Der Aufstieg
- Journal
- Der Aufstieg
- Volume
- Band 1 (1930-1932)
- Issue
- 9 (11.1931)
- Date
- 1931-11-01
- Page
- Seite 238 (sequence 20)
- Belongs to
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Doch nicht bloss Elieser Schindler gebührt Dank. Auch dem Verlag, d.h. dem . unermüdlichen L. G. frydemon, der das Buch — notabene auch in ordentlicher Ausstattung — herausbrachte. Er fügte dadurch der Kette seiner Verdienste — Heraasgabe und Redaktion der Bnjs-Jukow-Zeitschrift, Förderung dos Bajs-Jakow- Gedankrns. tatiges Verständnis für du.- AuMnwacha — ein weiteres Glied hinzu. Dr. N. B. "BAJS JAKOW" Diese Zeitschrift, die ihr Herausgeber und Redakteur L. G. Frydemon immer mehr auszugestalten weiss und deren erzieherischer Einfluss nicht hoch genug gewertel werden kann, veröffentlicht jetzt in Forsetzungen die jiddische Uebertragung des Buches "Im Dienste der Verheissung" von Dr. Nathan Birnbaum. Die Uebcrsetzung ist vom Verfasser selbst besorgt. UEBER DAS KADDISCH^GEBET. Wulf 6'. Jacobson. - Urher das Knddisch-Gebet. - Verlag des Israelit und Hermon G.m.bH. 5692. Der Verfasser nennt im Vorwort seine Schrift eine anspruchlose Arbeit. Das stimmt höchstens in Bezug auf ihr* mit Unbcscheidenhcit nicht gut zu vereinbarende Sachlichkeit. Sonst darf sie sicherlich den Anspruch erheben, die Fragen, die hinsichtlich Entstehurfg, Zweck "und-Verrichtungsarten des Kaddisch - Gebetes aufgeworfen wurden und werden, mit Fleiss und Gründlichkeit zu 'erörtern. Die •Schrift ist in drei Kapitel eingeteilt: "Jehe tchme rabbo", „Unser Kaddisch-Gebet", "Das Waisenkaddisrh'. - Wer es nötig hat, kann sich aus der auch schön und warm geschriebenen Arbeit erschöpfend orientieren. Dr. N. B. RELIGION UND LEXIKON. Der grosse Herder. -- NnrlunhlnyeirBrlr für Büna *U*d l.irba" Vierte, Köllig neu bearbeitete Auflage von Herders Konversationslexikon. Erster Band. A bis Battenberg:. — Freiburg f'B. J931. Herder & Co. G.m.b.H. Verlagsbuchhandlung. Im Zeitalter des Nationalismus, in dem wir leben, hat sich die Auffassung, dass das Volk, die Nation — diese Worte übrigens in mehr oder weniger ungenauer Weise mit dem Begriffe des Staates vermengt — der oberste Wert und der letzte Masstab ist, auch weithin in die Menschengruppen hinein ausgedehnt, die grundsatzlich und geschichtlich auf anderem Boden stehen. Wir sehen es in unserer nichtjüdischen Umgebung und nicht anders ist es bei uns selbst. So kommt es, dass viele Thornixeuc, in Verkennung des Wesens der überlieferten Gemeinbürgschaft des jüdischen Volkes, auch die dem Judentum entfremdeten und überhaupt irreligiös gewordenen Volksgenossen in die jüdisch-religiöse Front einbeziehen. Trotz den Ansätzen .zu besserer Einsicht, die jetzt aus der Region der tiefer denkenden Geister vorzudringen beginnt, ist das Unverständnis im allgemeinen doch noch recht gross Zu solchen unangenehmen Ueberlegungen wird man angeregt, wenn man «in nichtjüdisches Werk in die Hand nimmt, das buher wohl nur in wenigen jüdischen Häusern zu finden ist, während ähnliche nichtjüdische oder sogenannte jüdische — in Wirklichkeit ketzerische oder atheistische — Werke häufig im Bücherschrank stehen. Das erwähnte nicht jüdische Werk ist das Herderschc Lexikon. 238