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Monatsschrift der Berliner Logen UOBB · 1927-11-01 · 8 (11.1927) · p. Seite 150

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
Volume
7 (1927-1928)
Issue
8 (11.1927)
Date
1927-11-01
Page
Seite 150 (sequence 14)
Language
German
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.l||IUIIMUH>imiUHIHUIHHHI)IIU>||mHllimiHMIIIIHMHHIIIIHM)IHHIIUIHlllHIHMnHIMIIHIIIIIIUHIMM>IHHIHIMMMHHIIIUIIIIIIIUHll Seite ISO MONATSSCHRIFT DER BERLINER LOGEN U.O.B.B. Nr. 8 Schweizer Farben zeigt, dieses Gebäude ist großartig in seiner Schlichtheit. Nun geht es den prächtigen Kai Mond Blanc entlang, am Rousseau-Denkmal und Kurhaus vorbei, vorüber an den Hotels, die" man auch von den Photographien her kennt. Hotel Beau Rivage, Quartier Stresemanns; ich sehe förmlich jenes Bild im 8 Uhr-Abendblatt vor mir und ^wundere mich, wie ganz anders ich mir die Sache vorgestellt habe. Der Kai Mont Blanc geht über in den Kai W. Wilson, den die Stadt Genf zu Ehren des Völkerbundgründers so genannt hat. Es dauert nicht lange, da stehe ich vor einer langen Mauer, ein Marmorschild ist darauf angebracht. En memoire de WOODROW WILSON - President des Etats-Unis , d'Amerique fondateur de la Societc des Nations. Dahinter liegen die Gärten des Völkerbundes, prächtige Bäume und Blumen: im Grunde des Parks siehtman den hohen Bau der S. d. N.: ein Marmorbalkon, von dem eine Freitreppe hinahfiihrt auf die Kieswege. Man biegt um die Ecke und steht vor dem alten photographischen Bekannten, der großen Glasveranda mit Rolljalousien, die jedesmal heruntergelassen werden, wenn der Völkerbundsrat dort tagt. Das alles in Wirklichkeit zu sehen,- macht ungeheure Freude. Auf der Rückseite ist der Eingang zum Palais des Nations. Ein schattiger Hof. etwa vierzig Automobile darinnen, ein großes Treppenhaus, alle Fejister gfeöffnct. * Ich gehe in diesen Hof hinein. Da ist plötzlich ein älterer, distinguierter Herr an meiner Seile, ich bekomme einen ungeheuren Schreck. Es entspinnt sich folgender Dialog: Le monsieur: „Qu'est cc que-vous voulez i-ci?" Moi: „Oh, je ne veux rien; je ne veux que regarder 1^ .Palais de Nations! " i Le monsieur: „TrCs bien. Venez avec moi.“ Moi: „Monsieur, je n’ai pas le temps." Le monsieur: „Pourquoi?!” Moi: „II faut que je vienne ä mon batteau. II s'en va ä 4.35 h.“ Le monsieur: ,,0h, vous avez le temps encore! Voulez -vous voir la salle de glace?“ Moi: „Oui, monsieur, volonticrs.“ Le monsieur: „Etes-vous un Allemand?“ Moi: „Oui, monsieur." Le monsieur: „Dann kommen Sie, ich werde Ihnen die Glas veranda zeigen." 1 Natürlich hat sich dieses Zwiegespräch nicht wörtlich so abgespielt, vielmehr habe ich wohl in einem internationalen Kauderwelsch geredet, so daß der mir heute noch unbekannte Herr merkte, was für ein Landsmann.^ ich bin und anfing, in einem tadellosen Deutsch zu sprechen, j Ich kam also in ein großes Vestibül, dann durch mehrere Korridore hindurch. Schließlich ging es in ein.en Saal, von dem aus eine Treppe hinaufführte auf die Veranda dieses ehemaligen Hotels. Große Tische, in einer Ecke ein Tippfräulein, lauter Stühle an den Wänden. Ich-befand mich in dem Saale der Societc des Nations, der historisch geworden ist, und den wohl kaum einer betreten hat mit 16 Jahren, ohne irgendwer zu sein, einfach — ich weiß nicht woraufhin. Der Herr erklärte mir alles und geleitete mich zurück ins Vestibül. Ich schnellte hinaus, siedend heiß war mir im Kopfe. Der Mann .war ein Engländer, ein hoher Beamter in diesem Hause. Es war indessen 4 Uhr geworden. Dauerlauf zum internationalen Arbeitsamt. In schattigem Parke gelegen, ein ungemein stilvoller Bau. Das Gebäude* liegt ziemlich weit draußen. Ich photographiere es nur mit meinen Augen und sauste wieder kaiwärts, den Wilsonkai dann hinunter, für 10 cts. ice gelutscht. Ansichtskarten käuflich erworben; 4.35 h war ich auf dem Dampfer.' Der führte mich in schneller Fahrt heim ins lichterglänzende Montreux. Karlsbader Feinbäckerei und Konditorei Moritz Dobrin Be.srellungs» und Versandgeschaff: Königstraße 34-36 Telephonzentrale: Königstadt 6193 und Alexander 5033 Konditoreien und Cafds: vd.ennestr. 1, Ecke Friedrich-Ebert-Str. — * jara Tiergarten) Königstraße 34-36 * Spittelmarkt 15 Friedrichstraße.ll4a + Münzstraße 12 Alexander straße 14c empfiehlt in reicher Auswahl: Törtens Feingebäck, Desserts, bunte SOUIle Kaffee-Schüsseln, Baumkuchen Spezialität: Wiener und Karlsbader Gebäcke Bobes Posener Mürbekuchen Für Festlichkeiten jeder Art: Eis Eisspeisen Eisbomben , Cremes in feinster Ausführung und reichster Auswahl Zudebarches Hochzeitsbarches Jeden Freitag: Wasser- und Butterbarches in bekannt bester Ausführung Zusendung prompt frei Haut! lilllll CARL BERNSTEIN 111 i | BLUMENAUSSTELLUNG UIIIIIIHIIIIIIIHIIIIIjHIIIUIIIIIIIIlllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllHIIIIIIIIIIIIIIM Spezialität! Tatcldakoration Trauerkränze TauentzleiwtraBe# BERLIN W TauentziemtraBc 9 9u<f)f)(mblting Sollte u. 6d)ltttöt empfiehlt fid) ali güttftige ^8e3ug3que(Ie für 3f>ren 93ud)bebarf. ‘Berlin 8, Gf)arfottenftr.50j51,6<re SrontffiMe etc. 3ernfpred)er: 27?erfur 5725 Jaltas MJiikMckcr, Berns W SS, Steglitzer strafte tl Fernsprecher: Lützow 94 u. 679® «Julius Schumacher r ' - BerlinW-- t JuliusSctiumactisr rr Berlin w.:r. Jedes Wort 30 Pfennig IIIlfflllllllllNIlllllIlllHII

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