Mannheim
Compact Memory

Freies Blatt · 1892-04-10 · 1 (10.4.1892) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Freies Blatt
Volume
I (1892)
Issue
1 (10.4.1892)
Date
1892-04-10
Page
[Seite] (sequence 12)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
76% known words query
IRI
…/4886575-5439132-5439183--0034-4886596
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

reite 6. /. ,f r e i ty Blatt. it\r. 2. flogen Atinfccv und «mitcti uevwaliit und sich Öaviibct -beschwert, daß matt ch» beschuldige, er schlachte nnd eise Kinder. Der Prinz schrieb hierüber in jeiner Declaration : I 0)»-uIy dare tlie most valiant and ijiiick sijrlited nf timt lyintr faetion. to )iam>: tlie timer tlie {lerson >>r tlie lioiise, -wli'-rnanveliiM »r wnman lost so nincli as a Jiai'r tVotu their Iom I >>v or any ot' my soläiers. z^Jch fordere osie» den Iiutfovftcn oder >ilichne,i dirsir verlogenen Fartion heraus, die Zeit, die Beiion oder daS^Hans iniintiaft zu machen, wo irgend ein 'Kind oder Wcib .indj. »nr ein \\ttuvon seinem Haupte durch mich oder eine» meiner Soldaien verloren bat. jWarburton, II., 8l>.j , Zn den englicheai E>N'aliclen, denen von den dainaliflen christlich sociale» 'Kennment- »adigesagt wurde, daß sie Kinder, morde», gebörte nbrigeiw auch einer der ‘innfnlnen des. Ministerpräsidenten (traten Daasse, Lord Ddaic, der. am!•>. Caol'cr l'>4.> von?nhlin and an de» Prinzen. Ruprecht schrieb,''ein bochner Wunidi ici es, unter demselben i» Eng laiid zu d.ieneu, mii> er werde-dem Prinzen io viele wohlbewastiiete Irländer zufnlncn, alo demselben nur beliebe. "Warülirton, II., >>. .">'20.) t (vill UCrriittlfriidlCiJ '1'CrflnuiCllt.l M» Brzng ans die bilden debaile im. niedeiosierreidii>d,rn Randlage wird »ns ans '.'eierlrejsen geichriebeir i „Daß man gerade die Discnssion über das ArniengescB '' »Tic Jude» in Europa.") Die Rede, welche Johann v. Döllinger in der Festsipung der Akademie der Wissenschaften in München a:n 25. Juli 1881 gehalten und in welcher er die antisemitische Bewegung wissenschaftlich beleuchtet h<", wurde auch im ersten .Hefte der „Beiträge zur Bekämpfung. des Antisemitismus" sBerleger Tr. Karl v. Kißling in V'iii}]* reprodncirt. Das erste Heft enthält auch ,eiu trefslichee Borwort von Dr. Karl v. Kißling, in welchem eS unter Anderem beißt: „ Der Antisemitisnins ist eine pathologische Erscheinung — eine ('(eistescpideHie der Gegenwart —, die durch geistige Mittel allein behoben werden tan». Eines der wirksamste» dieser Mittel ist die Aufklärung »nd Belehrung der von gewissenlosen Agitatoren ver- - führten Jugend, die vom Herzen bedauert werden muß, daß sie auf einen solchen Irrweg verleitet wurde. Es muß doch gewiß von' jedem Freunde der Jugend tief beklagt werden, daß die beste» und edelsten (''einige' derselben, wie der Haß gegen alles Schlechte und 'Niedrige, »iid die Viebc zur Rakiünalitcit mißbraucht werden, um, anstatt sie zum fiii den richtigen Moment, bieli, um eine der gebäisigske» Judendebaiicrr in unserer '.'ändnube zu vrrvociren. war -zur Bollendung dertraurige» Bildes unserer vo.Ini'cben Sitten gerade noär'nötbig. Die Antisemiten selb» ''cbeinen eine»' Angenbliä das Be'cl>äiilende dieser Dbatiadic empfunden zu lieben, dennheninliien lieli wiedetbolt zn erklären, daß nicht sie d,e>'e Dcvaile beibeigesnbrt bätken, daß sie im (''egenkbcil von den liberalen-wvovocirr ivorken sei Wenn die Antiiemiie» Ivirklich nicht mit der Absicht, Über -das Blnlmärcheii zu peroriren in-den : ...-tb'.-gig,iiker Schneider nrplöl-lich jenes alte! Pergainent genommen, aus welche»' er in eifwüM,.. _e. ....; mtioiieUe Eiiibisilling-'u uiaclite? 