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Monatsschrift der Berliner Logen UOBB · 1928-02-01 · 11 (2.1928) · p. Seite 223

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Journal
Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
Volume
7 (1927-1928)
Issue
11 (2.1928)
Date
1928-02-01
Page
Seite 223 (sequence 15)
Language
German
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1 Nr. II ' ' t I MONATSSCHRIFT DER BERLINER LOG$Ni b.O.B.B. Seite ^23 Tiere als Konservenfabrikanten i Nicht immer leb^n die Tiere, unbekümmert um das Morgen, in den blauen Tag hineiny Verschiedene sammeln an guten Tagen für schlechte Zeiten. Eib Vorbildliches Beispiel dieser Vorsorge ist der Hamster, der im Sommer Kornkammern für die schwere Winterszeit anlegt. Der Biber stapelt für die rauhen Monate ganze Haufen von Rindenstücken auf, die mitunter volle Kairenladungen ausmachen. Das flinke Eichhörnchen wird unruhig und besorgt, wenn die Herbstschauer einfallen, es ahnt die kommende Zeit der Not und sammelt Vorräte, die es an verschiedene Stellen verteilt, in Baumlöcher, in Nester der Krähen und Elstern, unter Steine und in selbstgegrabene Löcher im Erdboden. Aehnlich verfährt unsere anmutige Spechtmeise, der Kleiber oder der Blauspecfrfe In Baumjiöhlungen, Mauerritzen trägt er Haselnüsse, Bucheckern und dergleichen zusammen und stets legt er mehrere Vorratskammern an. Das ist schon ein höherer Grad der Vorsorge, der U&berfall und Diebstahl in Berechnung zieht. Eine Vorratskammer kann, von hungrigen Genossen entdeckt, auf einmal völlig ausgeplündert werden; bei mehreren ist die Wahrscheinlichkeit des Aufspürens geringer. Korn, Sämereien, Nüsse halten sich in der Regel den Winter über, ohne zu verderben. In einer schlimmeren Lage befinden sich aber Tiere, die selbst oder deren Brut auf eine leicht und rasch verderbende Nahrung angewiesen sind. Einige derselben gehen nun bei der Aufstapelung der Lebensmittel derart zu Werke, daß man ihre Tätigkeit wohl als eine Konservenfabrikation bezeichnen kann. Der Dung ist auch ein Nahrungsmittel. Wir Menschen legen auf ihn ein großes Gewicht, verzehren ihn aber erst, wenn er durch die Pflanzen gegangen ist, in veredelter Form als Mehl und schönes Gemüse oder aromatische Erdbeeren. Es gibt aber Geschöpfe, die von dem frischen Dung leben. Bei ackerbautreibenden Völkern wurden sie deswegen nicht Verachtet, sondern sogar als „heilige” Tiere verehrt. Das ist der Fall bei dem Mistkäfer, Ateuchus sacer oder Scarabäus, der für seine Brut Pillen aus frischem Mist dreht. Nachbildung^ .des Scarabäus in Ton und Stein wurden in Aegypt|en angefer-tigt und waren als sinn-1 bildlicher Schmuck bei vieleji Völkern des Altertums, namentlich den Etruskern, beliebt. ‘ Auch bei. trps leben Pillendreher, Käfer der Gattung Sisyphus, also genannt, weil sie, ,wie weiland der böse König Sisyphus von Ephyra zur Strafe in der Unterwelt es tun mußte, den größten Teil ihres Lsbc/is mit Rollen schwerer Lasten verbringen. Finden sie frischen' Kot, so nehmen sie ein Stückchen davon und wälzen cs zu zweien so lanj/e auf der Erde auf und ab, bis daraus eine /Kugil entstündenjifcjt. piese vergraben sie in der Erde und das Weibchen^dgi daneben ein Ei. Die Pille flient der ausschlüpfenden ^.arve als Nahrung. Dieses. Pillendrehen ist aber als pii>e konservierende Arbeit aufzufassen An der Erdoberfläche wurde der Kot! rasclLverwittern oder austrocknen. Die feste Kriiste der Pille uml die Feuchtigkeit im Erdinnern Erhalten ihn aber so l^nge frisch* bis die Larve aus- , schlüpft. Noch sinnreicher verfahren Dungkäfer -in warmen Ländern, wie z. B. die Amerikanischen Arten, Phanacus . Milon und Coprobius. Doch verwenden sie zu-ihren K^nserveh nicht den Dung, sondern das Fleisch gefallener. Jfiere/ Verendeier' Vögel und dergleichen. Hat dqr Käfer ci^ie Tierteiche entdeckt, so schafft er zunächst einen Klumpen Tfdh herbei, aus dem er eine Ht, Kugel mit einem Ansatz c re Bocksbcutelflasche aussieht, nimmt Fleiscnstückchen zusammen uftd füllt damit die Kalahas^ zur jzwei Dritteln! ihres Inhalts aus. DanirSichlifeßtj < einer dünnen Schicht Le|hm ab und.^gt Ti»;d Höhle des Tonbehälters die wic.'syne Kala Hieraul höhlt hasse oder eine die Kugel aus. .on| seinem Fund, knetet sie mit Ton Hälfte oder zu die Fülle mit freibleibende sin Ei. Nun wird 'auch die Oeffnung bis aufl einen kleinen Lult-ianal verschlossen uad die Konservenbüchse ist fertig. Bei manchen stattliohen Käferarten, wie bei Phanaeus Mi)on Kalabasse erreicht 1, fällt did icht die G Leistung?beträcht|ich röße eines‘.'Hühnerei;. .-'naus, denn die Kriecht - die Maleretgeschüfl Paul Könke Gegr. 1907 Fenupr.: E 5, Bergmann 1507 Bin. SW 61, Monnmentenstr. 17 Dekorativ* Malereien, Innen- und Außen- Anstriche jeder Art Beate Referenzen — Madigste Preise Pünktliche Erledigung noch kleinster Anltrige Für Zücherkranhe -Oaupon Brot, QcbScfe, Schoko- - lade hergestellt unter Aufsicht eines -staatlich approbierten Nahrungsmittel - Chemikers Konditorei F. Hl. Gumgen Hygienische Abteilung Berlin C 2, Königs tr. 22-24 Merkur 2108-2113 £Rdolph . ZKraft ^Nachfolger Stettin CW 50, ‘Gauentziensrr. 3 Fernsprecher: Slmt St^inplatz 4422 3nh. Victor Stein Stadtküche l. ^Ranges CWein.gr oßhandtung SDejeuners 3)iners Soupers fKatte SBüffets zu Festlichkeiten ieder 9lrt, in una außer dem fXause SMun verlange unverbindliche lK% sttn tnschtiige. DaucrgatranheA auf alle mexhleile. M ÜIV055 WKonigsfr.l-ö.&gt'Pgidtyfö /Lütiav&itrNOa. adPotjd Jttx Tftnoana genaubeaftoenfUUiom' 7t9r

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