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Monatsschrift der Berliner Logen UOBB · 1926-06-01 · 3 (6.1926) · p. Seite 52

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Journal
Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
Volume
6 (1926-1927)
Issue
3 (6.1926)
Date
1926-06-01
Page
Seite 52 (sequence 10)
Language
German
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Seit«-52 ' MONATSSCHRIFT DER BERLINER LOGEN U.O.B.B.. Nr.b - — r - ■ - - — Jahrhundertmitte hinaus gehalten haben. So mögen sie auf irgendeine Weise ah Ephraim gekommen sein. Für uns sind sie jedenfalls ein wichtiger Beitrag zur Raumkunst ynd zur abendländischen Lackmalerei im 18. Jahrhundert. In diesem Hause halte Ephraim seine Bildersammlung, die stattlich gewesen sein muß und von der auch Nicolai berichtet. Er nennt unter anderein einen Salvator Rosa, pinen Caravaggio, zwei Poussins und. was von der Freiheit schon ^der damaligen Juden gegenüber ihrer Glaubenslehre zeugt, eine „Flucht der Maria mit dem Kinde Jesu nach Aegypfen", von Poelenburg. Soviel von Ephraim. Wie die übrigen Juden gewohnt haben, wissen wir nur aus Berichten. Nicolai beschreibt in seinem Buch die Straßen und Plätze und erwähnt dabei die aus irgendeinem Grunde ausgezeichneten Häuser. Es sind nur noch zwei darunter. die Juden gehören: das eine in der Burgslraße, „des jüdischen Hrn. Daniel Itzigs Haus. Der General von Montargues baute es 172-4 nach dem Modell des Hotel de Soubise in Paris; der Baron von Verne^obre kaufte cs 1724 von demselben, und ließ es ausbaucn. t)cr jetzige Besitzer kaufte einige nebenstehende Häuser dazu, und ließ es 1765 nach 'Naumanns des Sohnes Rissen, so wie cs jetzt ist. erbauen und erweitern . , Im zweiten Bande, bei «den Gebäuden und Merkw ürdigkeiten, heißt es dann über das gleiche Haus: wpin schönes Gebäude,- ‘worinn auch * verschiedene von Fechhetm gemalte Säle (wovon des einen Decke aufgeklappt und zur Lauberhütte dienen kann)j eine schöne Gemäldesammlung, eine, wohlgebaute Synagoge oder Hauskapelle, und.cirv Bäd befindlich ist." Das Haus muß auf dem Grundstück der heutigen Börse gestanden haben oder gleich jenseits der St. Wollgangstraße,. denn es. lag am Wursthof, der der heutigen Wolfgangstraße entspricht. — In seiner Sammlung besaß Itzig neben Bildern de^'-J7.. Jahrhunderts, RubensT Wouwermann, Terborch, auch welche aus dem 18., also damals moderne, zum Beispiel von Pesndi'und Canaletto. Das Bild von Terborch stellte übrigens „zwey .’musizierenffc Personen" dar — möglicherweise ist es das gleiche, das jetzt im Kaiser-Friedrich-Museum hängt. Es müßte dann zwischen Burgstraße und Kupfergraben einen weiten Weg gemacht haben, denn es. wurde 1891 in Paris gekauft und kurz vorher in London versteigert. Das andere Haus, das Nicolai erwähnenswert scheint, lag in der Spandauer Straße und gehörte den Moses Isaakschen Erben.. „Es gehörte vordem dem Staatsminister von Viereck. Derselbe ließ es fl34 nach Diterichs 1732 gemachten Plänen bauen und auszieren. Die Anlage der Treppe, welche das Licht von oben empfängt, ist sinnreich." Der Name Moses Mendelssohns