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Monatsschrift der Berliner Logen UOBB · 1927-09-01 · 6 (9.1927) · p. Seite 99

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Journal
Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
Volume
7 (1927-1928)
Issue
6 (9.1927)
Date
1927-09-01
Page
Seite 99 (sequence 11)
Language
German
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Nr. 6 MONATSSCHRIFT DER BERLINER LOGEN J£0. B. B. Seite 99 Sonnenflecke uncHrdische Unwetter Von Prof. Dr. Adolf Marcus e. Einer unserer größten Dichter, der tiefsinnige Lebensphilosoph Rückert, beschäftigte sich in besonderer Art auch mit den Flecken der Sonne. Aus seinem Gedicht „Dip Sonnenflecken" seien folgende Strophen hier wiedergegeben: „Als ich hörte, daß die Sonne , Zeige Sonnenflecken, Wurde meine Sonnenwonne Mir zu Winterschrecken. Als ich trüben Angesichts So zum Himmel starrte, Sagte drauf die Sonne nichts, Lachte nur und harrte, Bis ein Astronom, ein frommer, ’ Sprach in ihrem Namen: Es bedeutet warmen Sommer, Wenn die Flecken kamen." Was würde der Dichter der Lebensweisheit, der seine sinnig vergleichenden Bilder mit Vorliebe auch aus den Naturwissenschaften wählte, alles noch über .Sonnenflecke gesagt haben, wenn er unsere heutigen Kenntnisse über jene allerdings schon seit mehr als 300^Jahren bekannten Gebilde auf unserem Zentralgcstirn gehabt hätte. I In diesem Aufsatze soll nunmehr kurz dargelegt werden, was wir über Sonnenflecke im allgemeinen wissen und welchen Einfluß diese kosmischen Vorgänge im Bereiche der Sonne auch auf unsere Erde ausüben. ' Mit Recht hat ein großer Physiker (Tyndall)-den Ausspruch getan: „Wir alle sind Kinder der Sonne." In der Tat ist die Sonne der bei weitestem wichtigste Himmelskörper für uns Menschen. Sie gehört unzertrennlich zum Leben auf der Erde, gleichsam wie das Blut zum lebenden Körper. Das Verlöschen der Sonne würde den sicheren Untergang alles irdischen Lebens und auch etwaiger Keime auf den übrigen Planeten mit sich führen. Jede Bewegung und Regung der organischen wie der anorganischen Natur ist abhängig vom Sonnen licht, der Sonnen wärme und der Sonnep an z j e h u n g. Der Sonne verdanken wir den Wechsel von Tag und Nacht im Anschluß an die Erdrotation, ferner das Zustandekommen der Jahreszeiten unter Zugrundelegung des Erdumlaufs um das Zentralgestirn. Die Sennen w ä r m e macht ira wahren Sinne das Wetter, sie versorgt unsere Atmosphäre mit Wasser durch WoLkcnbildung und deren. Niederschläge: sie zieht d,en Pflanzenkeim aus dem Erdboden und entfaltet ihn zürn hlätterrcichen Baume.* Nun kommt das Sonnenlicht mit seiner geheimnisvollen chemischen Arbeit, durch die das Blattgrün oder Chlorophyll die von tierischen Organismen ausgeatmete Kohlensäure wieder aufnimmt undin Kohlenstoff - sowie . Sauerstoff ' zerlegt. Ohne diese chemische- Kraft der Sonnenstrahlen wären die Pflanzen nicht imstande, durch Aufnahme mineralischer. Stoffe ' aus dem Erdboden die wichtigsten Nahrungsmittel de-r Kohlehydrate zu liefern, auf die jedes Wesen im Tierreich angewiesen ist. So bedingt die Sonne auch das segensreiche Wechselwirken zwischen Tier- und Pflanzenwelt. Fast alle unsere künstlichen Lichtquellen stehen ferner in Beziehung zur Sonne.' Mit Ausnahme der galvanischen, d. h. auf chemischem Wege erzeugten Elektrizität sind indirekt wenigstens alle künstlichen Lichtquellen" durch die Sonnentätigkeit früherer Zeit erzeugt worden. Da' die Steinkohlen und Braunkohlen -vegetabilische Verbrennungsprodukte darstellen, arbeitet in unseren Dampfmaschinen und in unseren elektrischen Bogenlampen eigentlich Sonnenlicht in veränderter Form, jenes Sonnenlicht, dessen gigantische Kraftquelle seit Jahrtausenden infolge der Sonncnzusammenziehung und der dort befindlichen radioaktiven Substanzen keine merkliche Abnahme der Intensität aufweist. NAX WITTKOWSKI HERBENMASSSCHNEIDEREI Meine langjährige treue Kundschaft ist meine beste Referenz , ANZÖGE VON M. 150.- AN TAUKNTSIENSTR. S / ST SIN PLATZ S711 Blumen-Hübner am Zoo JOACfllMSTHALER STRASSE 42 Neue Filiale am Reichskanzlerplatz, Kaiserdamm 38 Fernsprecher: Bismarck 122.125 Telegramm-Adresse :tZoohubner, Berlin Elster Besteck Gedeck Pas t»«we tysfen, TAUETJTZ1ENSTR. 12a (mIm ItowMtsch— Maas) Fordern Sie sofort Broschüre

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