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Bibliographischer Vierteljahresbericht für die jüdische Literatur · 1914-06-01 · 1 (1.6.1914) · p. Seite 10

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Journal
Bibliographischer Vierteljahresbericht für die jüdische Literatur
Volume
1 (1914)
Issue
1 (1.6.1914)
Date
1914-06-01
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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10 „Der erste alte Rabbi war kein Wundermann und wollte keiner sein." — Schluß ergebnis: ..Jesus and die Rabbinen — die Gestalten decken sich nicht." Interessant aber wäre für das neotestamentliche Zeitbild eine Sammlung talmudischer Züge für den Typus des Zauberers, Propheten, Schwärmers, Asketen und Heiligen jener Zeit sowie für die damaligen Anschaumigen über den Messias der Endzeit. Leipzig. Dr. E. Bischoff. Heinrich Rüscher, Sabbat und Sonntag im Lichte des Neuen Testaments. Gotha, Verlag der Evangelischen Buchhandlung P. Ott 1914. Die Adventisten. die ihren Namen ron der Hoffnung auf die baldige Ankunft |adventu») Christi haben, und deren in der Öffentlichkeit am stärksten'hervortretende Eigenschaft die Heiligung des Sabbats ist. entfalten eine rege Propaganda ihrer Ideen. Obschon sie in Deutschland nur etwa 6000 Anhinger haben gegen etwa 70000 in Nordamerika, bringen sie namhafte Summen (für Kolportage in Deutschland 300000 Mark jährlich) für die Verbreitung ihrer Lehren auf. Vorliegende Schrift eines evangelischen Pastors bekämpft den Adventismus, die Sabbatheiligung und die Hinneigung zum Judentum. „Soll das Christentum selber eine jüdische Sekte" werden, dann gibt es sich selber auf," sagt im Vorwort P. Cürlis. Der Verfasser sucht nachzuweisen, daS das Sabbatgebot trotz seiner Stellung im Dekalog für den Anhinger des Neuen Buujfesnicht mehr verbindlich ist. Die Liebe and der Glaube an Christus haben das Gesetz aufgehoben. Die Adventisten berufen sich darauf, daß Jesus den Sabbat beobachtet habe und zu den Seinen sagt: „Bittet aber, daß eure Flucht nicht geschehe im Winter oder am Sabbat" (Matth. 24. 20). Verfasser wendet dagegen ein: „Wenn der Sabbat im adventistischen Sinne sollte heilig gehalten werden, dann müßte auch der Winter heilig gehalten werden, denn der Herr Jesus stellt den Winter unmittelbar neben den Sabbat, nennt ihn gleichsammit einem Atemzuge." (!) Aus dem .Alten Testament führt Verfasser Hose« 2. 13 gegen den Sahbat an: „Ich mache all ihrer Freude, ihren Festen. Neumonden. Sabbaten und all ihren Feiertagen ein Ende." In dem" Abschnitt über Adventismus und Judentum. S. 37ff., erfahren, wir. daß in Hannover Adventisten ihre Kinder, am sie am Sabbat vom Schulbesuch zu befreien, in die jüdische Seminarschule zu schicken versuchten. Einzelne scheinen auch, die Speisegesetzefür verbindlich zu halten und essen kein Blut in irgendeiner Form oder Speise und kein Schweinefleisch. Manche geben auch den Zehnten von all ihrem Einkommen. Interessant ist die Lehre der Adventisten vom Seelensterben und vom Seelenschlaf, gegen die der Verfasser vom Standpunkt des Evangeliums aus geschickt polemisiert Brünn. _ Dr. L. Levy. Geschichte. --S. Willinger, Biographisches Lexikon berühmter Juden aller Zeiten und Lander. Ein Nachschlagebuch für das jüdische Volk. L Heft 8°. Czernowitz, im Selbstverlage des Verfassers 1914.

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