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Monatsschrift der Berliner Logen UOBB · 1929-08-01 · 5 (8.1929) · p. Seite 88

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Journal
Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
Volume
9 (1929-1930)
Issue
5 (8.1929)
Date
1929-08-01
Page
Seite 88 (sequence 4)
Language
German
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Seite 88 MONATSSCHRIFT DER BERLINER LOGEN U. O. B. B. Nr. 5 <ltv»en Re-ulta: nir die ailszemisn nien-chlicIre Beurteilunü de-* Kandidaten \.m nicht /u unte’-cluit/cndor Bcdeutan«» int, $»j* \\<>!»nU.ii unter der L naiiinierk>amkeil mul Lnruhe der!»ri‘»^ler ai>. weil die^e /uni größten leil daran ean/luh uninleie^kii >::id. An der Kugelung beteiligen -ich laut Satzung die Mit* giitder de- \ »r|irülunü>au>’-c!iu-^e-. die aber (»ereile Ihm den Uitniungen d:e-e- Athntui--es ihr \utuni abgegeben hal»en. und inciMcn*» nur notli der \ oj*>chlagende und untei>tüt/eiu!e Binder. Da die-e mit ihrer Anmeldung bereit*» ihr l rteil über de» Kandidaten gelallt haben. h;> bringt da-* Ballot keine nette I'nt-iheiduni:. 1i>t al**.». müde au*gedrüi kt. nur eine i onneii- -.um*. I»ei der eine \\ iRenMiieinuni* de> Plenum* der l.:>uc nicht zutage tritt. Denn e* i-t doch wohl *elb*t\eistnndlk h. da:- nicli niemand an der Kugelung beteiligt, der nicht den Kandidatin au> eigener Anschauung* kennt. Das Resultat der \l*-t iiiiniunt* ist also ta-t au*nabm-ios bereits \ orher ,bekannt. Man s.dhe sieh darum endlich einmal entschließen, mit dieser reinen iormen-aclie /u brechen. Wenn der \ orprüiungsau-* -v :iu;s sein A utttm abgegeben hat. wenn die «frei Mitglieder de* Itc.!u-ichvkomitees *das Besuital ihrer Untersuchungen initgeteil: hnherf. sollte es genügen. wenn sieh der erweiterte ih,tn.tem.it am (trund des \orlietienden Materials über die > Mitnahme- oder Mdc-Iinum’ dc~ Kandidaten s<hli'f—1g wird. Iki ii weitet lc Rc-amtcnral isi jcdcivi.il in der I aue. w.m sic h iius in eine neue Prülium eir./utreten oder den lull durch I’iii k-pi.u he mit dem \ or-it/; ndc-n des \ iir|,rÜltini>suiis'ehusses /u klären. Das \ nlum des -erweiterten Rcnmtcnrats entscheidet endeidtitt- Die* .Yhlchnuni: cies Kandidaten erlnlgt. wenn mehr al~ eine Stimme gegen seine Autnahme abgegeben wird. Solltet: die I oimalicn einer Kugelung \.m der Kniistilutionsei' l'luee \ .»'geschrieben. also iijs /um ErlaR eines neuen Gcset/es unabänderlich sein. -i miil'te als» dus Rallot von dem u weiterten Heamtenrat vorgenommen werden. Dahei hleiht aii.h den Krittlern die Möglichkeit angenommen. ein Velo Heften di. Mitnahme eines kandidnten ab/.iigeben. dessen Name wie hislier in der Iogensit/uiig cerkiindet wird. Nur sollen sie itnei Einspruch schriltiieh. ujiter Darlegung der (iründe. hei dem iieamtenrat Vorbringen. * Am (iriind unserer .Salzungen kann ein Kruder durch Zuiiil ’in ein \mt .ilill werden, falls er als einziger für dasselhe vorgcschlagcn ist, und lalls kein \\ idcrspruch erhöhen wird. Nach den allgemein gebräuchlichen |>arlamentarisehen Keiteln etilt alter ein kandidat als gewählt, wenn keine Gegennomiuntion erfolgt ist, ohne dag ein besonderer \\ ahlftaiift erloiiten muiv Warum dies i>ei uns notwendig ist. kann ich heim itc-'ien W illen nicht ergründen. Das bedeutet doch nur eine itau/ unnötige \ crlangsamung des an sich schon wenift interessanten Mahlganges und eine überllüssigc Inanspruchnahme der Geduld der