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Monatsschrift der Berliner Logen UOBB · 1931-04-01 · 1 (4.1931) · p. Seite 4

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Journal
Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
Volume
11 (1931-1932)
Issue
1 (4.1931)
Date
1931-04-01
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Seite 4 Nr. 1 MON ATSSCHRIFJ DER BERLINER LOGEN U. O. B. fand in der bekannten Feierlichkeit unter großer Beteiligung der Schwesterlogen am 3. Januar statt. Die Einführungsrede hielt der Br. Präsident; für die hochw. Großloge sprach Br. Yizegroßpräsident Walter und für den I.ogenverband Br. Präsident Elkeles. — Eine gut besuchte und sehr angeregt verlaufende Sitzung hielten wir in unserem I.ogenhcim in I.ichterfelde-Ost ab. Trotz mancher Bedenken einiger um das Wohl unserer im Heim wohnenden Brüder und Schwestern l>esonders verdienter Brüder konnte man sich des Eindruckes nicht erwehren, daß Heimabende (in des Wortes schönster Bedeutung) auch im I.ogenheim gebräuchlich werden sollten. Die äußere Verbundenheit der älteren Herrschaften, die aus den verschiedensten Gründen gar nicht oder selten in die Enge kommen, könnte eine stärkere Betonung sehr wohl vertragen. Das Kapitel „Heimabende“ ist zurzeit besonders aktuell. Es wäre interessant, einmal etwas — oder besser sogar viel über die Gestaltung und Nutzanwendung dieser Abende aus den Erfahrungen der verschiedenen Logen zu hören. Sehr wohl wäre es auch denkbar, wenn nicht übereinstimmend dig gleichen Resultate zu verzeichnen wären, und ich könnte mir vorstellen, daß bei einer solchen Diskussion jeder von jedem etwas lernen könnte. Aus diesem Grunde möchte ich hei den Schvvesterlogen einen Gedankenaustausch über die Auswirkungen der Heimabende auf die Förderung des Logenganzen hiermit angeregt haben. Erwähnt müssen noch die Arbeiten unserer Ausschüsse werden und in erster Linie hierbei diejenigen unseres Wilwen- und W'aisenaussehusscs, der unter der Leitung unseres hochverdienten Br. Expräs. D. Lichtenstein wieder Hervorragendes leistete. Die Veranstaltungen unseres Geselligkeits-Ausschusses waren durchweg gelungene. Umrahmt wurden diese zumeist von dichterischen, musikalischen und rednerischen Darbietungen. Beim musikalischen Teil fand man unsere liebe Schwester Heilbrunn, diese bedeutende Sängerin von Beruf und hinreißender Xaturkrafl, immer an vorderster Stelle. Selbstverständlich kamen bei unseren geselligen Veranstaltungen auch die Tanzlustigen zu ihrem Recht. Vor kurzer /eit halte unsere Jugend Wünsche in bezug auf regelmäßige Zusammenkünfte im Logenhause geäußert, denen wir selbstverständlich sofort gern entsprochen haben. Wenn wir auf diese Weise unsere jungen Menschen für die wunderbare Gedankenwelt des Ordens reif machen könnten, so dürfte dies einen großen Gewinn für unsere Gemeinschaftsarbeit bedeuten. Die Deutsche Reichs-Loge blickt mit dankbarer Freude und mit Stolz auf den verflossenen Termin zurück, in welchem sie nach besten Kräften an dem Ausbau unserer hohen Humanitäts- und Ordensidealc mitwirken durfte. Voller Hoffnung und Begeisterung tritt sie in den neuen Termin ein. Die Berthold Auerbach-Loge im Termin 1930/31 Der vergangene Termin stand in seinem ganzen Ablauf unter dem Zeichen der schweren Wirtschaftskrise und unter dem Eindruck der herben durch den Tod entrissen vvn Heimgang der 21 Brüder: Isidor Schlamm, Emil Goldschmidt, Emil Heller. Leo Galland. Alexander Krotovvski, Bernhard Gerstel. C’arl Rötholz, Hermann ObernecW1. Hermann Rautenberg, Gerson Simon, Eduard Silberstein. L'nser lieber Bruder Ferdinand Alexander, welcher das Amt des Präsidenten dieses Termins mit' großer Freude und voll schöner Hoffnungen übernommen hatte, mußte schon UNSERE TOTEN Der Orden beklagt den Heimgang folgender Brüder: Name Eingetret. Geboren Verstorben Deutsche Reichs-Loge Moses Teich 9. 2.1918 2. 2.1863 17. 3.1931 Montefiore-Loge Louis Brückmann _ 10. 1.1905 2. 6.1852 19. 3.1931 Spinoza-Loge Selig David 3. 4.1910 3. 2.1862 10. 3.1931 James Silberstein 2.12.1920 26. 6.1875 11. 3.1931 Ehre ihrem Andenkenl im Juli durch eine =sehr schwere Erkrankung von der Ausübung der Amtsgeschäfte zurücktreten. In der Blüte des Lebens, mitten aus fruchtbarem Wirken für die Ideen des Ordens, ist er dann im Oktober zur ewigen Ruhe eingegangen. In feierlicher offener Trauerloge haben wir seiner lieben Persönlichkeit und seiner vieljährigen Tätigkeit für den Orden gedacht. Die ungünstigen Zeitverhältnissc haben sich auf die Xcuwerbung von geeigneten Mitgliedern hinderlich ausgewirkt. Um so mehr begrüßen wir es, daß wir unserer Loge und dem Orden vier neue Brüder in feierlicher Einführungssitzung am 9. Februar und zwei frühere Brüder aus einer auswärtigen Loge zuführen konnten. Ebenso bedeutungsvoll wie die Erneuerung des Mitgliederkreises erscheint uns die Erhaltung des Mitgliederbestandes und die Erreichung einer höheren Aktivität mnseres | Uogenlcbcns. Diesem erstrebenswerten Ziele widmeten wir die Einrichtung von Heimabenden und das Bemühen, unsere Logen- Silzungcn anregend zu gestalten. Unter der Leitung der Brüder Expräsident Max Simon. Julius Blumcnfeld und Eugen P inner wurden in diesem Jahre zum ersten Male Heimabende in regelmäßigen Zeitabständen ahgehallcn. Alle Teilnehmer haben sich von deren Verlauf vollauf befriedigt erklärt. Da uiisere Loge eine Mitglicderzahl von 500 Brüdern aufweist, war es zu allseitigem Bedauern nicht möglich, schon allen Brüdern die Teilnahme an solchen Ileim- J a.benden zu ermöglichen. Wir hoffen und wünschen, daß die bestehenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten, welche die Ausdehnung der Anzahl der Heimabende verhinderten, in naher Zukunft durch eine Besserung der Wirtschaftslage behoben werden und alle Brüder zu Heimabenden in regelmäßiger Folge herangezogen werden können. Diese Veranstaltungen dürften sich dann auch für unsere Loge zu einem wertvollen Mittel für die persönliche Annäherung der Brüder auswerten und immer neu belebend auf den Besuch der Logensitzungen zurückwirken, da sie nach dem Beispiele einiger Berliner Verluste an Brüdern, die uns orden sind. Wir beklagen den Jaccjues Freudenheim. Simon Israel, Max Jacob, Jacob Böhme. Georg Berju, Paul Schlesinger. . Ferdinand Alexander. Eduard Gallewski, Paul Jarelzki, Eugen Dresel.

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