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Der Aufstieg · 1932-04-01 · 10 (4.1932) · p. Seite 263

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Journal
Der Aufstieg
Volume
Band 1 (1930-1932)
Issue
10 (4.1932)
Date
1932-04-01
Page
Seite 263 (sequence 21)
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organischer Natur: es sind biologische Zentren". „Die kosmologische Bedeutung dieser Welten — die zwar sämtlich in Raum und Zeit, aber ebenfalls transzendent sind — besteht in ihrem Verhältnis zur hiesigen Welt". „Die hiesig* Welt ist nämlich die einzige, die kein biologisches Zentrum besitzt, denn sie ist diejenige, wo die Kluft zwischen Geist und Materie bereits so gross ist, dass sich der Geist mit der Materie nicht mehr zu einer „Person" in der Form einer „Welt" verbinden kann (wo mithin nur eine grosse Anzahl von Einzelwesen auftreten können).'Die biologischen Zentren hingegen sind .Personen höheren Grades', die zugleich .Welten' sind: es sind die eigentlichen .Weltmächte', deren Handlungen die wahre ,Weltpolitik' bedeuten, soferne man unter ,Welt' nicht nur die Erde und nicht nur diese* astronomische Weltsystem und alle Systeme derselben Art, sondern die wahre gesamte Wirklichkeit, die Gesamtheit aller Weltzentren versteht. Diese Weltmächte betrachten die hiesige Welt als eine Kolonisationswelt, die ihnen in Ermangelung eines schützenden Zentrums frei zur Verfügung steht, die sie unter sich aufteilen können____ Das Interesse, das die biologischen Zentren an einer Kolonisierung d.h. einer verteilten Inbesitznahme dieser Welt haben, ist in der Weltkonstruktion selbst gelegen." Diese biologischen Zentren oder Welten haben aber auch eine anthropologische Bedeutung. Sie „sind die Götter der verschiedenen Völker. Diese Götter werden als in Wirklichkeit existierend betrachtet: es handelt sich somit um eine verstandesmässige Erschliessung des Polytheismus. Unter Polytheismus ist mithin nicht wie bisher die Alternative ,e i n Gott' oder .viele Götter' im Glauben der Menschheit zu verstehen— sondern: der Gott des einen Volkes ist ein anderer als der des andern Volkes, weil sein biologisches Zentrum, d.h. sein Abstammungszentrum von dem des andern verschieden ist Denn: jedes Volk, d.h. die Summe der Einzelwesen, die eine echte anthropologische Artgemeinschaft bilden, hat ein oder mehrere zusammengehörige biologische Zentren, von dem, bezw. von denen es herstammt. Das ist dann der Gott (oder die Götter) des betreffenden Volkes. Daraus folgt erstens, dass der Begriff des Gottes nicht mit dem der Menschheit, sondern mit dem des Volkes auf das engste verknüpft ist, und zweitens, dass der Gott für das Volk eine eminent biologische Bedeutung hat. Der ganze Umkreis dieses Verhältnisses (von Volk zu Gott)..... ist die Mythologie des betreffenden Volkes. Damit tritt das, was hier unter Mythologie verstanden wird, in schroffen Gegensatz zu dem, was die mythologische Wissenschaft darunter versteht: Mythologie ist nicht eine Sammlung ethnologischer Phantasmagorien,- sondern die Lehre vom Bestehen einer metaphysischen Volkswirklichkeit und einer vom Volkskörper getrennt vorhandenen metaphysischen Volkskraft, dem biologischen Zentrum oder dem Gott. Mythologie ist somit keine Altertumswissenschaft, sondern aktuelle, transzendente Realitätsforschung. „Sowie der Gott für das Volk", so „besitzt auch umgekehrt das Volk für den Gott eine wichtige biologische Bedeutung. Die einzelnen Mitglieder des Volkes sind nämlich für den Gott Entfaltungsmöglichkeiten, und das ganze Volk ist das Instrument seiner Macht, vermittels dessen er.... Uber die Materie selbst, besser über den Spannungszustand zwischen Geist und Materie herrscht". Diese Auffassung ist im „Gegensatz zu jeder theologischen Ansicht von Ergebenheit, Demut und Fatalismus. Es handelt sich um die Autonomie des Volkes dem Gott gegenüber." Nun gibt es aber unter den Göttern (Elokim) einen, dar ganz anders geartet ist als die andern, J____ Er ist „der Herr des Reservoirs, aus dem auch diejenigen Kräfte stammen, die gegen ihn selbst gerichtet sind", — das Reservoirs, aus dem als „dem vorrealen Nichts (das nicht mit Gott selbst identifiziert werden darf, da er der Beherrscher desselben ist)" „(durch den Schöpfungs- 2*3 4 .

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