Krütler. Ls kann doch nicht der Zweck der Lehmig sgin. /u eruieren, mit welcher .Slimmcn/ahl ein Kandidal gewählt wird. d. h. in welchem Malte er sich der Svinpathic- und des \ ertrauens der Krüder hei Lehernahme des Amtes cfIreut. Das hätte doch höchstens am Lude des Aintsjahrcs einen Sinn. Dann könnte es vielleicht ein wertvolles Zeugnis iür das Malt an Anerkennunft sein, das sielt der Inhalier des Amtes hei den Krädern erworben hat. Was alter den parlamentarischen Körpers« hallen recht ist. sollte den Lotten billig sein. Man sollte den antte/.oftenen Paraftraphen dahin äncU-rn. dalt ein kandidat Iür irttendein Amt als ttewählt eilt, lalls er als ein/iftcr Iür tlasselhe cnrftesclilattcn ist. Lin W altlakt ist nicht erlorderlieh. I)r. Will v C ii h n, Spinoza-Lofte. Ein Bekenntnisbuch *) Der l’hilo-V erlait in Kerlin eilit eine Scliriltenlolfte heraus. ..Dfc Nhneenreihe". Iür die er den Dank aller verdient, die dem jüdischen Kuch ihr. Interesse /.uwenden. Als lünlte Schrift er- 'c-hien die L ehertraitiintt von l.dmond L I e ii: ..Warum ich .lüde itin ". Dieses Kuch^iiedarl keiner Lmpfehluntt. Ls spricht am Maikstcn Iür sich seliist. Lassen wir hier den iiciteistcrtcn Autor spiet heil. Kr lindet am sichersten den Wett /uni UNSERE TOTEN Der Orden beklagt den Heimgang folgender Bruder: Name Eingetret. Geboren Verstorben Deutbc h e Reich s -1. o g e Paul Rlachstein 11. 10. 1011 21. 11. 1872 6. 7. 1929 Louis J.ittauer 27. 5. 1SQ9 18. 9.1858 6. 7. 1929 ’ Berthold Aut r*b a-c h*I,ope Leopold Badt 9. 12 L907 14. 4. 1858 6. 7. 1929 Meyer Schwarz 7. 2.1887 4. 1.1853; -» T 27. 7. 1929 M o n tefiore-I. oge' Heinrich Kornicker 4. 12. 1917 10. 9. 1864 14. 7. 1929 Eelix Asch 1. 6. 1919 21. 7.1881 20 7. 1929 Sallv Mannheimer 20. 1.1914 6.12 1857 30. 7. 1929 Nathan Cohn 24 2. 1920 9. 10.1853 27. 7. 1929 A b r a h am Geige r-l.ope Rechtsanw alt Leopold Mattissohn 7. 11. 1928 9. 8. 1871 29. 7. 1929 Ehre ihrem Andenken! Herzen seiner l.eser. mit den Worten, die er an seinen fernen, noch untteborenen Enkel richtet: Ith hin Jude, weil ich,-aus Israel ftelioren, Israel verloren hatte und es in mir wieder unlieben fühlte, lebendiger als mein ciitenes Seihst. Ich hin Jude, weil ich, aus Israel ftelioren. Israel vviederitciiindcu habe und will, dalv es nach mir lclic. lebendiitcr als in mir seihst. Ich hin Jude. Weil der Cilaulie Israels von meinem (leiste keinerlei \ erzieht verlaitftl. Ich hin Jude, weil der (llaulie Israels von meinem Herzen jede Lntsaftuiift fordert. leb hin Jude, weil an jedem Orte, wo ein Schmerz blutet, der Jude hjulct. Ith hin Jude, weil in allen Zeiten, wo eine \ erzweifluiift uufsihreit. der Jude hoflt. Ich hin Jude, weil das Wort Israels das älteste und das neueste W ort ztijileich ist. Ich hin .Jude, weil das Versprechen Israels das universale Versprechen ist. Ith hin Jude, weil Iür Israel die Welt noch nicht vollendet ist: die Menschen sind’s, die sie vollenden. Ich hin Jude, weil iür Israel der Mensch noch nicht ersthallen ist: die Menschen sind’s. die ihn erschaffen. Ich hin Jude, weil Israel ülier Israel und die Nationen den Menschen und seine Einheit setzt. Ich hin Jude, weil Israel über den Menschen, Abbild der ftöltiichen Einheit, die fiöltlichc Einheit, und ihre (löttlichkeit setzt. Manchmal, mein kind. wenn ich durch ein Museum gehe, denke ich vor den Kildcrn. vor den F'igurcn, den Möbeln, den

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