2eit wann infivt man, wo es sich um7?fn Armeng.'sev siir die '.'audgeineiiide handelt, alle, dse Inden verdächstgeude Bergauunie uni sich Man sollte meine», hier liege ' vielmehr eine wob-lvprbereiieie iyis.mit seiiibolechueken 'Buhnen j esse, ten re: “ ■ iic '.Hiitiicmircii imD Der e's-mmDhuicrfclir. Auläßlich'der Ber ' 'bcfpdtnng des dr:.» . ' ^e i»einde?a i lies über dw dem Bereiue für ^tadtinle.enen »ich I:emdenverkelir zu gewahrende Subvention äußerte s''e'neind>". otv . alNvenukisil'.' B ld populär 4'Jien iv.'rd-yi. 0 ilieinaildem' .:wa die ferc'i.1;.': Aniiseniii,: ivürdeii ..'teil!! Jchader Ich w reiche: Baaaa voriges >>.il: n bat mich ivlNieie.! geb'-.l ksii'-d'. >'°,ss iaelie beiii .dieumrl Es ist das Lcho. nieisi >>»d siari:: iveid iubr Roh, w »wlich .zur il ,er: ' « ." a vier oder fni’f Jabren., ieil, dieie änn.i — :cl> tarnt mich incln gebnbreiid ausdrücteu >!! ist. daß man im Auslande meint, bei »ns in .taten anf o»ienei' Ltraße erschlage», iroydeiii noch .'öschel' ».ist, glaiibi. mau im Anslande, wenn man »b.: die verschiedenen Bersammlnugeii, wie sie die ,n, daß o wirtlich luigemcin 'arg ist, und ,Eie ui. die-,- dem Ire m den verleb: nach Wien Jbn". -men kleinen,Beweis käiür geben. Ein «ebr de: alrlieli.mit seiner Jainilie Wien vaisiri, ist ' i i.-iit Eliereßzii,! nack! 'Wien ersuchte mich, ich geloininen möge mir lind ihm ■te IV. . i; ■ ::r. 1 ' 'Uli w > a'»eu trr - da:l:ä, '{ornv.-h, ei traue sich abe> nicht :n ludtsches Ans'elien bat Las ist L bat Ich - l"!>!!- d-:!! H.-N u . nni;icrni - gegangen.. Ich will .stopfen jedes Jahr Wien .zwei ~ u.st. -ci.-t an' einige Etnnde» hier htm». l Littet im Canzen doch einen tolonälen H: - .,ch tann oie'es llrklicil abgebe», weil ich aste " Weebjirgermeister L r. Borschle ro».- ist :: de.besl gesehen habe.' wie Juden »lallrälirt 'B-'->'..:..issnna g-.a!- n;n haben L r Aniisemile»' i ■ \i i'enle na: ..;n gebildet", tim Acic A>er . : s -i st unterschiedlichen. Bezirtsgerichre»'^. - nicht io gebildet war, als Anwalt . vs " :-eigeiieii ie <'\mtn eines annfeutiriid^n? e:: i :e /W l.'lks, weiche o-'L-üen Baraden .i.nf.'ve >Hesilin»>igsgeiiossiii immer dabei :-m ndcSger>cl>re'vegcn gefährlicher Dvobnng >(straie vcrurilieilt Auch ihr Borleben, i :'.:;er!'d) 'nn’dileieit ward, bol einen »nee- . Wiener Al'.lisennieiiwelt wurde der Easus lebhaft beiv:. v n. ■ , 'b-:,"-: g er 4}ing uu denselben nid» naher ein ln 'den nächste» n dursten wir iroi-d.m tir einem der Anli . femitcublartc: ..Ei»' 'eiuliisdier Hausirer i» Kiiltpoluiig bat einen - Innen Unter,• . nfaen’onl.eilt lino rimi »in 4^ Krenzer idtledite Hosenträger ngi R'atiicl:ch.- Sir Wiener Jüd'cnblätter, ohne Ans jlabme, bviii'T-1: :■ lUtKi '»!> Wo:! " Jic Afiuör Der Bcrliischliiig. kAgila:: .< •’ t;• Be: i : ' e : Ider „ic,:.- » ci |ioai, n '-x-r', l,gn eine-, .ieesi-'n dcßs bei die'-.: - luittlichen A. i . atlidi. L, Kampfe gegen das 2d)led)te, wo es sich findet, zu führen u»d zur Bstege der guten iii^d berrlidie» Eigensd>aflen des Deutsdien anzueifer», dieselben zum rohen' Rare»hasse, der blindwnkhig gegen die Juden sich wendet und den dcrilsdien Raine» sdjändet, angeleitet werde». Id) versild)e es durch einzelne Jlugidiriste», für Ansklürnng und Belehrung i» dieser-Riditung z». wirke», nnd beginne mit dem akademischen Borlrag Johann v. 5ollinger's-.Die Jude» in Europa', gehalten in der banriid)en-Akademie dev Wissensd)asten Dieser berühmte. ('Richid)Is forscher hak mir mit Ld,reiben vom L ecember l-Khi» die Bennhung seines AnfsaveS zu ioldiem Zwecke ^gestattet. Id) hoffe i» kurzer Zeit als ziveites Heft eine reid>e Lammlung von Anssprüd)en hervorragender Mirnuer der'Esegenwart über den Antisemitismus bringe» zu tininen." Coilicllius ttttd Die Zudcllhepc. Ein Hehrer schreibt uns: „In Vv-;, -,u Ehren des Angedenkens a» Johann Ainos Eomenius, den Märturer seines ('slaubens, den evlen .'