oder seiner Erben (er selbst war kurze Zeit vor dem Erscheinen des Buches gestorben) wird bei Nicolai nicht anläßlich der bemerkenswerten Besitzungen genannt;— er hat es zu Wohlstand, nicht aber zu Reichtum gebracht upd mag ohne Aufwand gewohnt haben. Dagegen wird bei der Beschreibung des Schlosses erwähnt, daß ein „Abguß des Brustbildes des berühmten Moses Mendelssohn von Tassard“ auf einem Bücherschrank im Ankleidezimmer des Prinzen von Preußen gestanden habe — eine bemerkenswerte EKrung für einen Mann, der um seiner Abstammung willen nicht Mitglied der Akademie werden konnte. Das Marmororiginal der Büste von Tassaert (wie er gewöhnlich geschrieben wird) stand damals in der jüdischen Freischule im Itzigschen Haus und gehört heut der Jüdischen Gemeinde. In den Straßen, die noch heut durch ihre Namen an die Juden erinnern, haben in den letzten Jahrhunderteh keine Juden mehr gewohnt. Nach ihrer Vertreibung im 16. Jahrhundert wurden die Häuser an andere Einwohner vergeben, und als sie im' 17. zurückkommen durften, wies man ihnen neue Plätze zum Wohnen an. Der kleine Judenhof „wo im 16. Jahrhundert auch Juden wohnten" sagt Nicolai. Es werden dann noch Gärten genannt, die sich die reicheren Juden zulegten, um ungestört .im Freien sein zu können, da sic in der Öeffentlichkeit vor Belästigungen nicht sicher waren. So besaß Ephraim einen Garten am Schiffbauerdamm (1738 bauten sich hier verschiedene Schiffbauerj an „von welcher Zeit der Namen Schiffbauerdamm entstand’', Itzig in der Kopenicker Wie fange noch!! wollenmit dar.Gesfgtigufcg Ihfpr Korpulenz wartenT Keinen Sie die'.Gc&hVen, di# Ihnen durch übe/miß. Fettleibigkeit drohen?' Korpulenz macht aft! Beg innen Sie sofott.eingEntfetüitj^Kur.miv H e g.no- Reduktion^pHl^n, preisgekrönt mit EhrendipNg1 men. Jn kurzer- Zerit arhebliche Gewichtsabnahme. . Arztlic^'glänzend empfohlen. Kein starkenLeib mehr, sondern jugendlich afchlanke, elegante Figur. Garan* tiert Unschädlich; Ktye^Dlat V^le tausend Oankschr. San+ffttstet; Ot, med. J. 9schreib*: „Hkgro“* Reduktlohspiüen'slrid wöhfgeeigWet, n^ö^'Chen Fettansatz -zu beseitigen.. Oes Präparat ist mehrfach von mir mit Everordnet worden. Pr. Kart. m.<$ebr.-Xnw..4 M-., Porto, 30 Pf. Dep.: Elefanten-Apotheke,. Leipziger SU. 74. Minerva-Apotheke, Charlottentmrg; Bisroiarckstr. 81. % T ' V A £*{$uetgen3 ^3apierf)au3 JUesanberpEdj «WCHBEREITSCMFT-BMSS-IEIUI i ehemalige Wachabteilung der Wirtschaftsgenossenschaft „ Berliner Grundbesitzer. Vereinigte Betriebe G. m. b. H. t seit 1894 bestehende Gesellschaft zur Bewachung von Geschäfts-, Industrie- und Prhrath&usern, Lagerplätzen usw. C 2, POSTSTRASSE 14 Telephon. Merkur 1210, 1211 Nachtanruf: Merkur 1210, 1211 und Steinplatz 6283 Wächter ued Wuchtmefcter zu leder Taget- und Kechtzsit hu Büro Pmutraie wn euweseid lll'l IlCARL BERNSTEIN II 111 BLUMEN AUSSTELLUNG IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIHIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII SpezIa111ät: TafeIdekora11on Trauerkränze TaucntzlenstraSe 9 BERLIN W Tauentzlenstraße 9 i

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