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Bibliographischer Vierteljahresbericht für die jüdische Literatur · 1914-06-01 · 1 (1.6.1914) · p. Seite 25

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Journal
Bibliographischer Vierteljahresbericht für die jüdische Literatur
Volume
1 (1914)
Issue
1 (1.6.1914)
Date
1914-06-01
Page
Seite 25 (sequence 25)
Language
German
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Predigt von Karl Jatho: Liebes garten, eine Idylle in acht Romanren von Alexander von Bernus: Malebranche: Gespräche über den Tod, ins Deutsche übertragen von Karl Konstantin Löwenstein und Werner Bloch, Einleitung und erstes Gesprich; Roma trinmphans von Kurt Martens; Was ist Gnosis? Ton Engen Heinrich Schmitt Bemerkungen ..zu unsern Aufsitzen". Miszeüen. Bücherschau. Stettin. Dr. M. Wiener. Jugendschriften. f Schalom Asch, Kleine Geschichten aus der Bibel. Aus dem Jiddischen von Dr. phil. Helene Sokolow. 124 S. 4*. Berlin. Judischer Verlag G. tn. b. H. 1914. Wir begrüßen jedes Buch mit großer Freude, das zur Belebung und Vertiefung des Religionsunterrichts beiträgt. Das vorliegende Werkchen umfaßt 35 Geschichten aus der Genesis. Sie halten sich nicht an den Wortlaut der Bibel, sondern das Bibelwort wird mit den jüdischen Legenden verschmolzen, fast durchweg im schlichten Volkston. Erzählungen, die dem Kinde auf der ersten Stufe vorgeführt werden, missen anschaulich sein und einen leicht faßbaren Inhalt haben, dann wird auch für die ethische Verwertung die nötige Empfänglichkeit vorhanden sein. So hat die Schilderung des Paradiesgartens unseren vollen Beifall, auch andere Geschichten sind trefflich dargestellt. Doch wollen wir auch einige Mängel nicht unterdrücken. Seüe f*und 2 werden Adam die Geschöpfe der Welt vorgeführt, um ihnen Namen zu geben. .Zuerst kam schweren Schrittes der riesige Elefant daher, und als Adam ihn sah. sprach er: .Er hat ja eine lange Nase wie ein Elefant, so soll er auch Elefant heißen", und ähnlich bei Löwe und Pferd. Wir brauchen das nicht weiter zu begründen. Die Überschrift ..Die Opferung Isaaks*' (S. 46). die allerdings sehr gebräuchlich, aber falsch ist. müßte durch eine andere ersetzt werden. Auch die in dieser Geschichte auftretende Figur des Satan mochten wir rügen. Bei „Jakobs Flucht vor Esau" S. 63 ff. wird am Schluß erwähnt, daß Jakobs Traum in Erfüllung gegangen, daß Salomo einen Tempel erbaut, die Juden in die babylonische Gefangenschaft gerieten, zum zweiten Mal einen Tempel bauten, der von den Römern zerstört wurde usw. Bei einer späteren Auflage, die wir wünschen, müßte das in Wegfall kommen. Bedenklich scheint es nur. daß Jakob kurz vor seinem Hinscheiden (S. 121) „Höre Israel" betet und — so heißt es daselbst — seit jener Zeit die Juden zweimal täglich dieses Gebet hersagen. Am Schluß sei besonders der herrlichen Ausstattung des Buches gedacht, die dem Verlage zur großen Ehre gereicht Magdeburg. Dr. M Spanier. Oberlehrer Dr. Joseph Unna, Maimonides. ein Lebensbild für die jüdische Jugend. 64 S. Berlin. Verlag von Louis Lamm 1914.

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