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Bibliographischer Vierteljahresbericht für die jüdische Literatur · 1914-06-01 · 1 (1.6.1914) · p. Seite 6

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Journal
Bibliographischer Vierteljahresbericht für die jüdische Literatur
Volume
1 (1914)
Issue
1 (1.6.1914)
Date
1914-06-01
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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die Gewaltsamkeit nnd Bodealotiflkeh dar kritischen Hypothesen. Di» beigebrachten ägyptischen Parallelen sind überaus dürftig. Trotzdem stimmen wir dem Grundgedanken des Verfassers, den er in dieser nnd seinen anderen Schriften verfolgt [Ägypten und die Bibel — Moses and die ägyptische Mythologie — die Patriarchen und die ägyptische Mythologie — Wer war Mos«?], „daß die israelitisch« Religion in ihren Anfängen stark unter ägyptischem Einfluß gestanden hat", bei. wenn man unter Einfloß Reaktion und Opposition versteht. Nicht anders stellt es auch die Bibel dar. Die Durchforschung Ägyptens nach dieser Richtung erscheint nas wichtiger und aussichtsreicher als die Babels, die gegenwärtig Mode ist . Dortmund Dr. Bw Jacob. Wilhelm Caspari, Die israelitischen Propheten (Wissenschaft und Bildung. Bd. 122]. 150 S. Leipzig, Quelle & Meyer 1914. In fünf Kapiteln stellt der Verfasser dar L den volkstümlichen Prophetismn» (Erstes Auftreten: Lebensweise: Aufgaben der Zeit; Programm; Vertreter: Wunder und Weissagung: Askese: Politik: Organisation and Stagnation: „falsche" Propheten: Begriff], IL die Formen des prophetischen Vortrags bis zum Ende des Prophetismus in geschichtlicher Entwicklung [Unabhängige Lebensstellung der Asketen; ihre Verbindung za gemeinsamen Vorträgen; der Solist; Steigerung der Realistik des Stils zur Prosa; Zuhilfenahme das literarischen Wegs für die Verbreitung der prophetischen Gedanken: Zurücktreten des individuellen Moments; Überwiegen überlieferter Stoffs nnd Formen; Grenze zur Apokalyptik], DX die Persönlichkeiten (Elia, Arnos, Hosea, Jesaja, Micha, Habaknk. Zefaaja, Jeremia. Ezechiel. Haggai. Sacharial IV. die Schriften. V. den Geist [Gemeinsame Vorstellungen and Voraussetzungen; ihre Herkunft; der sittliche Gottesbegriff in Aaseinandersetzung mit dem untersittlichen: Tendenz zum Universalismos and zum Weltbild; der Gerichtstag: das Endheil; der Heiland: Rezeprivität der Propheten; Inspiration and deren Nutzen: Vision). Der Verfasser hat die weltgeschichtliche Erscheinung des israelitischen Prophetisatas gründlich durchdacht and bringt sie in gedrungener [manchmal vielleicht za gedrungener] and gedankenreicher Darstellung zum Vortrag. Beachtung verdient besonders die Betonung des vorgefundenen und gemeinsamen Gedankenbesitz«s. Die Propheten (Arnos. Hosea a. a.J sind nicht die Gründer der Jahwe-Religion, als die sie che landläufige kritische Auffassung hinstellt. Unzureichend ist dagegen das Verhältnis der Propheten zur Thors und zum kodifizierten Gesetz dargestellt. In der Beurteilung des Denteronomiums folgt der Verfasser den gängigen Hypothesen. Im ganzen ist das Bach au eine selbständige und gediegene Leistung za werten. Dortmund. Dr. B. Jacob. Patristik. Dr. Erich BischoK, Die Elemente der Kabbalah. 1. Teil Theoretische Kabbalah: Das Buch Jezirah, Sohar-Auszüge, Spätere Kabbalah. Übersetzungen, Erläuterungen und Abhandlungen. DX und

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