.»te„ichc»srennd und Jor . derctaUgeiiieiner Bildung und ('Rsittimg, ein Umzug gehalten. .Unter de» Lhcilnchmern an demselben besiinden sid) aber Gesiniinugsgenossen! Basdialh'S, des czechisd>e» Schneider, und so ersd)oll den» plötzlid) der 'letzt: -Ziehen wir gegen die Jude»!' Wie reimt sid) eine Judenhepe mit Eomeiiins?. Kanu es, wen» man seine Erlebnisse und Bestrebungen / verherrlichen will, etwas Widersinnigeres geben? Doä> um das, was sid, ziemt und sinngemäß ist. kümmert sid) die internationale -Hetzergesellschäsl nicht. Die Eomenius Jeier in Prag hätte and) de» geplanten Absdilnß mit einer Judenhese gefunden, wen» nicht die Licherheitsorgane rechtzeitig eingesd>ritteii wären." Tic Anüsciillicil »nd Bismürck. Man wird sich noch des i ihealrälischen Entrüstungsturines erinnern, den die Antisemiten in Scene! selsten, als ein Theil der deutschen Presse sich eine herbe, aber sachliche >iritik au dem Borgehen des einsiedelnden ehemalige» Reichskanzlers erlaubte. Da wurde mit „vaterlandslosen Zeitnugsjuden", „internatic'ilalem Jndenthnm", „Scheelsucht gegenüber dem natiottalen HeroS" u. dgl. herltingeworfen. Man weiß, die Antisemiten könne» das. Seit- dem hat. ein Dheil der Antisemite» seine Meinung über Bismarck geändert. Herr Dheodor Jritsd, i» Leipzig ist über Bismarck a»f- « gebradst und verösientlidu in seinem Srgäne folgende Beschwerde:. I ü B i S m a r d '.1 »Nie,» i i > s?vliimsie» nach An von Mar B e w e r .' inelneu, BiSinarck (ei »och letjt Anli'emit, würde sich iogar viellrid,t an die Lvive 'der großen aiiti'emili'd,en Partei stellen und zum Streite rufen gegen J'rael Wir haben die>e .Eonmingeil nie theilen könne» und haben wiederholt cSele>ienkeit genoiiimeu, am' taS llnerauictliche seine« PerkehrS mit Bleichröder und anderen Juden hinzmvei'e». Daß wir nur allzusehr Recht hatten - i mit nii'erer Znrndbalin»g, beiveist iolgende kleine (beschichte: Ter Berleger j eines inrzlich. er'chieiiene« anti'einiti'chen B»d,es, in dein Bismarck wegen, seines : ma»»hasten Aiitlretens im Jahre IS17 lobend erwähnt ist, ,'andte iem Fürsten ' ein prachtvoll gebii»ke»eS, riie den Jweck besonders ans ga».; seines Papier gedruckter Eremplar, das nicht geringe Koste» vernriachk hatte, mit 'Widmung nur längeren, .dn'chreibe». Fürst Bismarck »iininl betaiimlich Alles an. was ihm geschenkt wird, und bedankt sich ningehend durch die de kaniileii lichographirten Briete oder and, zuweilen d.,rch Handschreiben. In. dieiem Falle aber ist lei,, er lei Rndänß ertrug erfolgt, nicht einmal eine Ei» p fan gS bes che i»i-gn ri g! > Weit, fdiäifer nod, spridst sid, ein neulich erschienenes Büchlein**! ans. In demselben gibt der antiseniiiche Autor dem Fürste» Bismarck Zieriitel und stellte ihm Zeugnisse ans, die sogar ehrenrührigster Natur sind. .So heißt cs z. B : „Der AiliiiemitismuS war von jeher für Blsniarck zu gut."-'„War denn je Bismarck etwas Anderes als euer Feind? War er ,iud>t das mächtigste Wlicb der .Jlldenschiwlrnppe? Ihm und nochmals ihm verdanken wir die Berjndung: er hak die heutige Jndciiiragc bei uns gcsd)affcn." „Das Bolk glaubt »id>l mehr „Die Inden, i» Europa", von Joh. v. Töllinger, in bei Lägwerler's Lsilwe in rin^Lege» kr. ö. W. zu habe», » D ie A n liei»iic» und B isin ard. Bon dem Bersassec der Schrift: ^iisroßpreiißei, oder die veriehlle Aengestallang Tenlschlands." Leipzig, Idl>2. . «

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.