachketer ahiere. Pas Imigstaneiiblin, »nd zwar nicht bloß das durch Beriviliiduiig erlangte, sondern auch das Menslrualbliit, spielt - i» der Boltsmedieig eine große stkotle. Im Alterthum galt es für giftig, nnb die Naturvölker hhbei, großen Abscheu davor, aber 'im! M'iltelalier galt es als Haiivluiilrel zur Bertreibniig von Hautulireinigteiken (Flechte», iciite, Muiteeinäler», Pestdriisen, Leberflecke» und Warzen', sowie als stiebeSmiktel, wobei es aber' innerlich beigebracht 'werden mußte. Ami, die Evilepne, weldze man im Atlerlhn»5 als eine von iiimoite» erregte Krankheit- Besessenheit hetrachtcie, glaubte man nur durd»- den >tst-nnß marinen Pkensd>eiibliltes heilen nt tonnen, und : ■l'liiiiiiv er,dljltf \'X\'[IL I, 2, daß Fallsüchtige däs^Blnt zuiil Tode - verivundeier Fechter aws der Wiinde wie ans einem lebendigen Bedier i zz-anteii, »m d/n stebemSodem de/ Ppfers der Arena mit einzusangen, und io üMige-tu bei/uns Ä^entliche Hinrichtungen auf dem Schafott gab. miederlMen ijl) die kSrene», daß Angehörige solcher Kranken .-I,i„-,nstün^<' um d»s wählte M«iil'd>enblut aufzufangen. Mannhardt beridileie nod> ans «» lernen. i>0/I,chren von Fällen, in denen hei len 'kanilb.» das Bl/i wern/iiilltidzer Here» zur Heilnng der von ihnen ektengien Kranklseilen iptqcipaubt wurde, und aus den polnischen P-.nrielen W.-stvrenß.-ns tamen vor 20 Jahren nodz Fälle zu»-geridztlichen Berbrnidlmig, in denen das halbverfaulle „Blut" der sogenannten 'Bauiv'.ne, b. .h. ausgegrat'ener -und heinilich eiithanpteter Vcidzen, von den Fainitieitaiigehörigeu genossen wurde. Piese» Aberglaube leitet zu . deinieilige» der Benüvmig von Veidientheilen, üainentlich der Todken- - band -über, die nn Botte als das letzte Biiltel zur Beseitigung von Fenerinälern, bösartigen "st-id>>v>ireii, Krebsleiden und Flechten -galten, weldie man damil Wstridi, damit sieebenso dahiliidzmiilden sollen, wie »adiher in der Crde die Tod-lenhand verwest. - -"'ehöri diest-r Wahn aber mehr in daS Capitel,von der Sinnpathie und -,n dein von Taräeelsus mid va» Helnioii! gepriesenen Wunder-- gla»t>e:l an die -Krast der Mnuiie, >o Idstieße»- sich vic noch in unseren ragen fort und fort erfolgenden -.Worbe schwangerer Frauen an den idKedlidK» Wahn von der Wmiderkrnft des llii'chiildigencBlnteö nnge.borener -.qind'er. 7iebe und Mörder glauben sich nnsidstbar machen;n tonnen oder das Fliege» zn lernen, idnißfest zu lü'eröcif ititb niemals ergnt'ic» werden z» köiliien, ivenn sie das Blut nngeboreüer Kinder, die Äber iitiimtUdiot «'st-idiledztes fein »lilsten, genossen und deren nod) wabme, »ndende Herzen verzehrt haben Csist, als ivollteu' sie fidz damit eizienl bösen Paino» weihen, der dieie Poppelmorde von ihnen ve» langt, damst er sie nadlber be'chüve. Ma»d>e hegnügen sidz auch mit -IKnmnNid Fleiidz äliigetauiker Kinder oder kleiner Mädchen, wie ein in Plkenbnrg abgeiirtheilter-Berbredzer. Aus den Fingern oder dem Fene der nngeboreneii.Kinder glauben sie außerdem die sogenannte» Piebslidzrer vertertigen töiin'en, >veld>e mir mit Milch löschbar sein, die steiue, während sie heranbt' werden, in ticrcm Säztas erhalten und den rieb unndstbar inadien sollten. -Noch lXl!'» wurde in Elbing ein ’ 'Berbredier abgenrtheill, der zn diesem Zwecke einem Mädchen ein Hand großes Stück Fleiid, aus dem Veihc geschnitten, dasselbe zur Pert'erligniig eines ioldzen Z'ichkes ausgebraleii liub die „Grieben" nach seinem «t'estäildniß verzehrt hatte. Pie noch in 'nuferen Tagen vor-