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Monatsschrift der Berliner Logen UOBB · 1926-09-01 · 6 (9.1926) · p. Seite 104

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Journal
Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
Volume
6 (1926-1927)
Issue
6 (9.1926)
Date
1926-09-01
Page
Seite 104 (sequence 8)
Language
German
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Seite 104 Nr 6 MONATSSCHRIFT DERj BERLINER LOGEN U.O.B.B *-V * V /. f\injüi/issher SeHretFer über^ibf eine i-nn ihm gefertigte llan<fsehri/t Jen Franziska nermönehen i Wo das religiöse Gesetz nicht ausdrücklich jede Veränderung verbot, betrieb der jüdische Kopist nicht nur die Kunst des Schreibens, sondern auch die des dekorativen und illustrierenden Malens. Nur die Thorarolle blieb also ungcschmiickt. ßie religiösen hriften der Juden haben zweierlei äußere Formen. Sie haben entweder die Form einer Rolld. eines langen schmalen Streifens, der an einem {eingearbeiteten Holz« oder Elfenbeinstabc befestigt ist und um diesen gewickelt wird, oder die meines. Aus dem Talmud Frei übertragen von Henry Edel. Auswahl aus Buch IV. 669. Die Schwatzhaftigkeit ist die Unglückstante der Familie. 675. . Sah man noch so oft zurück 1 Auf abgebrochene Brücken, ar es doch ein stilles .Glück, Andere Zu beglücken. . 676. Recht soll Macht — Macht nicht Recht sein. 681. Der Gelehrte taugt nicht' für das Handwerk. Wer nennt einen, der Stahl härten oder Häute, gerben könnte, ein Holzfaß. fertigen oder die Mühle bedienen, Brot kneten oder ein Wagenrad zimmern? Aber umgekehrt: In alle Ewigkeit unvergeßliche. jüdische Philosophen standen am Schmiedefeuer — und die Funken sprühten. Wandelten Häute in Leder — und den sprödesten Stoff zu ’ fruchtbaren Gedanken. Sie mahlten das Korn — ün4 erschauten Wachstum und \X erden. Sie brannten das Brot und erkannten die Beziehungen zwischen Gott und Menschen. Sie formten den Bottich aus Eichenholz — und hoben die Wurzel aus der Tiefe. Sie schnitten die Balken in Speichen — und sahen die Räder der Welt. * 682. -r Es gibt schlechte und gute Gewohnheiten. Wir haben die schlechten — die andern die guten. 690. Der Mensch gewöhnt sich an alles — «ogar an sich selber 691. -Dumm ist — der aus der Dummheit nichts gelernt. 692. | \ Viele behaupten, daß sie oft Geister, smien. Ach, wir begegnen so wenigen auf unserm .Lebenswegc.X 699. Daß Maimonidas den Glaubenslehren drcizehnVibschnitte gab, sollte Abergläubische bekehren, die die Zahl 13\fürchten. Oder beruht' ihre Furcht gerade darauf, daß das dreizehnte Dogma — die Auferstehung ist? — 709v Wieviel sonniges Glück geht der Kindheit verloren, weil "das sonnige Glück der Kindheit den Pädagogen verloren ging * 712. Das Glück allein tut's nicht. Man muß cs auch ertragen können. 714. Wenn däs^Glück vor dir flieht reise ihm nach. Aber wer sagt dir, daß es das Glück ist, was du dafür hältst? 716. Es gibt keine Krankheit, die nicht heilbar wäre. Man hat/ niir das Mittel noch nicht gefunden. 719. Das Leben gleicht dem Glücksrad der Lotterien; Nieten und Gewinne. Und doch gilt es den Einsatz. Den Einsatz der Persönlichkeit. ’ 720. Die Spinne klettert an ihrem Sommerfaden in die Luft. Sobald sie erkannt hat, daß der Weg endlos, senkt sie sich im Flöckchen wieder zu Boden. Glücksjäger — strebt dem klugen Tierchen nach.

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