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Der Aufstieg · 1932-12-01 · 12 (12.1932) · p. Seite 297

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Journal
Der Aufstieg
Volume
Band 1 (1930-1932)
Issue
12 (12.1932)
Date
1932-12-01
Page
Seite 297 (sequence 7)
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Chijo nennen —zu begrüssen. der. nachdem er die Verhältnisse in der Slowakei kennen gelernt hat. einen Brief an unseren Redakteur schreibt, dem wir folgende Stellen entnehmen: „In der Kehillo kcdauscho Pressburg sieht es nicht gut aus, wenn auch die Pressburger selbst nicht merken, wie schlimm es ist .Die Assimilation schleicht sich überall ein. Und die Agudo hier am Orte—verwittert. Die Mitglieder selbst wissen kaum, was Agudo bedeutet.......Was Wunder, wenn der Misrachi und nicht weniger die Poale Zion riesige Lücken in die Pamilien reissen1 Wer kann es ihnen übelnehmen? Die Agudo ist schuld, denn sie weiss nichts anderes als diesen Gegnern mit blindem Hass^entgegenzutreten.......Die zentrale Agudas )isroel müsste geeignete Männer zur Aufklärung nach der Slowakei schicken". «Wir wollen nicht entscheiden, wie weit der junge Mann mit dem düsteren Bilde, das er von den Verhältnissen in Pressburg entwirft, recht hat. Jedenfalls ist ihm eine wunde Stelle in der Orthodoxie, der Mangel einer geistigen Offensive, offenbar geworden. Und er ist sicher im Rechte, wenn er von der Agudas Jisroel die Behebung dieses Mangels fordert. Freilich ist es sehr fraglich, ob sie vorderhand die Menschen und die Mittel hat, um speziell in der Slowakei etwas mit Aussicht auf Erfolg in dieser Richtung zu unternehmen. Wird ja dort vorläufig selbst die bisherige Sprech- und Sinnesweise der Agudas )isroel noch als nicht ganz einwandfrei empfunden. „STARK UEBERSCHAETZT." Während alle Zionisten mit Verantwortungsgefühl die Araberfrage sehr ernst nehmen, hat Herr Ussischkin, dem natürlich dieses Gefühl keineswegs abgesprochen werden soll, in seiner Rede auf dem letzten zionistischen Delegiertentage in Frankfurt a Main von dem stark überschätztcnAraberproblem gesprochen. Ein solches Urteil hätte nur dann einen vernünftigen Sinn. — wäre aber auch-dann nicht richtig — wenn Ussischkin dabei an andere, stark unterschätzte Probleme, mit denen die Errichtung eines jüdischen Nationalheims in Erez Jisroel auch zu ringen hat, dächte. Ob ihm aber nicht auch diese stark überschätzt vorkommen, wenn sie überhaupt für ihn existieren 1 FRUCHTBARE EHRUNG. Festschrift für Jacob Rosenhcim unlusslich der Vollendung seines sechzigsten Leben*- jahres. dargebracht von seinen Freunden.— /. Knuffmunn Verlag. Frankfurt a Mfin 1911. Worin besteht eigentlich die Ehrungr die mit einem Buche wie dieses einem Jubilar zugedacht ist? Meiner Ansicht nach darin, dass die Mitarbeiter durch ihre Aufsätze bekunden, dass sie zu einem Kreise gehören, in dessen Mittelpunkt der Gefeierte steht. Und, darum ist die Ehrung umso grösser, je grösser die Zahl und Bedeutung der Mitarbeiter ist und je wertvoller ihre Beiträge sind. Von diesem Gesichtspunkte aus darf man sagen. da&&, .das vorliegende Buch eine Ehrung darstellt, die hinter dem Ausmass einer"Pcrsönlichkcit wie Jacob Rosenheim nicht zurücksteht.. Das macht es aber auch unmöglich, alle diese, fast durchaus aufs Ganze gehenden Arbeiten verschiedener Individualitäten und verschiedenen Stoffes nach Gebühr zu werten Im deutschen Teile des Werkes (458 grosse Oktavseiten) kommen 22. im hebräischen, durch Jacob Landau redigierten Teile (160 grosse Oktavseiten) 18 Autoren zu Worte. Beispielsweise seien hier folgende Aufsätze erwähnt: Dr. Joseph Wohlgemut h. der über Max Schelers Religionsphilosnphi?—m ihrem Verhältnis zur jüdischen- Auffassung aufschlussreich referiert; Rabb Dr. Joseph Ca rl e bach. der über „Moral und Politik" in seiner temperamentvollen Weise — meine Einwände versage ich mir an diesem Orte — spricht; Rabb. Dr. Esra Münk, der „Die Entwicklung der preussischen Synagogengemeinden 297

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