Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
- Journal
- Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
- Volume
- 8 (1928-1929)
- Issue
- 1 (4.1928)
- Date
- 1928-04-01
- Page
- Seite 13 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 1 MONATSSCHRIFT DER BERLINER LOGEA U.O.B.B. Seite 13 Goethes oder eines puiceren. geistigen Verbündeten vor ihr nennt. Wie Schiller, diese aufstrebendste ^Gestalt der Menschheit, immer und überall den Geist repräsentiert, der gegen die Natur triumphiert, so «(uci hier. Er hat nicht, wie Goethe, mit seiner Mutter und duxq wider sie. Ihre Liebe zu dem be. aber doch mischte sich| < t Dame geheiratet, er h^tle und Gastwirtstochter; schien — da paßte sie sie gesiegt, sondern eher ohne und ’ühmten Sohne war stürmisch und tief, twas Scheu hinein; er hatte eine adlige ' einen Haushalt, der ihr, der Bäckersriel zu verschwenderisch angelegt nicht hinein. Nur einmal war sie zu Besuch bei ihm, aber; Schwiegermutter und Schwiegertochter wollten nicht zueinander stimmen. Und man darf sagen, daß Charlotte von Schiller nicht daran schuld war. So zog denn Elisabeth Dorothea, aU : ie ihren Gatten begraben hatte und als das Alter sich immer fühlbarer machte, auch nicht nach Weimar, sondern zu ihrer Tocht« r ins ländliche Pfarrhaus. Es braucht kaum gesagt zu werden daß der edle Dichter ihr bis zuletzt nicht nur die dankbairs e und ehrfürchtigste Sohnesliebe entgegenbrachte, sondern i >r auch fortwährend materielle Unterstützungen förmlich avferängte. Was Friedrich Schiller von seiner Mutter erbte, war vor allem die äußere Erke leinung. Und konnte ihm Elisabeth Dorothea keine großen geistigen Kräfte mitgeben, so gab sie ihm doch wohl praktisc ie und sittliche mit. Die Lebensklugheit, die Schiller in lj|e vorragendem Maße besaß, die Beredsamkeit, die ihn auszejicl nete — er teilte sie mit seiner Mutter. Ihr tief religiöses Gefühl, ihre Arbeitskraft, ihre zähe Tapferkeit, ihre sittliche Kralt — er hat sie doch auch übernommen, sie vertieft, gesteigert!, ins Ungeheure vervielfältigt und die Welt damit überwundjeu.' So fällt ein 'bescheidener Strahl seines Ruhmes auch aijjf sie, die ihn geboren. Die Welt hat ihr zu danken, gab sie ihri|d >ch einen der edelsten Geister, und wir wollen ihrer am 29. April besonders freundlich gedenken. Man spricht von ihr weniger als von anderen Dichtermüttern. Aber Schiller selbst hat ja gesagt, daß das die besten Frauen seien, über die-man am wenigsten redet. ' STEINISERG&CO JL kleinste siuUflo&fi n. HERvoaonGFNOSiiR Tö N F 1*11 i £ 1950.- M AKK. Bf «S’t Pt*£»ENZlfc *■’ rttnMfi 27 FLÜGEL-URIANOFABRI KEN VERKAUF NUR IN FR (ER HAUPTFABRIK'. BERLIN ‘0*34 NKjMJRTFR - ALLEE 12. Der elegante Hi trägt Preußisch-Süddeutsche Klassen-Lotterie «MmillllimitlllllHitlMMIIIIIimiiniltUlllttlllllllllllftlllintlllllHIIIIIIIIIIIIllllIRNMIHHIHIIIIIIIIIIIMiNllltlHIMIHIIItNUIIIMfl Eiehung II. Klasse am IS. und 16. Mai Kauftyse Vs 6.— 12 'pro Klasse '■* 24.— 48.— für alle Klassen ■2 l Doppellos Lose •'•v4 * | ' l Doppellos 60.—. 120.— 240. - 96.— 15.- 30.— offeriert und versendet soweit der Vorrat reicht FEIitHENPCID« staatlicher Lotterife-Einnehmer BERLIN SW 19, KO MN RN DRNTIN STRASSE Icke Neue GrOnstraBe Postscheckkonto: Berlin 3118T Fernsprecher» Dönhoff 5897 t