Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
- Journal
- Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
- Volume
- 6 (1926-1927)
- Issue
- 12 (3.1927)
- Date
- 1927-03-01
- Page
- Seite 242 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite 242 Nr. 12 N MONATSSCHRIFT DER BERLINER LOGEN U.O.B.B. klärt, daß die Frauen weder Mitglieder des Ordens, noch der Kommissionen der Logen zu werden wünschen, ln der Monatsschrift der Berliner Logen (S. 189), ferner erklärt Frau E., die Verbandsvorsitzende, ..die Frauen verlangten auch keine völlige Gleichbercchtigun g". Die Großlcge und die einzelnen Logen werden hierauf gebührend zu achten haben. Vorher las man es aber anders. Im Protokoll der Großlogcntagung von 1920 (Seite 157, 158) heißt cnoch: Frau Eschelbachcr: „Glauben Sic nicht, daß wir gearbeitet haben, u m in den Orden zu kommen: nein, das '.erlangen wir aus Gerechtigke i t". Fern et: „Um verjüngende Kräfte, Ströme jüngeren Lebens in sich äufzunehmen. kann auch der Orden nichts einfacheres unternehmen, als daß er,uns Frauen, die wir so gern zu Ihnen kommen, dabei keine Schwierigkeiten bereitet. Versuchen Sie cs nur einmal!" Daran schließt sich die Ablehnung seitens der Frau Eschelbacher, Frauenlogcn zu gründen (Folio 159); ebenso erklärte Frau Seligmann (Folio 153 54) ...Machen Sic heute den Anfang, die Schwierigkeiten wegzuräumen, die den Frauen den gleichberechtigten Eintritt in den Orden und in die Logen zur Zeitunmöglich machen." Mar all das kein Verlangen, Ordensmitglied zu werden? Im Gegensatz zu der Preisgabe des Wunsches,’M i t g I i e d des Ordens zu werden — der Orden kennt nur gleichberechtigte Mitglieder — und vor allem im Gegensatz zu der. Erkenntnis, daß in den Kommissionen des Ordelns nur Personen arbeiten köniren. welche dureh i h r c B i n djufg an die Ordensgesetze;als Mitglieder dem Orden umkafr Loge verantwortlich sind, steht der Beschluß dfes Rheinischwestfälischen Logenfrauenverbandes vom 28;/September 1926 (vergl. U. O. B„ B-. Nr. 11 1926„, Seite 199), wonach „zur feststehenden Tatsache überall werden soll, daß die Brüder die Schwestern zur Mitarbeit in allen Kommissionen heranziehen". b) Der Hinweis auf Amerika und die d o r t i g e historische Entwicklung hat keinerlei Bedeutung für die Frage, wie — ■.-■I—^.—mmim das Frauenproblem in unserem deutschen Distrikt zu behandeln ist. Wir in Deutschland haben uns sofort nach Gründung des Ordens -förfnlicher, strenger, innerlicher, weniger geschäftlich als Amerika entwickelt. Ich erinnere nur an die in der ersten Zeit des Bestehens des Ordens in Deutschland abgclchnte Sterbekasse und an den Grundsatz „nichts für uns, alles für andere". Es fragt sich ja gerade, ob uns das amerikanische System mit seiner unter Bandenmusik, reklamemäßig erfolgenden Einführung. von .Hunderten von Brüdern liegt, oder mehr die versonnene, zurückhaltende, ich möchte fast sagen, grüblerische, deutsche mit einem Wort die „Maretzkische“ Art?! Die Entscheidung dürfte, wenn wir unsere Art nicht überhaupt aufgeben Wollen, nicht schwer fallen. c) Bestechend erscheint auf den ersten Blick der Vorwurf der Ungerechtigkeit, als ob die vorwärtsstrebenden, sozial mitarbeitenden, ethisch oft sehr hochstehenden Frauen, insbesondere ihre Führcrin, von der Ordensajbeit ausgeschlossen werden sollten. Das ist aber ganz und gar nicht mein Fall. (Vgl. meinen Novemberartikel und die dortigen Vorschläge.) Im Gegenteil, die Arbeit der Frauen mit Sitz und Stimme in allen gemeinnützigen Institutionen, welche der Orden und die Logen gegründet haben, soll bleiben. Aber ist denn ferner die grundsätzliche Gemeinschaft * mit den Männern überhaupt Voraussetzung für die ethische Arbeit der Frau?! Sic sind ja gleichwertig! Warum dieses starke Anlehnungsbedürfnis? Dem berechtigten Stolze auf Leistungen würde ein Gefühl der Selbständigkeit weit eher entsprechen! Irgend ein stichhaltiger Grund gegea die Verselbständigung, wie wir sie seit Jahrzehnten in dem gemeinsamen Frauenverein der Berliner Logen, (geleitet von Frau Minna Schwarz) sehen, ist nicht erkennbar. Dagegen ist die Gefährdung der Mischloge insbesondere durch Br. Rosenfeld dargetan. Daß die Frauen auf dem Gebiete der Ordensidee in der Türkei, Oesterreich und England, schon selbständig arbeiten, ist oben bereits WÄSCHEREI für * Herrenstärkwäsche Haushaltwäsche und ‘ Gardinen Berlin-Li chterfelde Ma.schnerstrahe 12 Ru!: C 3. LKtiw.fcfcfe 5021 CARL BERNSTEIN BLUMENAUSSTELLUNG Spezialität: Tafeldekoration Trauerkränze TauentzlenstraSe 9 BERLIN W TaucntzienstraBc 9 4^ 4^ 44 44 44 44 44 -44- -44- -44 -44 4‘ 4 44 -44 -44 4 Josef Zettel j Juwelier | Spez.: ‘Umarbeitungen | t ^Berlin CW 8 {französische Str. 46 | ► M 44 4 — 4*. 4» M 4> «4- 44 »4 44 Baden-Baden Hotel und Badhaus Zähringer Nof Vornehm, behagliche* Familtcnbotel 1. 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