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Monatsschrift der Berliner Logen UOBB · 1926-12-01 · 9 (12.1926) · p. Seite 169

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Journal
Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
Volume
6 (1926-1927)
Issue
9 (12.1926)
Date
1926-12-01
Page
Seite 169 (sequence 9)
Language
German
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Nr. 9 ' MONATSSCHRIFT DFR BERLINER LOGEN U.O.B.B, Seite 169 Deutsche Kulturarbeit in der Ostmark Erinnerungen aus vier Jahrzehnten von D r. Adolf lVarsch:iucr,( , Verlag xon Rciitiar Mobbing. Berlin SW 61, 1926. Preis in Ganzleinen, gebunden 12,— Mark. „Deutsche Kulturarbeit in der Ostmark" ist der Titel, unter dem die Lebenserinnerungen des bekannten Gelehrten Dr. Adolf Warschauer, des langjährigen Archivrats in Posen, soeben bei Kcimar Hobbing in Berlin erschienen sind. Deutsche Kulturarbeit hat Warschauer wahrlich in der so wenig gekannten und so viel verkannten Ostmark ein Mcnschenaltcr lang geleistet! Weit über den Rahmen einer Lebcnsgeschichtc reicht das hinaus. was in dem Buche eine schlichte, aber um so ansprechendere Darstellung erfährt. Seine dreißigjährige Tätigkeit am Staatsarchiv zu Posen von 1882 bis 1912 ist erfüllt nicht nur von erfolgreicher und unermüdlicher Arbeit, sondern sic hat ihn auch in len Mittelpunkt des öffentlichen Lebens gestellt als einen der Ifauplträger der gesamten Kulturpolitik der preußischen Regierung und als einen der unverdrossensten Förderer aller örtlichen und privaten Bestrebungen in kultureller Hinsicht. Wenn das Deutschtum in der Ostmark auf friedlichem Wege, durch wissenschaftliche Arbeit und belehrende Einwirkung auf die Oeffcntlichkeit zu der Stellung gelangen konnte, auf die es durch eine kulturellen Leistungen in Vergangenheit und Gegenwart \nspruch erheben darf, so gebührt Warschauer ein vollgeriitleltes Maß an Mitarbeit und Anerkennung. Vor uns rollt sich das Leben eines Gelehrten ab, der in stiller Arbeit zum Geschichtsschreiber der Provinz Posen wurde. Und dies alles, ohne zu den Polen in eine ausgesprochene Kampfstellung zu treten, ohne deren Empfindlichkeit durch Uebertreibungen zu verletzen. So ist Warschauer als einer der wenigen Männer zu betrachten, die durch ihr Wirken in der Ostmark bei den Deutschen wie bei den Polen in gleichem Ansehen gestanden haben. Seine be- -ondere Fähigkeit besteht in der Charakteristik der Persönlichkeiten. die seinen Weg gekreuzt haben und unter denen oder mit denen er gearbeitet hat. In der sorgfältigen Zeichnung dieser großen Zahl von Männern, die alle in Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Kunst an.hervorragender-Stelle standen und eine bedeutsame Rolle spielten, liegt der Hauptkreis des Buches. Oie- Darstellung seiner Jugend- und Lehrjahre in Breslau vermitteln einen tiefen Einblick in die Schulvcrhältnisse vor 5'J Jahren. Sein Aufenthalt als Arehivdirektor in Danzig 1912 .bis 1915 und vor allem sein Wirken beim General-Gouvernement in Warschau 1915 bis 1918 liefern Beiträge zur . Geschichte der allerjüngsten Zeit, die unser. Interesse im vollsten Maße erwecken. \lle, die der Geschichte des geistigen Lebens der deutschen Ostmark, besonders in Breslau, Posen und Danzig, und dem.deutschen Geistesleben in Warschau während des Weltkrieges Interesse entgegenbringen, seien, auf dieses Werk hingewiesen, das einen /us nächstem und regstem Miterleben geschriebenen Beitrag zur Kulturgeschichte des deutschen Ostens liefert. Für uns Juden gewinnt Warschauers Werk noch besonderes Interesse durch , die Schilderung seiner, Mitarbeit bei der Entstehung des „Gesamtarchivs der deutschen Juden", an dessen Begründung und Erhalten unsere Großlogc für Deutschland U. O. B. B. tatkräftigen Anteil genommen hat. — Die Bergung der Archive alfer jüdischer Gemeinden ist zum großen Teil der tätigen Teilnahme zu danken, dje Warschauer dem jungen Institut cntgegenbrachtc. Eine umfangreiche Vortragstätigkeit in den Vereinen für jüdische Geschichte und Literatur vermittelte weiten , Kreisen wertvolle Kenntnisse jüdischer Geschichte aus dem reichen Wissen des pclehrten. Pas Buch wird allen Lesern eine Fundgrube des Interessanten sein. ' —r. Angebot und Nachfrage Tochter eines Logenbruders erteilt Privatunterricht. Vorbereitung für Prüfungen. Staatl. Unterrichtsgenehmigung. Angebote unter Nr. 130^26 an das Logenbüro Tochter einer Logenwifwe, perfekte Stenotypistin, mit allen Kontorarbeilen vertraut, sucht Vertrauensposten. Angebote unter Nr. 132'26 an das Logenbüro. Logenbruder sucht für sein Backfischkleidcr-Fabrikationsgcschäft auch auswärts \gut eingeführten, tüchtigen unverheirateten Herrn im Alter votv.28 36 Jahren. Angebote unter Nr. 133 26 an das Logenbüro. J Logenbruder, tüchtiger Ivaufmann, in ungekündigter Vertrauensstellung. wclcher*8urch den Krieg seine 20 Jahre bestehende Fabrik aufgeben mußte, sucht angemessenen Wirkungskreis. 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