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Monatsschrift der Berliner Logen UOBB · 1929-10-01 · 7 (10.1929) · p. Seite 139

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Journal
Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
Volume
9 (1929-1930)
Issue
7 (10.1929)
Date
1929-10-01
Page
Seite 139 (sequence 15)
Language
German
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I Nr. 7 MONATSSCHRIFT DER BERLINER LOGEN ILO. B.B. Seite 139 1827 kommt i :: :-rliull> der „R eis cb i 1 d e r“ „D i e Nordsee“ heraus mit c< . ■■ Reihe von 1825 bis 1826 entstandenen, auch ins „Buch der 1. iedcr“ aufgenommenen Gedichten, zu denen „Die Götter Griechenlands“ gehören. Hier werden die neuen tristen Götter, die schadenfroh im Schafspelz der Demut sind, mit denen der Antike verglichen. Diesen gibt Heine den Vorzug, und er erklärt, gern selbst für ihr gutes ambrosisches R^cht kämpfen zu wollen. Dein offenen, der Natur weit aufgeschlossenen Sinn des Dichters liegt die Vorstellung einer Vielheit von Gottheiten, die jeden Buum, jeden Que|l, Oberhaupt jede Stelle der Natur bevölkern und beleben, sfllir viel näher als der strenge, vergeistigte, asketische Kingottglatlibcn. Man sieht, dalt Heines Gedicht mit dem bekannten gleichnamigen Schillers mehr als bloß den Titel gemein hat; cs ist dieselbe ästhetizistischc Geisteshaltung, welche beide Dichten zu ihrer Symputhiccrklüriing für die griechischen Götter veranlaßt. Allerdings geht Heine gegen das Christentum noch schroffer vor als Schiller, /.war werden hier nur Christentum und Antike einander gegenübergestellt; aber man erkennt .ohne weiteres, daß Heine von da aus, also aus dem Gegensatz zu Griechentum und Rümcrtum heraus, leicht zu einer V erbindung von Judentum und Christentum kommen kann und sogar kommen muß. Schließlich hat das Christentum vom Judentum die monotheistische, morulisierend-vergeistigende Tendenz. So treten denn auch in der Tat in „Ideen. Das Ruch Le Grand“, gleichzeitig mit der „Nordsee“ innerhalb der „R c i s c b i 1 d c r“ 1827 erschienen, dem Griechentum und Römertum sowohl das Judentum wie auch das Christentum entgegen. Wie in den „Göttern Griechenlands“ erklärt Heine seine Sympathie für die lebensnahe, lebensvolle Göttervvelt der Antike, undj wieder bedauert er ihre Verdrängung, und zwar diesmal njeht bloß durch die ncuröinischc Drcigöttereij wie er sich aus'drückt, sondern auch und sogar erst recht dpreh den jüdischen Monotheismus, den er gar als Eingötzentum bezeichnet. Wenn er — zwar gewiß nicht verstandesmäßig, wohl aber gefühlsmäßig — zum Polytheismus ein positiveres Verhältnis als zum Monotheismus hat, so ist cs klar, warum er für das Judentum noch weniger übrig hat als Tür das Christentum; denn das Judentum führt den Monotheismus noch reiner, strenger durch als das’ Christentum. Das Entscheidende ist der Zusammenhang von Judentum und Christentum, der Deine nunmehr infolge ihres erkannten gemeinsamen . Gegensatzes gegen das Griechentum und Rümcrtum offenbar geworden ist. An diesem /.usammenhang hält Heine fortan unverbrüchlich fest. (Fortsetzung folgt.) Gedankensplitter Glück ist bei den meisten Menschen ein Ding, das immer erst morgen kommen soll, daher sollte man es sich eigentlich zur Regel machen, das Glücklichscin niemals aufzuschichcn. Takt ist die Kunst, im richtigen Moment'zu schweigen. Urteile, die man sich iiberVlcnsihcn bildet behält man -am besten für sieh, allein. '• Wenn der Schein trügt, müßte man dafür Sorge tragen, dgß er, zu unsern Gunsten und nicht gegen uns trügt. Die Menschen urteilen meistens nach dem Aeußern, Unterstütze bei Dir sclbsj, gutes .Vussehcn durch guten Charakter. Das Herz manch einer Frau gleicht einer Wünschelrute, cs schlägt um dann, wenn Gold in der Nähe ist. II c I e n e P i c k. Wenn cler Mensch die,Gesetze der Moral in sich trägt, braucht er keine gegebenen. « M a r g a Gl a s. INHABER: ERNST PRIEBE Berlin W8 * Behrenstraße 17 i GEGRÜNDET 1850 Fernsprecher: Merkur S733 . GEGRÜNDET 1630 Vornehme Herren* und Damen^Moden Der Schneider, der für Sie individuell arbeiten —1879-,929—^ SO Jahre Otto ßoenicKe Der reich illustrierte Fest-Katalog wird jedem Interessenten kostenfrei u. unverbind , lieh zugesandf neues, hervorragendes Sumatra - Sortiment zu : . •, .21'., 3C Pf. . . in Kisten, zu ’ St zu ■ s . ’ OC, 80 TCO Pt.in KlSts-r. zu _ St . In Allen Preislagen unübertrefflich! Jublläums-Mnrke ’VPf. •/„Rabutt bei B-.rbezug von Originolkister/ryon £oo Stuck >n ö”„ Portofreie Zusendung innerhalb/Deutschlap.ds von'? ■ \RV vn Berlin W8/ Französische Str.21 / Haus am Zoo / Königstr.49 / Kochstr. 59 / Bayerischer Platz 9 / Sehloßstr. 96, Steglitz FÜR ALLE FESTLICHEN A N L ÄSSE HILLBRICH EISSPEISEN * FEINGEBÄCK, * GESCHENKE Bestellungen: Merkur 4 8 7 1 - 7 3-/ Bismarck 552 8 u n d 9,465

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