Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
- Journal
- Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
- Volume
- 11 (1931-1932)
- Issue
- 1 (4.1931)
- Date
- 1931-04-01
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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derBEßLINE OG E N U.O.BB. BERLIN W62, KLEISTSTR. 10, LOGENHAUS 11. JAHRGANG APRIL 1931 NUMMER 1 Jahresbericht der Deutschen Reichs-Loge Während sieh in unserem Vaterlunde eine von verhängnisvoller Gefühlsromantik beherrschte Menschcnmassc mit den niedrigsten Mitteln der Demagogie und des politischen Radikalismus bekämpft, bauen unsere Logen in einem schier unverwüstlichen Optimismus weiter an den Fundamenten der Menschenliebe und der Tolerunz und geben damit der Umwelt ein schönes Beispiel edlen Gemeinschaftsgeistes. Leider sind nicht alle Brüder in der Lage, oder gar willens, sich in bezug auf die Logenarbeit zu aktivieren und damit in den Wert dieser' Arbeit einzudringen, und deshalb unternehme ich es gern, im nachfolgenden einen kurz gefaßten Bericht über die Arbeiten der Deutschen Reichs-Loge während des nhgelnufcnen Termins zu geben. Wir hielten 36 Sitzungen ab. Der Besuch in unseren Sitzungen war durchweg rege. Die\Frgtjuenz bewegte sich etwa um 30<>u und häufiger darüber weit hinaus. Einmal in jedem Monat veranstalteten wir mit den lieben Schwestern zusammen offene Logenabende. Die Regelmäßigkeit dieser Einrichtung hat sich in ganz besonderem Maße bewährt. Wir halten Veranstaltungen, bei denen sich unser großer I.ogcntempcl als viel zu klein erwies. „Das Wesen der Freimaurerei“. In den offenen Logen sprachen: Expräs. Rabb. Dr. Martin Salomonski: „Erlösung von der Gegenwart“. Präs. Hugo Rosc-nberg: „Die Reichstagswuhlcn und wir Juden“. Johanna Michaelis: I Vizepräs. Ernst Mosevius:) ” Großsekretär Dr. Alfred G o 1 d s c h in i d t: „Ist die Loge überaltert?“ Dr. Ila Britan: „Jesus;von Nazareth als Jude“. Expräs. Moritz Gail int r: „Der Richter und die öffentliche Meinung“. Expräs. Albert Bloch: ^Unsere Jugend“. Ministerialrat Joachim^ „Der Charakter der gegenwärtigen Wirtschaftskrise und' die Versuche zu ihrer Behebung“. 36 Sitzungen: dnvonj eine Einführung, eine Sitzung im Logenheim, eine Truucrl^ge. i In den geschlossenen' Logen sprachen: Alfred Alexander: „Aus der Praxis der Arbeitsgerichte“. Expräs. Heinrich Steril: „Bericht über den Landesverband preußischer Gemeinden“. Expräs. Paul Mannheim: „Das Wesen des Antisemitismus“ (Coudenhove-Kalerghi). Expräs. Arthur Schindler: „Sonderausschuß für die geistigen Interessen der Großloge“. Expräs. G. Buch: „Großlogenberichtc“. Expräs. Albert Bloch: „Reichstagswahl und ihre Auswirkung, auf die Wirtschaft“. , Expräs l)r. Arthur Lüwcnsluinm: „Friedrich Nietzsche, der Munn und das Werk“. I)r. Julius Grünt hui: „Das Kind in der jüdischen Literatur“. Expräs. Paul Mannheim: „Von den Pflichten des- Slaafcs’ und von den Pflichten der'Juden nach Brunner“. Dr. Georg K u n l o r 6 w s k v>; „Jüdische Großsladtjugcnd“. Expräs. Dr. Karl Romenthal: „Geschichte und Wesen des Reformjudentums“. . f ' f ‘ Präs. Hugo R o s e n b e r g; '„Arbeiten *des Ausschusses für die gemeinsamen Interessen der jlcrliner I.ofjen“. Expräs. Paul Mannheim:. „Feier .des- Ordenstages am 7. Dezember 1930“. Expräs. Dr. Max Ginsberg: „Maßnahmen der Großloge zur Behebung der Wirlschaflsnol“. Expräs. Arthur Schindler: „Maret/.ki-Feier“. Expräs. Dr. Julius Ghlliner: „Jüdische .öder deutsche Schule?“ Expräs. Patd Mannheim: „Thomas i Mann, Deutsche Ansprüche, ein Appell an die Vernunft“. Dr. Gustav /. ielinski: „Erlebtes und Erlauschtes aus Italien und Jugoslawien“. f Expräs. Carl Aronsohn: (.Unser Logenheim“. Vizepräs. Ernst Mosev ius: .„Lebensnot und Ordensidee“. Expräs. Paul Mannheim: „Gemeinsamer Ausschuß der Berliner Logen“. | An mehreren Sit/.ungsabcnuen t5chvverinstage) wurden aktuelle Logenthemen behandelt. Die Unmittelbarkeit und Freimütigkeit der Besprechungsmethoden waren immer von echtem I.ogongcist erfüllt und selbst sljark umstrittene Fragen wurden mit erfreuender Selbstverständlichkeit von der Warte hoher Brüderlichkeit erörtert. Der Verlust lieber und vyertv oller Brüder brachte es mit sich, daß auch im verflossenen Termin .wieder eine offizielle Trauerfeier abgehalten werden mußte. Wenn wir einerseits auch dus llinscheidcn so vieler lieber Brüder zu beklagen hatten, so konnten wir andererseits doch durch die Aufnahme von neun neuen Brüdern wenigstens zahlenmäßig den Verlust einigermaßen nusgleichen. Die Einführung der neuen Brüder .1 ,