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Monatsschrift der Berliner Logen UOBB · 1928-04-01 · 1 (4.1928) · p. Seite 14

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Journal
Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
Volume
8 (1928-1929)
Issue
1 (4.1928)
Date
1928-04-01
Page
Seite 14 (sequence 14)
Language
German
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Seite 14 MONATSSCHRIFT DER BERLINER LOGEN U.O. B.B , Nr. I V Soziologie der Tierwelt Von Louis Goldberg. (Fortsetzung.) II. Auch in der Tierwelt steigert sich die Liebe, wofür einige Beweise geliefert . wurden, oft bis zur Eifersucht, die in der Sultanswirtschaft ihren Höhepunkt erreicht, Teils geht die Eifersucht vom Männchen, teils vom Weibchen aus. So berichtet Brehm von den Homvögeln (V. 2 17): Sie brüten in geräumigen Baumhöhlen, aber unter Umständen, wie sie bei keinem andern Vogel sonst noch^yorkommen. Das brütende Weibchen wird bis auf ein kleines rundes Verbindungsloch vollständig eingemauert und vom Männchen, das die Atzung durch besagtes Loch in das Innere des Raumes reicht, währenddem ernährt. Die Bruthöhle wird also buchstäblich zu einem Kerker. Und weiter bezüglich der Kolibris (V. 2 151): Nichts kann die Wildheit erreichen, die sie Bekunden, wenn ein anderes Männchen derselben Art während der Brutzeit sich dem Standort eines Paares nähert. Unter dem Einfluß der Eifersucht werden sie wütend und kämpfen miteinander, bis einer der Gegner entseelt zu Boden fällt. Vom Lippfisch schreibt Brehm (216): Aber während die Liebe ihn verschönte (zahlreiche Fische legen ein Hochzeitskleid in den schönsten Farben an)| verhäßlicht ihn die Eifersucht. Angesichts eines Gegners wird er am ganzen Leibe fast eintönig grau. Und nun das Gegenstück dazu (V. 1,237): Der„Naturforscher Neübert besaß 2 Paar Wellenpapageien, verlor beide Männchen und erhielt nach geraumer Zeit für einen der letzteren Ersatz. Die beiden Witwen hatten sich recht schön zusammengefunden und lebten friedlich-und gemütlich miteinander. Als aber das Männchen in das Bauer gebracht wurde, änderte sich das schöne Verhältnis augenblicklich. Naph wenigen Augenblicken blickte das Männchen zu den Weibchen empor, gab einen eigentümlichen Lockton von sich, bei dessen Wiederholung das eine Weibchen zu ihm_.herabflog, worauf es eine Szene gab, wie nach lang erwarteter Heimkehr. Als nun das Liebespaar zu der verbliebenen Witwe .hinaufflog, da wurde die letztere fast rasend, stürzte sich auf die beglückte Braut, hing sich ihr an den Schwanz und zerrte solange daran, bis die Federn ausgingen; sie mußten auseinandergetrieben werden und die Xantippe aus dem Bauer genommen werden. Aehnliches berichtet Brehm von dem Makropode-Weibchen, einem Fisch (A. 206). Von der Frau „Kuckuck" berichtet Brehm (V. 1/283), daß sie sich an keines der innehabenden Wohngebiete, halte, sondern überall herumschweife und sich allen Männchen hingebe, die ihr genehm seien; sie lasse sich nicht suchen, sondern ziehe ihrerseits auf Liebesabenteuer aus. Soziologisch sehr interessant und zur Parallelisierung herausfordernd ist die Aufzucht der Nachkommenschaft. Bei allen Tieren, bei denen eine Sorge der Eltern um die Kinder vorkommt, erreicht die Aufzucht, sobald sich die Kinder selbst zu ernähren und zu wehren imstande sind, ihr Ende, worauf absolute Entfremdung eintritt, mit den gleichen Wirkungen', als ob sich „Feinde" gegenüberstünden, d. h. gelegentlicher gegenseitiger Kampf bis zur Vernichtung oder Auf fressen der eigenen Brut. Aber bis zu dem angedeuteten Zeitpunkt ist die Sorge der Eltern bzw. der Mutter, der die eigentliche Aufzucht obliegt; um die Kinder so sorgfältig, aufopfernd und liebevoll, daß sie von einer menschlichen Mutter kaum übertroffen werden kann. Auch finden wir in der Tierwelt Kinderraub, Waisenpflege, Erziehung mit Bestrafung, allerdings auch Mißhandlung, Verstoßung, Kannibalismus, wie oben angedeutet, dessen sich ja heute noch Menschen schuldig machen. Im großen und ganzen obliegt, wie schon gesagt, die Aufzucht djer Kleinen der Mutter, ja bei den Raubtieren muß die Mutter die Kinder vor dem Vater sorgfältig verstecken, da der Blumen-Hübner am Zoo IOACHIMSTHALER STR. 42 - KAISERDAMM 38 (RekhsVanzierpU.z) Bismarck 122 1 25 - Ve-tend 2250 iKünstlerische fBlumenzusammenstellungen für 3reud und Xeid ' il.M J Julius Schumacher I Julius Schumacher -13 v .-’BerlinWrvVrr irc: Berlin. MtiMOer, Bema W sv stetftltzer Fernsprecher: Lützow 94 o. 6796 : «I 5 mez Vater & sonne. Fimhurg i. Br. j iKonditorei Alexander Steidel jj geehrt £(10 19, ßeipgigec «Sfcafje 67-70 gg ' in aen Kolonnaden ZTT" ==| empfieWt ifice Ge (kannten. «Spezialitäten «aie gg U Joelen HJ |j§ &isspeisen, £ß.unte Schüsseln ehe. Bestellungen werden auch Sonntags prompt una frei Baus aus- .. geführt, Bestellungsannahme unter Ä 6, TJlerkur 5796 5= Josef Zettel Moderne Juwelen Perlketten- Vergrößerunfen Umarbeitung alter Schmuckstücke nach neuesten Entwürfen BERLIN W 8 Französische Straße 46, Hof II Jamll. Jyjteme vorrätig. Daucrgaranhe CLüfallemechJeLle. UIV05 KsSchstraße W- . tPUMmilr / zSvrumöiS>l3S hWABniirJfr.Mo.rfggjt.rfJ®- ^gLiLtianzikQOc^adPoijdJtEi ftnoapa genau hmrty^niJPiUrmf 7197 *:*t mm 5353538923484853535353235348484853532323484853 535353485323232323235323235348484823235323485353535353485323535323234823232323484853484823484848532300

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