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Monatsschrift der Berliner Logen UOBB · 1927-12-01 · 9 (12.1927) · p. Seite 175

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Journal
Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
Volume
7 (1927-1928)
Issue
9 (12.1927)
Date
1927-12-01
Page
Seite 175 (sequence 15)
Language
German
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Nr. 9 MONATSSCHRIFT DER BERLINER LOGEN U.O.B.B. Seite 175 Napoleon I. zurück, der Giuseppe Treves 1812 die Baronie verlieh. — Rabbiner Dr. Posner, Kiel, veröffentlicht ein Verzeichnis der 1841 in Kiel wohnenden 16 jüdischen Familien. — Ungefähr aus derselben Zeit stammt eine Liste der Subskribenten auf das Geigersche Reformgebetbuch, die von Dr. Czellitzer publiziert wird; 1 dieses Gebetbuch stellt eine so wesentliche Aenderung und Neuerung dar, daß die Subskription des Buches zugleich ein Bekenntnis zu einem modernisierten und liberalen Judentum bedeutet. — Bücherbesprechungen und ein Suchblatt mit zahlreichen familicn-?geschichtlichen Fragen und noch zahlreicheren Antworten auf frühere Fragen runden den Inhalt des Heftes ab. Man abonniert die „Mitteilungen", indem man Mitglied der Gesellschaft für Jüdische Familienforschung wird. (Der jährl. Mindestbeitrag beträgt 10 Mk., Postscheckkonto Nr. 104 936 Berlin, Adolf Stern, Berlin W 15, Vors. Dr. A. Czellitzer, Berlin W 9, Potsdamer Str. 5.) Frauenberuf vor sechzehnhundert Jahren Es wird um das Jahr 130 unserer Zeitrechnung gewesen sein, als der kunstsinnige Kaiser Hadrian in Aegypten seinen Liebling ** und Reisegefährten Antinous verlor. Antinous starb freiwillig im Nil, man sagt aus Schwermut, man sagt aber auch aus Aberglauben. Er wollte mit seinem Tod das Leben des Kaisers verlängern. An der Stelle, wo Antinous starb, lag eine alte Kultus- | statte des ägyptischen Gottes Thoth, die im späteren römischen Altertum Hermopolis magna benannt wurde. Diese Kultusstätte war mit einem Ort am Nil verbunden, der auch Zeltplatz, Grenzstation und Hauptstadt von Mittelägypten war. Der Ort heißt heute Aschmunen. Er verlor seine Bedeutung, als Hadrian zu Ehren des Antonius am jenseitigen Ufer die Stadt Antinoupolis oder Antinoö gründete und dieselbe zur Hauptstadt von Mitlelägypten erhob. Auf dem Friedhof der Stadt des Antinous sind vor zwei Jahrzehnten Ausgrabungen vorgenoromen und ganz überraschende Resultate erzielt 'worden. Das merkwürdigste ist zweifellos die Ausgrabung der Schneiderin Euphemia, die in der alten Antinousstadt einen Modesalon hielt und mit Instrumenten ai beitete, die ungleich zierlicher und reicher waren als die unserer heutigen Schneiderinnen. Frau Euphemia, die Schneiderin von Antinoupolis, lag sorgfältig einbalsamicrt in einem guterhaltcnen Grabe. Sie .f^ug drei feiqgewebte Gewänder, darüber einen ManteL reich gestickt mit Blumen und Vögeln, ein kostbares Musselintuch um den Hals, dazu eine ungemein kunstvolle Halskette. Die Gewebe sind sehr sinnreicher Art. Alles, auch die Farben, sind vorzüglich erhalten. An der einen Seite von Frau Euphemia —.über, deren1 Namen -eine Inschrift Auskunft gab — fand man ein in feinster Arbeit hergestelltes Holzkästchen. Dies Kästchen hat uns auch den Beruf von Frau Euphemia verraten, denn e's ist mit allen nur erdenklichen Schneiderwerkzeugen angefüllt. Unter diesen sah man Nadeln mit starker Oese und Wollläden darin, man trug dazumal viel gewebte Kleider, man sah ein zierliches Trennmesserchen, eine Nadelbüchse aus Elfenbein, Seidenfäden in, allerhand Farben. Das war Frau Euphemias Nähkäätclyin. .Uebrigens fand man noch e,|was, in dem Kasten, was m{t der .Nadel nichts zu tun hatte, kleine Holztäfelchen in einer Elfenbeinschachtel, aus dem Stamm der. Sykofnore (Feigenbaum) geschnitten, höchst zierlich und fein, aber an allen vier Ecken durchlöchert. War es ein Spiel*, das Frau Euphemia erfreute, wenn sie müde war, waren es Zählmarken, Rechenpfennige, .oder hatten die Täfelchen gar Geldeswert? Vielleicht gehörten sie auch zu der Schneiderei, wurden als'Mustermarker} ode,^. sonstwie verwendet? Am wahrscheinlichsten ist, daß e$ Webetäfelchen waren, denn mit solchen an den Ecken durchbohrten Täfelchen wird im ganzen Orient die Technik der Brettchenweberei betrieben, die heute noch bei Tiflis und Mossul in Uebung ist. ,Diese Erklärung paßt auch am besten zu der Fundstelle hn Nähkästchen. Auch ihr Riechfläschchen hat die Tote bei sich.- Jetzt ruht sie, die am Nil geberen wurde, im Museum zu Brüssel. (jf’N G. M. * Geschenkklstchen Havana-Importen Sprtimyntskisten •4“ 'S. mit 50 Zigarren verschiedener Sorten zu Ml 7.39, '9.99, 9.99, 19.9#, 12.30 15.99, 29.99, 39.99 Zigarren-, Zigaretten- und Rauchtabak-Spezialmarken -!■ »lieg PnlilMeir gg» PMkaiiirte* ------— 3 zu 25 Stack mit Ringefa su M. 2.39, 3.99, 3.73, 3.99, 9.23, 7.39 9.73,19.99,12.39,13.99,17.39,29.99,23.99 in aber 120 verschiedenen Sorten von 99 Pf. eibene EiNrnaa 9lreM *99 B9f99a .Illustrierte Preisliste kostenfrei Berlin Nr. 114 70 BERLIN W 8, FRANZÖSISCHE STRASSE 21 Merkur 5741/2 ZWEIGGESCHÄFTE: Hau» "■» Zoo Bayerischer Plalz O Kochslraße 30 Elberfeld Königsberg L. Pr. Leipzig Budapester Str. 0a Ecke Innsbrucker Str. zw. Friedrichu. Cbarlottenstr. Alter Markt .2 Kneipböfache Langgasse 5 Markt 14 S-to bei Itrkcnl v. »rKlgalklslen »egtsefcer uaerreg, *. 399 Stack 99 9•/*. agrnireie MteMigt lg Beatscbiaad t. 29 on. «g <r * i

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