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Monatsschrift der Berliner Logen UOBB · 1927-12-01 · 9 (12.1927) · p. Seite 174

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Journal
Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
Volume
7 (1927-1928)
Issue
9 (12.1927)
Date
1927-12-01
Page
Seite 174 (sequence 14)
Language
German
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Seite 174 MONATSSCHRIFT DER BERLINER LOGEN U.O.B.B. Nr. 9 Aufgabe die „Hilfe an jedermann" sein soll, damit Freude herrschen soll auf unserem Erdenrund; es ist das Leitmotiv auch bei der Gründung des Brüder-Vereins gewesen, das fortgelebt hat in einem Jahrhundert und weiter leben wird bis in die fernsten Zeiten. So vertiefte ich mich denn in das Buch, und lernte nicht nur das Werk, sondern auch seinen, mir persönlich nicht bekannten, Urheber schätzen als einen Edel-Sozialisten, dessen Stimme nicht weit genug hinausgetragen werden kann. Mit Geschick zeigt uns Friedenthal die Kleinheit des Menschen und seiner Wohnstätte, als einem Stäubchen im Unendlichen. auf welchen Umstand uns, die Leser der Brüder-Vereins- Zcitschriit. unser Bruder, der Astronom Markuse, in seinen stets anregenden und belehrenden Beiträgen auch schon hingewiesen hat.!n 5 Kapiteln behandelt Friedenthal sein Thema, um das Ziel seines Wirkens verständlich zu machen; abzulassen von den Bcärängungen und Bedrückungen im Kampfe um die Existenz, sondern jedem das Dasein zu erleichtern und es zu einer Stätte der frohen und erfolgreichen Arbeit zu machen. Das erste Kapitel handelt vom Leben der Erde vor dem Auftreten des Menschen; das zweite von der Vorgeschichte des Menschen; das dritte behandelt die Urgeschichte des Menschen, das vierte die Epoche de*- Barbarei; das fünfte die Epoche der Ausbreitung der Zivilisation und das Schlußkapitel endlich: die Menschheit von heute und der Uebergang zur Kulturphase. Eine unendliche Fülle des Wissens ist hier auf kleinem Raum zusammengctragen und regt zum Nachdenken an als einer, quasi unentbehrlichen. Ergänzung des Gedankens, der der Werkstoffschau zugrunde liegt, so daß dieses Buch ein Begleiter aller derer sein sollte, die an der Besserung der Menschheit mitarbeiten wollen, gleichviel ob sie im kleinen oder großen Kreise zu wirken berufen sind. Denn Friedenthals Schlußwort' hat Ewigkeitswert: cs lautet: „Ueberblicken wir den bisherigen Weg der Menschheit, so können wir zusammenfassend sagen, daß er geführt hat von der Unvernunft zu immer größerer Vernunft, vom Kampfe aller gegen alle einem Ziele entgegen, das wir vielleicht am besten in die Worte fassen können: Das Glück von jedermann sei das einzige Ziel für jedermann." Winzig ist die Zahl derer, die höchste Geistigkeit (Werkstoffschau) in höchste Ethik (Friedenthal) umgewertet haben, so daß wir erst im Anfang harmonischer Diffusion von Kraft und Stoff zum Zwecke allgemeinen Wohlbefindens der Menschheit stehen! Friedenthal will darunter den Eintritt in die höhere Kulturphase' verstanden wissen; hoffen wir, daß die Menschheit nicht rückfällig wird (Weltkrieg), denn der vermeidbaren Leiden auf Erden sind wahrlich genug! Gesellschaft für Jüdische Familienforschung Soeben versendet die Gesellschaft für Jüdische' Familienforschung das September-Heft ihrer „Mitteilungen". — Ernst Wolff erörtert die Aufgaben eines Familienarchivs und die Pflichten, die seinem Leiter aufliegen, mit besonderer Berücksichtigung der jüdischen Verhältnisse. Prof, Dr. Kisch, Köln, der selbst ein Nachkomme des Hohen Rabbi Löw von Prag ist, stellt verschiedene Angaben über die Nachkommenschaft dieses Heros jüdischer Geistigkeit, der eihe wahre Gelehrtcndynastie begründet hat, richtig; übrigens stammt der Rabbi Löw, mit seinem eigentlichen Namen „Liwa ben Bezalel", aus Worms; er ist der großen Oeffentlichkeit bekanntgeworden durch den Sagenkreis, der an den Golem anknüpft. — Dr. Grunwald. Wien, steuert einige interessante Bürgerbriefe aus dem Anfang des vorigen Jahrhunderts bei und einen vom Tysmenitzer Rabbinat ausgestellten Ahnenbrief aus dem Jahre 1833. Rabbiner Benzion Don Jachia aus Ludze (Lettland) bringt eine sehr ausführliche Genealogie seiner Familie, die bis auf König David zurückgeht, wobei freilich einige Zwischenstufen in der Ahnenreibe nur als wahrscheinlich, aber nicht sicher gelten können. — Um so exakter ist der Nachweis von 18 jüdischen Adelsfamilien in Italien,' die Dr. Samuele Schärf aus Rom, auf Grund genauer Aktenvermerke zusamme,nstellt. Der älteste Adel geht auf ,[i r t, CARL BERNSTEIN BLUMENAUSSTELLUNG KljiinBffl’iilllllllllllllllUINItnillllllllllllllllHIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIINIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIllHIIIIIIIIIIIIIIIIIUIIIIIIIIItl! Spezialität: Tafeldekoratton Trautrkrlnze BERLIN W TauentzlenstraBe 9 TauentzienstraBe 9 (Bu<f)f)<inblung $($te u. 6(fjltrift empfiehlt fid) alß günftige SJeäuggquette für S'hren 33ud)bebarf. 'Berlin 0358, Gf)ar loftenflr. 50/51, Gcfe Sranjöfitöe 6fr. 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