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Monatsschrift der Berliner Logen UOBB · 1927-03-01 · 12 (3.1927) · p. Seite 241

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Journal
Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
Volume
6 (1926-1927)
Issue
12 (3.1927)
Date
1927-03-01
Page
Seite 241 (sequence 9)
Language
German
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Nr. 12 Seile 241 MONATSSCHRIFT DER BERLINER LOGEN U.O.B. B. (Fortsetzung des Artikels „Mein Schlußwort zur Klarheit . . .' von Seite 237). gewollten Heuchelet erwecken könnte, wenn wir hier das Gelübde ablegen und ständig erneuern und dort den Schleier gegenüber Uneingeweihten lüiten, obwohl gerade die Witwcn- und Waisenpflege auf das Diskreteste durch den Präsidenten bzw. seinen Vertreter und die W. u. W.-Kommissionen ausgeübt werden soll. Meine Gewissensskrupel müßten schweigen, wenn durch ein neues Gesetz die W. u. W.-Pflege irgendwie den bestehenden Frauenvereinigungen überlassen werden würde, ein Weg, der uns zwar Raum und Zeit für erhöhte ethische Betätigung gibt, der aber erhebliche finanzielle Schwierigkeiten bringen müßte. Meinen Vorschlag, für die Mitarbeit der Frauen in der Witwen- und Waisenpflege, nämlich der Auswahl einer Vertrauensdame durch die Witwe selbst neben dem Pfleger, halle ich noch immer für die beste Lösung. Jedenfalls ■st gegen wä r l i g die allgemeine Zuziehung der Damen zur Witwenpflege wenigstens nach den Statuten der D. R. L. unzulässig, wenn man cs mit seinem Gelübde und mit seiner Verpflichtung auf die Ordensgesetze überhaupt Ernst nimmt. IX. Zu meinem, z. T. enthusiastisch begrüßten, z. T. (wesentlich von Frauen) bekämpften Artikel?fühlte ich mich gedrängt, weil Gefahr im Verzüge war, weil das Bild des Logenideals, wie ich es in mir trage sich zum Schaden des Ordens völlig zu verändern droht'). Ich sah, daß hervorragende Brüder — ihrer Uebcrzeugung gemäß — sich bei jeder darbietenden Gelegenheit für die Gleichberechtigung der Damen im Orden einsetzten, ohne daß seitens der Gegner eine entsprechende Entgegnung erfolgte. Der Einfluß dieser in hoher Ordcnsskellung bclindhetign Brüder für die Mischlogcn mach^ sich allenthalben gcltenJT' M Bereits vor 2 Jahren hatte ich aus bedrängtem Herzen einen Protestartikel geschrieben, der aber im Kcdaktionskomifcc offenbar gewissen ffemmungen begegnete. *) So ist zwar der erwähnte Aufsatz Roscnfelds über die Unmöglichkeit einer Miachlogc in das Großlogcnorgan aufgenommvn worden, aber nur indem ihm gewissermaßen ..das Rückgrat genommen" worden ist: denn die Redaktion bezeichnet in einer Anmerkung |cn schlagenden Ausführungen Roscnfelds nur als ,,Stimmungsbild" und unterband damit seine Kampf- und Protestwirkung — Kürzlich wurde sogar als' Schreckgespenst hingestellt, daß die' Frauen selbständige Logen gründen könnten und daß man ihnen daher'zur Verhütung dieses Unglücks möglichst bald die Pforten unseres Tempels öffnen müßte. Das Anheimelnde, das nicht zum wenigsten darin liegt, überall in den Logen dieselbe Form, dasselbe „Mileu“ zu finden, droht durch eine unterschiedliche Stellung in der Frauentage zu verschwinden. Es kommt dazu, ,daß der Einfluß, der für die Mischlogcn cintretenden Brüder ganz besonders groß bei denjenigen Brüdern ist, die' den Ernst und die' Tendetizen des Ordens nicht mehr kennen gelernt haben, sondern nur den gesellschaftlichen Rahmen. Ist es nach alledem verwunderlich, daß ein mir nahestehender intellektueller Bruder mir erst jüngst, obwohl er regelmäßig die Logen besucht, erklärt hat, daß für die Hauptaufgabe des Ordens, daß nämlich die Brüder trachten sollen, sich gegenseitig ethisch zu entwickeln, nach seinen Erfahrungen nur ein verschwindender Teil der Brüder Verständnis hat, daß alle übrigen schon jelzt in der ~ Loge nur einen WohlläligkeitsCerein und einen Unterhaftungsklub erblicken. Es scheint fast, als ob nach dem Sturm .eine „E)itspannung".einiräte. Denn neuerdings wird nach ausdrücklicher! Erklärung vpn den Damen gar nicht mehr die Mitgliedschaft erstrebt. Die Mitarbeit der Frauen aber in den Logenkommissionen selbst — im Unterschiede zu den Kommissionen auf dem Gebiete allgcmeinnütziger Gründungen — ist wie oben, dargelegt, ein. Widerspruch in sich selbst, da begrifflich in O r cf e n s a n g e 1 e g ern h c i l e n nur dem Orden verantwortliche Mitglieder -arbeiten dürfen. •' B. ' Erwiderungen. a) Es ist neu, daß das Verlangen ,,Mitglieder des Ordens" zu werden, von den Frauen nicht gestellt wird. In der Timendorfer Jubiläumsloge hat die Vertreterin der dortigen Frauenvereinigung nach meiner zuverlässigen Information er- Die neuen Modelle „PRESSE" 1927 in schwarz steif „rauh" und fürs Frühjahr die Farbe „rfkeinstaM“ und ,,bui*gundi*ot“ Neubauer-Kaldunee Joachimsthaler Strafe 3 und Bayerischer Platj 6 Dr. jur. mit grober stencrrecbtlicher, jarittfreher «ad kaufmännischer Erfahrung, derzeitig, ftank-Syndiku’*. übernimmt nebenomllidi beratene Tätigkeit lur seriöse Ijrmen und Privatleute. Allererste Referenzen Näheies unter Bruder-Verlag Nr. 32. DH. PAUL BRY 1SSU<AICUITKXT BKHLlST HCIIÖKKBKRO BItrCIlTRR'HTKilIHE TKL* X HTEPHAM 1690 KfSSTLElIflOiri BKRATCRO BEI WOBXCVOSVIRlKOIliCRO Tanzkapelle Leo Helzak empfiehlt sich In jeder gewünschten Besetzung für Festlichkeiten aller Art Charlottenburg 4 Stuttgarter Platz 20 Telephon: Wilhelm 3907 Chemische Reinigung! 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