Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
- Journal
- Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
- Volume
- 7 (1927-1928)
- Issue
- 6 (9.1927)
- Date
- 1927-09-01
- Page
- Seite 100 (sequence 12)
- Language
- German
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Seite 100 MONATSSCHRIFT DER BERLINER LOGEN U.O.B.B. Nr. 6 Die Sonne selbst steht als Zentralkörper unseres Planetensystems und als l'rmuttcr alles irdischen Lebens im .Mittel 150 Millionen Kilometer von uns entfernt. Sie stellt einen riesigen, glünenden Ball dar. so gewaltig, daß über eine Million Erdkugeln darin Platz hätten. Cer eigentliche Sonnenkern, auv glühenden Gasmassen h'cstehend, ist direkter Beobachtung nicht zugänglich. Kr dürfte infolge des enormen nach innen wirkenden Drucks der Sonrenkugel in einem starren Zustande, ähnlich wie dis Krdinnerste. sich befinden. Auf dem Sonnenkern werden ■i> hohe Temperaturen herrschen, daß alle daselbst vorkommenden. den irdischen gleichartigen Elemente ohne chemische Einwirkung aufeinander sind. Ueber diesem Sonnenkern lagern vier, ineinander übergreifende.' gleichfalls gasförmige Schichten. Erstens die P hai-t osphäre oder 1. war c h t h ii 11 c . die alle Licht- und Wärmestrahlen aussendet i'i.d der direkten Beobachtung zugänglich ist.' Zweitens die \ tmosphärc. die absorbierend wirkt und sich durch die dunklen Fraunhofcrschen Linien im Sonnenspektrum bemerkbar w.aeht. Ohne diese Atmosphäre könnte die Sonne noch eine etwa doppelt so große Strahlung haben. Drittens die Chrom o s p h ä r c oder farbige Hülle, in der besonders die jederzeit spektroskopisch sichtbaren Sonnenflammcn oder Eruptionen glühender Wasserstoffgasc auftreten. Viertens die Korona oder' äußerste Sonncnhülle. die bisher nur bei totalen Sonnenfinsternissen sichtbar wird und daher noch nicht genügend crlorscht ist. — Hier interessiert in erster Linie die Photosphärc'oder Leuchthülle der Sonne, in der die Sonnenfleckc und etwas darüber gelagert auch die Sonnenfackeln auftreten. Betrachtet man die Sonnenoberfläche in einem größeren Fernrohre, so erkennt man überall eine körnige Struktur. Die einzelnen Teilchen der durchaus flicht glatten Sonnenobcrfläihc erscheinen bald dichter, bald weiter ausiinandcrgedrängt, als sogenannte Granulationen. Diese Gebilde muß man sich ähnlich wie unsere Cirrus- oder Federwölkchen, allerdings in. Form metallischer Dämpfe vorstellcn, die auf der glühenden Sonne durcheinanderströmen. Sobald sie an bestimmten Stellen der Sonnenoberfläche in Form größerer Poren auscinzndertreten, entsteht ein Sonnenfleck, der als eine Art Höhlung Einblick in die tieferen Schichten des Sonnenballs gewährt. Bei diesen Sodncnflecljen unterscheidet man einen zentralen, dunkleren Kern und den ihn umgebenden helleren Hof. Sie haben unregelmäßige Formen und sehr verschiedene Größen, die sich in kurzer Zeit ändern können. Oft erscheinen ganz minimale Flecken, manchmal große Gebilde, die unsere Erddimensionen siebenmal über- Ircffcn, und gelegentlich konnten sogar Flecke beobachtet werden, die bis zum 17fachen der Erdgröße reichten. Alle diese Flecke treten in der Regel gruppenweise auf, und zwar in der - Nähe des Sonnenäquators in Breiten zwischen 5 Grad und 40 Grad. Nach neueren Forschungen muß man annchmen, daß cs sich hierbei um elektrisch geladene Wirbelbewegungen handelt, durch deren Auftreten die Strahlungsintensität der Sonne im allgemeinen sich steigert. Neuerdings gelang es sogar auch, die Geschwindigkeit der um einen Sonnenfleck kreisenden, elektrisch geladenen Wirbelbewegungen zu bestimmen, wobei Sekundengeschwindigkeiten bis zu 1^0 Kilo metern sich ergaben. Daß es sich hierbei tatsächlich um elektrisch stark geladene Wirbel handelt, konnte dadurch nachgewiesen werden, daß darin auch erhebliche magnetische Felder gemessen w urden, wie sie stets durch wirbelförmig kreisende elektrische Ströme erzeugt werden. Die Sonne ist daher, ähnlich wie die Erde, aber in sehr stark vergrößertem Maße, ein gewaltiger, magnetisch geladeijer Körper, bei dem jedoch im Gegensatz zu unserem Planeten die magnetischen und hcliographischen Pole nahezu zusammenfallen. Aus diesen allgemeinen Darlegungen wird eS nun unmittelbar einleuchten, daß die Sonne, deren Licht-, Wärme- und Kraftwirkungen so Gewaltiges leisten, sogar hinsichtlich ihrer elektro-magnetisehen Fern W irkung einen ungeheuren Einfluß auch auf unseren Planeten ausüben muß. Eine wirkliche systematische Beobachtung der Sonnenflecke. die mit Sicherheit schon 1611 von Galilei in seinem Kleiner Flügel I .. Alleinvertrieb für if jJsfefid Gro0 Berlin jjjjj0|llnann Kurfürften.dämm226 Kleines Piano I Sümortf ü i \;t «<. LEINENHAUS R. FLEISCHHAUER BERLIN W 50, TauentzienstraF^e 7a Wäsche jeder Slrt Höchste Leistungsfähigkeit durch eigene Herstellung Für Festlichkeiten I C’»>rbmacW a«* >l 1 t il lorien. Kaiiee- und TeegenacK Carl jaedicKe. Berlin sui 68 Kornir. 58 Fempr.DUMII 3128-28 — Veisand nach auBarhalb — Fenstevteinigung Rufen Sie Nelken Moritzpl. 2265 S14, StallschreiberstraBe 59 a*flrHntf«t 1IM Parkettreinigung ■AAAAAAAAAAAAAA SEIT 1870 AAAAAAAAAAAAA AM iBERGER & KVLPt 3 5* KOHLENOROSSHANDLÜNO 4 ‘ •4 CENTRALE: SW RI, DESSAUER STR. 27 - KURFÜRST 6200-02 k PLATZ IV: HALENSEE AM GOTERBAHNHOF. PFALZBURG 780 r ■mTTTmT»T?Tm>T?TrTmmT?fTTmTti