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Monatsschrift der Berliner Logen UOBB · 1926-12-01 · 9 (12.1926) · p. Seite 170

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Journal
Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
Volume
6 (1926-1927)
Issue
9 (12.1926)
Date
1926-12-01
Page
Seite 170 (sequence 10)
Language
German
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Seite 170 Nr. 9 MONATSSCHRIFT DER BERLINER LOGEN tLO.B.B. Berlin als Modenstadt Von Geh. Regierungsrat Dr. Peter Jessen t. Ein sachkundiger Ausländer, der kürzlich zum erstenmal" nach dem Kriege Berlin besuchte, hat bekundet, daß ihn am meisten 7er Fortschritt im Kleiderwesen überrascht habe. Er hatte nicht nur das Straßenkleid und die Schaufenster bedbachtet und an häuslicher > wie öffentlicher Geselligkeit teilgenommen, sondern auch die namhaften Stätten des Modeschaffens besucht. Auf allen Stufen, urteilte er, seien die Geschmacksansprüche erstaunlich gewachsen, durchweg sei man willens und fähig, die Anregungen der Weltmode den besonderen Wünschen des deutschen Marktes und der deutschen Ausfuhr anzupassen. Solch ermutigendes Zeugnis darf der Freund der Berliner Modenarbeit gern hinnehmen, weil er weiß, mit welchem “"Ernst im letzten Jahrzehnt Führer, Mitarbeiter und Förderer sich für die Vertiefung der heimischen Leistungen eingesetzt haben. Die Aufgabe hat der Krieg uns gestellt, als er uns geraume Zeit von den fremden Vorbildern trennte. Er hat Kräfte geweckt und bestärkt; er hat den Ehrgeiz genährt, nach Möglichkeit Eigenes zu gestalten. Seither muß auch unsere Ausfuhr, angesichts der Weltlage, sich immer nachdrücklicher auf Wertware einstellen. Der Ausgang und Mittelpunkt der deutschen Arbeit ist Berlin. In der Reichshauptstadt ist neben der Metall- und Maschinenindustrie das Bekleidungsgewerbe das umfangreichste Schaffensfeld. Gegenpole an stofflicher W'ucht, das fraulichste und das männlichste Arbeitsgebiet, sind beide einander ebenbürtig durch das Gewicht ihrer Leistungen und ihres Wirtschaftswertes. Um die 1!? Milliarden Mark, die im Jahre 1913 die deutsche Bekleidungsindustrie durch ihre Ausfuhr dem Volkseinkommen zugefüljrt hat, und um die mehr als fünf Milliarden Mark, die im gleichen Jahre diese Industrie insgesamt erzeugte, hat sich Berlin an erster Stelle verdient gemacht. In der Damenkonfektion wird sein Anteil auf drei Viertel der deutschen Herstellung berechnet. Wir konnten damals, dem Werte nach, zehnmal so viele Damenkle^ider ausführen, als das Ausland uns lieferte. j Diese Arbeit Berlins verteilt sich auf eine ganze Reihe bedeutender Sonderzweige, von denen uns u. a. die Erste deutsche Fachmesse der Bekleidungsindustrie in Berlin ein überraschendes Bild bot. Für die Frauenwelt vorab das bunte Reich der Kleider, den verschiedensten Gebrauchszwecken und gesellschaftlichen Ansprüchen gemäß' ihre Herstellung aufgeteilt zwischen Maßschneiderei [und Großkonfektion'. Danach, seit langem mit selbständigem Einschlag gepflegt, die Mäntel aller Art; zur Seite eine gewählte Pelzkonfcktion. Fast ganz dem Großbetriebe untertan pie sogenannte Leichtkonfektion, Schürzen. Unterröcke, dib mannigfachen „Weißwaren" mit vielerlei anmutigem Beiwerk der Frauenkleidung. Ein tätiges Sondergebiet die Blusen und ihresgleichen. Die Herstellung der Wäsche für Frauen und Männer ist von alters her in mehreren deutschen Städten heimisch: hat sich aber für beste Qualitäten in Berlin einen ansehnlichen Raum gesichert. Gerade jetzt sind die Wünsche nach eigenartigen Schnitten, sorgfältigem Zierat, neuen Stoffen und Farben sichtlich im Wachsen. Als Spezialfach wird schon um 1860 das Kihderkleid genannt. Dazu als wichtiges Feld, auf dem sich zumal der Geschmack zu bewähren hat, die Damenhüte und ihre Zutaten, die Blumen und .Federn, deren wertvollere Gestaltungen dpr modischen Anregungen Berlins aus nächster Nähe bedürfen. | In der Männerkleidung sucht die ansehnliche Zahl der Maßschneider sich durch energische*Organisation gegen den ebenso rührigen Großbetrieb zu behaupten, der mehr und mehr auch verwöhntere Kreise für siet zu erobern sucht. In frischem Aufstieg sorgt für beide Geschlechter die Fabrikation der eleganten i i.ii'n l .. n i i in ■6 d. in äd e -o c BOENICKE -ZIGARREN die führende I*larke? In Güte and Preiswürdigkeit unübertrefflich Verlangen Sie kostenfrei und unverbindlich die neue illustrierte W® B lh m a e Ihlhs “ (P ire B s 0II st die große Auswahl in billigen, sowie hochwertigen Zigarren, Sortimentskisten, Präsentkistchen usw. enthaltend. - Intenso beliebtes Sumatra-Sortiment leichter, fdiner Art zu 15, 20, 30, 50 Pf. Von ausgezeichneter Qualität *Coronas-Sortiment zu 12, 15, 18, 20 Pfennig oft nachgeahmt — . doch nie erreicht Havana-Importen I in über 100 verschiedenen Sortlen, von meinem in Havana ansässigen Vertrauensmann auf Ausfall ujnd Farben eingehend geprüft OTTO BOENICKE Gegründet 1879 unter Boenick«! & Eichner Berlin W 8, Französischeslraße 21 Zweiggeschäfte: ' Haus am Zoo - Bayerischer Platz O - Kocht strafte 59 Budapest er Strafte Va Edte Innsbrudcer Strafte nahe Friedridiatrafte Portofreie Zusendung innerhalb Deutschlands von Mk. 20.— an. Postscheck-Konto: Berlin 11470

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