Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
- Journal
- Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
- Volume
- 7 (1927-1928)
- Issue
- 6 (9.1927)
- Date
- 1927-09-01
- Page
- Seite 101 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 84% known words query
- IRI
…/4885084-6352609-6352870--0341-4885405- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Nr. 6 MONATSSCHRIFT DER BERLINER LOGEN U.O.B.B. Seite 101 ersteh, selbstgefertigten Fernrohr erkannt wurden, datiert etwas über 100 Jahre zurück. Damals begann der Dessauer Amateur- Astronom Schwabe mit unermüdlichen Sonnenbeobachtungen eine Statistik der Fleckenzahlcn und verkündete zuerst 1843 das aus seinen Messungen folgende Gesetz einer ungefähr elfjährigen Flcckcnpcriodc für den Verlauf jener kos mischen Kräfte auf der Sonne. Aber erst acht -fahre später wurde die große Bedeutung dieser Entdeckung für die Sonnenforschung durch Alexandere on Humboldt in seinem berühmten '„Kosmos" klargclegt. In Intervallen von etwa je elf Jahren folgen also Maxima und Minima der Fleckcnzahl aufeinander, und die letzten Maxima dieser elektrisch geladenen Gebilde auf der Sonne fielen auf die Jahre 1860, 1871, '883, 189-1, 1905 und 1916, so daß das nächste Fleckenmaximum Ende dieses Jahres zu erwarten steht. Dieses Gesetz der Flecken-Periodizität ist ahsolu^ sichcrgcstcllt, und cs fragt sich nur, welches die Ursache dafür sein kann. Am wahrscheinlichsten ist cs, daß jene elfjährige Periode als Resultat eines großen, auf der Sonne stattfindenden Ausgleichungs-Prozesses von Druck- und. Temperaturunterschieden gelten könnte, ähnlich wie auf der Erde, allerdings in sehr viel bescheidenerem Maße, die bekannten Ausbrüche der Gcysirqucllcn, *wo gleichfalls durch Drucküberschuß das siedende Wasser periodisch cmpcrschicßt. Es verdient Beachtung, daß auch die über den Flecken schwebenden S o n n e n f a c k e I n und die noch .höher darüber befindlichen Sonncnflammcn dieselbe Häufigkeitsperiode zeigen. Die kosmische und vor allem apch die große terrestrische Bedeutung jener elfjährigen Flcckcnpcriodc wurde in geradezu wunderbarer Weise bald darauf, zuerst durch die Arbeiten des Schweizer Astronomen R u d o 1 f W o 1 f, bestätigt und begründet, ln Verfolg sorgfältiger Untersuchungen stellte cs sich nämlich heraus, daß der Verlauf der Polarlichter, die unregelmäßigen Schwankungen der erdmagnctischcn Elemente und die Vorgänge bei den unseren Planten ständig umkreisenden elektrischen Erdstrnmcn, also alle elektrischmagnetischen Erscheinungen auf der Erde, eine mit den Sonncnfleckcn vollständig übereinstimmende Periode aufweisen. Die Polarlichter können als chronische Entladungen der Luftclcktrizität im Bereiche .unserer Atmosphäre gelten. Aber nicht . nur in der Atmosphäre unseres- Planeten, sondern auch in der L i t h o s p h ä r c odtr PanZcrdc’ckc der Erde findet sich dauernd Elektrizität jn Form von Erjlströmcn, die entdeckt wurden, als'man auf den TelegraphcnVtatiahvn tur Rückleitung an Stelle eines zweiten Drahtes die Erdleitung durch Versenken yjn Metallplatten benutzte. Die Intensität dieser Erdslrnmc steigerte sich däbei zu Zeiten der Sonncnflecken-Maxima oft** mals so sehr, daß sogar Feuergarben aus den Tclcgraphcnapparaten hcrausschossen, als Zeichen clcklro-magnctischcr Unwetter, hervorgemfen durch die Sonncnflccke. Diese höchst merkwürdige Kraftwirkung, die von der Sonne auf alle clektro-magnelischcn Vorgänge im Bereiche der Erde ausgeübt wird, muß man sjch als gewaltige elektrische Fernwirkung unseres Zcntralkörpcrs vorstellcn, als eine Art gigantischer drahtloser Telegraphie durch den Weltenraum, gegen d;c unsere größten irdischen Sendecinrichlungcn doch not Kinderspiele bedeuten. Es liegt deshalb auch nahe, sogar meteoros 1 o g i s c h c Vorgänge in unser’er Atmosphäre, besrnders die mit auf elektrischen Kräften beruhenden,- gleichfalls zu den Sonnenfleckcn in Beziehung zu ’ bringen. Bei' dieser interessanten Spekulation astronomisch-meteorologischer Art muß .man allerdings vorsichtig sein und möglichst streng nur jm. 'Reich der einigermaßen sicher erschlossene!) Tatsachen bleiben. .Zunächst scheint cs erwiesen, daß zu Zcitcn giößtcr Sonncnfleckcnhäufigkcit mehr Regen fällt, eis in den Jahren der F'lcck.cn-Minima. Dies hängt nach den voraufgehenden Betrachtungen mit der im ersteren Falle erhöhten W'ärmcstrahlung der Sonne'zusammen,- die ihrerseits auf'unserem Planeten die aufsteigendgn Lüftsiromc, Verdünstungen und alle Niederschläge steigert. Dazu kommt nun aber noch als sehr wichtiger Faktor die erhebliche Steigerung dcr'Luftelektrizität durch die Sonncnflccke, die sich in der Anhäufung von Gewittern und den mit diesen akuten Entladungen der Luftclcktrizität sehr oft zusammenhängenden Wolkcnbrüchcn ausdrückt. Ist es doch erwiesen, daß die höchsten und elektrisch am stärkster, von der Portofreie Zusendung innerhalb Deutschlands von Mark 20. Illustrierte Preisliste kostenfrei das neue, hei vorragend beurteilte Sumatra-Sandblatt- Sortiment!. ihochfein, pikant, mild. Sämtliche Sorten im Grundformat der abgebildeten Zigarre in verschiedenen Größen je nach 1 der Preislage. - )- * '» Vallosos 9' i cm IS Pf. Cesaros . . 12eft 30 Pf,/ Triunfales 11 cm 20 Pf. Victoriosos 13* t cm 40 Pf. - Cloriosos ll'j cm 25 Pf. TrofaosaHi|in 13'. cm 40 Pf. sämtlich in Kisten zu 50 Stück, nur „Trofeot" in Kisten zu 25 Stück. Das denkbar* Feinste ' za außergewöhnlich billigen Preisen! 5n/0 Rabatt bei Barbezug von Originalkisten deutscher Zigarren, Ton 500 Stück'an 6% Rabatt JL, OTTO BOENICKE gegr. 1879 unter Boe nicke und Eichner BERLIN W 8« FRANZÖSISCHE STRASSE 21 Haus am Zoo, Budapctter Str. 9a, Bayariachar Platz O, Kochstr. 59 Elbarfoltf, Alter Markt 2, Königsborg I. Pr., Kneiphöfiche Langgasse 5 > oo- 2v a io ©: am. «p m n o o u V *-7 I